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An einen Arzt in sein Stammbuch.

Wär' nicht Apoll mein Schutzgott, o wie würden
Nicht meine Tage freudenleer entfliehn!
Als Seelenarzt stärkt er durch süße Harmonien
Den Geist – und, wenn ihn körperliche Bürden
Verstimmen, hat er stets als Gott der Medicin
Aus seiner Dienerschaft den treusten mir geliehn.
Trifft es so glücklich mir, wie es bis jetzt getroffen,
So fürcht' ich keinen Aschenkrug;
Ich darf Unsterblichkeit mehr als kein Dichter hoffen
Und ohne optischen Betrug.


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