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8.

Du fürstlich großer Geber, was kann ich
Dir wiedergeben? – der du deines Herzens
Purpur und Gold, unzählbar, fleckenlos,
Gebracht hast und in unerahnter Großmut
Vors Haus gelegt, daß eine so wie ich
Es nach Belieben nehme oder lasse.

Bin kalt ich, undankbar, daß dieser Gaben
So reiche Fülle ich mit nichts vergelte?

Nicht das! nicht kalt! nur arm; Gott weiß es wohl.
Denn viele Tränen wuschen mir die Farben
Von meinem Leben, und zurück blieb nur
Ein Stoff so tot und bleich, – es wär' nicht ziemend,
Ihn deinem Haupt als Kissen hinzulegen.
Nein, er ist eben gut für deinen Fuß.


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