Platon
Plato's Staat
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15. Nicht wahr also, nachdem dieses zur Noth sein Ende gefunden, müssen wir hiernach nun das Uebrige angeben, auf welche Weise und in Folge welcher Unterrichtsgegenstände und Thätigkeiten uns jene Erhalter des Staates sich einfinden werden, und in welchen Altersstufen sie jedes Einzelne hievon ergreifen müssen? – Ja, allerdings, sagte er, müssen wir dieß angeben. – Nichts also, erwiederte ich, nützte mir jene Schlauheit, als ich in dem Früheren die Schwierigkeit bezüglich des Besitzes der Weiber und die Kinder-Erzeugung und die Aufstellung der Herrscher überging B. IV, Cap. 3, s. obige Anm. 147., wohl wissend, daß die gänzlich wahre Aufstellung derselben sowohl mißfällig, als auch bezüglich des wirklichen Eintretens schwierig sein würde; denn jetzt ja kam nichts desto weniger die Nothwendigkeit, dieß durchzugehen; und was nun hiebei die Weiber und Kinder betrifft, so haben wir es schon zu Ende gebracht, aber das die Herrscher Betreffende müssen wir gleichsam wieder von Vorne erörtern; wir sagten aber ja schon, wenn du dich dessen erinnerst B. III, Cap. 20., daß dieselben als Freunde des Staates sich zeigen müssen, erprobt in Vergnügungen und in Schmerzen, und daß sie diese ihre Gesinnung weder in Fällen der Anstrengung, noch in jenen der Furcht, noch bei irgend anderen Vorkommnissen verlieren dürfen, oder außerdem der hiezu unbefähigte ausgeschieden werden müsse, wohingegen jener, welcher überall ohne Makel daraus hervorging, wie Gold im Feuer erprobt, als Herrscher aufgestellt werden und ihm bei Lebzeiten und nach dem Tode Ehrengaben und Kampfpreise verliehen werden müssen; Derartiges ungefähr war es, was wir damals sagten, als unsere Begründung an diesem Punkte vorüberging und ihn gleichsam versteckte, aus Furcht, an jenem zu rütteln, was uns jetzt obliegt. – Ja, dieß ist völlig wahr, sagte er; denn ich erinnere mich gut daran. – Ich nahm nemlich Anstand, mein Freund, das jetzt kühn Gewagte auszusprechen; jetzt aber eben möge es gewagt sein, es zu sagen, daß wir die tüchtigsten Wächter als Weisheitsliebende aufstellen müssen. – Ja, dieß möge hiemit ausgesprochen sein, sagte er. – So bedenke denn nun, daß aus guten Gründen dir die Zahl jener eine geringe sein wird; denn jene Begabung, welche wir für dieselben als die bei ihnen vorhandene durchgingen, pflegt nur in wenigen Fällen aus ihren Bestandteilen so zusammen zu wachsen, meistens hingegen entsteht sie in zersplitterter Form. – Wie meinst du dieß? sagte er. – Du weißt gewiß, daß sie nicht zugleich gelehrig und auch mit Gedächtniß begabt und auch wieder gespannten Geistes und auch scharfsichtig zu sein pflegen, und auch nicht, wenn sie jugendlich übersprudelnd und in ihrer Gesinnung großartig sind, eine derartige Beschaffenheit haben, daß sie ordentlich und in Ruhe und Festigkeit leben wollen, sondern daß die Derartigen durch die Schneidigkeit ihres Geistes nach allen beliebigen Richtungen hin fortgerissen werden und alle Festigkeit aus ihnen entschwindet. – Du sprichst wahr, sagte er. – Nicht wahr also, auch die festen und nicht leicht veränderlichen Charaktere, welche man in höherem Grade für zuverlässige halten muß, und welche im Kriege bezüglich der Furcht die ruhigsten sind, werden hinwiederum bezüglich des Unterrichtes das Nemliche thun, indem sie schwer in Bewegung zu bringen und ungelehrig sind, gleichsam wie im Krampfe erstarrt und von Schlaf und Gähnen erfüllt, sobald sie einer derartigen Mühe sich unterziehen sollen. – Ja, so ist es, sagte er. – Wir aber behaupteten ja B. III, Cap. 18., daß sie an diesen beiden Seiten gut und trefflich Theil haben sollen, oder daß man außerdem weder die höchste Bildung, noch auch Ehre oder Herrschaft ihnen zutheilen solle. – Ja, und mit Recht, sagte er. – Nicht wahr also, selten wohl glaubst du, daß Solches sich finden werde. – Wie sollte es auch anders sein? – Also erproben müssen wir sie, sowohl in den damals von uns angegebenen Müheleistungen und Gegenständen der Furcht und des Vergnügens, als auch ferner müssen wir, was wir damals übergingen, jetzt aussprechen, daß man sie in vielen Unterrichtsgegenständen üben soll, erwägend, ob ihre Begabung auch befähigt sei, die höchsten Unterrichtsgegenstände zu ertragen, oder ob sie feig zurückweiche, wie diejenigen, welche in anderen Dingen feig weichen. – Ja, es geziemt sich allerdings, sagte er, in dieser Weise es zu erwägen; aber welche meinst du denn unter jenen höchsten Unterrichtsgegenständen? –

16. Du erinnerst dich doch wohl, sagte ich, daß, indem wir drei Formen der Seele auseinander hielten, wir sie wieder bezüglich dessen zusammenführten, was die Gerechtigkeit und die Besonnenheit und die Tapferkeit und die Weisheit sei B. IV, Cap. 12–15.. – Ja, allerdings, wenn ich mich hieran nicht erinnern würde, sagte er, wäre ich auch nicht würdig, das noch Uebrige zu hören. – Erinnerst du dich also auch an das, was jenem vorherging? – Was meinst du denn hiemit? – Wir sagten ja Ebend. Cap. 11; s. obige Anm. 162., daß, um dieß so trefflich als möglich einzusehen, es einen anderen längeren Umweg gebe, nach dessen Durchwanderung jenes offenbar würde, daß es jedoch auch möglich sei, Nachweise dort anzuknüpfen, welche im Zusammenhange mit früher Gesagtem wären; und ihr sagtet dann, es genüge euch so schon, und es wurde hiemit auf diese Weise das Damalige bezüglich der Genauigkeit in einer, wie mir sich's zeigte, mangelhaften Weise gesprochen, falls aber in einer für euch genügenden Weise, so mögt ihr hiemit dieß offen sagen. – Aber mir wenigstens, sagte er, schien es damals gerade das rechte Maß zu haben; und so zeigte sich's ja auch den Anderen. – Aber, mein Freund, erwiederte ich, ein Maß, welches bei Derartigem auch nur im geringsten hinter dem wirklich Seienden zurückbleibt, ist nicht leicht das rechte Maß, denn kein Unvollendetes ist ein Maß irgend eines Dinges; es scheint aber wohl zuweilen Einigen bereits genügend vorzuliegen und daher nicht mehr nöthig, weiter zu forschen. – Ja wohl, sagte er, gar Vielen begegnet dieß aus Leichtsinn. – Aber ein solches Begegniß ja, sagte ich, kann am wenigsten ein Wächter des Staates und der Gesetze brauchen. – So scheint es, sagte er. – Den längeren Umweg demnach, mein Freund, sprach ich, muß der Derartige durchwandern, und nicht weniger beim Lernen, als bei der Leibesübung muß er sich plagen, oder außerdem wird er in jenem von uns so eben erwähnten höchsten Unterrichtsgegenstande, welcher ihm auch am meisten gebührt, niemals an's Ende gelangen. – Ist denn also jenes, sagte er, nicht das Höchste, sondern gibt es noch etwas Höheres, als die Gerechtigkeit und all jenes, was wir durchgingen? – Ja, erwiederte ich, sowohl gibt es ein Höheres, als auch soll man von eben jenen nicht bloß einen Umriß betrachten, wie wir jetzt gethan, sondern man darf auch die vollendetste Verwirklichung derselben nicht übergehen; oder ist es nicht lächerlich, bei anderen Dingen von geringem Werthe alles Mögliche in gespannter Aufmerksamkeit zu thun, damit sie so genau und rein als möglich sich verhalten, bei dem Höchsten aber nicht auch die höchste Genauigkeit zu beanspruchen? – Gar sehr allerdings, sagte er, lohnt es sich des Nachdenkens; aber was du unter dem höchsten Unterrichtsgegenstande meinest und was er betreffe, darüber wirst du wohl nicht glauben, daß dich Jemand ungefragt entlasse? – Allerdings nicht, sagte ich, sondern frage auch nur du. Durchaus nicht selten zwar hast du es schon gehört, aber jetzt bedenkst du es entweder nicht, oder hinwiederum du gedenkst, mir durch Angriffe zu schaffen zu machen; ich glaube aber eher Letzteres, denn daß ja die Idee des Guten der höchste Unterrichtsgegenstand sei, hast du schon oft gehört, jene Idee nemlich, durch deren Beiziehung sowohl das Gerechte, als auch das Uebrige erst brauchbar und nützlich wird. Und auch jetzt weißst du so ziemlich schon, daß ich im Begriffe bin, eben sie zu nennen und auch hinzuzufügen, daß wir sie nicht genügend wissen; wenn wir aber sie nicht wissen, ist dir auch sehr wohl bekannt, daß, falls wir auch noch so sehr alles Uebrige wüßten, es uns Nichts nützen würde, sowie ja auch, wenn wir irgend ein Ding ohne das Gute besäßen; oder hältst du es für fördernd, allen möglichen Besitz erworben zu haben, nicht aber einen guten, oder alles Uebrige ohne das Gute im Denken zu erfassen, dabei aber eben nichts Schönes und nichts Gutes im Denken zu erfassen? – Nein, bei Gott, sagte er, ich gewiß nicht. –

17. Nun aber weißt du ja auch das, daß der Menge das Vergnügen das Gute zu sein scheint, den feineren Leuten aber das Denken? – Warum auch nicht? – Und auch, daß ja, mein Freund, diejenigen, welche der letzteren Ansicht sind, nicht nachzuweisen vermögen, welches Denken das Gute sei, sondern zuletzt genöthigt werden, zu sagen, das des Guten sei es. – Ja wohl, in sehr lächerlicher Weise, sagte er. – Wie sollte es auch nicht lächerlich sein, sprach ich, wenn sie uns schmähen, daß wir das Gute nicht wissen, und dabei zugleich mit uns so sprechen, als wüßten wir es; sie sagen nemlich, es sei eben das Denken eines Guten, gerade als verstünden wir hinwiederum, was sie meinen, sobald sie nur den Namen des Guten aussprechen. – Völlig wahr, sagte er. – Wie aber nun? sind diejenigen, welche das Vergnügen als ein Gut aufstellen, etwa eines geringeren Irrthumes voll als jene Anderen? oder werden nicht auch diese genöthigt, zuzugestehen, daß es schlimme Vergnügungen gebe? – Ja, in hohem Grade. – Es ergibt sich ihnen also, glaube ich, daß sie zugestehen, das Nemliche sei ein Gutes und ein Schlimmes; oder wie sonst? – Warum auch nicht? – Nicht wahr also, daß große und viele streitige Punkte über das Gute bestehen, ist augenfällig? – Wie sollte es auch nicht so sein? – Wie aber? ist nicht auch dieß augenfällig, daß bezüglich des Gerechten und des Schönen gar Viele es vorziehen, bloß das Anscheinende, auch wenn es nicht wirklich so ist, dennoch zu verüben und zu besitzen und selbst in ihrem Wesen scheinbar zu haben, hingegen bezüglich des Guten es Keinem mehr genügen will, bloß das Anscheinende zu besitzen, sondern hier sie das Wirkliche suchen und ein Jeder den bloßen Schein verschmäht. – Ja wohl, gar sehr, sagte er. – Und wenn denn nun nach diesem eine jede Seele strebt und um dessen willen Alles thut, indem sie wohl ahnt, daß es Etwas sei, aber rathlos und ohne Mittel ist, genügend zu erfassen, was es sei, und hiefür auch nicht wie bei anderen Dingen eine Beglaubigung finden kann, und sie wegen desselben auch bei den übrigen Dingen des sich etwa ergebenden Nutzens verlustig geht, wollen wir dann etwa behaupten, daß betreffs des so beschaffenen und so wichtigen Dinges in solcher Weise auch jene Besten im Staate im Finstern wandeln sollen, in deren Hände wir ja Alles legen? – Nein, gewiß am allerwenigsten, sagte er. – Ich glaube wenigstens, sprach ich, daß das Gerechte und das Schöne insoferne an ihnen mißkannt würde, in welcher Beziehung sie ein Gut seien, dann wohl für sich einen Wächter von gar geringem Werthe besäßen, der nemlich dieß mißkennen würde; ich ahne aber sogar, daß wohl Keiner auch jene anderen selbst eher genügend erkennen werde. – Richtig ja, sagte er, ist deine Ahnung. – Nicht wahr also, unser Staat wird erst vollständig geordnet sein, wenn der derartige Wächter, welcher das Wissen von diesem besitzt, der Aufseher ist. –

18. Ja, nothwendiger Weise, sagte er; aber wie steht es mit dir selbst, o Sokrates? behauptest du, daß das Gute ein Wissen, oder daß es ein Vergnügen sei, oder daß etwas Anderes außer diesen? – Wahrlich, ein Mann warst du in herrlicher Weise, sprach ich, und schon längst zeigte es sich offenkundig, daß dir über diese Dinge nicht genügen werde, was Anderen dünkt. – Es zeigt sich mir auch als ein Unrecht, o Sokrates, sagte er, wenn ich wohl bloß Ansichten der Anderen anzuführen hätte, eigene aber keine, nachdem ich doch so lange Zeit mich hiemit beschäftigte. – Wie aber? sagte ich; scheint es dir gerecht zu sein, über Dinge, welche man nicht weiß, wie ein Wissender zu sprechen? – Keineswegs, erwiederte er, wie ein Wissender; jedoch daß er wie ein Meinender jenes aussprechen wolle, was er meint. – Wie aber? sagte ich; hast du nicht bemerkt, daß die nicht mit Wissen verbundenen Meinungen sämmtlich schimpflich sind, unter welchen selbst die besten wenigstens blind sind, oder scheint dir ein Unterschied zu sein zwischen Blinden, welche richtig ihren Weg wandeln, und denjenigen, welche ohne Vernunft etwas Wahres meinen? – Allerdings keiner, sagte er. – Willst du also lieber Schimpfliches betrachten, welches blind und krumm ist, während du von Anderen Glänzendes und Schönes vernehmen kannst? – Nein, bei Gott, o Sokrates, sagte nun Glaukon, du sollst nicht jetzt, schon fast am Ziele, noch zurücktreten; denn es wird uns genügen, wenn du ebenso, wie du es betreffs der Gerechtigkeit und der Besonnenheit und des Uebrigen durchgingst, es nun auch betreffs des Guten durchgehst. – Allerdings auch mir, mein Freund, sagte ich, wird es gar sehr genügen; aber daß ich nur nicht unfähig hiezu bin, und bei meiner Bereitwilligkeit dann durch Verstöße mich lächerlich mache. Doch, o ihr Hochzupreisenden, was das Gute selbst an und für sich sei, wollen wir für jetzt beruhen lassen; denn es scheint mir für jetzt über den von uns gegenwärtig genommenen Anlauf hinauszugehen, wenn wir vollständig erreichen wollten, was mir hierüber dünkt; hingegen was mir ein Sprößling des Guten und ihm am ähnlichsten zu sein scheint, will ich angeben, woferne es auch euch erwünscht ist; wenn aber nicht, so will ich es bei Seite lassen. – Aber gib dieß nur an, sagte er; denn den Bericht über den Vater selbst wirst du uns wohl hernach einmal erstattenD. h. wenn es auch hier zunächst nur um den Sprößling der Idee des Guten sich handelt, so kann es doch nicht fehlen, daß nicht im Verlaufe auch auf die Idee selbst an und für sich eingegangen werden muß, wie dieß z. B. im folg. Cap. wirklich geschieht.. – Ich wollte allerdings, erwiederte ich, daß ich euch diesen Bericht als eine Schuld baar erstatten und ihr sie eincassiren könntet, nicht aber bloß die Zinsen derselben, wie jetzt der Fall ist; aber eben die Zinsen dieses Kapitales, nemlich bloß den Sprößling des Guten an und für sich, cassiret hiemit ein; nehmt euch jedoch in Acht, daß ich euch hiebei nicht wider meinen Willen betrüge, indem ich euch etwa in verfälschter Münze den Begriff jener Zinsen ausbezahle. – Wir werden uns, sagte er, nach Möglichkeit in Acht nehmen; aber sprich du nur. – Ja, sprach ich, indem ich mich mit euch über Dinge verständige und euch an dieselben erinnere, welche wir sowohl in dem Obigen sagten B. V, Cap. 20., als auch häufig schon anderwärts ausgesprochen haben. – Was meinst du hiemit? sagte er. – Wir sprechen, erwiederte ich, von vielen schönen Dingen und von vielen guten Dingen und von jedem Derartigen in solcher Weise und stellen dieß so in unserer Rede fest. – Ja, wir sprechen so. – Und nun sprechen wir auch von einem Schönen an und für sich und einem Guten an und für sich, und in dieser Weise fassen wir bei Allem, was wir dort als viele Dinge faßten, es hinwiederum dann nach Einer Idee eines jeden Dinges als einer einheitlichen, und nennen es hiemit dasjenige, was es an sich ist. – Ja, so ist es. – Und von jenen vielen Dingen nun sagen wir, daß sie gesehen, nicht aber gedacht werden, von den Ideen aber hinwiederum, daß sie gedacht, nicht aber gesehen werdenHierin liegt eben der prinzipielle Verstoß der Erkenntnistheorie Plato's, daß er einerseits von einer des Denkens gänzlich entbehrenden sinnlichen Wahrnehmung und andrerseits von einem der Sinneswahrnehmung gänzlich entbehrenden Denken spricht; denn gerade keine dieser beiden ist Sache des Menschen. S. m. Uebers. d. gr. Phil. S. 89 f.. – Ja, völlig so. – Vermittelst welchen Dinges also in uns sehen wir, was gesehen wird? – Vermittelst des Gesichtssinnes, sagte er. – Nicht wahr also, sprach ich, auch vermittelst des Gehörsinnes hören wir, was gehört wird, und nehmen ebenso durch die übrigen Sinneswahrnehmungen das sinnlich Wahrnehmbare wahr? – Wie sollte es anders sein? – Hast du nun wohl, sagte ich, schon bemerkt, wie sehr der Werkmeister unserer Sinneswahrnehmungen die Fähigkeit des Sehens und Gesehenwerdens bei weitem als die kostbarste herstellte? – Nein, nicht völlig, sagte er. – Aber erwäge es folgendermaßen: bedarf das ganze Gebiet des Gehöres und des Lautes noch irgend ein anderweitiges dazu, damit ersteres höre und letzteres gehört werde, so daß, wenn jenes dritte nicht dazu käme, ersteres eben nicht hören und letzteres nicht gehört werden könnte? – Nein, es bedarf Nichts, sagte er. – Ich glaube aber ja, sprach ich, auch die vielen übrigen Wahrnehmungen bedürfen nichts Weiteres hiezu, um nicht sogleich zu sagen, daß keine Etwas bedarf; oder kannst du etwa eine nennen? – Nein, ich gewiß nicht, sagte er. – Bei dem Gesichtssinne aber und dem Sichtbaren, bemerkst du da nicht, daß diese noch Etwas hiezu bedürfen? – Wie so? – Wenn nemlich in den Augen Gesichtssinn vorhanden ist und der ihn Besitzende ihn anzuwenden versucht, und auch eine Farbe gegenwärtig vorliegt, so wird, wie du wohl weißst, falls nicht auch noch eine dritte eigens hiezu bestimmte Gattung hinzukömmt, sowohl der Gesichtssinn Nichts sehen, als auch die Farbe unsichtbar sein. – Was meinst du unter dieser dritten Gattung? sagte er. – Dasjenige, erwiederte ich, was du Licht nennstEs braucht wohl kaum eigens bemerkt zu werden, daß diese Unterscheidung des Gesichtssinnes von den übrigen Sinnen durchaus unrichtig ist; wenn wir aber auch den Plato nicht für den damaligen Mangel naturwissenschaftlicher Kenntnisse verantwortlich machen wollen, so muß andrerseits wohl beachtet werden, daß in solchen platonischen Aeußerungen der Anfang jener Mystik des Lichtes liegt, welche zur Zeit der Neuplatoniker und Gnostiker eine weitgreifende Bedeutung erhielt.. – Ja, du sprichst wahr, sagte er. – Also nicht um ein geringes Ding ist jenes Band ein erhabneres, durch welches die Wahrnehmung des Sehens und die Fähigkeit des Gesehenwerdens im Vergleiche mit den übrigen dergleichen Verbindungen mit einander verbunden sind, woferne nemlich das Licht nicht etwas Unbedeutendes ist. – Aber weit gefehlt ja, sagte er, daß dieses etwas Unbedeutendes wäre. –

19. Welchen der himmlischen Götter also kannst du als die Ursache hievon bezeichnen, insoferne derselbe Gewalt über dasjenige habe, dessen Licht sowohl bewirkt, daß unser Gesichtssinn sieht, als auch, daß das Sichtbare gesehen wird? – Den nemlichen Gott, sagte er, welchen auch du und die übrigen Menschen als die Ursache bezeichnen; daß du nemlich um den Sonnengott fragst, ist klar. – Verhält sich also nun unser Gesichtssinn in folgender Weise zu diesem Gotte? – In welcher Weise? – Sonnengott ist nicht die Sehkraft, weder sie selbst, noch dasjenige, in welchem sie entsteht, was wir eben Auge nennen. – Nein, allerdings nicht. – Aber das sonnenartigste ja ist dieses, glaube ich, unter allen Werkzeugen unserer Sinneswahrnehmungen. – Ja, bei Weitem. – Nicht wahr also, auch die Fähigkeit, welche es hat, besitzt es nur, insoferne aus jenem sie ihm verschafft wird und gleichsam zuströmt? – Ja, allerdings. – Verhält sich's also auch so, daß die Sonne zwar nicht Gesichtssinn ist, aber, während sie die Ursache desselben ist, eben von ihm auch gesehen wird? – Ja, so ist es, sagte er. – Dieß demnach, sprach ich, verstehe ich unter jenem Sprößlinge des Guten, welchen das Gute für sich ganz in dem gleichen Verhältnisse gezeugt hat, so daß, was es selbst in dem Gebiete des Denkbaren bezüglich des Denkens und des Gedachten ist, eben das Nemliche die Sonne in dem Gebiete des Sichtbaren bezüglich des Sehens und des Gesehenen ist. – Wie so? sagte er; gehe dieß mir noch deutlicher durch. – Von den Augen, sprach ich, weißt du, daß, wann man sie nicht mehr auf jenes hinwendet, dessen Farben das Tageslicht umfaßt, sondern auf dasjenige, was nächtlicher Schimmer, sie dann stumpf sind und nahezu blind zu sein scheinen, eben als wäre in ihnen kein reiner Gesichtssinn. – Ja wohl, gar sehr, sagte er. – Wann hingegen, glaube ich, auf jenes, was die Sonne beleuchtet, dann sehen sie deutlich, und es zeigt sich, daß jenen nemlichen Augen Gesichtssinn einwohnt. – Warum auch nicht? – Auf diese Weise demnach denke es dir, was die Seele betrifft, folgendermaßen: Wann sie auf jenes hin gespannt sich richtet, was von der Wahrheit und dem Seienden beleuchtet ist, denkt sie und hat Einsicht und zeigt sich mit Vernunft begabt; wann hingegen auf jenes, was mit Finsterniß gemacht ist, nemlich auf das Entstehende und Vergehende, meint sie bloß und ist stumpfsichtig, nach Oben und nach Unten ihre Meinungen hin und her werfend, und gleicht hinwiederum einem nicht mit Vernunft Begabten. – Ja, diesem gleicht sie. – Dieß also, was den Gegenständen des Erkennens ihre Wahrheit verleiht und dem Erkennenden diese Fähigkeit verschafft, magst du hiemit die Idee des Guten nennen, als Ursache aber des Wissens und der Wahrheit denke sie dir wohl, insoferne diese eben von uns erkannt werden, hingegen wenn du, während diese beiden, nemlich Erkenntniß und Wahrheit, schon etwas so Herrliches sind, sie selbst noch für etwas Anderweitiges und noch Herrlicheres hältst, so wirst du der richtigen Ansicht sein. Wissen und Wahrheit aber soll man, sowie auch dort es richtig ist, Licht und Gesichtssinn für etwas Sonnenartiges, nicht aber für die Sonne selbst, zu halten, ebenso auch auf diesem Gebiete wohl beide für etwas dem Guten Verwandtes, keines von beiden aber für das Gute selbst, halten, sondern noch höher den Zustand des Guten selbst stellen. – Eine unaussprechliche Herrlichkeit ja, sagte er, meinst du hiemit, wenn sie Wissen und Wahrheit uns verschafft, sie selbst aber an Herrlichkeit noch über diese erhaben ist; nemlich als Vergnügen ja bezeichnest du hiemit sie wohl nicht. – Sprich kein frevles Wort, sagte ichEs wird nemlich hiemit von den oben erwähnten zwei Ansichten, daß das Gute im Vergnügen bestehe, oder daß es das Wissen sei (s. den Anf. d. 17. Cap.), die erstere als wahre Blasphemie zurückgewiesen, und auch die letztere ist durch das Bisherige beseitigt, insoferne das Gute als jene höhere Macht bezeichnet wurde, durch welche erst die Fähigkeit des Denkens und Wissens verliehen wird.; sondern erwäge auf folgende Weise noch in höherem Grade den bildlichen Ausdruck des Guten. – Auf welche Weise? – Du wirst behaupten, daß die Sonne den sichtbaren Dingen nicht bloß die Fähigkeit des Gesehenwerdens verleiht, sondern auch ihr Entstehen und ihren Wachsthum und ihre Nahrung, jedoch ohne daß sie das Entstehen selbst ist. – Wie sollte sie auch dieß selbst sein? – Demnach sagen wir, daß auch für die Gegenstände des Erkennens nicht bloß das Erkanntwerden in Folge des Guten bestehe, sondern auch ihr Sein und ihre Wesenheit ihnen in Folge desselben zukomme, jedoch ohne daß das Gute die Wesenheit selbst ist, sondern noch jenseits der Wesenheit an Erhabenheit und Kraft dieselbe überragt. –

20. Und Glaukon sagte in gar lächerlicher Weise: beim Apollo, eine ungeheuere Ueberschwenglichkeit! – Du bist ja selbst hieran schuld, erwiederte ich, da du mich nöthigst, hierüber auszusprechen, was mir dünkt. – Du sollst ja auch keineswegs hierin aufhören, sagte er, wenigstens, wenn nichts Anderes, doch die Aehnlichkeit bezüglich der Sonne hinwiederum durchzugehen, falls du sie irgendwie mangelhaft gelassen hast. – Aber ich lasse ja in der That, sagte ich, gar Vieles mangelhaft. – Nein, auch keine Kleinigkeit, erwiederte er, sollst du übergehen. – Sogar Vieles ja, glaube ich; dennoch aber werde ich, so weit es im gegenwärtigen Augenblicke möglich ist, Nichts absichtlich mangelhaft lassen. – Allerdings nicht, sagte er. – Denke dir demnach, sprach ich, daß, sowie wir angeben, es zwei seien, und zwar hievon das Eine über das Geschlecht und das Gebiet des Denkbaren herrsche, das Andere aber hinwiederum über das Sichtbare, damit ich nemlich nicht sage, über das Himmelsgebäude, und hiedurch dir etwa in der Namensbezeichnung eine Weisheit zu erkünsteln scheineDas Wort ουρανός (Himmelsgebäude) leitete man nemlich, wie Plato im »Kratylus« auch selbst thut, von οραν d. h. Sehen, und άνω d. h. Aufwärts, ab.; aber jedenfalls hältst du hiemit jene beiden Gattungen fest, nemlich das Sichtbare und das Denkbare. – Ja, ich halte sie fest. – Sowie man demnach eine in zwei ungleiche Theile getheilte Linie nimmt, so theile auch du wieder jeden von jenen beiden Theilen nach dem nemlichen Verhältnisse, nemlich sowohl das Geschlecht des Sichtbaren, als auch jenes des Denkbaren, und es wird dir bezüglich des gegenseitigen Verhältnisses der Deutlichkeit und der Undeutlichkeit innerhalb des Sichtbaren der Eine Theil aus Bildern bestehen; Bilder aber nenne ich hiebei erstens die Schatten und sodann die Spiegelbilder im Wasser und in Allem, was dicht und glatt und schimmernd und sonst derartig ist, woferne du mich verstehst. – Ich verstehe dich wohl. – Als den anderen Theil demnach stelle dir jene Dinge vor, welchen diese Bilder gleichen, nemlich die Thiere, welche es bei uns gibt, und die gesammte Gattung der Pflanzen und der Geräthe. – Ja, ich stelle sie mir so vor, sagte er. – Möchtest du nun wohl, sprach ich, auch das behaupten, daß bezüglich der Wahrheit und Unwahrheit diese beiden ebenso unterschieden sind, wie die Gegenstände der Meinung von jenen der Einsicht, nemlich ebenso auch das bloß ähnlich gemachte von jenem, dem es ähnlich ist? – Ja gewiß, in hohem Grade, sagte er. – Erwäge nun hinwiederum auch die Theilung des Denkbaren, inwieferne dieses getheilt werden kann. – Wie so? – Inwieferne nemlich die Seele genöthigt ist, den Einen Theil desselben mit Anwendung des dort in Geltung eines Bildes abgetrennten bloß in Folge von Voraussetzungen zu suchen, indem sie nicht zum Ausgangspunkte, sondern zum Endpunkte sich wendet, hingegen hinwiederum bei dem anderen Theile das in der Richtung zum Ausgangspunkte hin Voraussetzungslose sucht, indem sie aus der Voraussetzung heraustritt und ohne die dort befindlichen Bilder nur vermöge der Ideen selbst vermittelst derselben die Untersuchung anstellt. – Dieß, was du hiemit meinest, sagte er, habe ich nicht genügend verstanden. – Aber ich will es auch noch einmal sagen, erwiederte ich; denn leichter wirst du es verstehen, nachdem folgendes vorausgeschickt ist. Ich glaube nemlich, du weißst bereits, daß diejenigen, welche sich mit Geometrie und mit Rechnungen und Derartigem beschäftigen, das Gerade und das Ungerade und die Figuren der drei Arten von Winkeln und anderes hiemit Verschwistertes bei jeder Untersuchung voraussetzen, und solches also, gerade als wüßten sie es, zu Voraussetzungen machen, dabei aber eben keinerlei Rechenschaft, weder sich selbst, noch einem Anderen über diese Dinge, als wären sie Jedem klar, zu geben für nöthig halten, und, aus Solchem dann ihren Ausgangspunkt nehmend, sofort das Uebrige durchgehen und zugestandener Weise bei jenem enden, aus dessen Erwägung sie ausgegangen waren. – Allerdings ja, sagte er, weiß ich dieß. – Nicht wahr also, dann weißst du auch, daß sie hiezu die sichtbaren Formen anwenden und über diese ihre Begründungen vornehmen, indem sie dabei aber nicht diese selbst im Sinne haben, sondern über jenes nachdenken, welchem diese sichtbaren Formen ähnlich sind, da sie ja um des Quadrates an und für sich willen die Begründungen vornehmen und um des Durchmessers an und für sich willen, nicht aber um desjenigen willen, welchen sie eben zeichnen, und ebenso auch bei den übrigen Figuren jene einzelnen, welche sie bilden und zeichnen, wovon es auch Schatten und Abbilder im Wasser gibt, eben nur als Abbilder benützen, weil sie ja jene anderen an sich selbst seienden zu schauen suchen, welche man wohl nicht in anderer Weise, als eben durch das Nachdenken schauen kannWelch eine falsche Auffassung hiebei obwalte, muß jedem klaren Denker von selbst in die Augen springen; denn ein auf Papier gezeichnetes Dreieck ist doch hoffentlich gerade so ein Repräsentant des Begriffes des Dreieckes, wie eine vor mir liegende Rose ein Repräsentant des Begriffes der Rose ist; der einzige Unterschied zwischen einer Rose und einem Dreiecke in dieser Beziehung ist ja nur der, daß der Mensch das concrete Dreieck selbst schaffen kann, die concrete Rose aber nicht; dieser Unterschied aber gehört überhaupt einer ganz anderen Sphäre an. Und wollen wir selbst von der übrigen Ungehörigkeit des stets gebrauchten Gleichnisses mit den Spiegelbildern ganz absehen (denn welcher Mensch, selbst wenn er auf der niedersten Stufe des Sensualen steht, beginnt denn seine Sinneswahrnehmung mit Betrachtung des Spiegelbildes, um sich etwa dann erst zur Anschauung des Originals zu erheben?), so ist es geradezu lächerlich, bei der Geometrie als ihren wesentlichen Unterschied von anderen Wissenschaften es zu bezeichnen, daß sie solche Bilder anwende; denn wenn der Mathematiker an dem vor ihm liegenden oder von ihm graphisch entworfenen Kegel die Theorie der Kegelschnitte zu erforschen sich bemüht, so thut er doch wahrlich nichts Anderes, als wenn der Naturforscher an einem Thier-Individuum oder an einem Zellen-Gewebe die Gesetze der Structur untersucht; ob der Eine sich seinen Kegel aus Holz schnitzt, oder mit dem Bleistifte zeichnet, oder der Andere das Thier mit der Hand oder mit der Schlinge fängt. wird hoffentlich keinen methodischen Unterschied begründen; auch daß das vorliegende Thier ein Thier sei, sowie sehr viel Anderes, setzt hiebei der Naturforscher nicht mehr und nicht weniger voraus, als der Mathematiker voraussetzt, daß der Kegel ein Kegel sei, sowie gleichfalls vieles Andere. Daß übrigens auch die Philosophie selbst, wenn sie sich aller Voraussetzungen entledigen will, in Träumerei übergehen müsse, wird wohl gleichfalls zugestanden werden.. – Du sprichst wahr, sagte er. –

21. Dieß demnach meinte ich unter der Einen Art des Denkbaren, und daß dabei die Seele genöthigt sei, bei Untersuchung desselben Voraussetzungen anzuwenden, indem sie nicht zum Ausgangspunkte sich wendet, weil sie nicht über die Voraussetzungen hinaus fortschreiten kann, sondern Abbilder anwendet, welche von dem niedrigeren Gebiete abbildlich entnommen sind, und zwar solche, die im Vergleiche mit diesem Niedreren als deutliche gelten und in Ehren stehen. – Ich verstehe, sagte er, daß du hiemit jenes meinst, was unter die geometrischen und die mit diesen verschwisterten Künste fällt. – So verstehe denn hiemit auch, daß ich unter dem anderen Theile des Denkbaren jenes verstehe, was die Vernunft vermöge der dialektischen Fähigkeit selbst ergreift, indem sie die Voraussetzungen nicht zu Ausgangspunkten, sondern wirklich zu Voraussetzungen macht, nemlich gleichsam zu Vorstufen und Anläufen, damit sie bis zum Voraussetzungslosen in den Ausgangspunkt von Allem vordringe und ihn ergreifend und hinwiederum an jenes sich anknüpfend, was an ihn sich anknüpft, auf diese Weise zu einem Endpunkte hinabsteige, ohne hiebei durchaus nur irgend ein sinnlich Wahrnehmbares anzuwenden, sondern nur die Ideen selbst vermittelst ihrer selbst und um ihrer selbst willen, und damit sie so eben in Ideen endige. – Ich verstehe es, sagte er; zwar nicht ganz genügend, denn du scheinst mir hiemit eine sehr ausgedehnte Thätigkeit zu meinen; jedoch verstehe ich, daß du feststellen willst, es sei das durch das Wissen der Dialektik an dem Seienden und Denkbaren betrachtete deutlicher, als das durch die sogenannten Künste Betrachtete, bei welchen die Voraussetzungen die Ausgangspunkte sind und die Betrachtenden allerdings genöthigt werden, vermöge des Nachdenkens, und nicht vermöge der Sinneswahrnehmungen es zu betrachten, hingegen eben darum, weil sie nicht zum Ausgangspunkte aufsteigend, sondern aus bloßen Voraussetzungen es erwägen, dir bezüglich jener Dinge nicht das Denken der Vernunft zu besitzen scheinen, obwohl ihre Gegenstände zu dem mit einem Ausgangspunkte versehenen Denkbaren gehören; hingegen Nachdenken scheinst du mir den Zustand der in Geometrie und dergleichen Gewandten zu nennen, nicht aber Vernunft, insoferne ein Mittelding zwischen Meinung und Vernunft das Nachdenken wäre. – Völlig genügend ja, sagte ich, hast du es aufgefaßt; und nimm denn hiemit an, daß an den vier Theilen folgende vier Zustände in der Seele entstehen: Vernunft an dem obersten, Nachdenken an dem zweiten, dem dritten aber mögest du das Glauben zuweisen und dem letzten das Vermuthen; und ordne dieselben genau nach dem Verhältnisse, wie jene Theile, an welchen sie sind, an der Wahrheit Theil haben können, indem du der Ansicht bist, daß ebenso sie an der Deutlichkeit Theil haben. – Ich verstehe es, sagte er, und räume dir es ein und ordne sie so, wie du sagst. –


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