Autorenseite

 << zurück weiter >> 

4.

Hoher Gedichte anmutvoller Sänger,
Paläste rufen dir, wo sich die Reigen
Der Tänzer lösen, um nur zu erlauschen,
Was dir von liebevoller Lippe quillt.

Und du hebst dieser Pforte Riegel auf,
Die zu geringe sind für deine Hand?
Und du kannst es erdenken und ertragen,
Die Töne unbemerkt vor meiner Tür
In Falten goldner Fülle hinzugießen?

Blick auf und sieh: die Fenster sind zerbrochen,
Im Dache nisten Kauz und Fledermaus,
Und wider deine Laute zirpt mein Heimchen.
Still! ruf kein Echo wach, daß dir's die Öde
Noch stärker zeige. – Drin ist eine Stimme,
Die weint, gleichwie du singst, ... allein, verloren.


 << zurück weiter >>