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Pawlowitsch

Während Jane und Tarzan auf dem Deck des Schiffes standen und sich erregt all die Abenteuer und Erlebnisse erzählten, die ein jedes seit der plötzlichen Trennung und dem Verlassen der Londoner Villa gehabt hatte, folgten zwei finstere Augen unter buschigen Brauen vom Stranddickicht aus jeder Bewegung der beiden.

Einen Plan nach dem anderen spann der ränkevolle Mann in seinem zerwühlten Hirn. Es mußte sich ein Mittel finden lassen, wie man dem verhaßten Engländer samt seiner Frau den Weg zur See versperrte und die Flucht unmöglich machte. Dessen sollte man wenigstens sicher sein: Solange noch ein Tropfen Blut in den Adern eines Alexei Pawlowitsch rann, würde keiner je ganz sicher vor ihm sein, der seinen Haß und seine Feindschaft auf sich gezogen.

Immer neue Ideen tauchten auf, doch verwarf er sie bald als undurchführbar oder, weil sie seiner maßlosen Rachgier nicht zu genügen schienen. Er hatte sich mit seinem Verbrecherhirn sogar derart in allerlei falsche Gedankengänge hineinverirrt, daß er nicht mehr klar sehen konnte, wie die Dinge zwischen ihm und dem Affenmenschen eigentlich lagen, und daß das Recht doch stets auf seiten Tarzans und nicht bei ihm und Rokoff gewesen war.

Er kam indessen, trotzdem ihm hier und da ein Plan auch Aussicht auf Erfolg zu bieten schien, immer wieder zu demselben Schluß, daß alles an dem gefahrenschwangeren Ugambi scheitern mußte, dessen Fluten ihn fast in halber Strombreite von dem verhaßten Gegner trennten.

Wie sollte er über die sicher von Krokodilen wimmelnden Wasser hinüberkommen? Ein Boot war höchstens im Dorfe der Mosula aufzutreiben, und dazwischen lag immerhin ein weiter Weg mitten durch die Dschungel. Außerdem war Pawlowitsch durchaus nicht sicher, daß die »Kincaid« überhaupt noch an der Strommündung vor Anker lag, wenn er dann wirklich im Boot zurückkehrte.

Allein er sah keine andere Möglichkeit und war schließlich fest davon überzeugt, daß so seine Opfer noch am sichersten seinem rächenden Arm verfallen würden. Er warf noch einen finsteren Blick hinüber zu den beiden an Deck der »Kincaid« und zog sich aus dem Uferdickicht zurück.

So schnell er nur konnte, eilte er durch den dichten Dschungelwald. Alles in ihm schrie Rache, Rache, Rache, und betäubte jeden Gedanken, der seinen Mut angesichts der von Raubtieren durchstreiften Wildnis in Angst und Entsetzen hätte wandeln können.

Wie oft war er enttäuscht und niedergeschmettert gewesen, wenn das Glücksrad eben noch auf Gewinn gestanden, und dann jäh alle seine bösen Ränke in Nieten umgeschlagen waren! Wie oft war er selbst das erste Opfer seiner Verbrechernatur gewesen – und doch: Pawlowitsch wollte und konnte einfach nicht mehr klar sehen, ja er stürzte sich blindlings aus einem Abgrund in den anderen. Und jetzt: Sein größtes Glück schien ihm im Weiterspinnen all der Schandpläne zu liegen, die über ihn und Rokoff schon so viel Unheil gebracht und diesen schließlich in einem entsetzlichen Tod von seiner Seite gerissen hatten.

Wie der Russe sich jetzt mühsam seinen Weg nach dem Dorfe der Mosula bahnte, schoß ihm mit einem Male ein kühner Gedanke durch den Kopf, der sich rasch zu dem Plan verdichtete, der seiner Ansicht nach noch am ehesten volles Gelingen zu verheißen schien.

Er würde im Schutze der Nacht mit dem Boot an der »Kincaid« anlegen, sich heimlich an Bord schleichen und die Matrosen, die jene schreckliche Expedition nach Innerafrika und den letzten Überfall auf dem Schiffe überstanden hatten, für seinen Plan zu gewinnen suchen. Die sollten dann schon dafür sorgen, daß Tarzan mit der ganzen Tiergesellschaft zum Teufel gejagt würde.

In der Kabine waren genug Waffen und Munition. Außerdem steckte ja in einem Geheimfach des Kabinentisches eine nette Höllenmaschine! Pawlowitsch hatte sich früher, wenn er Langeweile gehabt, mehr als genug mit derlei modernen Kampfmitteln vertraut gemacht, zumal er in seiner Heimat in den Kreisen der Nihilisten eine große Rolle gespielt hatte.

Ja, das war damals gewesen, ehe er seine Partei- und Gesinnungsgenossen an die Petersburger Polizei verraten hatte und sich dadurch Geld und Straflosigkeit sicherte. Pawlowitsch fuhr zusammen, als er jetzt daran dachte, wie einer seiner früheren Kameraden aus der Nihilistenverschwörung ihn erst angezeigt hatte und wie der arme Teufel dann seine politischen Sünden am Galgen hatte büßen müssen. Einen Strick um den Hals – und er war gewesen ...

Indessen, wozu diesen Erinnerungen nachhängen! Die Höllenmaschine, das war jetzt die Hauptsache. Kein Zweifel, mit dem Ding war allerhand anzufangen, wenn er es nur erst einmal in den Händen hatte. Was da in dem kleinen Hartholzkästchen im Kabinentisch verborgen war, das trug genug Macht und Zerstörungskräfte in sich, um jeden Gegner im Bruchteil einer Sekunde vom Deck der »Kincaid« einfach hinwegzufegen.

Pawlowitsch preßte seine Lippen zusammen und in seinen Zügen lag ein Ausdruck hämischer Freude, als sei der ganze Plan bereits gelungen. Er wurde wohl jetzt müde, aber es galt, sich zu immer größerer Eile aufzuraffen, wollte er nicht zu spät zum Ankerplatz des Schiffes zurückkommen. Denn auch dann brauchte er ja noch Zeit, um alles für den Hauptschlag vorzubereiten.

Zunächst hing alles mit davon ab, wann die »Kincaid« in See ging. Zudem war eine Durchführung seines Planes bei helllichtem Tage einfach unmöglich. Es mußte unbedingt Nacht sein, wenn er sich an das Schiff heranmachte; denn würden Tarzan oder dessen Frau ihn schon beim Kommen entdeckt haben, dann war jede Landung ein für alle Male ausgeschlossen.

Der Wind wehte in starken Stößen von Westen, und da war nicht zu spaßen. Er schloß daraus, daß die »Kincaid« unter diesen Umständen kaum in See gehen würde. Blieb der Wind so bis zum Einbruch der Dunkelheit, dann war alles in bester Ordnung, und man hatte den Erfolg schon so ziemlich in der Tasche. Der Affenmensch würde es ja aller Wahrscheinlichkeit nach kaum wagen, den Ugambi mit seinen heimtückischen Untiefen und der schmalen Fahrtrinne zu verlassen, solange ringsum unergründliche Nacht sich breitete und die Sandbänke und die vielen kleinen Inseln im Mündungsgebiet seinen Blicken entzog.

Es mochte eben Mittag vorüber sein, als Pawlowitsch das Dorf der Mosula am Ufer eines Nebenflusses des Ugambi betrat. Der Häuptling empfing ihn jedoch wenig freundlich; sein Mißtrauen war wohl auch gerechtfertigt, weil alle, die mit Rokoff oder Pawlowitsch bisher in Berührung gekommen, irgendwie geschädigt worden waren und von der Habgier, der Grausamkeit oder sonstigen Gelüsten der Moskowiter einfach genug hatten.

Als Pawlowitsch die Überlassung eines Bootes erbat, lehnte der Häuptling unter unmißverständlichem Brummen glattweg ab und verwies den Weißen aus dem Dorfe. Ringsum drängten sich die Krieger des Stammes an ihn heran, und schon aus ihren kampflustigen Augen und dem andauernden Murren war zu schließen, daß sie nur auf irgendeine feindselige Regung des Eindringlings warteten, um ihn im nächsten Augenblick mit ihren drohend blinkenden Speeren zu durchbohren. Es blieb ihm also nichts weiter übrig, als sich wieder auf den Weg zu machen.

Ein Dutzend Bewaffnete begleiteten ihn bis zum Dschungelsaum und ließen ihn dort laufen, jedoch nicht ohne ihm deutlich zu verstehen zu geben, daß er sich nie wieder hier oder überhaupt in der Nähe ihres Dorfes blicken lassen solle.

Pawlowitsch bezwang mit Mühe seinen Ärger und verschwand in die Dschungel. Als er das Gefühl hatte, daß die Krieger ihn nicht mehr sehen konnten, blieb er stehen und horchte gespannt nach rückwärts.

Nach den Stimmen zu urteilen kehrten die Schwarzen wieder in ihr Dorf zurück. Er wartete noch ein paar Minuten, und als er sicher war, daß niemand ihm folgte, schlängelte er sich auf allerlei Umwegen durch das Dickicht, bis er den Fluß erreicht hatte. Wollte er doch auf keinen Fall die Hoffnung aufgeben, irgendwie noch ein Boot aufzutreiben.

Überdies hing ja auch sein eigenes Leben davon ab, ob er die »Kincaid« noch erreichte und die überlebenden Matrosen auf seine Seite ziehen konnte oder nicht. Schlug dies fehl, blieb er allein mitten in den Gefahren der afrikanischen Dschungel zurück und hatte obendrein von den einzigen menschlichen Wesen in dieser Wildnis nichts Gutes zu erwarten. Er wußte also genau, daß ein Mißerfolg seines Planes ihn rettungslos dem Tode auslieferte.

Diese Besorgnis um sein persönliches Wohl vereinte sich mit dem brennenden Wunsche, die geplante Racheaktion auf alle Fälle durchzuführen, und so war es nicht zu verwundern, daß er entschlossen war, trotzig jeder Gefahr zu begegnen. Er lag unter dichtem Blätterdach unmittelbar am Ufer des kleinen Flusses und spähte verzweifelt bald nach links und bald nach rechts aus, ob nicht doch zufällig ein Boot auftauchte; am liebsten wäre ihm ein kleineres mit nur einem Ruder gewesen, in dem er ohne Anstrengung rasch vorwärts kommen konnte. Der Russe brauchte nicht lange zu warten, als auch schon solch ein kleines Kanu, wie sie besonders die Mosula bauen, mitten auf dem Fluß in Sicht kam. Ein blutjunger Eingeborener war der einzige Insasse, er schien eben vom Landungsplatz des Dorfes abgefahren zu sein und ruderte sehr langsam, als mache er nur eine Art Vergnügungsfahrt. Bald war er im richtigen Fahrwasser, und sogleich streckte er sich bequem lange hin auf die Sohle des Bootes und ließ sich von der nicht zu schnellen Strömung treiben.

Er ahnte nichts von dem unsichtbaren Feind, der ein paar Meter hinter dem langsam auf den Fluten dahingleitenden Boote auf schmalem Uferpfad folgte.

Etwa eine Meile war der Schwarze jetzt vom Dorfe entfernt, als er wieder zum Ruder griff und mit dem Kanu auf das Ufer zuhielt. Pawlowitsch jubelte im stillen auf, als er sah, wie der Eingeborene sich gerade zu ihm herüber wendete; denn wäre er drüben gelandet, würde er ihn kaum noch rechtzeitig haben fassen können. Er berechnete die Stelle, wo aller Wahrscheinlichkeit nach das Kanu das Ufer erreichen mußte, und versteckte sich dort im Gebüsch.

Der Fluß wälzte sich hier nur träge dahin; es schien, als suche er alles zu vermeiden, was dazu beitragen konnte, sein Wasser schneller, als es eben sein mußte, an den breiten und trüben Ugambistrom abzugeben.

Nicht minder langsam und träge schienen die Bewegungen des jungen Mosula. Er brachte sein Kanu endlich dicht unter die überhängenden Zweige eines großen Baumes, dessen Äste sich weit zum Wasser hinabneigten, gleich als wollten sie dem Wasser einen Abschiedsgruß auf die Wanderschaft mitgeben.

Und wie eine Schlange lag der Russe im Schutze des dichten Laubwerks auf der Lauer. Seine Augen folgten blitzschnell jeder Bewegung des begehrten Bootes, auf seinem Gesichte lagen List und Entschlossenheit und, wie er so die Gestalt des Ankömmlings von oben bis unten musterte, um sich darüber klar zu werden, ob ihm auch ein etwaiger Kampf mit dem Schwarzen sicheren Sieg verbürgte, verzog er seine Stirne in Falten.

Nur im alleräußersten Notfall pflegte Alexei Pawlowitsch seine Hilfe im Kampfe Mann gegen Mann zu suchen. Hier war nun tatsächlich nicht mehr zu zaudern. Es mußte zu irgendeiner Entscheidung kommen, denn alles drängte auf rasches Handeln.

Die äußerste Not saß ihm schon im Nacken, es war allerhöchste Zeit, wollte er die »Kincaid« bei Einbruch der Nacht noch erreichen.

Daß der dumme Schwarze auch wie festgenagelt in seinem Kanu sitzen blieb! Pawlowitsch wand sich vor Ungeduld und Nervosität, und der junge Bursche dehnte und räkelte sich gähnend vor lauter überflüssiger Zeit.

Dann nahm er einen Pfeil nach dem anderen bedächtig aus seinem Köcher, musterte die Spitzen und steckte sie ebenso langsam wieder zurück. Er untersuchte gemächlich seinen Bogen, nahm das Jagdmesser, das an seinem Lendenschurz befestigt war, und prüfte die Schärfe der Klinge. Es war einfach zum Verrücktwerden.

Wieder streckte er sich, gähnte, und warf achselzuckend einen kurzen Blick nach dem nahen Ufer. Dann legte er sich unten ins Boot, anscheinend um mit einem kleinen Schläfchen die Zeit zu vertreiben, die ihn noch von der günstigen Jagdstunde trennte.

Es war anzunehmen, daß er es auf ein bestimmtes Tier abgesehen hatte, das er nachher in der Dschungel überraschen wollte.

Pawlowitsch erhob sich halb und starrte hinab auf sein ahnungsloses Opfer. Schon waren seine Muskeln gespannt und zum Angriff bereit.

Dem Jüngling fielen die Augen zu und, wie Pawlowitsch an den tiefen Atemzügen merkte, die seine Brust langsam auf und ab bewegten, war er sofort in festen Schlaf versunken. Seine Stunde hatte geschlagen.

Vorsichtig kroch der Russe näher. Es krachte im Geäst, als er sich jetzt mit seiner ganzen Last durch das Dickicht zwängte, und der Schwarze fuhr für einen Augenblick wie verstört aus seinem Schlummer. Pawlowitsch zog seinen Revolver aus der Tasche und zielte auf den Schwarzen. Einen Augenblick stand er wie festgebannt, ohne mit der Wimper zu zucken.

Doch der Schwarze verfiel sofort wieder in seinen festen Schlaf. Er schien nichts gemerkt zu haben. Pawlowitsch kroch immer näher heran. Schießen wäre noch immer eine gewagte Sache gewesen. Er durfte auf keinen Fall danebenknallen.

Dann war er dicht neben dem Mosula. Er beugte sich über ihn, und der kalte todbringende Stahl des Revolvers rückte in seiner Hand immer näher und näher an die Brust des ahnungslosen Burschen. Jetzt war er nur noch ein paar Zentimeter über dem Herzen; man hörte deutlich den dumpfen lebensvollen Schlag.

Ein leiser leichter Fingerdruck lag zwischen Leben und Tod dieses doch im Grunde harmlosen Schwarzen. Auf seinen dunklen Wangen breitete sich ein Schimmer von Jugendfrische und Jugendkraft, und um seine bartlosen Lippen spielte ein frohes Lächeln.

Sollte nicht dieser Anblick von Jugendanmut und Jugendglück den Russen umstimmen und ihm wehren? Machte er sich denn keine Gewissensbisse, sollte nicht der unruhige Finger erschreckt im letzten Augenblick von der Waffe sinken und von irgendeiner geheimen Macht gelenkt auf ihn selber zeigen: Du Mörder, Mörder ...?

Solcherlei Gedanken und Empfindungen waren Pawlowitsch indessen völlig fremd. Was kümmerte ihn das? Ein Lachen huschte über sein bärtiges Gesicht, als er jetzt langsam mit dem Zeigefinger den Abzug umspannte.

Ein lauter Knall ..., ein kleines rundes Loch dicht über dem Herzen des Schlafenden, ein winziges Loch – und ringsum ein schmaler pulvergeschwärzter Rand ...

Der junge Leib bäumte sich für einen Augenblick auf, gleich als wollte der Schwarze sich aufrichten, die Lippen, auf denen noch eben ein Lächeln gelegen, verzerrten sich blitzartig in zuckendem Todeskrampf, ohne daß noch irgendeine Empfindung die Schwelle seines Bewußtseins berühren mochte. Dann sank er tot in das Boot zurück. Der tiefste Schlaf hielt ihn in seinen Armen, der Schlaf, aus dem es kein Erwachen gibt.

Schnell sprang Alexei ins Boot neben sein Opfer. Mit roher Hand packte er den toten Körper und hob ihn auf den Bootsrand. Ein leichter Stoß ..., das Wasser spritzte hoch auf und verebbte langsam in immer weiteren Wellenkreisen. Dann tauchte plötzlich ein dunkler Leib aus seinen tiefen schlammigen Gründen herauf ...

Der Weiße hatte das Boot, er hatte das Boot für sich allein. Schlimmeres, wie je dieser arme junge Wilde hätte ausdenken können, den er eben feige gemordet, galt es jetzt vorzubereiten.

Pawlowitsch löste das Seil, mit dem der Schwarze das Boot am Ufer festgemacht hatte, nahm das Ruder und legte sich wie ein Besessener ins Zeug. Mit höchster Geschwindigkeit glitt das Boot flußabwärts dem Ugambi entgegen.

Es war inzwischen Nacht geworden, als der Bug des blutbespritzten Bootes endlich die Fluten des breiten Stromes durchschnitt. Die Augen des Russen bohrten sich förmlich in die Finsternis, die von Minute zu Minute nur immer schlimmer wurde.

Jedoch alle Mühe war vergeblich; wie eine schwarze Mauer lag die Nacht zwischen ihm und dem Ankerplatz der »Kincaid«, undurchdringlich und geheimnisvoll.

Ob das Schiff wirklich noch ruhig auf den Wassern des Ugambi lag, oder ob der Affenmensch sich schließlich doch von dem abflauenden Sturm hatte überreden lassen, die Ausfahrt zu wagen?

Wie Pawlowitsch jetzt mit der Strömung rasch seinem Ziele entgegentrieb, legte er sich diese Fragen hundertmal und immer wieder vor, und dann tauchte wohl auch stets von neuem wie ein Gespenst die eine große, ja größte Sorge auf, die ihn am meisten beunruhigte: Was wurde aus ihm, wenn nun die »Kincaid« doch schon abgedampft war, und er so allein und allen Gefahren der Dschungel auf Gnade und Ungnade ausgeliefert zurückbleiben mußte?

Er ruderte noch immer aus Leibeskräften, und in der Dunkelheit kam es ihm vor, als flöge er förmlich über das Wasser hin. Bald war er überzeugt, daß das Schiff seinen Ankerplatz verlassen haben mußte, ja daß er schon über die Stelle, an der es am Vormittag noch gelegen hatte, hinausgefahren sei.

Doch mit einem Male – er hatte gerade einen scharfen Ufervorsprung umsteuert – bemerkte er in einiger Entfernung vor sich einen Lichtschein; es sah aus, als schaukele eine Schiffslaterne im Winde.

Alexei Pawlowitsch konnte kaum einen lauten Freudenschrei unterdrücken. Die »Kincaid« war also doch nicht in See gegangen! Schon gut, Leben und Vergeltung waren ihm nun sicher. Sie sollten ihm nicht entgehen!

Er hielt einen Augenblick im Rudern inne und spähte hinüber nach dem hellen funkelnden Punkt, der ihm so verheißungsvoll entgegenblinkte. Dann ließ er sich leise auf den gelbschmutzigen Fluten des Ugambi hinabtreiben; nur ab und zu lenkte er das Boot mit einer vorsichtigen Bewegung oder Drehung des Ruderblatts in die Strömung, die ihn am raschesten und unfehlbar an das Schiff heranbringen mußte. Als er näher und näher kam, sah er schon deutlich die gewaltigen Umrisse des Kolosses, der wie ein riesiger schwarzer Schatten hoch in die dunkle Nacht hineinragte. Kein Laut drang vom Deck zu ihm herab.

Unbemerkt war er bis dicht an die »Kincaid« herangekommen. Der Bug seines Bootes stieß an die Planken des Schiffes. Ein knirschender, knarrender Ton, und wieder war Totenstille ringsum.

Zitternd vor innerer Erregung wartete der Russe einige Minuten und lauschte gespannt nach oben. Allein der große Kasten schien zu schlafen. Keine Schritte oben, kein Laut; nichts, gar nichts hatten sie davon gemerkt, daß sich jemand über Nacht an sie herangestohlen hatte.

Ganz vorsichtig brachte er das Boot am Schiff entlang bis dicht unter das Bugspriet, von dem einige Taue lose herunterhingen. Er probierte: Sie ließen sich erreichen. Rasch das Boot festgebunden. Das war das Werk von höchstens ein bis zwei Minuten – und schon klomm er leise im Tauwerk nach oben.

Im nächsten Augenblick ließ er sich behutsam auf Deck gleiten. Er mußte an die schrecklichen Bestien denken, die sich hier auf dem Schiffe eingenistet hatten, und es lief ihm eiskalt den Rücken herunter. Er zitterte in seiner Feigheit vor dem, was ihm begegnen mochte.

Doch dann riß er sich zusammen: Sein Leben stand auf dem Spiel; alles hing vom Gelingen dieses Planes ab – und so stürzte er sich in diesen Abgrund neuer Schrecken und Gefahren, die noch in Dunkel gehüllt vor ihm lagen.

Kein Laut oder sonst irgendein verdächtiges Zeichen ließ darauf schließen, daß man einen Posten auf Deck aufgestellt hatte. Pawlowitsch kroch fast wie eine Katze, die sich an ihr Opfer heranschleicht, nach dem Mannschaftsraum zu. Auch hier alles ruhig. Der Lukendeckel war geöffnet, und, wie er gespannt hinablugte, fiel sein Blick auf einen der Matrosen der »Kincaid«, der beim trüben Schein einer rußigen Laterne in die Lektüre eines Buches vertieft schien.

Pawlowitsch kannte den Mann gut: Das war so ein richtiger Halsabschneider. Es war sofort bei ihm abgemachte Sache, daß er den auf alle Fälle herumbekommen würde; der würde zweifellos mit größtem Vergnügen seinem Plane zustimmen, auf den konnte er sicher zählen.

Leise stieg der Russe auf der Leiter, die in den Mannschaftsraum hinabführte, nach unten. Mit keinem Blick schweifte er dabei von dem Matrosen ab, der immer noch eifrig las. Er mußte ihm ja unter allen Umständen sofort Schweigen gebieten, sowie er von ihm bemerkt wurde.

Allein der Matrose war derart in seine Lektüre versunken, daß der Russe sogar ungestört die Treppe hinunterkommen konnte.

Pawlowitsch drehte sich um und rief den Matrosen leise beim Namen.

Der fuhr von seinem Buche auf. Eine Sekunde lang starrten seine Augen weit aufgerissen und voll Erstaunen auf den Eindringling: Pawlowitsch, Rokoffs rechte Hand, wieder hier? schienen sie zu fragen. Doch dann kniffen sie sich sofort in einem flackernden verächtlichen Blick zusammen.

Weiß der Teufel! stieß er hervor. Woher kommen Sie denn? Wir haben doch alle zusammen gemeint, Sie wären endlich ein für allemal dort gelandet, wo Sie schon längst hingehören. Unser neuer Schiffsherr wird über die Maßen entzückt sein, Sie hier zu begrüßen ...!

Pawlowitsch trat dicht an den Matrosen heran. Ein jovial-begütigendes Lächeln spielte um seinen Mund, und er streckte ihm sofort seine Rechte zum Gruße entgegen, gerade als habe der Matrose nun in ihm einen treuen und lang entbehrten Freund wiedergefunden. Der Matrose ging jedoch nicht im geringsten darauf ein, geschweige denn daß er das Lächeln auch nur mit einem halbwegs freundlichen Blick erwiderte.

Ich komme, um Ihnen zu helfen, fuhr Pawlowitsch fort, da er fühlte, daß sein plötzliches Auftauchen schließlich erst einmal einer Erklärung zu bedürfen schien.

Ich bin dabei, dafür zu sorgen, daß Sie von dem Engländer und dem Tierpack loskommen. Die Polizei wird uns übrigens kein Haar krümmen, wenn wir wieder drüben in der zivilisierten Welt find. Den Greystoke, diesen halben Affen, können wir erst einmal samt seiner Frau und dem schwarzen Mugambi auf einen Schlag vom Schiffe herunterfegen. Und dann soll es ein Kinderspiel sein, mit diesem Affengesindel und Anhang reinen Tisch zu machen. Wo stecken die Bestien eigentlich?

Die sind da unten, entgegnete der Matrose. Aber, verehrter Herr Pawlowitsch, jetzt will ich Ihnen erst mal was erzählen! Das ganze Theater ist zwecklos. Sie werden es nun und nimmermehr fertigbringen, uns gegen den Engländer aufzuwiegeln. Wohlgemerkt: Von Ihnen haben wir mehr als genug, geradeso wie von dem andern. Der ist schon erledigt. Kaputt ist dieser Gauner, und wenn ich mich nicht ganz gewaltig irre, hätten Sie schon lange auch nichts Besseres verdient. Wie Hunde haben Sie uns behandelt, und, wenn Sie je meinen sollten, wir hätten noch so etwas wie Respekt oder gar besondere Sympathien für Sie übrig, so schlagen Sie sich das lieber gleich aus dem Sinn!

Soll das etwa so viel heißen, daß Sie die anderen alarmieren und auf mich hetzen wollen?

Der Matrose nickte. Dann schien ihm plötzlich irgendein neuer Gedanke durch den Kopf zu schießen. Er zögerte ein paar Sekunden, ehe er antwortete.

Ja, das werde ich tun, sagte er. Es sei denn, Sie bieten mir etwas dafür, daß ich Sie laufen lasse, ehe der Engländer Sie hier findet.

Sie werden mich doch nicht in die Dschungel jagen wollen? forschte Pawlowitsch ängstlich. Denken Sie doch daran: Ich würde keine Woche mehr am Leben sein!

Immerhin haben Sie dort noch allerhand Möglichkeiten, erwiderte der Matrose kühl und ohne eine Miene zu verziehen. Hier – – – ich wüßte nicht, was Sie da erwarten könnten!

Ich brauche bloß meine Leute zu wecken. Sie dürfen überzeugt sein, die reißen Ihnen das Herz aus dem Leibe, noch ehe Sie den Engländer überhaupt zu Gesicht bekommen haben. Sie können übrigens von großem Glück reden, daß gerade ich hier Wache habe und keiner von den andern!

Sie sind verrückt, fuhr Pawlowitsch ihn an. Wissen Sie denn nicht, daß der Engländer euch alle zusammen an den Galgen bringt, sowie er mit euch drüben gelandet ist und euch der Polizei ausgeliefert hat?

Nein, verehrter Herr Pawlowitsch, das wird er nicht tun, und auch sonst wird er uns in Frieden lassen, antwortete der Matrose. Er hat mit uns gesprochen und ganz offen gesagt, daß Sie und Rokoff ganz allein schuldig sind. Wir ... – nun, das wissen Sie ja selbst am besten – sind nichts weiter als eure Werkzeuge gewesen, mußten es sein. Verstanden?

Eine halbe Stunde lang versuchte der Russe den Matrosen umzustimmen. Bald drohte er ihm, bald legte er sich auf bettelndes Zureden, ganz, wie es ihm gerade zu passen schien; denn irgendwie mußte dem Kerl seiner Meinung nach doch beizukommen sein. Ein paar Mal standen ihm sogar die Tränen in den Augen, und dann versprach er wieder dem geduldig zuhörenden Matrosen geradezu märchenhafte Belohnungen oder er stellte ihm die schärfsten Strafen in Aussicht.

Allein sein Gegenüber blieb hartnäckig auf demselben Standpunkt. Er machte dem Russen klar, daß ihm einfach nur zwei Wege offen standen: Entweder hatte er zu gewärtigen, daß er ohne viel Federlesens Lord Greystoke übergeben wurde. Andernfalls, das heißt, wenn er sich dazu nicht entschließen könnte, sollte er dem Matrosen zur Belohnung dafür, daß er ihn ungeschoren von der »Kincaid« entkommen ließ, sein ganzes Geld bis auf den letzten Penny sowie sämtliche Wertgegenstände, soweit er sie bei sich trug oder in seiner Kabine verschlossen hatte, sofort aushändigen.

Sie wollen sich übrigens endlich einmal zu einem Entschluß bequemen! brauste der Matrose ungeduldig auf. Ich werde jedenfalls gleich alarmieren. Los also, entscheiden Sie: Greystoke oder die Dschungel?

Nur ruhig Blut! brummte der Russe. Sie werden das noch bereuen.

Marsch hinauf! herrschte ihn der Matrose an. Wenn Sie obendrein gar noch dumm tun, kann ich mich ja auch anders besinnen und Sie nachher noch einsperren.

Pawlowitsch spürte absolut kein Verlangen darnach, sich so ohne weiteres in die Hände des Affen-Tarzan zu spielen, wenn es sich vielleicht doch noch umgehen ließ. Mochten ihm auch die Schrecken der Dschungel wie Gespenster und Todesschatten deutlich vor Augen stehen: Schließlich war die Wildnis noch immer dem sicheren Tode vorzuziehen, den er, wie er wußte, verdient und von dem Affenmenschen auch ohne weiteres zu erwarten hatte.

Schläft jemand in meiner Kabine? fragte er.

Der Matrose schüttelte den Kopf. Nein, fügte er dann hinzu, Lord und Lady Greystoke haben die Kabine des Kapitäns bezogen. Der Steuermann liegt in seiner eigenen, und in Ihrer ist niemand.

Gut, ich will gehen. Ich werde Ihnen alles bringen, was ich an Geld und Wertgegenständen besitze, sagte Pawlowitsch.

Ich will Sie begleiten, damit Sie ja nicht in die Versuchung kommen, noch irgend etwas Dummes anzustellen, entgegnete der Matrose mit einem prüfenden Blick. Dann folgte er dem Russen, der bereits die Treppe zum Deck hinaufkletterte. Der Matrose wartete an der Kabinentür und paßte auf, daß niemand hinzukam. Er hatte Pawlowitsch allein hineingehen lassen. Der raffte jetzt rasch seine sieben Sachen, soweit sie einigermaßen als Lösegeld für Freilassung ins Schreckensreich der Dschungel in Frage kommen konnten, zusammen und häufte sie auf dem Tische auf. Dann trat er einen Augenblick nachdenklich beiseite. Irgendwie mußte es sich doch machen lassen, daß er sein Leben auch in der Wildnis nicht einfach den Dschungeltieren hinzuwerfen brauchte, ja daß er sogar wieder freikam ... oder sollte er schließlich gar noch die Mittel zur Vergeltung an seinen Feinden in der Hand haben?

Blitzartig schoß ihm der Gedanke, der ihm in der Erregung der letzten Stunde entfallen zu sein schien, durch den Kopf: Das kleine schwarze Kästchen ... Wo war das doch? Sicher lag es noch in dem Geheimfach, ha, hier unter dem Aufsatz, in dem jeder nur eine harmlose Verzierung des Tisches gesehen haben mochte! Seine Hand glitt tastend über das Holz ...

Ein schadenfrohes Lächeln zuckte um Pawlowitschs Lippen. Er würde sich schon Genugtuung für diesen Empfang verschaffen. Im nächsten Augenblick zog er das rettende Ding aus seinem Versteck.

Die Laterne hing über seinem Kopfe vom Deckenbalken herab. Er hatte vorher, als er in seinen Sachen herumstöberte, Licht gemacht, um besser sehen zu können. Jetzt hielt er das schwarze Kästchen dicht an die Lampe, zitternd faßten seine Finger den Haken, der den Deckel verschloß.

Er öffnete das Kästchen; es enthielt zwei Fächer. In dem einen war ein sinnreicher Mechanismus eingebaut, der im ganzen viel Ähnlichkeit mit dem Uhrwerk einer kleinen Wanduhr hatte, außerdem auch zwei kleine Trockenbatterien. Ein Draht ging von dem Uhrwerk zu dem einen Pol der Batterie, und von dem anderen Pol durch die Scheidewand nach dem zweiten Fach des Kästchens. Ein zweiter Draht lief direkt zum Uhrwerk zurück.

Was in dem zweiten Fach steckte, ließ sich nicht erkennen. Es war oben durch einen besonderen Innendeckel verschlossen, der außerdem noch mit Asphaltlack versiegelt war und infolgedessen auch nicht abgehoben werden konnte. Unten in dem Kästchen neben dem Uhrwerk lag ein Schlüssel. Pawlowitsch nahm ihn sofort heraus und steckte ihn in die Öffnung, um die Uhr aufzuziehen.

Er drehte den Schlüssel leise und vorsichtig um. Damit ja der Matrose nicht durch das Geräusch stutzig gemacht würde, warf er einige seiner Kleidungsstücke über das Kästchen und suchte so zum Ziele zu kommen, ohne daß er eine Störung in der wichtigen »Operation« zu befürchten brauchte. Gleichwohl horchte er gespannt. Es konnte ja auch jemand anders sich seiner Kabine nähern und ihn kurz vor dem Gelingen seines Anschlages ins Verderben stürzen. Allein es kam niemand, nicht einmal der Matrose wurde ungeduldig.

Die Uhr war aufgezogen. Der Russe stellte noch den Zeiger über dem kleinen Zifferblatt an der Seite der Uhr, dann schloß er den Deckel des schwarzen Kästchens und verbarg die ganze »Höllenmaschinerie« wieder in ihrem alten Versteck im Tische.

Sein bärtiges Gesicht verzog sich zu einer Grimasse, wie er jetzt all sein Hab und Gut, soweit es aus Wertsachen oder Geld bestand, zusammenraffte und, nachdem er das Licht ausgeblasen, aus der Kabine heraus neben den Matrosen trat.

Da haben Sie alles, was Sie wünschen, sagte der Russe ruhig. Und nun lassen Sie mich gehen!

Halt! entgegnete der Matrose. Ich möchte doch erst noch mal Ihre Taschen ein wenig visitieren. Könnte schließlich sein, Sie hätten irgendeine sogenannte Kleinigkeit zufällig übersehen, für die Sie in der Dschungel kaum Verwendung haben dürften. Mir armem Teufel von Matrosen wäre das aber vielleicht in London gerade was Rechtes, wissen Sie, wenn man sonst keinen Penny in der Tasche hat ...!

Aha! Ganz, wie ich vermutet, fuhr er fort, und er strahlte förmlich vor Vergnügen. Dann zog er ein Bündel Banknoten aus Pawlowitschs geheimer Brusttasche.

Der Russe murmelte ein paar Verwünschungen in den Bart. Was half's? Er hätte den hartnäckigen Burschen doch nicht dazu gebracht, ihm auch nur einen Penny zu lassen, und so suchte er sich, so sauer es ihm auch wurde, über den unersetzlichen Verlust hinwegzutrösten. Am meisten trug dazu der Gedanke an das Schicksal, das der »Kincaid« bevorstand, bei: Der Matrose würde ja doch nie wieder in seinem Leben nach London kommen, geschweige denn je die Früchte seiner Diebesernte dort oder sonstwo genießen können ...

Es kostete ihn ein gutes Stück Überwindung, sich einen brennenden Wunsch versagen zu müssen: Zu gern hätte er dem Matrosen in ein paar höhnischen und unmißverständlichen Sätzen eine Andeutung darüber gemacht, wie es ihm und der ganzen verhaßten Gesellschaft auf der »Kincaid« in den nächsten Stunden ergehen würde. Doch er fürchtete, der Bursche könnte schließlich Verdacht schöpfen und ihn noch einsperren. Und so schlich er langsam zurück und ließ sich vorsichtig an einem Tau vom Bugspriet in sein Boot hinab. Nach etwa ein bis zwei Minuten war das Boot flott gemacht. Rasch ruderte er davon und tauchte bald darauf in der Dschungelnacht unter.

Hätte er nur eine Ahnung gehabt, welch schreckliches, ja welch furchtbares Leben im Dunkel vor ihm lag, wie er jahrelang unter den schlimmsten Gefahren und Nöten sein selbstgewähltes Schicksal fast bis zur Neige durchkosten mußte, – er würde lieber raschen Tod in den Wellen weit draußen in der offenen See gesucht haben, als daß er dies alles auf sich nahm. –

Der Matrose war froh, als er Pawlowitsch verschwinden sah. Er ging gleich in den Mannschaftsraum zurück, brachte seine reiche Beute in Sicherheit und legte sich auf seiner Pritsche zum Schlafe nieder.

Und drüben in jener Kabine, die früher der Russe bewohnt hatte, wachte ein kleines Etwas in dem schwarzen Kästchen im Tischversteck. Ringsum tiefe Stille ..., nur dort immer und unermüdlich jenes leise grausame Tick-Tack, das über die ahnungslosen Schläfer auf der unseligen »Kincaid« die Rache des Russen hereinbrechen lassen sollte.


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