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Georgette

Am 23. März wurde die erschöpfte Division aus dem Kampf gezogen. Die Infanterie hatte die schwersten Verluste gehabt, während Talbots Abteilung ziemlich gut davongekommen war. Sie lag jetzt, während an der ganzen Front im verwüsteten Artois der Kampf weiter raste, in Ruhe in zwei freundlichen Dörfern, im Norden von Douai, von denen das eine, Raimbeaucourt, auf einem Hügel und das andere, Leforest, mit einem stattlichen Schloss, an seinem Fusse lag.

Offiziere, Mannschaften und Pferde erfreuten sich aber keiner langen Ruhe, denn schon in den ersten April-Tagen kamen die Befehle für ein neues Unternehmen.

Zwei Nächte marschierte die Abteilung nordwestlich durch mondbeschienene Wälder und Hügel in die Wiesen hinaus, überquerte weisse Strassen mit Pappelreihen, bis sie das wüstgeschossene Land wieder erreichte und in dem Dorf Sainghin, das die Kanoniere Schanghai nannten, Unterkunft fand. Das Dorf war noch leidlich erhalten, wenn auch aus den meisten Dächern die Sparren wie nackte Gerippe ragten und man in die Häuser durch die gähnenden Risse in den Mauern eintreten konnte; es wurde heftig und dauernd beschossen; dazu regnete es unaufhörlich; der Aufenthalt war kein angenehmer.

Talbot kam von einer Besprechung beim weissen Falken zurück. Sein Stab war um ihn versammelt.

»Diesmal aber gilt es diesen sogenannten Portugiesen«, begann er. »Das Unternehmen heisst 'Georgette'. Bei der Vorbereitung schiessen wir nicht mit, sondern werden von Anfang an als Begleitartillerie bereitgestellt. Ich habe nur mit Mühe verhindert, dass die Batterien auf die einzelnen Infanterieregimenter verteilt wurden. Himmel, Artischocken und Zwirn, sind das Kerle bei dem Arko. Arko heisst Artilleriekommandeur,« setzte er hinzu, da er das fragende Gesicht eines jungen Leutnants sah, »und 'Aumaf' heisst Armee- und Marine-Abkürzungs-Fimmel.«

Am 8. April siedelte der Stab in das zerschossene Bois de Biez über. Er lag dicht hinter der Infanteriestellung. Wo man die Erde aufgrub, gab sie Wasser; der Unterstand war ein sogenannter Bunker, ein viereckiger Betonbau über dem Boden. In der folgenden Nacht sollte die Abteilung bereitgestellt werden.

Talbot war den ganzen Tag unterwegs, nahm Erkundungen vor, sprach mit dem Führer des ihm zugeteilten Pionierkommandos und war schlechter Laune. In einem Graben traf er auf Bickel.

»Was haben denn Herr Hauptmann?« fragte dieser.

»Ach ich kann mich nicht auf die verdammte Melodie zu dem Goetheschen Lied kommen:

Oh, Mademoiselle Georgette,
Ach, hätt' ich Dich im Bette ...«

Eine englische Granate schlug dicht neben ihnen ein und überschüttete beide mit Schmutz.

»Drecksäue!« fluchte Talbot, »Beinahe hätt' ich sie jetzt gehabt; bei dem Klamauk ist die Melodie wieder weg.«

Hinter ihm tippte Leerodt auf seine Stirn. Bickel lachte. »Ja, das ist bitter«, sagte er.

Talbot klopfte mit seinem Stock den Schmutz von den Hosen. »Für Georgettchen«, sagte er, »habe ich die besten Vorahnungen. Das Sauwetter ist allerdings peinlich. Aber nicht nur für uns.« Er hatte die Melodie gefunden und ging vergnügt weiter.

In der Nacht kamen die Batterien an und stellten sich vormarschbereit auf. Geschütze, Wagen, Mannschaften und Pferde standen triefend nass in Finsternis und Regen, hier und da tönte ein unterdrückter Fluch, rasselten Ketten, wieherte ein Pferd. Bald nach vier Uhr donnerten die schweren Geschütze der Georgette-Front los. Bei Pferden und Mannschaften begann eine gewisse Unruhe.

»Das Warten ist schlimmer als das Mitspielen, Herr Hauptmann,« sagte Leutnant Koch.

»Das militärische Leben besteht aus Warten, Umziehen und Schwindeln«, erwiderte Talbot.

Der Regen wurde immer stärker und die Mehrzahl der Offiziere trat wieder in den Unterstand zurück.

Als Talbot eintrat, der den Führer der ersten Batterie noch darauf aufmerksam gemacht hatte, die Pferde besser zudecken zu lassen, bemerkte er, dass seine Offiziere plötzlich verstummten und beim Schein der Karbidlampe fielen ihm verlegene Gesichter auf.

»Was haben Sie, Leerodt?« fragte er.

»Oh, nichts, Herr Hauptmann. Es war nur ...« Leutnant Koch machte eine Bewegung.

»Schon gut, ich bin nicht neugierig«, sagte Talbot.

Alle sassen mit einem unangenehmen Schweigen da.

Draussen griffen die schweren Minenwerfer ein, und der ganze Bunker schien zu schwanken; die Zwei-Zentner-Minen überdröhnten selbst die Einschläge der Artilleriegeschosse.

Der Tag begann zu dämmern. Talbot unterschrieb Papiere, traf Anordnungen, nahm Meldungen ab. Als er endlich ins Freie trat, folgte ihm Leerodt. »Ich möchte Herrn Hauptmann doch aufmerksam machen«, begann der Adjutant, »es wird in der Division darüber geredet ...«

»Ich sagte Ihnen schon, ich bin nicht neugierig«, unterbrach ihn Talbot, »wir haben jetzt anderes zu tun.«

Beide schwiegen; der Regen strömte: »Die Portugiesen werden heute recht nass beim heiligen Petrus ankommen«, sagte Talbot.

Er zog seine Uhr: »Acht Uhr fünfundvierzig, die Reise kann losgehen.« Er trat in den Unterstand, wo alle Offiziere sich fertig machten. Talbot hängte seine Gasmaske um, nahm den Knotenstock aus der Ecke und ging; die andern folgten. Draussen setzten sich die Batterien in Bewegung. Vor ihnen ging eine Welle Infanterie durch den zerschossenen Wald zum Sturm vor. Je acht bis zehn Pioniere trugen zerlegte Brücken, die sie in wenigen Minuten über die Gräben schlugen, worauf die Batterien sie überschritten. Talbot und sein Stab gingen zu Fuss voraus, die Pferde wurden in einem Abstand von den Ordonnanzen nachgeführt. Vom Feind kam kein Schuss. Nach etwa einer halben Stunde hatten sie die ersten englisch-portugiesischen Gräben durchklettert, die voll von braungrauen, nassen, halbverfaulten Aesten und Baumstämmen lagen.

Hunderte von kleinen Soldaten mit olivfarbenen Gesichtern wurden von jungen Freiwilligen zurückgeführt. Einzelne Engländer gingen gross, trotzig und schweigend zwischen den schwatzenden Südländern. Den jungen deutschen Freiwilligen sah man an, wie wichtig sie sich fühlten.

Talbot stand mit seinen Offizieren auf einer kleinen Anhöhe. Vor ihnen lag ein wüster Steinhaufen, die Trümmer von Neuve Chapelle. Etwa tausend Meter vor den deutschen Sturmtruppen rollte die Feuerwalze, an den beständigen Einschlägen und der Rauchwand darüber erkennbar. Ueberall roch es nach Pulver und Gas. Von Süden hörten sie andauerndes schweres Schiessen. Talbot lauschte eine Weile und sah die Karte an: »Die Engländer – von Givenchy«, sagte er.

Vor ihnen lag ein halbes Dutzend Tragbahren; die ermüdeten Träger hatten sich auf die Steintrümmer gesetzt, um einen Augenblick auszuruhen. Unter den Decken auf den Bahren sahen wachsgelbe Gesichter, zum Teil in unförmlichen weissen Verbänden hervor. Jetzt standen die Träger wieder auf, hoben die Bahren vom Boden und gingen vorüber.

Auch Talbot und die Offiziere gingen weiter; da mussten alle husten und ihre Augen begannen zu tränen. Die Pferde hinter ihnen wurden unruhig. Die Gasmasken wurden aufgesetzt. Bald kam man wieder in frischere Luft, der Wind hatte die Schwaden weggetragen, und man atmete frei.

Sie überschritten eine Chaussee mit breiten Wasserlachen. Vor ihnen lagen wieder in Regen und Nebel zerschossene Häuser.

»Das war einmal Richebourg Saint Vaast«, sagte Talbot nach einem Blick auf die Karte. Trostlos, abgedeckt, mit leeren Fensterhöhlen, standen die Mauern, hie und da hing noch ein Holzladen herab, führte eine Treppe ins Leere und brach ab, halb verkohlte Balken lehnten schräg im Innern gegen die Wand. Einige besser erhaltene Häuser waren, mit Beton verstärkt von den Engländern als Unterstände eingerichtet.

An einem Gartenzaun standen Reitpferde mit fremdartigem Zaumzeug angebunden.

Wir wollen mal sehen, wem die Schinder gehören«, sagte Talbot und schritt mit gezogener Pistole auf das Haus zu. Der Eingang, durch einen in den Beton eingelassenen Eisenrahmen geschaffen, war so niedrig, dass er sich bücken musste. Drinnen fand er fünf oder sechs portugiesische Offiziere, die bei seinem Eintritt sofort abschnallten und die Leibriemen mit Pistolentasche und Seitenwaffe auf den Tisch legten. Der älteste unter ihnen stellte sich strammstehend als Oberst vor mit einem endlosen Namen, den Talbot weder vollkommen verstand noch behielt. Er sprach französisch. Talbot sagte ihnen, sie sollten ruhig in östlicher Richtung gehen, sie würden schon jemand treffen, der sich für sie interessieren werde.

»Impossible, mon camarade, impossible«, sagte der Portugiese lebhaft, »on nous tuerait!«

»Der Deiwel ist Dein Kamerad«, brummte Talbot; dann drehte er sich um und befahl dem nächsten Fernsprecher: »Kanonier Goretzki, Sie bringen diese Kavaliere nach hinten und übergeben Sie so bald wie möglich gegen Quittung einem Offizier, der mit dem Rücktransport zu tun hat. Die Quittung muss auf 'Stab 1, Abteilung' lauten. Verstanden?«

»Befehl, Herr Hauptmann.«

»Wöbke!« rief Talbot.

»Herr Hauptmann?«

»Sie reiten mit dem Gefreiten Vogt nach Schanghai, nehmen diese fünf Pferde mit und reiten sie mal. Vielleicht ist eins für mich darunter. Morgen könnt Ihr Euch dann wieder sehen lassen.«

»Und jetzt wollen wir mal sehen, was die uns zum Frühstück gelassen haben«, sagte er, als die Portugiesen sich etwas betreten mit dem Kanonier entfernt hatten.

In der Ecke des niedrigen Raumes stand ein gemauerter Herd, auf dem Töpfe und Pfannen zu sehen waren. Auf dem Fussboden lag kleingemachtes Brennholz. Auf einer Bank und darunter fanden sich Büchsenzungen, Sardinen, Weissbrot, sehr viel Zwiebeln und Knoblauch, Südwein und Liköre.

»Also, dies wird vorläufig der Gefechtsstand der glorreichen ersten Abteilung. Das heisst, bis wir gefrühstückt haben. Dann geht es weiter.«

Alle setzten sich zu Tisch, öffneten Büchsen, brachen das Brot und köpften Flaschen; Talbot brachte den Trinkspruch aus: »Auf das Wohl des edlen Spenders Dom Salado y Gurcos Cabarello del Colorado Claro!« Sie frühstückten eilig und brachen wieder auf. Leutnant von Leerodt war dafür, einige Leute als Wachen zurückzulassen, damit das Haus nicht »ausgefressen« würde.

»Ein sehr vernünftiges Wort«, sagte Talbot, und Leerodt traf die entsprechenden Anordnungen.

Die Batterien waren noch zurückgeblieben; das Ueberschreiten der früheren englischen Stellungen bei Richebourg war nicht ohne Schwierigkeiten abgegangen. Eben kam Hauptmann Möllenkamp durch die zerschossene Strasse geritten. Hinter ihm zogen die ermatteten Pferde die Geschütze schwer durch den aufgeweichten Boden. Er berichtete den Aufenthalt. »Es eilt ja nicht«, tröstete ihn Talbot.

»Bickel scheint sich selbständig gemacht zu haben«, meinte Leerodt.

»Der möchte sich seinen Hohenzollern nochmal alleine verdienen. Aber heute wird wohl nicht viel draus werden. Es geht ja wieder mal alles glatt.«

»Der General da Costa wird offenbar alle seine Myrmidonen abliefern«, sagte Leutnant Koch. Fast alle Offiziere der Abteilung hatten Talbots Sprechweise angenommen.

»Hoffen wir's«, sagte Talbot und ging, seinen Stock schwenkend, weiter. Wieder kamen Züge von Gefangenen, und überall lagen fortgeworfene Gewehre und Munition. Unmittelbar vor ihnen standen Stapel von Kisten mit Handgranaten in Brand; kleine Flammen schlugen aus dem halbverkohlten nassen Holz. Die Offiziere machten Laufschritt, um rascher vorüber zu kommen.

Um ein Uhr mittags erreichten sie wieder die Trümmer einer Ortschaft. Vor dem Eingang zu einem Keller hing ein roter Lappen mit einem weissen F. Einige Offiziere standen davor. Es war der Brigadestab der Infanterie. Der Kommandeur Oberst von Klauck kam heraus und ersuchte Talbot, die Batterien in Stellung gehen zu lassen.

Hinter Hecken fuhren sie auf. Die Bedienung hob Deckungen aus. Englische Flieger kreisten gar nicht hoch, offenbar vermochten sie aber bei dem Regen nichts zu sehen. Die Batterieführer gingen nach vorne, um Verbindung mit der Infanterie aufzunehmen. Fluchend über das Wetter und die Arbeit folgten ihnen die Fernsprecher, die Rollen auf dem Rücken, und zogen die Leitung über den unebenen morastigen Boden.

Oberst von Klauck, der Nachfolger des Generalmajor Rudolf, ein kleiner nervöser Herr mit einer grossen gebogenen Nase und scharfen blauen Augen, stand neben Talbot und schimpfte darüber, dass die Portugiesen überall soviel Alkohol zurückgelassen hatten. »Unsere Leute besaufen sich«, sagte er, »und sind nicht mehr voran zu kriegen.«

»Es ging doch so glatt, Herr Oberst«, erwiderte Talbot. »Sieben Kilometer an einem Tag: drei Stellungssysteme. Nun muss ja doch erst mal die schwere Artillerie nachgezogen werden.«

»Wozu brauch' ich Euch? Meine Leute ...«

»Würden keinen Schritt vorwärts kommen, wenn wir nicht schiessen würden wie die Wilden«, fiel Talbot dazwischen.

»Gegen dieses Gesindel?«

»Morgen wird der Tommy da sein, Herr Oberst, und dann wird es ganz anders.«

Der Oberst brummte nur zur Erwiderung.

Eine Stunde später stand Talbot mit seinen Offizieren auf dem Dach eines Hauses. Aus Südwesten tönte wieder schweres Artilleriefeuer. Der Regen verhinderte die Fernsicht; alles lag in einem Schleier von Wasser und Dunst.

»Leerodt, können Sie noch die Kikosprache, die wir in Tokaryszki redeten?«

»Was ist das?« fragte Koch.

»Kindskopfsprache: es werden nur die ersten Silben der Worte gesprochen ...«, erklärte Leerodt.

»Vasco di Gama«, sagte Talbot.

»Verzeihung, Vasco da Gama«, verbesserte Leerodt, »Der war ein anderer Kerl als seine Nachkommen.«

»Qua«, sagte Talbot.

»Wie befehlen?«

»Ich spreche Kiko, und Sie glauben, ich rede von diesen Niggern. Vascodigama heisst: Was kostet die Gasmaske.«

Leerodt und Koch lachten. »Und Qua Quatsch?«

»Nat.«

»Be Herr Hau.« Und sie lachten wie die Kinder.

Laut krachend schlug eine schwere englische Granate vor ihnen ein und sofort darauf eine zweite. Auf der Strasse gingen zwischen zwei Infanteristen einige Engländer vorbei, unter ihnen ein Offizier mit einem auffallend schönen trotzigen Gesicht und kohlschwarzen Haaren.

Einige Minuten später erschien eine Ordonnanz. Der Oberst liess Talbot bitten, herunterzukommen, und bat ihn, den Offizier auszufragen.

Talbot stellte sich vor, und der andere nannte sich; Capitain Reginald G. Trotter vom vierten South Lancashire Regiment. Auf die Frage nach der Nummer seiner Division, nach ihrer Stärke und Zusammensetzung lächelte er nur und zeigte wundervolle Zähne. Talbot wendete sich zu dem Oberst: »Ein anständiger Herr'« meldete er, »er bedauert, nichts aussagen zu dürfen.«

Der Oberst reichte dem Engländer die Hand, und dieser ergriff und schüttelte sie.

»Der Brigadier ehrt Ihre Haltung«, sagte Talbot, »und fragt, ob Sie Wünsche haben.«

Der Engländer bat, sich waschen zu dürfen, und um etwas zum Rauchen. Hinter dem Haus war eine Pumpe. Dort wusch er sich, während ein Infanterist mit aufgepflanztem Seitengewehr daneben stand. Dann bat ihn Talbot ins Haus, versorgte ihn mit Zigaretten, füllte Burgunder in Tassen, und bald unterhielten sich beide, als hätten sie sich bei einer Garden Party getroffen. Draussen krachten die schweren englischen Granaten.

Talbot erzählte eine Geschichte, und der hübsche englische Offizier lachte wie ein Junge. Draussen krachte es wieder, Splitter schlugen ins Dach und an die Hauswand, die Fensterscheibe klirrte. Es gab einen Ton, wie wenn ein Stein in einen Brunnen fällt. Der Engländer sank nach vorne. Leutnant Koch und ein Meldegänger legten ihn auf einen Strohsack.

»Bauchschuss«, sagte Koch.

Der Verwundete schien selig zu lächeln. Doktor Pfeilschmidt, der ganz in der Nähe war, wurde gerufen und gab ihm eine Morphiumspritze. »Moribundus, Herr Hauptmann«, sagte er.

»Verbinden ist wohl zwecklos?«

»Völlig zwecklos.«

Der Engländer lächelte nochmals, seufzte und war tot. In dem wächsernen Gesicht blieb das Lächeln. »Armer Kerl!« sagte Talbot und bedeckte das Gesicht mit der Tellermütze. Dann verliess er den Raum und kehrte zu den Stellungen der Batterien zurück.

Als er zwei Stunden später, in der Dämmerung, das Haus wieder betrat, lag der Engländer noch ausgestreckt auf dem Strohsack.

»Kommt denn keiner von Euch auf die Idee, den Herrn zu begraben?« rief Talbot. Dann trat er auf den Toten zu, nahm ihm die Mütze vom Gesicht und sah ihn an. »Reggy, lach' doch noch mal!« sagte er.

Dann deckte er das Gesicht wieder zu und lächelte trübe.

Als es dunkel wurde, kehrte er mit seinem Stab nach Richebourg St. Vaast zurück in das Haus, wo sie die portugiesischen Offiziere gefunden hatten. Er konnte das Lachen in dem hübschen Gesicht nicht vergessen.


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