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Zweiundzwanzigstes Kapitel

Honor Gordon und Sir Gloster hatten ihre Ponies vorausgeschickt und zogen vor, den stets bergab führenden Weg zu Fuß zurückzulegen. Sir Gloster war ein nervöser Reiter und zog Fußpartieen unter allen Umständen vor. Merkwürdig war es nur, daß er, der sich bergauf mit der ihm anvertrauten Dame immer in Hörweite zu Honor und ihrem Begleiter gehalten hatte, jetzt jeden, der etwa Miene machte, sich ihm und seiner Gefährtin anzuschließen, unfreundlich zurückscheuchte.

»Fräulein Paske war sehr amüsant als Wahrsagerin,« bemerkte er. »Aber ist Ihnen nicht um Ihre Zukunft angst und bange geworden?«

»Nicht ein bißchen!« gab sie verächtlich zur Antwort, indem sie mit dem Fuße einen kleinen Stein beiseite stieß.

»Gegen den jungen Jervis war sie sehr hart. Was für ein schreckliches Schicksal sie dem armen Schlucker prophezeite!«

»Jedenfalls war der Wunsch in diesem Falle der Vater des Gedankens. Sie mag ihn nicht leiden.«

»Und was für eine Idee, Ihnen zu sagen, Sie würden erst mit vierzig Jahren heiraten! Als ob Sie sich nicht morgen verheiraten könnten, wenn Sie wollten.«

Honor fing an, sich unbehaglich zu fühlen und die Gegenwart einer dritten Person zu wünschen.

»Sie wissen, daß Sie nur zu wollen brauchen,« fuhr Sir Gloster fort, indem er ihre Hand ergriff. »Sie könnten zum Beispiel mich heiraten!«

Lalla Paske hatte ihm gesagt, alle seine Unternehmungen würden gelingen, und er wollte diese Prophezeiung sofort auf ihre Wahrheit prüfen.

»O, Sir Gloster!« rief das junge Mädchen, indem sie vergeblich versuchte, ihre Hand aus der seinigen zu befreien.

»Wollen Sie mir die liebe kleine Hand nicht für immer lassen?« bat der Baronet. »Ich habe Sie geliebt, seitdem ich Sie zum erstenmal sah. Sie sind schön, sind musikalisch, werden immer wissen, was sich schickt, und würden meiner Mutter sehr gefallen. Glauben Sie nicht, daß Sie mich auch ein wenig lieb gewinnen könnten?«

»O, Sir Gloster!« wiederholte sie, indem sie stehen blieb, über und über rot wurde und ihn furchtsam anblickte: »Ich habe Sie gern; aber nicht in der Weise, wie Sie wünschen.«

»Vielleicht bin ich zu rasch vorgegangen -- ich könnte ja acht oder vierzehn Tage warten. Darf ich mit Ihrer Tante sprechen?«

»Nein, nein!« rief Honor ängstlich. »Das würde an der Sache nichts ändern. Es thut mir sehr, sehr leid -- aber ich werde Sie niemals so lieb haben können, wie Sie es möchten.«

Milly Sladen und Mark Jervis, die auf dem Zickzackwege hinter dem Paare herritten, waren in diesem Augenblick gerade über ihm, und da sie selbst eben schwiegen und der Schall aufwärts steigt, so drangen die Worte: »Vielleicht bin ich zu rasch vorwärts gegangen, ich könnte ja acht oder vierzehn Tage warten. Darf ich mit Ihrer Tante sprechen?« klar und deutlich an ihr Ohr.

Frau Sladen und ihr Gefährte blickten einander überrascht an und wurden beide rot. Nach einer Pause begann Mark: »Es nützt nichts, uns taub zu stellen. Wir haben eben etwas gehört, was nicht für unsre Ohren bestimmt war, und das thut mir schrecklich leid.«

»Mir auch, aber nur in einer Beziehung; in andrer freut's mich.«

»Ich bezweifle, daß Frau Brande Ihre Freude teilen würde,« gab er mit bedeutsamem Lächeln zur Antwort.

»Natürlich werden wir das tiefste Schweigen darüber bewahren.«

»Natürlich! Uebrigens,« setzte er mit kurzem Auflachen hinzu, »scheint es doch geraten, solche Anfragen schriftlich zu stellen.«

»Sie würden also zur Feder greifen?« fragte sie neckend.

»Das weiß ich noch nicht; jedenfalls aber würde ich mich, nach den heutigen Erfahrungen, wohl hüten, mein Schicksal bei der Rückkehr von einem großen Picknick zur Entscheidung zu bringen. Welchen häßlichen Heimweg die beiden nun haben werden.«

»Der Weg scheint hier überhaupt zu Ende,« versetzte Frau Sladen und deutete auf einen Haufen von Kulis, Herren und Damen, die sich etwas weiter unten lärmend zusammendrängten.

»Vielleicht erweist sich Joys Richtweg als ein Scherz, wie unser Frühstück, und ist mit diesem verschwunden!« rief Jervis.

Der von Joy angepriesene Richtweg schien sich wirklich in einen Umweg verwandeln zu wollen und bereitete der Gesellschaft, die zu ihrem Vergnügen ausgezogen war, eine höchst unliebsame Ueberraschung. Vertrauensvoll war sie Joy den dichtbewaldeten Bergrücken hinab gefolgt, ohne zu ahnen, daß sie die Schlucht auf einem künstlich angelegten, schmalen Pfade zu kreuzen hatten, der, vom Regen halb weggeschwemmt, nur eben noch von einem sicheren Bergpony zu beschreiten war.

An der einen Seite des Pfades erhob sich eine steile Felswand, an der andern gähnte eine blaue, mit Nadelholz, Gebüsch und stachligem Gestrüpp bewachsene Schlucht, und nur die an solche Pfade gewöhnten Kulis und ganz schwindelfreie Personen konnten den Uebergang riskieren. Von der Gesellschaft hatten etwa zwanzig Personen das Wagstück unternommen. Unter ihnen befand sich Frau Brande, die, was Abgründe anbetraf, keine Furcht kannte und, während man sie hinübertrug, den Zurückbleibenden aus ihrem Dandy ermutigend mit der Hand winkte.

Die nervöseren Teilnehmer an der Partie hatten, im Kampfe zwischen Hunger und Furcht, am Rande der Schlucht Halt gemacht. Einige traten sogar den Rückweg an, während Toby Joy, um die Gefahrlosigkeit des Ueberganges zu beweisen, auf seinem hartmäuligen, gelben Pony den bedenklichen Weg hinüber und herüber immer aufs neue zurücklegte, dabei allerlei Kurzweil trieb, prahlte und spöttelte, so daß einige seiner mißleiteten Opfer, zu denen auch Oberst Sladen gehörte, sich eben nicht gegrämt haben würden, wenn er plötzlich über den Abhang hinab verschwunden wäre.

Die gewöhnliche Uebellaunigkeit des Obersten wurde durch den Hunger so verschärft, daß ein verwundeter Bär in diesem Moment im Vergleich zu ihm ein sanftes Lamm gewesen wäre. Er war seiner Zeit ein vorzüglicher Reiter gewesen, war jetzt aber zu schwer geworden, fand jedoch noch immer seine Freude daran, mit seinen Ponies zu prahlen, und brachte seine unglückliche Frau, die von so leichtem Gewicht war, hin und wieder in eine Lage, die ihr das Blut zu Eis erstarren ließ. Konnte er dann doch sagen: »Bah, das Pony ist ein Lamm, meine Frau reitet es und zügelt es mit einem Zwirnfaden.« Dabei spreizte er dann mit großsprecherischer Miene die Beine und verkaufte das in Frage stehende Tier nicht selten zu hohem Preise.

»Da 'nüber zu reiten soll bedenklich sein? Nicht im geringsten! Ist im Gegenteil ungefährlicher, als zu Fuß zu gehen. Unsre Bergponies thun nie einen falschen Tritt,« sagte er in seinem kratzigsten Tone zu Waring, dessen schöne Schutzbefohlene, am ganzen Körper zitternd, vor dem Uebergange hielt. »Warten Sie mal und sehen Sie zu, mit welcher Sicherheit meine Frau auf ihrem Badmash da hinüber kommen wird. Sie wird Ihnen den Weg zeigen. Milly!« schrie er am Berge hinauf, »Milly, komm mal gleich hierher!«

»O, da hinüber zu reiten, wage ich nicht,« sagte Milly Sladen, ihr kreidebleiches Gesicht nach Mark hinwendend. »Ich habe jetzt gar keine starken Nerven, und mein Pony ist unruhig und scheut.«

»Komm herunter! Siehst du nicht, daß du den Weg sperrst?« brüllte ihr Herr und Meister zu ihr hinauf, indem er auf mehrere, hinter ihr haltende Paare deutete, und fügte dann, als sie neben ihm hielt, in leiserem Tone hinzu: »Ich würde mich nicht als solche feige Memme zeigen, und wenn es mir ans Leben ginge.«

»Ja, ich bin ein Feigling,« sagte die geängstigte Frau, ein geisterhaftes Lächeln auf den todbleichen Lippen, mit halber Stimme zu Mark, »aber sogar das wird mir das Leben nicht retten.« Damit trieb sie ihr Pony vorwärts.

»Es sind nur fünfzig Meter, und wir sind in zwei Minuten drüben,« flüsterte ihr Mark ermutigend zu. »Ich werde absteigen, Ihr Tier am Zügel nehmen, und stehe Ihnen dafür, daß Sie sicher hinüberkommen.«

»Na, wird's bald?« schrie der Oberst. »Vorwärts, vorwärts! Gib den andern Damen ein Beispiel. Ah, Sie steigen ab?« fuhr er, zu dem Begleiter seiner Frau gewendet, fort. »Das ist ja ganz unnötig.«

Plötzlich trat diesseits und jenseits der Schlucht tiefe Stille ein. Alles Lachen, Plaudern, Rufen und Disputieren verstummte. Die Zuschauer der Scene blickten mit entsetzten, ernsten, oder höchste Spannung verratenden Gesichtern und angehaltenem Atem auf die allgemein als schüchtern bekannte kleine Frau auf dem boshaften, scheuen Tiere, die, dem Gebote ihres Gatten gehorchend, ihr Leben aufs Spiel setzte. Würde sie glücklich hinüberkommen oder nicht? Die Wahrscheinlichkeit war für das eine wie für das andre gleich groß.

»Vorwärts!« rief Jervis dem Badmash zu, indem er die Zügel in einer Art faßte, die dem Tiere zeigte, daß es sich unter diesen Händen keinerlei Dummheiten erlauben dürfe; dann wandte er sich weiter zu Frau Sladen: »Machen Sie die Augen zu und denken Sie sich, Sie wären auf ebener Straße. Sie werden dann auf der andern Seite sein, ohne zu wissen, wie. Halb sind wir schon drüben.«

Ja, die Hälfte des Weges war bereits glücklich zurückgelegt. Der Badmash ging wie ein Lamm, die Spannung der Zuschauer ließ nach, und sie begannen bereits, freier zu atmen, als plötzlich der Galopp eines Pferdes, ein wilder Schrei, ein Krach, ein Abrutschen von Hufeisen hörbar wurde und Milly Sladen, das Pony und Jervis in der Tiefe verschwanden. Man hatte einen Augenblick ein wildes Durcheinander von menschlichen Gliedern und Pferdehufen wahrgenommen, dann hatte das Gebüsch und Strauchwerk der Schlucht alles verschlungen und man sah nichts mehr.

Und wer hatte das alles herbeigeführt?

Natürlich kein andrer als Toby Joy. In seinem Uebermute hatte er die halsbrecherische Stelle wieder und wieder passiert, dabei die Füße aus den Bügeln gezogen, jauchzend die Mütze geschwenkt, tausend Thorheiten getrieben und seinem Pony eine fast übermäßige Geduldsprobe auferlegt. Das Tier befand sich zur Zeit wohl zum zehntenmal auf der, dem Heimwege entgegengesetzten Seite der Schlucht, und in thörichter Sorglosigkeit hatte ihm sein Herr die Zügel auf den Nacken gelegt, während er, wie alle andern, dem Märtyrertum der unglücklichen Frau mit gespannter Teilnahme folgte. Cupido hatte, in der Sehnsucht nach dem Stalle, diesen Augenblick benutzt, war den Abhang hinunter galoppiert, mit voller Wucht auf den Badmash gerannt, und hatte diesen, seine Reiterin und seinen Führer in den Abgrund gestoßen.

Diesem schrecklichen Moment folgte auf einige Augenblicke die tiefste Stille, die Oberst Sladen durch den Ruf unterbrach: »Mein Pony ist hin!«

»Und Ihre Frau?« rief Honor, die an seiner Seite stand, in zorniger Aufwallung. »Zählt Ihre Frau für nichts?«

Nach einer halben Sekunde schon kletterte ein Schwarm von Kulis, Reitknechten und Herren, an ihrer Spitze, um ihm Gerechtigkeit widerfahren zu lassen, Toby Joy, im Gestrüpp des Abhanges hinab, der, obgleich steil, doch nicht ganz senkrecht abfiel, und bald hörte man von unten herauf den freudigen Ruf: »Gerettet!«

Das dichte Buschwerk und die langen, zähen Ranken der Schlinggewächse hatten den Sturz gemildert und den Tod abgewehrt.

Die erste Person, die von zwei Männern heraufgebracht wurde, war Frau Sladen. Sie sah außerordentlich bleich und angegriffen aus und hatte ihren Hut verloren. Dann kam Jervis mit einem blutigen Streifen im Gesicht und zerrissenem Rocke, zuletzt das Pony, das sich aus Leibeskräften gegen die Beförderung nach oben wehrte und von etwa zwanzig energischen Reitknechten gezogen und geschoben wurde.

»Sie sind doch nicht ernstlich verletzt?« fragte Honor, die zuerst herbeieilte, als man der Freundin über den Rand der Schlucht heraufhalf.

»Nein, nein,« entgegnete Oberst Sladen in rauhem Tone, »sie ist nur ein bißchen außer Atem. Ein Schluck Branntwein wird sie gleich wieder herstellen.« Und als Milly, die sich, auf einem flachen Steine sitzend, tapfer bemühte, die Freunde zu beruhigen, dennoch plötzlich in Thränen ausbrach, setzte er barsch hinzu: »Wie kannst du dich so kindisch gebärden, Milly? Du bist nicht zu Schaden gekommen, und außerdem warst du selbst an allem schuld.« (Sie war an jedem Mißgeschick, an jedem Unfalle ein für allemal »selbst schuld«.) »Hättest du nicht eine Ewigkeit getrödelt, anstatt loszugehen, als ich's dir sagte, so ...«

»Bitte, schweigen Sie!« unterbrach ihn Jervis mit halber, aber zornbebender Stimme.

Der Oberst wurde dunkelrot; aber ehe er noch den Atem wiedergefunden hatte, drängte sich Hauptmann Waring zwischen die Umstehenden.

»Holla, Mark, mein alter Junge, Sie sehen ja ganz angegriffen aus. Doch nichts gebrochen?«

»Nichts von Bedeutung, wir kamen noch so davon, die Brombeerranken und die vorstehenden Wurzeln eines großen Baumes retteten uns. Nur mein Handgelenk.« Hier wurde er sehr bleich.

»Ihr Handgelenk?« wiederholte der anwesende Doktor. »Lassen Sie doch gleich mal sehen! Und auch am Kopfe sind Sie verwundet, wie ich bemerkte. Das Handgelenk ist freilich gebrochen, aber es ist ein einfacher Bruch, gar nicht schlimm; wir wollen ihn gleich auf der Stelle einrichten.« Dabei machte er sich unter den Augen der Umstehenden sofort ans Werk.

Frau Brande, die, wenn es sich um Krankheit oder Unfälle handelte, immer die erste war, hatte längst ihren Dandy verlassen, hatte sich der Feldflasche eines der Herren und des Riechfläschchens einer der Damen bemächtigt und war mit der wärmsten Teilnahme um die Verunglückten bemüht.

»Na, das wird ja im Handumdrehen geheilt sein,« sagte Jervis, sich im Kreise umsehend, und als sein Auge auf Lallas neugierig dreinschauendes, naseweises Gesichtchen traf, setzte er hinzu: »Warum haben Sie uns das nicht vorausgesagt, Fräulein Paske? Man wäre dann doch vorbereitet gewesen.«

»Es ist ja sehr nett von Ihnen, daß Sie über ein solches Mißgeschick noch lachen,« fiel Frau Brande ein. »Aber jetzt werden Sie sich gleich in meinen Dandy setzen; ich kann zu Fuß gehen, das wird mir sogar sehr gut thun, und dann nehme ich Sie gleich mit mir nach Hause, um Sie zu pflegen.«

Aber Jervis erklärte mit Bestimmtheit, keiner Pflege zu bedürfen, und lehnte die Einladung dankend ab. Nachdem sein Handgelenk eingerichtet, mit einem Stückchen Holz geschient und mit mehreren Taschentüchern umwunden war, bestieg er sein Pony und ritt so stramm und vergnügt davon, wie jeder andre.

Der ganze, eben erzählte Vorgang hatte nicht länger als fünfundzwanzig Minuten gewährt, und bald hatten sich alle wieder in Bewegung gesetzt, alle, bis auf den Baronet, der sich unbemerkt von der Gesellschaft hinweggestohlen und schleunig auf den Heimweg gemacht hatte.

Die kluge Ida Langrishe, die sich nicht auf Toby Joys Richtweg hatte verlocken lassen, sah ihn mit nachdenklichem, verdrießlichem Gesicht und ganz allein an sich vorüberreiten und zog daraus ihre Schlüsse. Das junge Mädchen war doch eine rechte Gans gewesen. Aber war's nicht möglich, daß er sich für diese Zurückweisung durch eine sofortige andre Wahl rächte? Man hatte schon Seltsameres erlebt. Wenn doch Lalla klug und vernünftig sein wollte!

Zwei Tage nach dem großen Picknick trat Frau Brande mit einer Karte in der Hand in ihr Besuchszimmer, wo Mark Jervis, der den Arm in der Binde trug, mit ihrer Nichte und Milly Sladen am Theetische saß. Die alte Dame sah aufgeregt und ärgerlich aus.

»Was sagst du dazu, Honor? Soeben schickt mir Sir Gloster durch seinen Diener eine Karte: › p. p. c.‹, um Abschied zu nehmen. Ich höre, er ist für immer fort. Meinst du nicht auch, er hätte nach alle den guten Mittagessen, die er hier eingenommen hat, so viel Höflichkeit haben können, sich persönlich zu verabschieden?« Die Thränen schienen der guten Frau nahe.

»Aber er hat uns doch recht oft besucht, Tantchen,« gab Honor, ohne die Augen von Ben abzuwenden, zur Antwort.

»Ich glaube, er ist nach den Schneebergen gegangen,« sagte Frau Sladen mit einem flüchtigen Blicke auf Mark.

»So, meinen Sie? Na, das ist aber alles so plötzlich und unerwartet gekommen; ich weiß gar nicht, was ich davon denken soll.«

Mutter Brande war diesmal weit weniger klug als ihre Rivalin, die sofort gewußt hatte, »was sie davon denken sollte«, aber wohlweislich den Mund hielt. Die alte Dame war übrigens fast die einzige Person in Shirani, die nicht wußte, daß Sir Gloster Sandilands bei dem großen Hungerpicknick ihrer Nichte einen Heiratsantrag gemacht hatte und abgewiesen worden war.


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