Autorenseite

 << zurück weiter >> 

XVII.

Erntefest in Freiwalde! Der junge neue Gutsherr hatte die Besitzer der ganzen Gegend eingeladen. Frau von Münstermann hatte versprochen, die Wirtin zu machen, und auch die Baronin von Lankwitz hatte ihr Erscheinen fest zugesagt. Im übrigen hatte Klaus Meinhardt auch eine ältere Dame als Hausdame und Wirtschafterin in Freiwalde, so daß alle Pflichten des Anstandes gewahrt blieben, wenn der Junggeselle einen Flor von jungen und alten Damen bei sich aufnahm.

.

Sie kamen auch alle! Jeder war neugierig, das neue Schloß zu sehen, jeder wollte den Besitzer kennen lernen, von dem so viel erzählt wurde, und namentlich die Mütter heiratsfähiger Töchter waren besonders entzückt von ihm.

Um fünf Uhr rollten die Wagen auf den Hof. Ein steifes Essen gab es heute nicht. Es sollte ja Erntefest sein, und zwangloser Tanz auf grünem Rasen unter einem großen Zelte mit Lampionbeleuchtung sollte den Schluß bilden.

Mit seltsamen Gefühlen fuhr Käte an Tante Münstermanns Seite zu dem Fest. Eigentlich wollte sie zu Hause bleiben, schützte Kopfschmerzen vor, aber der in solchen Dingen harmlose und nichts ahnende Onkel war sehr böse geworden über Mädchenlaunen, Zimperlichkeit und dergleichen, daß Käte sich entschließen mußte, mitzufahren, wenn sie ihn nicht argwöhnisch machen wollte. Er wußte ja, daß für Klaus Meinhardt der Zweck des Tages verfehlt sein würde, wenn Käte nicht da war. Und er billigte die Wünsche seines jungen Freundes. Warum auch nicht? Die beiden paßten ja herrlich zusammen! Daß Käte dann Schloßfrau in Freiwalde würde, auch ihnen so nahe bliebe und nicht erst das Schulehalten anzufangen brauchte, war doch herrlich! An den eigenen Sohn dachte er dabei nicht, er hielt für ausgeschlossen, daß der noch immer Kranke solche Wünsche haben könnte, und er hätte auch nie und nimmer selber gewünscht, das blühende Mädchen an den Sohn zu fesseln.

Anders die Mutter. Ihr mütterliches Gefühl sagte ihr, daß der Sohn Käte liebte, daß er um sie litt, und ihre Mutterliebe war selbstsüchtig genug in der Sorge für den Sohn. Sie gönnte Käte nur ihm. Sie bangte mit ihm vor der Entscheidung, die vielleicht bald bevorstand.

Käte war heute blasser als sonst, aber dadurch nur um so schöner. Ein eigenes Flimmern war in ihren Augen, ein seltsam rührender Zug lag um ihren Mund. Weicher war sie, scheuer und mädchenhafter, nicht so ausgereift und fertig wie sonst in ihrer frischen Fröhlichkeit.

Klaus sah ihr beim Händedruck tief in die Augen.

Sie wandte die ihren ab.

Ein heißes Beben zog durch seinen Körper.

Sie wußte, was er ihr heute sagen wollte, sie ahnte es, und jungfräuliche Scheu vor dem Augenblick ließ sie den Blick fortwenden.

Sie war noch blasser geworden, und in dem weißen, einfachen Wollkleide sah sie sehr hold und lieblich aus.

Da kamen neue Wagen. Seine Pflicht als Wirt rief ihn von ihrer Seite. Es waren die Zossener. Herr und Frau von Lankwitz, Anneliese, Fritz und – Kurt.

Es war Käte, als sei damit ein Schutz für sie gekommen, als würde Kurt sie bewahren vor dem schrecklichen Augenblick, den sie zugleich fürchtete und ersehnte.

Sie eilte den Verwandten entgegen, und Anneliese umarmte sie liebevoll und zärtlich. Kurt streckte ihr lachend beide Lände entgegen und rief: »Nun, Kätchen, was sagst du zu der Überraschung? Dein wilder Vetter ist auch eingefangen zu diesem Schäferfest! Aber Scherz beiseite! Ich habe acht Tage Urlaub und habe mich diebisch gefreut, daß du auch gerade hier bist. Sag mal, ist Friedel da? Der arme Kerl, was macht er denn? Morgen komme ich, ihn zu besuchen.«

»Er wollte vielleicht noch gegen Abend hierherkommen,« sagte Käte zögernd.

»Hierher? Donnerwetter! Ist er so weit schon? Das ist ja prächtig, daß er das wagt. Na, ich gönne es ihm! Alter, guter Junge, der er war! Weißt du noch, als er deine Puppe mit Gefahr seines Lebens aus dem Dorfteiche holte, die ich Rüpel hineingeworfen hatte? War doch ein guter Kerl, der Friedel, trotz seiner Lesewut! Na, ich komme jedenfalls morgen! Wenn er heute nicht kommt, grüße ihn einstweilen.«

Käte war bald rot, bald wieder blaß geworden. Richtig, die Puppengeschichte! Die hatte sie ganz vergessen. Mußte Kurt auch gerade heute daran erinnern? Heute, wo sie so gern glücklich sein möchte, wo die stille Hoffnung in ihr lebte, vielleicht kannst du doch glücklich werden und zwar so, wie du es dir wünschest und ersehnst.

Und nun sprach Kurt so liebevoll von Friedel, erwähnte die alten Kindergeschichten und rief ihr alle die vielen Fälle ins Gedächtnis zurück, wo Friedel für sie Strafe erlitten, für sie Äpfel gemaust, für sie sein Frühstücksbrot hingegeben hatte, um es der allzeit Hungrigen zukommen zu lassen. Ihr Herz wurde noch schwerer, als es schon war.

Da kamen neue Gäste, der Amtsrichter und der Sanitätsrat aus dem Städtchen Grabow. Dann wieder Wagen von weiter entfernten Gütern. Als die Gesellschaft versammelt war, ertönte Musik. Ein Knecht mit der Mundharmonika ging der Schar der Gutstagelöhner voran. Dann kamen die festlich gekleideten Mädchen, von denen die kräftigste, die Vorbinderin, Minna Laase, auf hoher Stange die Erntekrone trug. Nun folgten die Frauen und Kinder. Vor der Freitreppe machten sie halt und Minna stieg die Stufen hinan. Sie sagte ein langes, feierliches Gedicht auf und endete damit:

»Wir wünschen dem Herrn einen goldenen Tisch, Auf allen vier Ecken einen goldenen Fisch Und in der Mitte ein Gläschen Wein, Das soll dem Herrn seine Gesundheit sein. Wir wünschen dem Herrn eine junghübsche Frau, Wie sie beschaffen, weiß er wohl genau, Die soll hier bald unsere Hausfrau sein, Denn gut ist's nicht, wenn der Mensch so allein.«

Ein leises Lächeln schwebte bei den einfachen Versen, die sich auf allen Erntefesten wiederholen, auf allen Gesichtern. Die jungen Damen wurden rot und wagten nicht, aufzusehen. Jede dachte, sie könnte die Erwählte sein.

Dann überreichte Minna ihre Erntekrone, wofür ihr der Gutsherr einige blanke Geldstücke in die Hand drückte.

Für die Damen hatten die Kinder noch Sträuße von Georginen, steife, altmodische Sträuße mit einem grellroten oder grünen Bande, aber besonders die Städterinnen, die so etwas selten erlebten, fanden alles reizend und schön.

Nun brachte der Vormäher ein Hoch auf den Gutsherrn aus.

Es folgte ein Hoch auf den Inspektor, in das alle kräftig einfielen. Herr Meinhardt dankte mit einigen kurzen, freundlichen Worten und dann zogen alle, wie sie gekommen, wieder ab.

Jetzt gab es in der langen Scheunendiele an großen Tischen Essen für sämtliche Leute. Die Mädchen bedienten und liefen mit großen Schüsseln dampfender Suppe hin und her. Später folgten Fleischgerichte, große Schalen voll Kartoffeln und das auf dem Lande unvermeidliche Festessen: Dicker Milchreis und Backobst. Jede Familie hatte ihren Topf mitgebracht, und nachdem sie sich sattgegessen hatten, wurde noch eine tüchtige Gabe für morgen mitgenommen. Für den Abend standen große Kuchenberge bereit.

Mittlerweile fanden auch die Gäste des Hausherrn eine Erfrischung. Im Eßsaal war ein Büfett aufgestellt, und jeder sorgte selbst für sich, um den heute so beschäftigten Leuten keine Arbeit zu machen, dann zerstreute sich alles in die weiten Räume oder in den Park.

Es wurde schon dunkel und bald strahlten die schönen Zimmer in elektrischem Licht, in demselben Augenblick ging im Park Flämmchen nach Flämmchen aus und der Springbrunnen erglänzte in magischer Beleuchtung. Ein Ach der Bewunderung tönte von vielen Lippen. Das war ja feenhaft! Auch in dem Zelt wurde es hell, und es erklang eine muntere Tanzweise von dort herüber. Wie ein Zauberwort lockte sie alle.

Versteckt im Gebüsch saß die Kapelle, die für heute bestellt war, und ihre sehnsüchtigen Klänge riefen zum Tanz. Im Dorf spielte der Harmonikakünstler für die Leute auf, und Klaus war schon dort, um mit der Minna den Ehrentanz zu tanzen. Nun rührten sich auch im Zelt die tanzlustigen Füße.

Jetzt endlich glaubte auch der bis dahin sehr beschäftigte Hausherr den Augenblick gekommen, wo er an sich selbst denken konnte. Er hatte erst noch einige Pflichttänze gemacht, und nun hatte er sich bei wiegenden Walzerklängen endlich Käte zum Tanz geholt. Stürmisch klopfte Kätes Herz, wild jagte das Blut durch ihre Adern.

Wie er tanzte! So sicher und fest führte er sie durch die Reihen, wie beschwingt flog sie dahin. Sie mochte gar nicht aufhören. Es war ja auch vielleicht das einzige und letztemal, daß sie mit ihm tanzte. Bald würde das entscheidende Wort fallen und dann war alles aus.

Hochatmend hielt sie inne.

Klaus legte vorsorglich ein weißes Tuch um Kätes Schultern und zog ihren Arm durch den seinen. Dann sagte er: »Es ist heiß hier! Gehen wir durch den Garten.«

»Nein, nein!« – Käte wußte vor Angst nicht, was sie sagte. »Nein, nein, es ist gar nicht so heiß, ich möchte hier bleiben!«

Mit ruhiger Bestimmtheit führte er sie zum Ausgang.

Dies hilflose Ausweichen rührte ihn und machte sie nur begehrenswerter, und er war nicht gewillt, sie jetzt entschlüpfen zu lassen. Wußte er doch ganz genau, daß er ihr nicht gleichgültig war. Ihre Scheu und Angst machten ihn, den Mann, nur sicherer und ruhiger.

Käte zitterte am ganzen Körper. Und doch fühlte sie ja selbst, daß eine Aussprache kommen mußte.

Ängstlich sah sie umher. Friedel wollte doch auch noch kommen. Wenn er gerade jetzt käme!

*

Friedel hatte den ganzen Nachmittag mit sich gekämpft. Der Wunsch, hinüberzufahren, Käte mit Klaus Meinhardt zu beobachten, kämpfte mit der Scheu vor so vielen fremden Menschen.

Endlich siegte die Eifersucht. Er ließ sich den kleinen Selbstkutschierwagen anspannen, den er früher so oft gefahren hatte, und befahl dem Reitknecht, mitzukommen.

Ob er noch fahren konnte?

Wahrhaftig, es ging! Er konnte sogar das ziemlich unruhige Pferd ganz gut halten, und er freute sich der zurückkehrenden Kräfte. Der Weg war kurz und bald hielt er an dem ihm von früher bekannten Seitengitter. Die Pforte stand offen. Er warf dem Reitknecht die Zügel zu, stieg aus und ging suchend umher.

Was war aus Freiwalde geworden!

Da war es kein Wunder, daß ein Mädchen den hübschen Besitzer dieser Herrlichkeiten ihm, dem Kranken, vorzog.

O, er hätte Käte auch mit Geschenken überschüttet, er hätte ihr zu Ehren auch selbst das Herrenhaus Brünnau abreißen lassen und neu gebaut.

Alles, alles für sie! Seine Erregung schüttelte ihn förmlich und die Zähne schlugen hörbar aufeinander. Er spähte in das Zelt hinein. Sie war nicht da und der andere auch nicht.

Seine Leidenschaft schlug in wilden Wogen über ihm zusammen, und er durchstürmte die Wege des Parkes, die meist einsam und verlassen lagen.

Da! – hinter dem Buchengang, bei der alten Schaukel, schimmerte ein weißes Kleid, da –

Er schlich näher. –

Klaus hatte Käte langsam und zwingend in den Park geführt, immer weiter, tiefer hinein, durch den Buchengang bis zu der Kinderschaukel.

Lächelnd bog er die Zweige auseinander und zeigte ihr, wie das Plätzchen jetzt aussah.

Eine bequeme Bank stand hier, von Rosen umwunden und Rosenbäumchen standen in Kübeln daneben.

Mit freudigem Lächeln führte er sie zu dieser Bank, die von oben mit Lampions beleuchtet war.

Zitternd sank Käte auf die Bank und brach in bitterliches Schluchzen aus.

Ganz erschrocken sah er sie an. »Aber, Fräulein Käte, weshalb weinen Sie? Habe ich es nicht recht gemacht? Oder weinen Sie, daß es jetzt gesagt werden muß, daß mir ganz Freiwalde nichts ist ohne Ihren Besitz? Käte, es kann Ihnen doch nichts Neues sein, daß ich Sie liebe! – Süße Käte, so weine doch nicht. Liebst du mich denn nicht?«

Käte schluchzte stärker.

Ein belustigtes, gutmütiges Scherzwort trat ihm auf die Lippen: »Käte, als ich dich kennen gelernt, da weintest du, und jetzt möchte ich dich für immer, nun weinst du wieder. Wollen wir so durchs Leben weiter weinen an allen bedeutenden Anlässen?«

Käte trocknete die Tränen und blickte auf. Aber ein so todwundes Herz sprach aus ihren Augen, daß er betroffen zurücktrat und fragte: »Was ist passiert?«

Käte erhob bittend beide Hände. »Klaus, ich darf Sie ja nicht anhören, ich kann ja nie die Ihre werden. Gehen Sie, bitte, und sagen Sie mir kein Wort mehr von Liebe!«

Er hörte nicht den rührenden Ton der Bitte, er hörte nur die Worte, und noch immer ungläubig und ungeduldig fragte er noch einmal: »Was ist geschehen? Ich verstehe durchaus nicht!«

»Ich darf nicht Ihr Weib werden, Klaus, ich sagte es schon. Ich kann nicht!«

»Du kannst nicht? Weshalb nicht? Wer hat darüber zu bestimmen? Bin ich deinen Eltern nicht genehm? Haben sie mir meine einfache Herkunft vorzuwerfen? Ich bin jetzt in der Lage, jedes Mädchen zu wählen, und ich glaube nicht, daß ich irgendwo hier in der Gegend abgewiesen würde!«

»Meine Eltern wissen nichts von Ihnen.«

»Also nicht? Wer hat dann dabei etwas zu bestimmen? Ich glaube auch Herrn von Münstermanns Zustimmung sicher zu sein.«

Da raffte sich Käte zu einem letzten entscheidenden Wort zusammen, denn den wahren Grund konnte und durfte sie ihm ja nicht sagen. Sie sagte leise und zitternd: »Und wenn ich Sie nicht liebte?«

Klaus prallte zurück, wie von einem Schlag getroffen. Seine Gestalt wurde sehr gerade und steif, sein Gesicht zuckte in wilder Erregung, aber seine Stimme klang eiskalt, als er fragte: »Ah, Sie lieben mich nicht? And was ich dafür hielt?«

»Das war ein Irrtum!«

»Dann allerdings! – Dann bitte ich um Entschuldigung, Fräulein Folkert! – Ich glaube, mein Irrtum war verzeihlich. – Ich werde Sie nicht mehr belästigen! Allerdings habe ich nicht gedacht, daß Ihre Augen – lügen könnten!«

Er wandte sich zum Gehen, machte eine steife Verbeugung und teilte mit der Hand die Zweige, die dies von Rosen überschüttete Plätzchen von der Welt trennten.

Da ergriff es Käte wie ein Sturm. Sie sprang auf und schrie, außer sich vor Schmerz: »Klaus, geh nicht! So nicht, ich – liebe – dich.«

Der starke Mann zitterte am ganzen Körper und lag im nächsten Augenblick vor ihr, die auf die Bank gesunken war, auf den Knien.

»Käte, meine Käte, doch mein!«

Käte beugte ihren Kopf zu ihm herunter und streichelte seine Haare. Dann murmelte sie leise: »Einmal, Klaus, ein einzigesmal küsse mich!« Plötzlich fuhr sie erschreckt zusammen: »Was war das? Was für ein schrecklicher Laut, einem Stöhnen gleich!«

Er hörte nicht, er blickte stumm und trunken in ihre Augen, auf den süßen Mund, den er zum erstenmal berühren durfte.

Sie aber schob ihn beiseite und stand auf. »So, nun bin ich ganz ruhig. Das war unser Abschied, Klaus, unser Abschied fürs Leben! Nun will ich tragen, was ich tragen muß. Sieh, die Deine kann ich nicht werden, niemals. Aber du sollst mich nicht mißverstehen, du solltest wissen, daß ich dich liebe, und daß unser Schicksal, daß uns meine Pflicht auseinander treibt.«

Ganz verwirrt stand Klaus auf.

»Du liebst mich und willst nicht mein werden? Und weshalb nicht? Wie heißt dies Schicksal?«

Leise wie ein Hauch kam es von ihren Lippen: »Friedel!« –

Nach einer kleinen Pause, während er mit düster zusammengezogenen Brauen neben ihr stand, wiederholte sie: »Friedel und seine Mutter! Friedels Leben liegt in meiner Hand.«

Erschüttert beugte er sich über ihre Hand und küßte sie heiß und lange. »Lebewohl, Käte!«

Käte blieb allein zurück, die Lampions beleuchteten ihr geisterhaft bleiches Gesicht. Noch einmal rang sie mit ihrem Schmerz, sie preßte die Hände ineinander und ein heißes Gebet stieg zu Gott empor, nur die innige Bitte: »Hilf mir, lieber Gott, hilf mir!«

Indes rollte auf dunkler Landstraße der kleine Selbstkutschierer dahin, doch nicht sein Herr lenkte ihn, der Reitknecht hatte dem Taumelnden, der wie ein Trunkener aus dem Park gekommen war, ruhig die Zügel aus der Hand genommen und sein Herr saß daneben und starrte mit brennenden Augen zum Nachthimmel auf.

Die große Gestalt war zusammengesunken und er sah völlig apathisch und teilnahmslos aus. In Brünnau half ihm der alte Heinrich, erschrocken über das Aussehen seines jungen Herrn, vom Wagen.

Und als eine halbe Stunde darauf der andere Wagen mit den Eltern und mit Käte auf den Hof rollte, da fanden sie Friedel in heftigem Fieber in seinem Bette.


 << zurück weiter >>