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35.

Wenn alles ich um deinetwillen lasse,
Willst du's vergelten und mir alles sein?
Werd' ich das häusliche Geplauder niemals
Entbehren und den Segen und den Kuß,
Der zu uns allen nach der Reihe kommt?
Wird mir's nicht Seltsam werden, blick ich auf
Und fällt mein Auge dann auf neue Wände
Und neue Dielen, auf ein andres Heim?
Und willst du gar den Platz ausfüll'n bei mir,
Den toter Augen zarte Gegenwart
Nicht mehr verlassen will? Das ist das Schwerste!
Die Liebe zu verdrängen, war schon mühsam,
Mühsamer ist's, den Gram zu überwinden,
Denn wahrer Gram ist Lieb' und Gram dazu.
Ach, ich hab so gegrämt mich, daß ich schwer
Zu lieben bin. – Doch liebe mich! willst du?
Weit öffne du dein Herz und schließ darein
Die regenfeuchten Flügel deiner Taube.


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