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XVII.
Maddick gibt Anweisungen

Die Stille in der Villa fiel allen auf die Nerven. Selbst Mick ging unruhig umher. Er wäre froh gewesen, wenn er etwas zu tun gehabt hätte. Alle waren gereizt und unduldsam. Draußen regnete es in Strömen, und das dauernde Klatschen gegen die großen Fenster steigerte die Spannung nur noch mehr. Cardby wanderte hin und her, bis Clancy ihn düster ansah und sagte, er solle nicht wie ein Löwe im Käfig auf und ab gehen.

Tommy Kane saß in einem Stuhl, hatte die Füße auf den Tisch gelegt und rauchte in nervösen kleinen Zügen eine Zigarette nach der anderen. Mariel hatte einen Bleistift in der Hand und war mit einem Kreuzworträtsel beschäftigt, aber seit zwanzig Minuten oder noch länger hatte sie kein einziges Wort mehr in die Quadrate eingetragen. Delaney hatte die Stirn gerunzelt und warf gelegentlich einen bösen Blick auf Mick.

»Fünf Minuten vor acht«, sagte Kane. »Wir haben jetzt nicht mehr lange zu warten. Wenn ich etwas zu tun habe, macht es mir nichts aus, aber heute abend ist die Stille unerträglich. Sie sehen alle aus, als ob Sie auf Ihr eigenes Todesurteil warteten.«

»Wir wollen solche Witze nicht hören. Lassen Sie das«, erwiderte Clancy heftig.

»Verbiete doch nicht anderen Leuten zu reden«, unterbrach ihn Mariel.

»Pst!« flüsterte Clancy. »Ist das nicht ein Wagen?«

Trotz des niederströmenden Regens hörten sie das Geräusch von Rädern auf dem Kiesweg. Clancy eilte quer durch den Raum und drehte das Licht aus. Man sagt, daß die Dunkelheit das Gehör schärft. Das empfanden auch alle, die im Raum versammelt waren.

Scheinwerfer erleuchteten einen Augenblick die Fenster und verschwanden ebenso schnell wieder. Die Räder knirschten, als der Wagen anhielt. Nun war die nervöse Unruhe der Anwesenden aufs höchste gestiegen. Eine Wagentür wurde zugeschlagen, ein Schlüssel ins Schloß gesteckt, die Tür geöffnet und wieder geschlossen. Schritte ertönten in der Halle. Die Klinke der inneren Tür gab einen leisen Laut, als sie heruntergedrückt wurde. Ohne etwas zu sehen, wußten sie, daß jemand auf der Schwelle stand.

»Alles in Ordnung, Clancy?« fragte der Mann in der Tür.

»Ja. Wer ist dort?«

»Maddick. Ich rufe jetzt Ihre Namen auf. Antworten Sie. Delaney?«

»Ja.«

»Pete Borden?«

»Ja.«

»Kane?«

»Ja.«

»Mariel?«

»Ja.«

»Sonst niemand?«

»Nein«, erwiderte die Frau. »Sonst niemand.«

»Gut. Delaney, Sie stehen zu nahe an der Tür. Gehen Sie etwas weiter fort. Mariel, treten Sie vom Fenster weg. Nur falls es zufällig ein Unglück geben sollte, will ich Ihnen sagen, daß ich einen Revolver in der Hand halte. Den ersten, der sich rührt, schieße ich nieder. Alle müssen bleiben, wo sie jetzt sind. Wenn ich höre, daß sich jemand bewegt, schieße ich sofort und untersuche die Sache erst später.«

Mick staunte, denn Maddicks Aussprache hatte sich geändert, seitdem er dessen Stimme zum letztenmal gehört hatte. Von dem amerikanischen Tonfall war keine Spur mehr zu vernehmen. Die Worte klangen klar und scharf, und niemand konnte daran zweifeln, daß sie ernst gemeint waren.

»Ich habe Ihnen allen gesagt«, fuhr Maddick fort, »daß keiner von uns länger zu arbeiten braucht, wenn wir morgen Erfolg haben. Jeder wird genügend Geld bekommen, um sich zurückzuziehen. Daraus folgt nicht notwendigerweise, daß die Organisation vollkommen aufgelöst werden soll. Es ist meine Absicht, die Arbeit wenigstens dem Namen nach fortzusetzen und soviel zu unternehmen, daß die Form bestehen bleibt, aber wir wollen nach dem morgigen Tag unsere Beziehungen zueinander lösen.«

Die Anwesenden verhielten sich ruhig. Mick starrte nach der offenen Tür, konnte aber nichts sehen. Es erschien ihm nur der Raum über der Schwelle dunkler als die Umgebung. Das konnte allerdings auch eine Einbildung sein.

»Nach dieser ersten Erklärung kann ich Ihnen auch mitteilen, worum es sich handelt. Morgen hält die Königliche Gesellschaft der Edelsteinsammler ihre erste Ausstellung im Crescent House in der King Street ab. Die Juwelen, die dort gezeigt werden, haben einen Wert von mehr als einer Million. Ich will sie haben. Einige sind unverkäuflich, aber darauf können wir Geld leihen. Das kann ich mit Hilfe eines Versicherungsbeamten in die Wege leiten. Die anderen lassen sich veräußern. Die Vorbereitungen dafür habe ich bereits getroffen.

Um Sie zu ermutigen, will ich jetzt schon erwähnen, daß jeder, der an dieser Sache teilnimmt, soviel bekommt, daß er für sein ganzes Leben genug hat. Wer nicht viel dabei zu tun hat, wird wenigstens ein paar tausend Pfund erhalten, die anderen, die den Hauptanteil leisten müssen, zwischen zehn- und fünfzehntausend. Solche Summen sind es schon wert, daß man etwas dafür wagt, nicht wahr?«

»Ganz gewiß«, versicherte Clancy.

»Alle Vorbereitungen sind getroffen«, fuhr Maddick fort, »und wenn Sie meine Anweisungen kühn und entschlossen ausführen, sehe ich keinen Grund, daß der Plan uns nicht gelingen sollte. Diese Juwelen sind aus der ganzen Welt zusammengetragen. Manche sind von gekrönten Häuptern für die Ausstellung geliehen; selbst indische Maharadschas haben aus ihren Schatzkammern Edelsteine hierhergeschickt. Die letzte Sendung traf gestern in England ein. Es war nicht möglich, die außerordentlich wertvollen Schätze in einem gewöhnlichen Raum aufzubewahren, sie wurden daher in einem Bankgewölbe in der Bedford Street untergebracht.

Morgen früh um acht Uhr, wenn die Straßen noch verhältnismäßig leer sind, wird ein Transportwagen vor der Bank halten. Die Steine werden hineingeschafft und dann zur King Street gefahren, wo sie in den Ausstellungsräumen in die verschiedenen Vitrinen gelegt werden sollen, damit alles zur Stelle ist, wenn die Ausstellung um elf Uhr eröffnet wird. Es ist meine Absicht, die Juwelen während des Transports zu rauben. Wenn Sie mir aufmerksam folgen, werden Sie auch sofort einsehen, daß das möglich ist.

Neben dem Fahrer sitzt ein uniformierter Polizist; im Innern befinden sich zwei weitere uniformierte Beamte. Die Tür des Lastwagens wird verschlossen sein. Der Fahrer biegt in die Chandos Street ein, überquert den Trafalgar Square und fährt dann Pall Mall entlang. Der Angriff muß in dem Augenblick beginnen, in dem der Fahrer die Geschwindigkeit verlangsamt, um nach dem St. James Square einzubiegen.

Clancy und Delaney stehen an der Ecke von Pall Mall mit einem Auto bereit. Die beiden müssen fünf Minuten vor acht dort sein. Zehn Minuten später fährt der Transportwagen dort vorbei. Wenn ich gegangen bin, finden Sie auf der Schwelle eine Schußwaffe, wie Sie wahrscheinlich noch keine gesehen haben. Es ist eine Gaspistole, die ich bereits geladen habe. Clancy, Sie nehmen sie an sich, zielen genau, wenn der Lastwagen in Sicht kommt, und geben einen Schuß auf die Holzdecke über dem Führersitz ab. Schießen Sie nicht nach dem Fahrer oder nach dem Polizisten. Die Pistole ist mit Kohlenoxyd geladen, und sobald das Geschoß explodiert, verlieren die beiden die Besinnung.

Sie fahren dicht neben den Lastwagen, nehmen den Polizisten und den Chauffeur heraus und bringen sie auf den Rücksitzen Ihres eigenen Autos unter. Dann machen Sie sich so schnell wie möglich davon, ganz gleich, nach welcher Richtung. Wenn Sie in eine ruhige Straße kommen und von niemand beobachtet werden, werfen Sie die beiden auf das Pflaster, fahren noch eine Weile umher und kommen gegen Ende des Nachmittags zu diesem Hause zurück. Der Wagen, den Sie zu der Fahrt brauchen, steht an der Ecke der Hertford und Down Street. Es ist eine graue Limousine. Das wäre Ihre Aufgabe. Am wichtigsten ist es dabei, daß Sie die beiden so rasch wie möglich in Ihr Auto schaffen. Haben Sie noch etwas zu fragen?«

»Hat die Gaspistole die gewöhnliche Abzugsvorrichtung und das gewöhnliche Visier?«

»Ja. Man drückt sie genau so ab wie eine gewöhnliche Waffe. Aber vergessen Sie nicht, auf die Decke des Daches zu zielen.«

»Sollen wir den Wagen auf dem Rückweg irgendwo stehen lassen?«

»Natürlich. Sie glauben doch nicht etwa, daß ich Sie darin hierherkommen lasse?«

»Wir sollen also irgendwo einen anderen Wagen nehmen?«

»Sie können wählen, welchen Sie wollen.«

»Gut. Dann ist alles in Ordnung.«

»Kane, jetzt kommt Ihre Anweisung. Diesmal sollen Sie etwas ausführen, was nichts mit Ihrer sonstigen Tätigkeit zu tun hat. Sie können doch einen Wagen steuern?«

»Natürlich!«

»Dann gehen Sie morgen um Viertel vor acht zur Crosby-Garage in der Great Portland Street und sagen dort den Leuten, Sie möchten den Wagen von Mr. Hunt abholen. Man wird Ihnen eine viersitzige braune Limousine zeigen. Auf den ersten Blick sieht sie wie ein gewöhnlicher Wagen aus, aber ich habe sie besonders für diesen Zweck umbauen lassen. Unter dem Armaturenbrett auf der linken Seite finden Sie einen Knopf. Wenn Sie darauf drücken, setzen Sie eine Klingel in Bewegung, die so lange schrillt, bis Sie den Knopf aufs neue berühren. Merken Sie sich das. Außerdem sehen Sie über Ihrem Kopf einen kleinen Kasten. Wenn Sie die Hand auf die Rückseite legen und ihn herunterziehen, kann man die vordere Seite durch die Windschutzscheibe sehen. Seitlich ist ein Schalter angebracht, den Sie umdrehen. Darauf erscheinen vorne die beiden blauen Buchstaben M. P. Wenn dazu die Klingel in Gang ist, sieht es so aus, als ob es ein Wagen des Überfallkommandos wäre.

Aber diese beiden Vorrichtungen bringen Sie erst später zur Anwendung, wenn es notwendig wird. Fahren Sie von der Great Portland Street nach der Bedford Street und beobachten Sie den Lastwagen und die Leute beim Einladen der Juwelen. Sobald das Lastauto anfährt, folgen Sie. Wenn nachher Clancy und Delaney ihren Auftrag ausgeführt haben und das Lastauto von neuem anfährt, folgen Sie wieder. Hier will ich jetzt einfügen, was Borden zu tun hat, nachher sage ich Ihnen den Rest, Kane«.

Mick hatte sich während der letzten fünf Minuten gewundert, wo er eingesetzt werden würde. Es schien nicht viel übrig zu sein.

»Borden, Sie müssen fünf Minuten vor acht an der Ecke von Carlton Gardens sein. Ein paar Schritt entfernt werden Sie Clancy und Alibi sehen. Beobachten Sie die beiden und helfen Sie ihnen, wenn Not am Mann sein sollte. Aber sobald sie die Leute von dem Führersitz heruntergeholt haben, setzen Sie sich ans Steuer und fahren los. Sie müssen alte Kleider tragen wie heute nachmittag.

Fahren Sie an der Seite des St. James Place nach Cleveland Row. Dann werden Sie vor sich in der Straße einen Möbelwagen sehen. Die Doppeltüren stehen weit offen, und vier lange Planken sind von dort aus so gelegt, daß sie eine schräge Ebene von der Straße bis ins Innere des Möbelwagens bilden. Fahren Sie mit dem Lastauto auf den Planken direkt in das Innere. Wenn das geschehen ist, werden die Türen geschlossen, und der Möbelwagen fährt in die St. James Street. Sie bleiben in dem Wagen, bis alles vorüber ist, falls in letzter Minute noch etwas schief gehen sollte. Haben Sie alles verstanden?«

»Meine Aufgabe kommt mir nicht allzu schwer vor«, erwiderte Mick leichthin.

»Seien Sie nicht zu vertrauensvoll, Borden. Sie haben einen wichtigen Teil auszuführen. Und nun komme ich zu Ihnen zurück, Kane. Sie folgen dem Wagen mit den Juwelen, bis er nach Cleveland Row einbiegt, und warten, bis er wieder herauskommt. Der Lärm wird inzwischen losgehen. Es ist nun Ihre Pflicht, dafür zu sorgen, daß der Möbelwagen immer freie Durchfahrt hat. Drehen Sie die blauen Buchstaben M. P. an und setzen Sie die Klingel in Bewegung, wenn der Möbelwagen in die Nähe von Piccadilly Circus kommt. Dann fahren Sie vor und fragen den Verkehrspolizisten an der Ecke, ob er einen Morris-Lastwagen hat vorüberfahren sehen. Der wird natürlich Nein sagen. Darauf fahren Sie durch die Shaftesbury Avenue bis zur New Oxford Street. Wenn Sie finden, daß die Warnung noch nicht bis dorthin durchgedrungen ist, schalten Sie die beiden Buchstaben aus und stellen auch die Klingel ab. Im anderen Fall fragen Sie auch dort den Verkehrspolizisten wie am Piccadilly Circus.

Der Möbelwagen fährt natürlich immer direkt hinter Ihnen her. Die Polizisten sind daran gewöhnt, daß Diebe mit ihrer Beute vor dem Überfallkommando dahinjagen. Ihnen kommt gar nicht der Gedanke, daß es auch einmal umgekehrt sein könnte, und daß der Bösewicht des Stücks hinter dem Polizeiwagen herrast. Das ist unsere Trumpfkarte. Der Möbelwagen wird die Bloomsbury Street entlangfahren, dann durch die Gower Street bis nach Euston. Wenn er erst den Bahnhof erreicht hat, brauchen Sie sich nicht mehr um ihn zu kümmern. Ist Ihnen alles klar, Kane?«

»Ja. Ich benütze die blauen Buchstaben und die Klingel nur dann, wenn die Warnung bereits durchgegeben ist?«

»Richtig. Nun zu Ihnen, Mariel. Sie haben etwas zu tun, was Ihnen gefallen wird. Fünf Minuten vor acht müssen Sie in Cleveland Row sein. Dort sehen Sie den Möbelwagen. Steigen Sie hinein und verstecken Sie sich hinter einer der Türen. Sobald Borden den Wagen mit den Juwelen hineingefahren hat, schließen Sie die beiden Flügel hinter ihm. In der vorderen rechten Ecke finden Sie unter einem Sack einen Gaszylinder voll Arsenwasserstoff. Führen Sie das Mundstück in das Schlüsselloch der Wagentür ein und vergasen Sie die beiden Polizeibeamten im Innern. Aber seien Sie sehr vorsichtig, damit Sie selbst nichts davon abbekommen. Wenn der Möbelwagen später anhält, können Sie mit Borden hierher zurückkehren. Wie sagt Ihnen das zu?«

»Gut. Sie wünschen nicht, daß die beiden Beamten getötet werden?«

»Nein, aber es kommt schließlich auch nicht sehr darauf an. Geben Sie ihnen genug, daß sie ein paar Stunden lang besinnungslos bleiben.«

»Und was sollen wir nachher mit ihnen machen?«

»Das ist nicht Ihre Sache. Wenn der Möbelwagen anhält, brauchen Sie nur wieder hierher zurückzukehren.«

»Ich habe noch etwas zu fragen«, sagte Mick. »Wie kommen wir hier zur Stadt, wenn wir alle kurz nach halb acht in West End sein sollen?«

»Um sechs Uhr wird hier ein Daimler vorfahren, der für Tommy Kane, Delaney und Clancy bestimmt ist. Eine halbe Stunde später können Sie das Auto aus der Garage holen und mit Mariel nach London fahren. Lassen Sie es vor der Nationalgalerie stehen. Wahrscheinlich wird die Polizei zur Frühstückszeit den Wagen dem Eigentümer zurückerstattet haben. Ich möchte nicht länger bleiben, als es unbedingt nötig ist, aber auch sicher sein, daß Sie alles begriffen haben. Ist sonst noch etwas unklar?«

»Wann erfahren wir, wie die Sache verlaufen ist?« fragte Clancy.

»Morgen abend. Ich komme um acht Uhr hierher wie diesen Abend, und Sie müssen wieder alles genau so einrichten wie heute. Alle Anordnungen, die ich in der Beziehung getroffen habe, gelten auch für morgen. Übrigens – wer sieht nach dem Keller?«

»Ich«, erwiderte Delaney. »Haben Sie irgendwelche Aufträge?«

»Wie geht es mit ihm?«

»Nicht besonders gut.«

»Geben Sie ihm etwas zu essen und zu trinken. Morgen abend machen wir Schluß mit ihm. Übrigens bekommt er Gesellschaft. Ich habe Ihnen ja schon am Telephon gesagt, Borden, daß ich Ihnen eine Freundin mitbringen werde. Wenn Sie hören, daß mein Wagen fortgefahren ist, gehen Sie in die Halle. Dort finden Sie Ihre Gefangene. Sie bringen sie in den Keller zu dem anderen. Sie können für sie sorgen. Passen Sie auf, daß Delaney nicht eifersüchtig wird. Also, gute Nacht allerseits. Viel Glück für morgen.«

Die Tür wurde zugeschlagen, gleich darauf die Haustür zugeschlossen. Wenige Sekunden später surrte der Motor, und der Wagen fuhr an. Als das Geräusch kaum noch zu vernehmen war, drehte Clancy das Licht an. Alle blinzelten geblendet und mußten sich erst wieder an die Helligkeit gewöhnen.

Mick war bleich geworden, denn er fürchtete das Schlimmste. Mariel lachte ihn aus.

»Sie sehen tatsächlich aus wie eine Wasserleiche«, sagte sie.

»Das kommt nur von der Aufregung«, antwortete er möglichst gleichgültig. »Ich will mir jetzt das Geschenk ansehen, das Maddick mir mitgebracht hat.«

Er trat in die Halle und machte Licht.

An der Haustür stand Mavis Gribble!

Eine Handschelle war um ihr rechtes Handgelenk gelegt, die andere an der eisernen Stange quer über der Tür befestigt. Sie trug ein Sportkostüm und hatte keinen Hut auf. Ihr Gesicht hatte keine Farbe, aber ihr Blick war mutig und ihre Haltung gefaßt.

*


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