Andreas Gryphius
Papinian
Andreas Gryphius

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Über die Andere Abhandelung.

v. 35. Hat ihr Geburts-Stern. Severus hat weil er nach dem Käyserthum gestanden / keine andere heyrathen wollen / als eine derer Geburts-Stunde anzeigung Königlicher Würden hätte. Cum amissa uxore, aliam vellet ducere, genituras Sponsarum requirebat, ipse quoq; Matheseos peritissimus, & cum audisset, esse in Syria quandam, quae id geniturae haberet ut Regi jungeretur, eandem uxorem petiit, JULIAM scilicet, & accepit interventu amicorum. (Zum Text)

v. 40. Als Drusus starb. Agrippina Neronis Mutter / Drusi dessen Namen Britannicus, welchen Nero mit Gifft hingerichtet / Stiffmutter / welche Statsüchtig mehr denn zu vil. (Zum Text)

v. 46. Dort hat es Agrippin. Weil sie sich der Regirungssachen zu sehr unterwunden. Tacitus. Adjiciebat crimina longius repetita, quod consortium imperii, juraturosq; in foeminae verba Praetorias cohortes, idemq; dedecus Senatus ac populi speravisset. Annal. XIV. (Zum Text)

v. 77. Ein doppelt Kammer-Bild. Severus hat das Königliche Glück / welches mit den Fürsten pflegete geführet und in jhre Kammer gestellet zu werden / zweyfach zu machen sich entschlossen / daß er dises heilige Bild jdwederm seiner Kinder hinterlassen könte. In dem jhm aber die Zeit wegen annahender Todes-Stunde zu kurtz ward / soll er / wie man vorgibt / anbefohlen haben / solches einen Tag umb den andern in eines jden Kammer zu stellen. Quod Bassianus prius contemsit, quam faceret parricidium, saget Spartianus. (Zum Text)

v. 176. Und Mutter-hold in uns. Julia hat Caracallam mehrentheils aufferzogen / dannenher sie seine Mutter nicht wegen der Geburt / sondern getragener Vorsorge. (Zum Text)

v. 177. Severi letzte Worte sind: Ich verlasse meinen Antoninen ein beständig Reich / so fern sie gut / ein schwaches dafern sie böse. Spartian. Massen er auch die herrliche Rede deß Micipsae, mit welcher er seine Söhne zu Einigkeit vermahnet / kurtz vor seinem Tode dem Caracallae zugeschicket. (Zum Text)

v. 180. In Heilger Götter. Von Erhebung der Römischen Fürsten in die Zahl der Götter / besihe die weitläufige Beschreibung Herodiani, in dem Anfang seines Vierdten Buchs. Massen auch das Gebäude dessen erwehnet noch auff etlichen alten Müntzen zu schauen. (Zum Text)

v. 471. Jhr blüht ein grösser Glück. In disen und etlichen andern Vorsagungen wird gezihlet auff die unzüchtige Ehe der Julien mit jhrem Stiff-Sohn dem Caracalla, durch welche sie noch einmal auff den Römischen Thron gerathen. (Zum Text)

v. 475. Wo sie den Schmertz läst blicken. Caracalla hat alle hingerichtet / die Getae tod betrautet / wie er auch Julien, dafern sie wehklagen würde / gleichsfalls zu ermorden gesonnen gewesen. Occidere voluit & matrem Getae novercam suam, quod fratrem lugeret, & mulieres quas post reditum de curia flentes reperit. Spartianus. (Zum Text)


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