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Vorwort.

Gustav Schmoller hat, ohne an dem eigentlich parteipolitischen Getriebe teilzunehmen, die politischen Ereignisse der Zeit nicht bloß mit lebhaftem Interesse begleitet. Er hat es stets für Recht und Pflicht gehalten, dazu vom Standpunkte des Historikers und Volkswirts Stellung zu nehmen. Namentlich in den letzten Jahrzehnten seiner reifen Lebenshöhe hat er gern auch in der Tagespresse sich über die Probleme des Tages in ihrer über den Tag hinausgehenden Bedeutung ausgesprochen. Manche dieser Aufsätze hat er in seinem »Jahrbuch« nochmals veröffentlicht. Aber im ganzen sind diese Aufsätze doch zerstreut, manchem schwer zugänglich. Sie sind nicht systematisch entstanden, aber sie geben doch ein Gesamtbild von Schmollers Ansichten über Staat und Gesellschaft, seine großen grundlegenden Arbeiten vielfach ergänzend.

So lag es nahe, eine angemessene Auswahl dieser Aufsätze gesammelt herauszugeben. Schmoller hat selbst diese Absicht gehabt, wie eine Aufzeichnung in seinem Nachlasse ergibt. Diese Aufzeichnung hat im wesentlichen als Richtschnur für die vorliegende Veröffentlichung gedient.

Lucie Schmoller.


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