Sagen aus Westfalen
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Das Stift Gevelsberg

Das Stift Gevelsberg ist bekanntlich an der Stelle entstanden, wo der Erzbischof Engelbert von Köln im Jahre 1225 von den Leuten seines Vetters, des Grafen Friederich von Isenburg, erschlagen ist. Bald nach dieser Tat sah man daselbst nämlich mehrere Erscheinungen. Unter anderen sah ein Schmied von Schwelm, der in einer finstern, stürmischen Nacht des Weges kam, allda ein helles, glänzendes Licht, das mehrere Ellen hoch aus der Erde hervorkam und die ganze Gegend beleuchtete und weder von dem Regen noch von dem Winde verlöscht werden konnte, sondern nicht einmal bewegt wurde. Ferner, nachdem dieses bekannt geworden, ließ ein Gichtbrüchiger aus Schwelm sich an den Ort tragen, verrichtete dort sein Gebet und fühlte sich auf der Stelle gänzlich geheilt. Dieses und noch andere Umstände gaben den göttlichen Willen zu erkennen, daß hier eine Kirche und ein Kloster gebauet werden sollten, und man errichtete beide im Jahre 1251.

 


 


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