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Weihnacht.

Im Dunkeln tönt noch letztes Schellenklingen,
Das bald der müde Abendwind verweht.
Nun kommt die Nacht mit ihren weichen Schwingen
Vom Himmel, der in tausend Sternen steht.

Die Andacht weitet ihre stillen Kreise
Und spricht in jedem zagen Kinderherz,
Gebet und Dank vollenden ihre fromme Reise
Und ziehn wie Opferflammen himmelwärts.

Und übervolle Menschenherzen reichen
Sich stumm die Hand im Bann der tiefen Macht
Der wundersel'gen und erfüllungsreichen
Den Kinderseelen heilgen Gnadennacht.

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