Christoph Martin Wieland
Göttergespräche
Christoph Martin Wieland

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Christoph Martin Wieland

Göttergespräche


Vorbericht

Diese Göttergespräche wurden in den Jahren 1789-93 nach und nach aufgesetzt.

Die acht ersten sind bloße Versuche in Lucians Manier, Spiele des Geistes, worin der Verfasser, nach der langen Arbeit einer Übersetzung der sämtlichen Werke dieses in seiner Art einzigen alten Schriftstellers, eine angenehme Erholung fand. Sie sind, so wie die Göttergespräche seines Vorbildes, von ungleichem Gehalt; indessen war der Verfasser, als er sie zu Papier brachte, noch so voll von Lucian, mit welchem und für welchen er drei Jahre lang beinahe ganz allein gelebt hatte, daß es nicht zu verwundern wäre, wenn etwas von Lucians Geist und Laune in diese Aufsätze übergegangen sein sollte. Leser, denen man erst sagen müßte, daß einige derselben einen sehr ernsthaften Zweck haben, wünscht sich der Verfasser nicht.

Die fünf letzten sind teils durch die Französische Revolution überhaupt, teils durch besondere Epoken derselben in den Jahren 1790, 1792 und 1793 veranlaßt worden, und atmen einen Geist von Mäßigung und Billigkeit, der ihnen bei keiner Partei zur Empfehlung diente, aber desto gewisser auf den Beifall späterer Zeiten rechnet.


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