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XX.
Maddick kommt!

Es war bereits sechs Uhr, als Mick und Mariel in Epping den Autobus bestiegen und sich auf den Weg nach der Villa machten. Sie hatten zusammen zu Mittag gegessen und dann ein Kino besucht. Während des Nachmittags war Cardby immer unruhiger geworden, aber er mußte bei Mariel bleiben und so tun, als ob ihm nichts daran läge, möglichst bald nach der Villa zurückzukehren.

In einem feinen Sprühregen traten sie durch das Parktor und gingen den Zufahrtweg entlang. Das Fenster rechts neben der Haustür war erleuchtet. Mick schaute durch eine Lücke zwischen den Vorhängen ins Innere und sah Clancy, Kane und Delaney. Die drei saßen am Tisch und spielten Karten. Er ging weiter und klopfte an die Haustür. Nach einiger Zeit schob Kane den Riegel zurück und schloß auf.

»Na, hat alles geklappt?« fragte er.

»Ja. Und wie ist es bei Ihnen gegangen?«

»Mein Teil war ja kinderleicht. Haben Sie die aufgeregten Artikel in der Zeitung gelesen?«

»Ja.«

»Die Sache mit dem Polizeiwagen scheint sie ganz irre gemacht zu haben. Maddick ist wirklich unbezahlbar mit seinen genialen Ideen. Wir spielen eben Karten. Wollen Sie mitmachen?«

»Ich komme gleich. Erst möchte ich mich einmal im Keller umsehen.«

Mick eilte durch die Halle und machte ein paar Schinkenbrote zurecht. Dann stieg er schnell in den Keller hinunter. Nachdem er zweimal geklopft hatte, kam Mavis Gribble zur Tür. Er nahm den Schlüssel und reichte ihr die Brote.

»Ist alles gut gegangen?« fragte er.

»Ja. Ich habe mit Ihrem Vater telephoniert und ihm alles gesagt, was Sie mir aufgetragen haben. Auch Caudrys Fesseln habe ich durchgefeilt und ihm zu essen und zu trinken gebracht. Er ist umhergegangen, um die Steifheit zu überwinden, und hat sich schon etwas erholt.«

»Wie fühlen Sie sich selbst?«

»Ich sehne mich nach frischer Luft, sonst geht es mir gut.«

»Ich kann jetzt nicht länger bei Ihnen bleiben. In zwei Stunden ist ja alles vorüber. Ich will mich noch einmal kurz nach Caudry umsehen.«

Der Detektiv hatte sich wirklich erholt, wenn er auch noch nicht sehr sicher auf den Beinen war. Er lehnte an der Wand und versuchte zu lächeln, als er Mick sah.

»Sie dürfen aber nicht hier stehen«, sagte Cardby schnell. »Wenn überraschend jemand hereinkommt, würde dadurch alles verraten werden. Legen Sie sich wieder auf den Boden und tun Sie so, als ob Sie noch gefesselt wären. Wir müssen sehr vorsichtig sein. Haben Sie eine Waffe?«

»Ja. Das Mädchen hat mir einen Hammer gegeben, aber ich glaube, ich kann nicht hart zuschlagen. Ich habe das Gefühl, als ob ich überhaupt keine Kraft mehr in den Armen hätte.«

»Darauf kommt es jetzt auch nicht an. Bleiben Sie ruhig bis acht Uhr, dann wird es lebendig im Haus werden. Bis dahin verhalten Sie sich still – hier haben Sie noch etwas zu essen.«

Mick ging wieder nach oben zu den anderen, war aber gerade nicht sehr begeistert, daß er mitspielen mußte. Erst recht war ihm das zuwider, als er bemerkte, daß Kane und Delaney schamlos betrogen. Nachdem er drei oder vier Pfund verloren hatte, warf er die Karten auf den Tisch.

»Ich habe jetzt genug«, erklärte er. »Sie können allein weiterspielen.«

Als er sich vom Tisch erhob, klingelte das Telephon. Clancy ging zum Apparat. Der Mann, der anrief, schien es sehr eilig zu haben, denn eine Minute später legte Clancy den Hörer schon wieder hin.

»Es gibt eine kleine Änderung im Programm«, sagte er. »Maddick kommt schon um Viertel nach sieben statt um acht.«

Mick drehte sich nach dem Büfett um, damit die anderen nicht sehen sollten, wie sehr er erschrak. Seine Hand zitterte, als er sich ein Glas Whisky einschenkte. Um Himmels willen, nun ging alles verkehrt! Maddick würde nicht gefangengenommen werden und seinen Verbrechen wieder neue Schandtaten zufügen können. All die Gefahren, die Mick auf sich genommen hatte, alle Arbeit war umsonst. Um halb acht würde der Mann auf und davon sein, und eine halbe Stunde später würde die Polizei nach dem leeren Hause kommen. Das heißt, nicht ganz leer. Man würde zwei Tote finden – Mavis Gribble und den jungen Caudry. Mick leerte das Glas und sah anscheinend gleichgültig auf die Uhr. Sie zeigte fünf Minuten vor sieben. Es war zu spät, um noch irgend etwas zu unternehmen.

Die Polizeibeamten von Scotland Yard waren nun schon unterwegs. Er konnte sich nicht mehr mit ihnen in Verbindung setzen. Das war das Ende. Maddick brachte Clason mit sich, dann waren es im ganzen sechs – zu viele für einen!

Aber er mußte etwas tun, und zwar schnell! Aber was? Seine Gedanken rasten, ohne einen Ausweg zu finden. Die Zeiger auf der Bronzestanduhr bewegten sich weiter und weiter. Schon war es drei Minuten nach sieben. Mick saß auf der Tischkante und summte vor sich hin. Zwölf Minuten blieben ihm noch. Was konnte er in diesen zwölf Minuten tun?

Pfeifend verließ er das Zimmer und ging nach dem Keller hinunter, wo er die Tür zu dem Raum von Miß Gribble öffnete.

»Hören Sie«, sagte er und faßte sie am Arm, »Maddick kommt schon um Viertel nach sieben statt um acht hierher. Es muß schnell etwas unternommen werden. Geben Sie mir die Pistole und schließen Sie sich von innen ein. Hier ist der Schlüssel. Bleiben Sie ruhig und öffnen Sie nicht, wenn Sie nicht sicher sind, daß ich es bin.«

Wortlos reichte sie ihm die Waffe und nahm den Schlüssel.

Cardby eilte in den nächsten Kellerraum.

»Caudry, fühlen Sie sich stark genug, um bei einem Kampf mitzumachen?«

»Ich bin noch furchtbar schwach.«

»Aber Sie sind doch kräftig genug, eine Pistole abzuschießen?«

»Natürlich. Das kann ich tun.«

»Dann nehmen Sie diese Waffe. Ich lasse Sie jetzt hinaus. Sobald Sie nach oben in die Küche kommen, gehen Sie durch die Hintertür und schleichen sich um die Ecke des Hauses nach dem Fahrweg. Aber bleiben Sie um Himmels willen immer in Deckung, damit niemand Sie sieht. Wenn Maddicks Wagen ankommt, stellen Sie sich hinter einen Pfeiler oder ein Gebüsch. In fünf Minuten wird er kommen. Lassen Sie ihn ruhig ins Haus. Aber er darf nicht wieder hinauskommen. Verstehen Sie? Ihre Aufgabe ist es, ihn anzuhalten, wenn er im Auto davonfahren will. Es kommt nicht darauf an, wenn Sie ihn dabei niederschießen. Unter keinen Umständen darf er das Grundstück verlassen. Wenn er aus dem Wagen steigt und sonst niemand darin ist, dann zerstören Sie etwas daran, so daß er gebrauchsunfähig wird. Tun Sie alles, was Sie können, Caudry. Kommen Sie mit.«

Es war niemand in der Halle, als sie die oberste Stufe erreichten. Mick wartete, bis Caudry das Haus verlassen hatte. Dann pfiff er gleichgültig und ging ins Wohnzimmer.

»Das ist wirklich ein verteufeltes Nest«, sagte er, als er sah, daß die anderen ihn anstarrten. »Nun habe ich mich überall umgesehen und gehofft, etwas anderes zu finden als Schinken und Brot, aber nichts ist da. Machen Sie denn alle eine Fastenkur durch?«

»Aber Sie haben doch noch kurz vorher in der Stadt gegessen«, erwiderte Mariel.

»Das war vor sechs Stunden. Ich muß aber alle drei Stunden etwas zu mir nehmen, sonst revoltiert mein Magen. Haben Sie wirklich sonst nichts hier?«

»Ach, lassen Sie doch jetzt solche Geschichten. Der Boß wird jede Minute eintreffen, und Sie müssen hier im Zimmer sein, wenn er kommt. Zeigen Sie doch ein wenig Geduld. Es geht Ihnen nicht schlechter als uns allen.«

Es war jetzt dreizehn Minuten nach sieben!

»Schenken Sie mir doch ein Glas Whisky ein, Pete«, bat Kane. »Ich kann einen Schluck gebrauchen.«

Cardby goß Sodawasser ins Glas, hielt aber plötzlich inne. Seine scharfen Ohren hatten das Geräusch von Rädern auf dem Kiesweg aufgefangen. Kurz darauf hörten es auch die anderen. Cardby reichte Kane das Glas, bevor Clancy das Licht ausdrehte. Sobald das Zimmer im Dunkeln lag, bewegte er sich näher zur Tür und stützte sich auf die Kante des Büfetts. Es blieb ihm nur noch eine Möglichkeit. Maddick mußte unbedingt aufgehalten werden. Er durfte das Haus nicht verlassen, bevor die Polizei kam. Unter den jetzigen Umständen würde das eine Dreiviertelstunde bedeuten. Keine erfreuliche Aussicht!

Er nahm die Pistole aus der Hüfttasche und steckte sie in die rechte Rocktasche. Entsichert war sie, und er hatte den Finger am Abzug.

Der Wagen hielt an, dann wurde die Haustür aufgeschlossen. Die schlecht geölten Angeln quietschten.

Micks Nerven waren aufs äußerste gespannt, als er hörte, daß die Türklinke des Wohnzimmers heruntergedrückt wurde. Aber obwohl er scharf auf die Öffnung starrte, konnte er nichts sehen.

»Sind alle hier?« fragte Maddick.

Einer nach dem anderen antwortete wie am vergangenen Abend, als die Namen aufgerufen wurden.

»Borden«, sagte Maddick dann, »treten Sie von der Tür zurück, wenn Sie einem plötzlichen Tod entgehen wollen. Ich brauche mehr Abstand, und ich habe eine Pistole in der Hand.«

»Tut mir leid«, erwiderte Mick und ging rückwärts.

»So ist es besser. Sie haben alle Ihre Sache gut gemacht. Mehr brauche ich nicht darüber zu sagen. Morgen früh erhalten Sie Ihre Belohnung. Ich möchte, daß Sie heute nacht noch hier bleiben. Nun habe ich noch einige andere Punkte zu erwähnen: Von morgen ab werden wir uns nicht wieder treffen. Wenn Sie weitermachen wollen, können Sie das ruhig tun, aber Sie dürfen nicht mehr auf meine Unterstützung rechnen. Und wenn Sie meinen Rat annehmen, dann hören Sie auf, solange es noch Zeit ist. Jeder von Ihnen bekommt eine anständige Summe. Aber das ist ja schließlich Ihre Sache und geht mich nichts an. Ich habe meinen Schnitt gemacht und bin zufrieden. Für mich war dies das letzte Unternehmen. Von heute ab wird es keinen Maddick mehr geben. Ist Ihnen das klar?«

Cardby fand eine Gelegenheit den Aufbruch des anderen zu verzögern.

»Warten Sie einen Augenblick«, sagte er, »bevor Sie einen endgültigen Beschluß fassen. Ich wüßte etwas, das Sie ebenso gut und leicht ausführen könnten wie die heutige Sache. Ich habe in den letzten drei Jahren jährlich einmal mein Auge darauf geworfen, und mit Hilfe Ihrer Organisation wäre es eine Kleinigkeit.«

»Mich können Sie nicht mehr in Versuchung bringen. Aber sagen Sie trotzdem, worum es sich handelt.«

»Der Wensbury Loan Club zahlt in drei Tagen aus. Die Leute haben etwa vierhundertzwanzigtausend Pfund in ihrem Büro, und der Geldschrank wäre für Tommy Kane ein Kinderspiel. Nachts sind nur zwei Wachtleute dort.«

»Wo liegen die Geschäftsräume?«

»In der Corporation Street in Birmingham. Der Geldschrank befindet sich im Erdgeschoß im dritten Raum links vom Eingang. Ich bin über alle Einzelheiten unterrichtet. Seit Wochen habe ich diese Sache ausgekundschaftet, aber allein konnte ich sie nicht durchführen. Warum wollen Sie das nicht unternehmen und mit einem großartigen Schlemm aufhören?«

»Das klingt zu gut, um wahr zu sein. Aber ich werde es mir noch überlegen und Ihnen meine Ansicht mitteilen. Hat einer von Ihnen noch Fragen vorzubringen, bevor ich zum nächsten Punkt übergehe? Es soll keiner von Ihnen enttäuscht oder unzufrieden sein.«

»Wir wollen doch den Plan ausführen, von dem Pete eben gesprochen hat«, entgegnete Kane eifrig.

Mick hätte ihm am liebsten dankbar die Hand gedrückt.

»Ich habe schon gesagt, daß ich es mir überlegen werde. Das genügt.«

»Aber Tommy könnte mit dem Geldschrank ebenso leicht fertig werden wie mit einer Sardinenbüchse«, fügte Mick hinzu, um Zeit zu gewinnen.

»Seien Sie jetzt ruhig! Ich werde nun an Sie alle eine Frage richten, und wer mich belügt, wird es büßen müssen. Weiß in diesem Zimmer jemand, wer ich bin?«

Einen Augenblick schwiegen alle.

»Ich habe nicht die geringste Ahnung«, sagte Delaney schließlich, und die anderen beeilten sich, dasselbe zu versichern.

»Das ist gut. Nun weiter. Wir können es nicht riskieren, die beiden Gefangenen freizulassen. Sie müssen heute abend beiseitegeschafft werden. Ich nehme an, daß sie sorgfältig bewacht worden sind?«

»Ich habe mich um das Mädchen gekümmert.« erwiderte Mick. »Mit dem Mann habe ich nichts zu tun gehabt.«

»Wie steht es mit ihm, Delaney?«

»Gut. Ich habe nach ihm gesehen.«

»Dann gehen Sie beide jetzt nach unten und bringen sie herauf, wenn Sie es nicht vorziehen, sie unten zu erledigen und uns weitere Umstände zu ersparen.«

Mick war in einer verzweifelten Lage. Was sollte er nun tun? Die Entscheidung war ihm aus der Hand genommen.

»Wir wollen die Sache unten im Keller abmachen«, erklärte Alibi.

»Gut. Aber bleiben Sie noch kurze Zeit auf Ihren Plätzen. Sie sollen nicht an mir vorbeigehen. Ich trete in den gegenüberliegenden Raum, während Sie den Auftrag ausführen. Später kommen Sie wieder in dieses Zimmer zurück.«

»Seien Sie vorsichtig«, warnte Clancy. »Borden hat sich in das Mädel vergafft.«

»Borden hat Verstand«, entgegnete Maddick kühl, »und weiß, daß er nicht fünf Minuten länger leben würde, wenn er mich betrügen sollte.«

Es schlug halb!

»Es handelt sich nicht darum, daß ich mich in das Mädel vergafft habe«, sagte Mick. »Aber ich bin etwas empfindsam und halte es für besser, daß man sie nicht niederknallen sollte. Das fällt aus dem gewöhnlichen Rahmen vollständig heraus. Und wenn Sie es sich noch einmal überlegen, können Sie sich selbst sagen, was darauf geschieht. Wenn Sie das tun, kommen Sie niemals mit heiler Haut davon – niemals!«

»Wir haben hier keinen Platz für Feiglinge«, entgegnete Maddick.

»Sie wissen sehr gut, daß ich nicht feige bin. Wenn Sie das Mädel erschießen lassen, wird ein Entrüstungsschrei durch ganz England gehen, und es würde uns auch nichts nützen, wenn Sie jedem von uns hunderttausend Pfund gäben. Wir würden doch nicht am Leben bleiben, um uns an dem Geld zu freuen.«

»Borden. Sie reden zuviel. Was ich sage, geschieht, und ich sage, daß wir das Mädchen nicht freilassen können. Sie ist gefährlich. Wenn Ihnen die Sache zu unangenehm ist, dann übernehmen Sie den Mann und überlassen sie Delaney.«

Was würde nur geschehen, wenn sie entdeckten, daß Caudry aus dem Keller verschwunden war? Dieser Gedanke beunruhigte Mick am meisten.

»Wäre es nicht besser«, fragte er, »daß wir von hier fortgingen und die beiden im Keller zurückließen? Auf jeden Fall wären sie wahrscheinlich tot, ehe man sie findet, und inzwischen könnten wir uns alle in Sicherheit bringen.«

»Das Mädchen wird heute abend erschossen, ebenso der Mann. Und Sie beide machen jetzt, daß Sie nach unten gehen und die Sache erledigen. Ich will nicht den ganzen Abend hier bleiben. Und wenn Sie zurückkommen, habe ich noch ein paar Worte mit Ihnen zu reden, Borden, die nicht gerade angenehm sind.«

»Dann sagen Sie doch lieber gleich, worum es sich handelt.«

»Ich habe einen Mann im Wagen, der Sie heute in Pall Mall gesehen hat und sagt, daß Sie nicht Borden heißen.«

»Haben Sie heute vielleicht noch mehr solche Märchen gehört?«

»Werden Sie nur nicht unverschämt! Damit erreichen Sie nichts. Der Mann sagt, er kann keinen Eid darauf leisten, bis er Sie aus der Nähe gesehen hat. Deshalb habe ich ihn mitgebracht. Bevor ich heute abend fortfahre, wird er Sie genau betrachten. Wenn er recht hat und Sie mich betrogen haben, werden im Keller drei erschossen, nicht nur zwei«.

»Ach, wirklich?« Mick versuchte, gleichgültig zu sprechen. »Wer ist denn dieser kurzsichtige Kerl, der eine so blühende Phantasie hat?«

»Ein guter Freund von uns, ein Mann, der uns schon viel geholfen hat. Ich traue ihm jedenfalls mehr als Ihnen.«

»Danke. Und wie heißt er?«

»Wir kennen ihn als Lolly Morrison. Aber vielleicht ist er Ihnen besser als der frühere Detektivinspektor Collier von Scotland Yard in Erinnerung!«

Cardby hielt den Atem an. Das war das Ende! Collier hatte oft das Haus seines Vaters besucht, bevor er sich pensionieren ließ, und kannte Mick seit zehn oder zwölf Jahren. Vor zwei Monaten hatte er ihn noch gesehen. Selbstverständlich würde der ihn wiedererkennen!

»Von dem habe ich in meinem Leben noch nie etwas gehört. Wer soll ich denn seiner Meinung nach sein?«

»Bis jetzt hat er das noch nicht verraten. Er sagt, er will es mir mitteilen, sobald er Sie genau angesehen hat.«

»Gut. Ich hoffe nur, daß es ihm Spaß macht. Wenn ich im Keller fertig bin, kann er mich meinetwegen eine Stunde lang begucken. Sie sind bereit, Alibi?«

»Zählen Sie langsam bis zehn, bevor Sie hinuntergehen«, sagte Maddick. »Ich trete so lange in das gegenüberliegende Zimmer.«

Die Tür schlug zu, und das Licht wurde angedreht. Alibi und Mick gingen wenige Sekunden später hinaus.


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