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X.

Die Baronin de Ribérac bewohnte in der stillen Hildebrandtstraße, dicht beim Tiergarten, eine kleine Villa, die sich ein künstlerisch veranlagter Sonderling vor Jahren gebaut hatte. Der Mann war ein Bücherwurm gewesen und hatte in der Mitte des Hauses einen großen, durch beide Etagen laufenden Bibliothekraum angelegt, der von einem mächtigen Oberlicht bei Tage und von seltsamen Wandarmen bei Nacht erhellt wurde. Die Wände waren bis zur Decke hinauf mit eingebauten Bücherregalen besetzt, an denen um den ganzen rechteckigen Raum herum Galerien führten.

Der große Raum war trotz der Höhe und Breite von einer traulichen Gemütlichkeit. Schiebetüren führten zu den übrigen Zimmern. Neben den Türen liefen hübsch geschwungene Treppen auf die Bibliothekgalerie hinauf, und dadurch wurde der Raum gewissermaßen in eine ganze Anzahl kleiner, kuscheliger Nischen eingeteilt. Ein handhoher, einfarbiger indischer Teppich bedeckte den Boden, so daß der Tritt darin völlig versank und keinen Laut verursachte. Dazu standen neben einem mächtigen, viereckigen Eichentisch allerlei Möbel regellos umher. Ein prachtvolles chinesisches Seidenzelt mit wunderbaren Stickereien wölbte sich über einer traulichen Tee-Ecke, und vor dem riesigen, wärmespendenden Kamin war ein kleines, arabisches Kaffeehaus eingerichtet. Wenn alle Schiebetüren geöffnet waren, wirkte die Bibliothek wie ein großes Vestibül, von dem aus man in die kleineren Salons und Erkerzimmerchen gelangen konnte.

Als der Sonderling gestorben war, wollten die Erben das Häuschen verkaufen, aber es fand sich absolut niemand, der es hätte brauchen können. Für eine Familie war es nicht groß genug, für einen einzelnen Herrn zu bizarr und auch zu teuer. Bauspekulanten fanden den Grund und Boden zu klein, kurz jeder hatte etwas auszusetzen. Schon hatten sich die Erben entschlossen, den Hausrat zu versteigern und die Villa abreißen zu lassen, als die Baronin nach Deutschland kam und beim Wohnungsuchen vom Automobil aus das kleine verwunschene Schlößchen entdeckte. Die Erben waren so froh, endlich einen Menschen gefunden zu haben, dem die verrückte Bude gefiel, daß sie so billig wie möglich mit allen nur denkbaren Kauferleichterungen das kleine Anwesen weggaben.

Die schöne Marguerite konnte nichts Besseres finden. Von den Büchern zwar, die in einer Zahl von dreißigtausend die Wände bedeckten, verstand sie wenig, aber es machte ihr Freude, ihre Freunde zu einem, bescheidenen Abendbrot um den großen Tisch versammelt zu sehen, dann über alles mögliche plaudernd von Galerie zu Galerie zu hüpfen, bald hier ein kleines Elzevierbändchen, bald dort einen großen Schweinslederfolianten herunterzunehmen, und ihren Freunden zu zeigen. Sie paßte in dieses Haus mit seinen geheimnisvoll bizarr ausgestatteten Zimmerchen, und sie wußte auch der Eigenart des Raumes ihre eigene Natur aufzuprägen. So konnte man mit Recht sagen, es war ein Glück für das Häuschen und für Marguerite, daß sie einander gefunden hatten.

In ihren Gesellschaften, zu denen nur die Creme der Reichshauptstadt Zutritt fand, prunkte sie durch größtmöglichste Einfachheit, sowohl bei Tisch, als auch in ihrer Kleidung. Und das war eine wohlberechnete Absicht, denn gerade in einem einfachen Rahmen strahlte ihre eigenartige Schönheit ein ganz besonderes Licht aus. Das reiche dunkle Haar trug sie neuerdings, wie man es zur Biedermeierzeit in Skandinavien getragen hatte, keck über die rechte Stirn und das rechte Ohr gezogen, so daß auf der linken Seite nur ein paar Gruppen neckischer Löckchen über Schläfe und Wangen herabfielen. Ihre Roben wählte sie stets einfarbig, wobei sie dunkle warme Töne bevorzugte. Manchmal aber auch erschien sie in grellem Rot, und machte dann mit ihrem blassen, leidenschaftlichen Gesicht den Eindruck einer gefährlichen Teufelin, deren tückische Schönheit jeden in Verwirrung setzte, dem sie nahe kam.

Marguerite lebte sehr zurückgezogen, sie beteiligte sich mit großem Eifer an der Wohltätigkeit der eleganten Welt. Und wenn auch jeder das leise Gefühl nicht unterdrücken konnte, es mit einer Hochstaplerin zu tun zu haben, so war es doch nicht möglich, der Baronin die geringste Unsauberkeit nachzuweisen. Man hütete sich auch und ließ Zweifel über sie nur in ganz vertrauten Kreisen laut werden, denn sie hatte ja in ihrem Bruder einen natürlichen Beschützer, der keineswegs den Eindruck machte, als ob er eine Beleidigung seiner Schwester nicht blutig gerächt hätte.

Doktor Willemoes war das ins Männliche, Heroische verschobene Ebenbild seiner Schwester. Nur wenige Jahre älter, sah er weit über seine Jahre ernst aus. Ein langer seidenweicher schwarzer Schnurrbart hing bis auf die Brust herab, das Haar trug er ganz kurz, die Augenbrauen waren schwarz und buschig, und durch die hohe Stirn zogen sich tiefe Falten die von wühlender Gedankenarbeit zeugten. Er hatte etwas Faszinierendes im Blick, und man erzählte sich, daß die rabiatesten Verrückten unter dem Blick dieses Mannes bebten und ihre Wut vergaßen. Alle, die mit ihm im Sanatorium des Doktors Mühlfort als Patienten zu tun gehabt hatten, lobten in stürmischen Ausdrücken seine außerordentlichen Fähigkeiten, sein liebevolles mit eiserner Energie gepaartes Wesen, das jedem Kranken ein Gefühl der Sicherheit einflößte, und das bedeutete eigentlich schon halbe Genesung. Wer ihn sah, konnte es begreifen, daß der Geheime Kommerzienrat Geldern viele Millionen an ihn und ein großzügiges Unternehmen wagen wollte. Doktor Willemoes war sicherlich der Mann, der einer Sache zum Siege verhelfen konnte.

Es war ganz natürlich, daß Lippe, als er sich in den Strudel der Berliner mondainen Welt stürzte, auf die Baronin Marguerite de Ribérac treffen mußte, und als das geschehen war, hatte er systematisch versucht, ihr näher und näher zu kommen, immer mit der bestimmten Absicht, alle die Menschen kennen zu lernen, die in irgendwelcher Weise mit dem Namen Liebenau in Verbindung standen. Heinz Liebenau, der junge Zietenhusar, hatte ihn bei Marguerite eingeführt, und heute war er zu einer Abendgesellschaft geladen, die offenbar nur deshalb veranstaltet wurde, um Geheimrat Geldern für die Idee des Doktors Willemoes zu gewinnen.

Eine Stunde vor der festgesetzten Zeit trat als erster Gast Heinz Liebenau in der Villa Ribérac ein. Er wurde als einer der Intimen des Hauses sofort durch die Bibliothek in den blauen Saal geführt.

»Die Frau Baronin lassen den Herrn Grafen bitten, sich eine Viertelstunde zu gedulden.«

Es dauerte aber keine Viertelstunde, da erschien sie in ganz dunkelgrüne Seide gekleidet, die keinen Glanz hatte, nur bei jeder Bewegung des schlanken Körpers mystisch rauschte und knisterte. Eine feuergelbe Rose steckte in dem dunklen Haar und ein Bukett derselben Blumen im Gürtel. Das Kleid hatte keine Verzierung. Ein kleiner Ausschnitt entblößte gerade noch das schillernde Elfenbein der Schultern und zeigte den entzückenden steil aufsteigenden Halsansatz.

Heinz sprang auf, sein müdes Gesicht war trunken von dem Feuer, mit dem Marguerites Augen ihn überstrahlten. Er haschte ihre Hand und ließ sich in die Knie sinken und bedeckte sie wortlos mit Küssen.

»Ich danke Dir, Du Göttliche, daß Du mich vor allen ausgezeichnet hast.«

»Steh auf, mein Lieber.«

Die rechte Hand der schönen Frau fuhr liebkosend über den Kopf des Grafen und ihre Linke hob ihn langsam zu sich empor. Da faßte er ihre beiden Hände und zog Marguerite in seine Arme. Sie ließ es geschehen, daß er mit überströmender Leidenschaft ihre Lippen küßte.

»Genug, genug.«

»Nein, nein, nicht genug, nie nie ….«

»Komm, Heinz, setz' Dich wie ein vernünftiger Mensch hier neben mich, und laß uns plaudern, wie es sich für ernste Liebesleute geziemt …. von der Zukunft.«

»Ja, ja, mein Juwel, wie Du willst, ich bin vernünftig, wenn Du es befiehlst, und stürmisch, wenn Du mir die Zügel schießen läßt.«

»Leider wirst Du mich nicht mehr lange haben.«

»Warum, um Gottes willen? Hast Du mir nicht Dein Wort gegeben, meine angebetete Frau zu werden?«

»Lieber Heinz, Du kennst mich lange genug, um zu wissen, daß ich nicht in Dein Milieu passe. Ich muß Dir offen sagen, ich bin am Ende mit meinen Mitteln, die einzige Hoffnung ist das Unternehmen meines Bruders …. Wenn heute Geldern nein sagt, weiß ich nicht, wovon ich morgen leben soll.«

»Aber Deine Güter in Frankreich?«

Sie winkte unwillig ab.

»Das liebe kleine Häuschen, in dem wir so traute Stunden verlebt haben, mein Freund, gehört auch nicht mehr mir. Der Stuhl, auf dem Du sitzest ….« Sie unterbrach sich und drückte schluchzend ihr seines Batisttaschentuch gegen den Mund.

»Was sollen wir tun?«

»Nichts. Ich muß untertauchen, verschwinden, spurlos ausgelöscht werden aus der Berliner Gesellschaft. Ich könnte es nicht ertragen, daß man hier, wo ich meine Triumphe gefeiert, mich selbst mein Brot verdienen sähe, in einem Dachstübchen wohnen, unterstützt von meinem Bruder, der selbst nur wenig hat.«

»Aber Marguerite, Du willst mich verlassen? Was soll denn aus mir werden? Ich verzweifle, wenn ich daran denke. Ich will arbeiten für Dich.«

»Du bist ein guter Junge, aber glaubst Du, daß wir so ein Glück fänden?«

»Wenn ich nur Dich habe, frage ich nichts nach Himmel und Erde.«

»Ja, das sagt sich so, aber wenn das Elend kommt?«

»Das wird nie kommen, meines Vaters Güter ….«

»Sind über und über verschuldet, mein lieber Freund, ich weiß es wohl. Dein Vater schindet sich schlecht und recht durch die Welt. Du kennst ja den einzigen Weg, der uns zum Glück helfen kann, warum gehst Du ihn nicht …. Du liebst mich eben nicht, alles, was Du für mich empfindest, ist eine oberflächliche Verliebtheit. Die Eitelkeit, der Stolz und das Bewußtsein, der Liebling einer schönen Frau zu sein, weiter ist es nichts.«

»Aber, Marguerite, wie kannst Du mir so bitter Anrecht tun, ich bin bereit, alles, alles für Dich hinzugeben, mein Leben, meinen Degen, meine Ehre, meinen guten Namen, alles, alles.«

»Das glaube ich Dir nicht.«

»Aber so stell mich doch auf die Probe.«

»Ich habe es getan, und Du hast die Probe nicht bestanden.«

»Nicht bestanden? Habe ich denn nicht alles ausgeführt, alles, was Du befohlen hast, ist denn nicht ….«

»Sprich es nicht aus, mein lieber Freund, Du kennst ja den Weg, der zu unserm Glück führt, wenn Du ihn nicht bald gehst, wird es zu spät sein …. Ich löse den Haushalt hier auf, lasse durch meinen Anwalt die Sachen unter den Hammer bringen und reise nach Paris.«

»Marguerite!«

»Ja, ja, das ist mein unabänderlicher Entschluß.«

»Dann liebst Du mich nicht.«

»Weil ich Dich liebe, muß ich das tun, weil Du der einzige bist von all den Männern, die mich umschwärmen, dem mein Herz gehört …. Glaubst Du nicht, daß ich zehn reiche Partien an einem Tage machen könnte? Um Deinetwillen habe ich alles ausgeschlagen, um Deinetwillen muß ich mich jetzt ins Elend stürzen und Du zögerst und zögerst …. Ich glaube, Du bist feige, Heinz …. still, nichts mehr von allem, ich höre die ersten Gäste kommen …. sei unbefangen.«

Die düstere Wolke, die eben über dem schönen Antlitz Marguerites gelegen hatte, verschwand plötzlich. Sie lächelte bezaubernd, stand auf und winkte Heinz.

»Bitte, treten Sie in die Bibliothek ein, Herr Graf, und seien Sie offiziell.«

Der erste Gast, der eintraf, war die alte Exzellenz von Wiedershofen. Ein statiöser General mit ausrasiertem Kinn und dünnem weißen Bart, buschigen Augenbrauen, die über das schwarze Hornmonokel phantastisch herabhingen. Obwohl der alte Herr über und über mit Orden beladen war, trug er auf dem modernen Frack keine andere Dekoration als das Eiserne Kreuz erster Klasse, das er sich im Sturm auf die Brücken von Monterau geholt hatte. Wiedershofen war Junggeselle und wohnte mit seiner alten vertrockneten Schwester zusammen, die an seinem Arm gravitätisch in die Bibliothek schritt. Marguerite ging den Gästen entgegen und küßte wie ein junges Mädchen der alten Jungfer die welke Hand.

»Wie eine halberschlossene Lotosblume sehen Sie aus, meine süße Marguerite.«

»Charmant, charmant,« schnarrte die alte Exzellenz  …. »wahrhaftig, wenn man nicht zu alt wäre, man könnte noch einmal den Versuch wagen.«

»Aber, meine liebe Exzellenz, Sie sind doch nicht alt, ein Mann, der das Eiserne Kreuz auf dem Herzen trägt ….«

»Ja, ja das Herz ist auch noch jung, aber der ganze Kerl ….«

»Woldemar fi donc,« korrigierte die Schwester.

»Na, ja der alte Mensch, der alte Herr wird schon recht klapprig …. Ah, da ist ja der schneidige Adjutant …. 'n Tag, mein lieber Liebenau, gut abgeschnitten mit dem ausrangierten Chargenpferd?«

»War nicht viel los, Exzellenz, mußte den Schinder billig verhökern.«

»Macht nix, ein andermal wird es besser …. Wie geht es Papachen? Immer noch munter, der alte Krautjunker?«

»Aber, Woldemar, gewöhne Dir doch den Kasernenton ab.«

»Bitte, bitte …. bitte sehr um Entschuldigung, gnädigste Baronin.«

»Aber liebste Exzellenz, das macht doch nichts, der Soldat bleibt immer Soldat und muß Soldat bleiben.«

»Ja, ja, Soldatenkind kann das schätzen, nicht wahr?«

Marguerite nickte und bat die Herrschaften Platz zu nehmen. Im nächsten Augenblick wurde die Tür zu dem Vorplatz geöffnet, und der Diener meldete Geheimrat Geldern und Frau. Gleich darauf kam unangemeldet Marguerites Bruder, Doktor Willemoes, und suchte sich in der Ecke der Bibliothek ein bescheidenes Plätzchen, wo er von Geheimrat Geldern in ein Gespräch gezogen wurde. Jetzt kamen die Gäste häufiger, bis etwa dreißig Personen zusammen waren, und als man gerade zu Tisch gehen wollte, erschien auch Lippe. Er begrüßte die Hausfrau sehr höflich, schüttelte dem jungen Grafen Liebenau die Hand und verbeugte sich tief und förmlich vor dem Geheimrat Geldern. Der flüsterte dann an ihm vorüberstreifend:

»Warum so kühl und gemessen, lieber Lippe?«

»Ist Taktik, Herr Geheimrat, ich befinde mich in Feindesland.«

»Nur eine ganz kurze Frage. Der Doktor hat mir wieder Himmel und Hölle versprochen.«

»Nehmen Sie die Hölle an, Herr Geheimrat, ich werde dafür sorgen, daß sie dem Doktor heiß gemacht wird.«

»Wie meinen Sie das?«

»Nehmen Sie an, aber verpflichten Sie sich zu nichts, gehen Sie eventuell so weit, wie nur möglich, vielleicht gar bis zu dem Terrainkauf. Das übrige wird sich finden …. wir wollen nicht so auffällig zusammen verkehren.«

»Aber die Leute wissen doch, wie wir stehen.«

»Nichts wissen sie, und wenn sie es wüßten, Beziehungen können sich auch abkühlen ….«

Lippe glitt geschmeidig durch die Gesellschaft und stand im nächsten Moment bei der alten Exzellenz still.

»Ah, Herr Hauptmann ….« Lippe wurde von den verschiedenen Gesellschaftskreisen verschieden tituliert. Seine Klienten nannten ihn Herr Direktor, eine andere Gruppe, die ihn von seiner amtlichen Tätigkeit her kannte, nannte ihn Herr Kriminalkommissar und für die militärische Welt war er der Herr Hauptmann.

»Gehorsamer Diener Euer Exzellenz, darf ich fragen wie das Befinden ist?«

»Befinden? Wie sich so ein alter steifer Kommißinvalide befindet, das Reißen und der Durst nehmen mit den fortschreitenden Jahren immer mehr zu.«

»Na, ich danke.«

Das allgemeine Gespräch wurde jetzt unterbrochen, weil sich die Gesellschaft in dem intimen Speisezimmer, das nach dem kleinen Garten hinausging, zu Tische setzte. Dann wurde das übliche Souper mit wenig Andacht und viel Unterhaltung abgegessen und zu einer Tasse Mokka am Schluß fand sich die ganze Gesellschaft wieder in der Bibliothek zusammen. Die Unterhaltung, die erst ganz allgemein gewesen war, ging nun auf einzelne Gruppen über, die ihre besonderen Gesprächsstoffe behandelten.

Unter dem chinesischen Zelt hatte sich Geheimrat Geldern mit Marguerite, ihrem Bruder und dem jungen Liebenau zusammengefunden und Doktor Willemoes entwickelte seinen Plan.

»Sehen Sie, Herr Geheimrat, unsere modernen Sanatorien, die allermodernsten sogar, leiden an dem einen großen Fehler, daß die Kranken aus ihrem vertrauten Milieu herausgerissen und in die Umwelt einer Heilanstalt versetzt werden. Ich habe in meiner Praxis beobachtet, daß manche Kranke wochenlang Zeit brauchte, um sich an die neue Umgebung zu gewöhnen. Das soll in unserem Institut ganz wegfallen.«

»Aber, lieber Doktor, Sie können doch nicht für jeden einzelnen Kranken ein eigenes Heim gründen.«

»Doch, Herr Geheimrat, das kann ich. Besonders für die Kranken, die jene Honorare zahlen, die ich vorgesehen habe, ich meine etwa drei- bis fünfhundert Mark die Woche.«

»Und Sie meinen, daß es genügend solcher Kranken gibt?«

»Wenn wir zehn Sanatorien nach meiner Idee bauen, werden sie stets überfüllt sein.«

»Lieber Freund, nehmen Sie mir es nicht übel, ich bin Geschäftsmann. Auf Ihr ehrliches Gesicht hin in eine solche Sache hineinzuspringen, die mich Millionen kostet, das können Sie nicht verlangen.«

»Aber, Herr Geheimrat, die Sache kostet ja nicht Millionen, sondern die Werte, die dafür geschafft werden, repräsentieren ja jetzt schon Millionen, und werden im Laufe der Zeit noch höher steigen. Es wäre schon ein gutes Geschäft, wenn Sie lediglich den Grund und Boden kauften und liegen ließen.«

»Und Sie glauben, daß die heutigen Besitzer das nicht wissen?«

»Gewiß wissen sie das, aber wo findet sich gleich jemand für eine Sache fünf Millionen Mark auszugeben. Die Erben müßten parzellieren, und dann ist es noch sehr fraglich, was herauskäme. Heute bringt die Bewirtschaftung der großen Obstplantagen, die auf dem Grundstück angelegt sind, eine ganz lächerliche Verzinsung ein, ich glaube ein halb Prozent, und die Erben sind ältere Leute, die wollen sich mit der Sache nicht mehr jahrelang abquälen und warten bis etwas herauszuholen ist. Zufällig habe ich durch einen Kollegen die Sache erfahren. Wenn sich die Bauspekulanten erst hineindrängen, ist uns die Gelegenheit verloren.«

»Schön. Wir kaufen also ein Terrain, das fünf Millionen kostet, und kommen dann aber in die unangenehme Lage, in der die jetzigen Besitzer nicht sind, daß wir die fünf Millionen verzinsen müssen. Wir müssen dann ferner nach Ihren Entwürfen einzelne Pavillons bauen.«

»Holzhäuser, wie ich sie in Schweden gesehen habe. Wir nehmen ein großes Schiff, lassen das ganze Material von Schweden herüberkommen, dazu schwedische Bauleute, und stellen nach ganz verschiedenen Entwürfen die Häuser her. Jedes bekommt seinen eigenen Garten, wir fangen mit Kleinem an, und schreiten zum Größeren fort. Die kleinsten sollen nichts haben als eine Veranda, einen Salon, ein Schlafzimmer und Gelasse für Wärter- und Dienerschaft, dazu alle für die Nervenbehandlung notwendigen Anlagen in jedem Haus, daß der Kranke gar nicht empfindet, er sei in einem Sanatorium.«

»Das wird nochmal eine Million kosten.«

»Wenn Sie es anlegen, Herr Geheimrat, aber nicht wenn es ein Arzt macht. Ich werde alles vorher genau bearbeiten, alle Kostenanschläge einholen, und Sie werden sehen, wie überraschend wenig die ganze Anlage kostet.«

»Die Sache ist jedenfalls hoch originell.«

»Es wird noch viel mehr gemacht, als ich Ihnen in einer kurzen Plauderei zwischen Souper und Stullenstunde auseinandersetzen kann. Mitten durch das Grundstück zieht sich ein ziemlich tiefer Bach, dort werden wir einen großen See anlegen lassen, Wasser ist ja überall reichlich vorhanden. Wir werden einen künstlichen Strand und künstliche Dünen bauen. Hasen, Rehe und Damwild hält der jetzige Besitzer schon auf dem Gut, das werden wir zu einem kleinen Wildpark vergrößern, damit Patienten, die Freude an der Jagd haben, dort diesem fürstlichen Vergnügen nachgehen können.«

»Und die hysterischen Frauen zucken bei jedem Schuß zusammen.«

»Das Gebiet ist so ausgedehnt, daß eine Störung nicht möglich ist.«

»Ich will Ihnen mal etwas sagen, lieber Doktor Willemoes. Ich halte die Idee für gut, nur kommen Sie mir nicht mit Phantastereien von Wildpark und solchen Sachen. Schließlich brauchen Sie noch eine Eismaschine, um eine künstliche Nordpolexpedition zu veranstalten.«

»Eine Schlittschuhbahn im Sommer, wie der Eispalast, selbstverständlich.«

»Na, sehen Sie, wollen Sie nicht auch einen Flugplatz für lenkbare Luftschiffe anbringen lassen?«

»Herr Geheimrat, ich bitte Sie, wenn Ihnen die Sache unsympathisch ist, sie wenigstens nicht zu verhöhnen. Ich suche mir dann einen anderen Geldmann, glücklicherweise gibt es deren in Berlin mehr als gerade Sie.«

Doktor Willemoes stand gekränkt auf, und Geheimrat Geldern merkte, daß er zu weit gegangen war. Lippe hatte ihm noch auf die Seele gebunden, den Doktor hinzuhalten. Darum lenkte er jetzt ein:

»Machen Sie keine Geschichten, lieber Doktor, ich habe Ihnen doch gesagt, ich halte die Idee für gut und fruchtbar, und mache nur meine Scherze über extravagante Geschichten, die Ihnen vorschweben …. reden wir ganz geschäftlich. Arbeiten Sie den Plan aus, wie Sie sich die Sache denken, dann wollen wir Fachleute heranziehen und uns Kostenanschläge machen lassen. Wenn wir einen Überblick haben über das notwendige Anlagekapital, kann ich mich über die Finanzierung schlüssig machen. Sie müssen mir doch zugeben, daß ich ohne gründliche Prüfung und ohne zuverlässige Unterlagen als ordentlicher Geschäftsmann an ein derartig großes Unternehmen nicht herantreten darf. Wir wollen auf der Erde bleiben, und die arithmetische Grundlage bei allen Geschäften ist die sicherste. Also abgemacht?«

»Abgemacht, Herr Geheimrat …. aber wenn uns jemand in der Erwerbung des Terrains zuvorkommt ….« »Dann machen Sie eben mit den Besitzern einen Vertrag, der Ihnen das Kaufrecht für einige Zeit an die Hand gibt. Sagen Sie, Sie hätten einen Käufer, und bedingen Sie sich eine Vermittlerprovision aus.«

»Gut, das werde ich machen.«

»Na, und nun wollen wir uns nicht zu sehr von der Gesellschaft fernhalten …. Frau Marguerite, bitte Ihren Arm, ich bin stolz, eine so schöne Frau als zukünftige Geschäftsteilhaberin zu haben.«

In der Bibliothek war inzwischen ein eigentümliches Leben wach geworden. Es hatten sich einige Gruppen gebildet, die um schnell hereingebrachte kleine Spieltische saßen und dem Gebetbuch mit den zweiunddreißig Blättern huldigten. Andere Gruppen plauderten über die Tagesereignisse und tranken dazu aus fein geschliffenen Kristalltulpen Pilsener Bier. Es wurden ganz harmlose Spielchen gemacht. Die alte Exzellenz hatte eine Whistpartie um sich gesammelt, eine andere Gruppe spielte Skat, den unvermeidlichen, der auch jetzt in die elegantesten Salons infolge der Vorliebe des Kaisers, Eingang gesunden hat. Nur im chinesischen Zelt saß eine Anzahl junger Herren, die pokerten. Lippe ging von einer Gruppe zur andern und machte den liebenswürdigen Schwerenöter, bis er an einer Treppe zu den Bücherregalen von Liebenau festgehalten wurde.

»Du wolltest mir doch ….«

»Ja, ja, mein Junge, Du läßt Dich ja gar nicht sehen. Du bist so im Banne der schönen Frau.«

»Sieht sie nicht wieder entzückend aus? Sie ist doch die schönste Frau, die man sich denken kann, nicht wahr? Und sie ist mein.«

»Komm heraus, wir klettern auf eine der obersten Estraden der Bibliothek, und betrachten uns die interessantesten Schmöker.«

Nach diesen Worten stiegen die beiden empor, gingen auf der ersten Galerie entlang, folgten dann einer schmalen eisernen Treppe auf die oberste Estrade, wo sie im Bereich der griechisch-römischen Literatur waren. Prachtvolle alte Klassikerbände in Schweinsleder standen hier in Regalen. Seltene Ausgaben, die man nur in entlegenen Bibliotheken findet, hatte der frühere Villenbesitzer hier aufgespeichert, und Lippe schoß im Augenblick der Gedanke durch den Kopf, welch eine Freude der alte Professor Köbner haben würde, wenn er hier hausen könnte. – Na, vielleicht ist der Tag nicht mehr allzu fern, dachte er im Stillen und zog dann den jungen Liebenau dort hin, wo die Regale um die Saalecke bogen und das Licht nicht so hell schimmerte.

»Also mein lieber Junge, hier habe ich zwanzig braune Lappen für Dich, aber Du mußt mir schon die Formalität erfüllen, und einen Schuldschein unterschreiben …. nicht meinetwegen, Du weißt doch, daß ich das Geld anderswo aufgetrieben habe.«

»Aber jetzt ist das doch unmöglich, lieber Freund, was sollen die Menschen denken.«

»Ach, die denken gar nichts. Hier hast Du meinen Füllfederhalter, Papier habe ich auch in der Tasche und hier,« er zog aus einem der Regale ein kleines Pultbrett aus, wie sie von Zeit zu Zeit an den Bücherständen angebracht waren, damit man an Ort und Stelle bequem Auszüge aus den Büchern machen konnte. Dann schaltete er eine überhängende elektrische Birne ein und ungestört von der Gesellschaft unten im Saal wurde der Schuldschein geschrieben.

Lippe überlas ihn aufmerksam, steckte ihn dann ruhig in die Tasche, bot dem jungen Grafen eine Zigarette an und sagte, indem er sich auf die eiserne Brüstung lehnte und nach dem Saal hinunterblickte:

»Sieh mal, das hübsche Bild.«

»Ja, entzückend! Und wie man den Herren von oben in die Karten gucken kann. Wirklich famos, ein stimmungsvolles Interieur aus Berlin W …. na komm, wir wollen wieder hinunter gehen.«

»Noch eins, Liebenau, ich rate Dir gut, und als Freund. Ich weiß, wenn die Nacht weiter fortschreitet, dann wird man von dem harmlosen Whist und dem recht gefährlichen Poker zum Baccarat übergehen, und Du wirst der erste sein, der am Kartentisch sitzt. Sei vorsichtig, rühre das Geld nicht an, das ich Dir gebracht habe, es ist nicht Dein Eigentum, Du hast Deine Ehre dafür verpfändet, wenn Du morgen früh wieder zu mir kommst, und meine Hilfe anrufst, ich habe keinen zweiten Pfeil mehr zu versenden, tue es also nicht, bleibe standhaft.«

»Aber selbstverständlich, wie kannst Du nur so etwas von mir denken.«

»Gib mir Dein Wort Liebenau.«

»Das ist gar nicht nötig, ich weiß schon, was ich zu tun habe.«

»Es ist mir sicherer, wenn Du Dich gebunden hast.«

»Wenn Du nicht anders willst, hier hast Du mein Wort darauf, ich werde heute überhaupt nicht spielen.«

Zwei Stunden später, als der Schwarm sich verlaufen hatte, wurde im chinesischen Zelt eine Meine Bank aufgelegt, und einer der ersten, der mit pointierte, war Graf Liebenau. Er fing mit ganz bescheidenen Sätzen an und verlor. Offenbar hatte er die feste Absicht, sich nicht stark zu engagieren, aber ehe er es sich versah, wurde er in das hohe Spiel hineingerissen. Die seltsame Psychologie des Spielers trat auch bei ihm zutage, je mehr er verlor, desto schärfer reizte es ihn an, den Verlust wieder einzubringen, desto höher und gefahrvoller wurden die Einsätze. In ganz kurzer Zeit hatte er, während Doktor Willemoes die Bank hielt, zehntausend Mark verloren. Da legte sich eine weiche Hand auf seine Schulter, und als er hastig das gerötete Gesicht umwandte, stand Marguerite hinter ihm.

Ihre bezwingenden Augen tauchten tief in die seinen und ganz leise, daß niemand der Spieler es hören konnte, flüsterte sie ihm zu:

»Komm her.«

Wie ein gehorsamer Sklave folgte er der schönen Frau, und bald saß er ihr gegenüber in dem kleinen Salon, in dem sie ihn am Abend empfangen hatte.

»Ich habe wohl gemerkt, wie Du mit Lippe, dem Polizeimenschen, Heimlichkeiten hattest, was war es?«

»Nichts von Bedeutung, eine reine Privatangelegenheit.«

»Du willst mich nicht einweihen? Du hast Geheimnisse vor mir?«

»Er hat mir aus der Verlegenheit geholfen. Ich hatte gestern zwanzigtausend Mark verloren, und ich wußte niemand außer ihm, der mir hätte helfen können.«

»Dasselbe Geld hast Du eben wieder verloren. An wen hast Du verloren?«

»An Deinen Bruder.«

»Du wirst Dich um Ehre und Reputation spielen, und glaubst Du vielleicht, daß Du als verkrachter Leutnant mich gewinnen kannst …. Wie willst Du Ersatz für das Geld schaffen?«

»Das Glück muß sich doch einmal wenden.«

»Glaub's nicht, mein Liebling.« und sie lächelte ihn verführerisch an, »Du hast Glück in der Liebe und wirst immer Unglück im Spiel haben.«

»O, Du Einzige, Du Herrliche.«

Er sank in die Knie und schlang seine Arme um ihren Hals, er schmiegte sich fest an sie und bedeckte ihren Mund, ihre Augen, ihr Haar mit leidenschaftlichen, durstigen Küssen. Eine kurze Zeit berauschenden Glückes, dann wehrte sie ihn sanft ab.

»Komm, mein Liebling, ich habe Pflichten als Hausfrau. Ich bitte Dich, spiel' nicht mehr. Edgar wird Dir nachher Deinen Verlust zurückzahlen, ich werde ihn zwingen.«

»Aber ich bitte Dich, liebste Marguerite, das geht doch nicht.«

»Es muß gehen.«

Sie klingelte. Der Diener erschien und verbeugte sich tief.

»Gnädigste Frau Baronin befehlen?«

»Bitten Sie meinen Bruder sofort zu mir.«

»Zu Befehl gnädigste Frau.«

Doktor Willemoes war sehr ungehalten über die Störung, aber er konnte schließlich nicht anders, als dem Wunsche einer Dame Folge zu leisten.

»Bitte, Herr von Grabowsky,« wandte er sich an einen Rittmeister von den Garde-Husaren, »nehmen Sie einen Augenblick für mich die Bank, aber machen Sie mir nicht zu schlechte Geschäfte.«

»Edgar,« begann Marguerite, »ich wünsche nicht, daß Du mein Haus zu einer Spielhölle machst, meinetwegen kannst Du Deiner Leidenschaft frönen, wo Du willst.«

»Unsinn, mein Täubchen, mische Dich nicht in meine Sachen.«

»Ich wünsche nicht, daß in meinem Hause derartig hoch gespielt wird.«

»Schönste Schwester, wir spielen in Deinem Hause nicht hoch, anderswo kegeln wir mit Menschenköpfen.«

»Lieber Edgar, Du mußt nicht versuchen, mich durch Deine dunklen Reden und Deine finsteren Augen zu erschrecken, ich kenne Dich zu genau, Du bist ein Schaf im Wolfskleid, ein guter dummer Junge, den der Spielteufel Tag und Nacht in den Krallen hat. Also ich wünsche, daß Du unter ritterlichen Formen das Spiel abbrichst, und dem Grafen Liebenau seine verlorenen zehntausend Mark zurückzahlst. Er hat sich hinreißen lassen, und mit anvertrautem Geld gespielt, Du weißt, wie nahe er mir steht, und daß ich es nicht wünschen kann, wenn ihm Schwierigkeiten entstehen.«

»Meinetwegen, Gretelchen, es bleibt ja in der Familie. Schwager Liebenau, ich pariere Order, aber nur dieses eine Mal, und wenn das kleine Kindchen noch einmal weint nach seinem Verlust, bekommt es seine Murmeln nicht wieder zurück.«

»Lieber Doktor, ich muß Sie darauf aufmerksam machen, daß nicht von mir der Wunsch ausgegangen ist, sondern von der Baronin. Ich wünsche das Geld nicht zurück zu erhalten. Wenn Sie mir auf einige Tage die zehntausend Mark leihen wollen ….«

»Aber Liebenau, machen Sie doch keine Umstände, ich habe ja nur gescherzt, selbstverständlich stehen Ihnen die zehntausend Mark und noch mehr, so viel ich habe, jede Stunde des Tages und der Nacht zur Verfügung. Ich bin ein ganz bedürfnisloser Mensch, ich brauche kein Geld, also ich bitte Sie, befehlen Sie über meine Kasse.«

»Das ist etwas ganz anderes, lieber Doktor, wenn Sie so sprechen, nehme ich von Ihnen alles an.«

»Na, also, wenn ich erst das große Sanatorium eröffnet habe, dann können Sie hunderttausend in einer Nacht verlieren …. Im übrigen, wie geht es Ihrem Onkel Mohrungen? Ich höre, er soll an demselben Leiden erkrankt sein, an dem seine beiden Brüder gestorben sind.«

Liebenau warf Marguerite einen schnellen Blick zu, dann antwortete er:

»Ja, es soll ihm nicht gut gehen.«

»Wenn Sie es machen können, daß er in unser Sanatorium kommt, tun Sie mir den Gefallen.«

»Aber gern.«

»Und nun wollen wir zum Spiel zurückkehren, hoffentlich hat Grabowsky nicht allzuviel von meinem Vermögen eingepulvert.«

Es war fünf Uhr in der Frühe, als der Diener Kaffee und frisches Gebäck herumreichte. In Berlin war schon das Tagesleben erwacht, nur in dieser abgelegenen Privatstraße, wo die vornehme Welt ihr Heim aufgeschlagen hatte, war es noch still.

Eine halbe Stunde später verließen die letzten Gäste die Villa Ribérac, stiegen in die an der nächsten Querstraße haltenden Automobile und fuhren nach Hause. Liebenau fuhr nach dem Lehrter Bahnhof, und kam gerade noch zurecht, um in ein Kupee erster Klasse des Frühzuges zu springen, der ihn nach seiner Garnison Rathenow brachte.


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