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14. Kapitel.

In wahnsinniger Aufregung stürmte Baronin Ola Thorn in dem Gemache auf und nieder, das sie in der Pension Luzius innehatte. Ihre schönen Züge waren durch wilde Leidenschaft entstellt, sie riß und zerrte an dem feinen Batisttaschentuch, das sie in Händen hielt, mit solcher Gewalt, daß dieses den nervösen Kraftevolutionen der schönen Frau nicht standzuhalten vermochte und in Fetzen ging.

»Unglaublich! Unerhört! Gerade ausgesucht mir, mir, die ich so vorsichtig, so mißtrauisch bin, hat das geschehen müssen,« stieß sie mit zuckenden Lippen hervor. »Einem Schwindler, einem Betrüger, einem Schurken zum Opfer gefallen! Nie, nie, nie, und wenn ich tausend Jahre alt werde, vergesse ich das Gesicht des Direktors, der mir mit mitleidig verlegenem Lächeln sagte, es müsse ein Irrtum obwalten, der Marchese Torre selbst habe bereits vor acht Tagen seine Gelder aus der Bank zurückgezogen, und es erübrige dort keinerlei Depot mehr, aus dem ich etwas beheben könne. Infam, unerhört, mit Recht würde Robert mich jetzt auslachen, wenn er mich hier sehen könnte als blamierte Europäerin. Aber ich werde mir zu helfen wissen, ich werde den Schutz der Behörde gegen diesen Betrüger in Anspruch nehmen!« Die erregte Frau hielt plötzlich inne, denn es durchzuckte sie die Erkenntnis, wie schwer es für sie, die Ausländerin, die nicht gern auch nur das geringste Aufsehen hervorrufen wollte, sein werde, die Aufmerksamkeit der Behörde auf sich zu lenken. Ohne Zweifel gab es dann Fragen, Auseinandersetzungen, und durch diese mußte eine Menge Dinge an das Tageslicht gezogen werden, die sie am liebsten vor der Öffentlichkeit hätte verbergen mögen. Mit der Flucht aus dem Hause ihres Gatten hatte sie einen schwarzen Strich durch ihr Leben gezogen; was hinter diesem Strich lag, konnte und sollte nicht mehr an das Tageslicht gezogen werden, und wer bürge ihr dafür, daß, wenn sie jetzt wegen des Betruges, dem sie zum Opfer gefallen, Lärm schlug, ihr Name nicht in die Zeitung kam und ihr Gatte, der Mann, vor dem sie geflohen, dadurch eine Spur fand, die ihn wieder zu ihr führte. Ola war eine viel zu kluge, schlaue Persönlichkeit, um nicht vollständig davon durchdrungen zu sein, daß, wenn sie es ernstlich wollte, es ihr schließlich doch gelingen werde, Robert von Marfen wieder in ihre Netze zu locken. Aber wollte sie es denn auch? Wo war für sie der größere Vorteil zu suchen? Tat sie klug daran, wenn sie Robert eine Reuekomödie vorspielte, wenn sie sich demütigte, ihn um Verzeihung bat und zu ihm zurückkehrte? Oder lagen die Aussichten, sich ein weit glänzenderes Lebensschicksal zu schmieden als jenes, welches ihr bisher zuteil geworden, doch noch im Bereiche der Möglichkeit? Ihm nachreisen, ihn zur Rede stellen, ihm eine Szene machen, wie ihm ähnliches im Leben nie widerfahren, das hätte sie am liebsten getan, aber ach, sie war schutz- und wehrlos, sie wußte nicht, wie sie sich das ertrotzen sollte, was er ihr freiwillig nicht gab. Wo ihn finden, wo seiner habhaft werden? Der einzige Versuch, den sie in dieser Hinsicht hätte unternehmen können, war kläglich mißglückt. In den ersten Tagen ihrer gemeinsamen Flucht hatte er wiederholt gesprächsweise angeführt, daß sein Onkel, der Marchese Torre, in der Nähe von Cremona das prächtige Schloß Castell Largo besitze; nun war der einzige schwache Hoffnungsfunke, den Flüchtigen zu sich zurückzuführen, denn er war doch ein Flüchtiger, darin zu suchen, daß sie eine Depesche mit bezahlter Rückantwort nach Castell Largo sandte, worin sie bat, man möge ihr unverzüglich den gegenwärtigen Aufenthalt des Marchese Torre mitteilen. Sie befolgte diese flüchtige Eingebung des Augenblicks, aber ein erfreuliches Resultat brachte ihr dieselbe nicht, denn nach Stunden bangen, qualvollen Wartens traf endlich eine Antwort ein, die nichts anderes enthielt als die lapidare postalisch Mitteilung: »Adressat unbekannt.« Was nun? Wo im ganzen weiten Erdenrund sollte sie den Mann suchen, in dem sie die Handhabe zu Glück, Ansehen und Reichtum finden zu können geglaubt hatte. Mit nervöser Hast zählte sie täglich wieder und immer wieder das Geld, welches ihr noch in Händen blieb, und rechnete dabei unaufhörlich mit steigender Unruhe, wie lange es denn noch wohl auslangen könne. Was aber dann? Daß die Inhaberin der Pension Luzius nicht die Persönlichkeit war, die aus Mitleid, aus Erbarmen jemand im Hause behalten würde, selbst wenn sie ihren Stolz so weit bezwang, um dieses Mitleid zu bitten, das stand fest. Dem Marchese nachreisen konnte sie auch nicht, aus dem einfachen Grunde, weil sie keine Ahnung hatte, wohin er sich begeben. Sich das Leben zu nehmen, wenn sie nicht mehr die Mittel besaß, ein menschenwürdiges Dasein zu fristen, das war auch nicht gerade verführerisch, denn sie lebte ja gern und legte auch großen Wert darauf, gut zu leben. Was also tun? Den Cavaliere Roselli, den Freund des Marchese bitten, ihr aus einer momentanen Verlegenheit zu helfen? Ein fragwürdiges Experiment, denn schließlich wußte sie ja gar nicht, ob die Freundschaft zwischen den beiden Männern eine so große war, daß er sich herablassen würde, für den Abwesenden ein Opfer zu bringen, und überdies gestand sie sich ja selbst, daß, wenn er es tue, so gut wie gar keine Aussicht bestehe, daß er dieses Geld je im Leben zurückerhalten werde. Sie hatte folglich das Gefühl, als ob, wenn sie es von ihm erbitte, sie einen direkten Betrug begehe. Und wenn die Feinfühligkeit ihrem Wesen auch in vielen Dingen nicht lag, so war sie doch in dieser Hinsicht von dem Gedanken peinlich berührt, einen Mann wissentlich zu schädigen, der ihr als vollkommen Fremder gegenüberstand, ganz abgesehen davon, daß es immerhin noch sehr fraglich blieb, ob er einer Bitte um Geld überhaupt Gehör schenken würde oder es vielleicht nur tat, indem er einen Gegendienst von ihr forderte, der ihr Wollen überstieg. Nach endlosem Grübeln begab sie sich dann doch noch einmal zur Bank, um mit dem Direktor zu sprechen und ihn zu fragen, ob es denn nicht nur ein Irrtum sei, daß Marchese Torre tatsächlich keine Depots mehr in der Bank habe und sie folglich nichts mehr beheben könne. Ihrer stolzen, herrschsüchtigen Charakterveranlagung nach war das mitleidig überlegene Lächeln, mit welchem der Mann ihr die wiederholte Versicherung gab, daß kein Geld mehr zu beheben sei, namenlos peinlich, und so sehr sie sich auch bemühte, sich zu beherrschen, hatte sie doch die Überzeugung, daß er ihre Lage durchschaue, was sie wieder als grenzenlose Demütigung empfand.

Abgesehen davon nun, daß diese ihr unsagbar peinlich war, lebte in ihrer Seele auch ein heißer, nicht zu stillender Rachedurst, gestand sie sich, daß sie sich fähig fühle, den Marchese, der sie in so unerhörter Weise geprellt, ruhigen Blutes zu erdrosseln. Sie war keine versöhnliche, keine mild verzeihende Natur und viel zu sehr Egoistin, um leicht über etwas Unangenehmes hinwegzugehen, was ihr angetan worden war. Schließlich fühlte sie, daß, wenn sie so untätig weiter in den Tag hineinbrüte, sie entweder wahnsinnig werde oder wirklich irgend eine Ungeheuerlichkeit begehe, die sie mit den Behörden in Konflikt bringen konnte. So folgte sie denn der Eingebung des Augenblicks, teilte Frau Luzius mit, daß sie für wenige Tage über Land fahre, ihre Effekten zurücklasse und in kürzester Zeit wiederkehre. Es hatte sie ganz plötzlich der Gedanke erfaßt, daß sie vielleicht am besten zu einem Resultat gelange, wenn sie sich, rasch entschlossen, aufmache, um nach Castell Largo zu fahren und dort an Ort und Stelle Nachforschungen über den Marchese und sein Tun und Lassen zu unternehmen. Kind des Augenblicks, wie sie immer gewesen, brachte sie diesen Entschluß auch alsbald zur Ausführung, aber auch diesmal sollte sie eine große Enttäuschung erleben. Sie mietete in Cremona einen Wagen und ließ sich nach Castell Largo hinausfahren. Die Fahrt währte beiläufig eine Stunde, und die Straße führte durch eine fruchtbare, aber ziemlich schattenlose Ebene; unabsehbar lange Felder von türkischem Weizen, dazwischen Reben und in ziemlich großen Intervallen Oliven- und Maulbeerbäume, eine nutzbringende, praktische, aber nicht eben schöne Gegend. Dann stieg die Straße ziemlich steil aufwärts, führte durch eine kleine Ortschaft und nach dem alten feudalen Sitz, der den Hügel krönte. Die Fenster in beiden Stockwerken waren geschlossen, das Gebäude schien so ziemlich unbewohnt. Nur im Erdgeschoß sah man an einigen Fenstern Blumenstöcke und konnte daraus den Schluß ziehen, daß hier Menschen hausen mochten. Über einen tiefen Wassergraben führte die Zugbrücke zum Portal des Schlosses. Ola stieg aus, ließ den Wagen warten und zog die Hausglocke, deren schriller Klang sie erschreckte. Nachdem sie ein paar Minuten gewartet, ließen sich schlürfende Schritte vernehmen, eine mürrische alte Frau öffnete das Tor und fragte in ungeduldigem Ton, was die Fremde denn wollte.

»Den Marchese Torre,« entgegnete Ola gebieterisch.

»Vor einem Jahre gestorben,« lautete die lakonische Antwort.

»Ich spreche nicht vom alten Herrn, ich meine den jungen.«

»Jungen gibt es keinen.«

Verständnislos starrte Ola die Sprecherin an, dann kam ihr der Gedanke, daß die alte Frau vermutlich erst zum Reden zu bringen sei, wenn man ihren guten Willen erkaufe, und so entnahm sie denn ihrem Geldtäschchen ein paar Lire und wollte diese der Frau in die Hand drücken. Sie kam aber damit schlecht an. Blitzschnell legte die Alte die Hände auf den Rücken, und die Münzen flogen klirrend zu Boden.

»Ich habe nichts für Sie getan, werde nichts für Sie tun und brauche nicht von Ihnen bezahlt zu werden,« klang es ihr unwirsch entgegen, und schon machte die Alte Miene, die Tür ins Schloß zu werfen. Ola wollte sich aber nicht in dieser Weise abfertigen lassen und hatte den Fuß rasch zwischen die Tür gestellt.

»Ich will gar nichts von Ihnen, beste Frau,« sprach sie in möglichst versöhnlichem Ton, »nichts, als daß Sie mir sagen, wo der Marchese Torre zu finden ist.«

»In der Gruft seiner Ahnen,« lautete die mit großer Bestimmtheit abgegebene Erklärung. »Es lebt kein Marchese Torre mehr, und nun lassen Sie mich gefälligst in Ruhe.« Sprachs und drängte Ola mit aller Entschiedenheit zurück, das Tor flog zu, und die Baronin hörte nur noch, wie der Schlüssel zweimal im Schlosse umgedreht wurde.

Nun stand sie da, bitter enttäuscht und vollkommen im unklaren darüber, was sie nun tun sollte. Hier länger zu verweilen erschien ihr ebenso lächerlich wie nutzlos, und so kehrte sie denn zu dem ihrer harrenden Wagen zurück und fragte, ob er ihr das beste Gasthaus im Orte angeben könne. Der Mann erklärte, das sei der Cervo d'oro, und er könne die Signora in wenigen Augenblicken dahin bringen. Sie stieg ein und ließ sich zu dem Gasthaus führen, wo sie, nachdem sie sich erkundigt, ob sie jederzeit eine andere Fahrtgelegenheit haben könne oder ob man sie eventuell auch für eine Nacht unterbringen wolle, ihr bisheriges Fuhrwerk verabschiedete. Allein sein und denken können, das war es, wonach sie in erster Linie begehrte. Sie ließ sich ein Zimmer aufsperren, gab vor, müde zu sein und vor allem etwas die Ruhe pflegen zu wollen, und bestellte eine Mahlzeit. Natürlich mied sie der Schlaf, denn sie war viel zu aufgeregt, um auch nur ein Auge schließen zu können, aber sie sann und grübelte unablässig und kam endlich zu dem Entschluß, bei den Hausleuten den Versuch zu machen, irgend etwas zu erfahren, was für sie von Belang sein könne. Wenn es wirklich keinen Marchese Torre gab, wer war denn der Mann, der sich ihr gegenüber den Titel beigelegt? Wie hatte sie, die Umsichtige, Schlaue, Berechnende, die immer ihren Vorteil im Auge behielt, so unklug sein können wie ein unerfahrenes Kind, glaubensselig, alles für bare Münze zu nehmen, was er ihr zum besten gegeben? Wenn er nicht der Marchese Torre, der Erbe seines Oheims war, dann besaß er selbstverständlich auch nicht die großen Reichtümer, von denen er ihr so zungengeläufig erzählt, dann war sie einem Schwindler zum Opfer gefallen, hatte die gesicherte Existenz an der Seite ihres Gatten für eine unklare Zukunft geopfert, hatte sich von Bildern täuschen lassen, die ihr farbenprächtig schienen und nun nicht nur verblaßten, sondern einfach aufhörten, zu bestehen. Während sie so grübelte, gestand sie sich zugleich, daß sie für den Moment nichts anderes tun könne als danach streben, durch erhöhte Klugheit die Scharte auszuwetzen, die das Schicksal ihr geschlagen. Gewann sie das Vertrauen der Wirtsleute, ließ sie sich mit diesen in ein Gespräch ein, so konnte sie vielleicht hoffen, eine Handhabe zu finden, durch die sie die Fährte des Mannes entdeckte, der ihr einen so schmählichen Possen gespielt. Ihre Rache aber, das fühlte sie mit unumstößlicher Gewißheit, würde ihn früher oder später zu treffen wissen, und es galt jetzt vor allem, nicht den Mut zu verlieren, sich zurechtzufinden und aus dem Schiffbruch ihres Lebens das zu retten, was sich doch vielleicht noch retten ließ. Als nach einer Stunde die Kellnerin anklopfte und fragte, ob sie die Mahlzeit der gnädigen Frau auf das Zimmer bringen solle oder ob sie im Speisesaal dinieren wolle, entschloß sie sich rasch zu letzterem, weil sie dadurch leichter ein Gespräch anbahnen und vielleicht diese oder jene wertvolle Mitteilung entgegennehmen könne. Sie stellte verschiedene Fragen über die Gegend, die Nachbarschaft, über die Familien, die in den umliegenden Schlössern wohnten, und kam so schließlich auch ganz unbefangen auf Castell Largo zu reden. »Ja, ja, der Marchese Giuglio, das war ein guter, vornehmer Herr! Schade, daß er so plötzlich gestorben ist,« erzählte der gesprächige Wirt, der sich offenbar sehr geschmeichelt fühlte, daß die schöne, vornehme Fremde an seinem Geplauder Gefallen zu finden schien.

»Und wer ist denn der jetzige Eigentümer des Schlosses?« fragte Ola.

»Hm, das ist ja eben das Traurige! Der Marchese hatte keine nahe Verwandten, nur einen ganz entfernten Neffen, der in österreichischen Diensten stand und ihm viel Verdruß bereitete. Deshalb entschloß er sich, sein ganzes schönes Vermögen und seinen prächtigen Besitz den Frati von San Severino zu hinterlassen, die aus Castell Largo ein Refugium für alte, pensionierte Priester machen wollen. Da gibt es natürlich keine Feste und Vergnügungen mehr, wie sie einst, da der Marchese noch jung war, hier üblich gewesen sind. Das rege Leben, welches damals in Castell Largo herrschte, hat uns natürlich auch manch schönes Stück Geld eingetragen, jetzt aber, Santa Maria, jetzt wird alle Lustbarkeit verpönt sein, und die Messen, die gelesen werden von den alten Frati, die treten an Stelle der Lustbarkeit von anno dazumal.«

»Und wo ist denn der eine weitschichtige Verwandte, von dem Sie gesprochen?« fragte Ola in nachlässigem Ton.

»Wo wird er sein, ich weiß es nicht, aber vermutlich treibt er sich in Rom oder Mailand umher, auf der Suche nach irgend einer reichen Erbin, denn es bleibt ihm jetzt wohl keine andere Hilfsquelle mehr, um sich über Wasser zu halten. Beiläufig vor einem Jahre war er zum letztenmal hier und hat einen großen Pump beim Herrn Marchese anlegen wollen, und da kam es zum Krach zwischen den beiden Herren. Ich weiß nichts Näheres von der Geschichte, die überhaupt sehr dunkel zu sein scheint; die einen sagen, der junge Herr habe den österreichischen Militärdienst quittiert, die anderen wollten wissen, er sei mit Schimpf und Schande davongejagt worden. Was das Richtige ist, das erfuhr niemand; daß der Onkel dem Neffen aber die Tür wies, das steht fest, und er muß ihm wohl auch gesagt haben, daß er von ihm nichts mehr zu erwarten habe, denn seither ließ sich der junge Herr nicht mehr hier blicken und sah und hörte man nichts mehr von ihm.«

»Und wie heißt denn dieser, wie es scheint, nicht sehr ruhmreiche Herr?« forschte die Baronin.

»Ettore Baldoni. Aber abgesehen davon, daß seine Geldforderungen dem Marchese lästig wurden, muß es auch sonst noch etwas mit ihm gegeben haben, denn das Regiment, bei dem er in Österreich diente, soll ihn mit Schimpf und Schande davongejagt haben. So wollen wenigstens die Leute wissen. Früher oder später geht der junge Herr gewiß unter, denn er war von Kindheit an unstet und habgierig.«

Ola hätte gern einen Anhaltspunkt gehabt, um zu erfahren, wo sie den Mann, der sie so schmählich hintergangen, treffen könnte, aber sie wollte der Neugierde ländlicher Bewohner keinen Stoff geben, indem sie allzu viele Fragen stellte, und da sie zu der Überzeugung gekommen war, daß sie hier nichts Weiteres werde erfahren können, bat sie um eine Fahrgelegenheit, um noch vor Anbruch der Nacht nach Cremona zurückgelangen zu können. Sie beschloß fürs erste, wieder die Heimfahrt nach der Pension Luzius anzutreten, um die Erfahrung reicher, daß sie schmählich geprellt worden sei und für den Moment allerdings nichts anderes tun könne, als sich in das Unabänderliche zu fügen.


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