Johann Wolfgang von Goethe
Gedichte. Ausgabe letzter Hand
Johann Wolfgang von Goethe

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XVII. Scharade

Zwei Worte sind es, kurz, bequem zu sagen,
    Die wir so oft mit holder Freude nennen,
    Doch keineswegs die Dinge deutlich kennen,
    Wovon sie eigentlich den Stempel tragen.

Es tut gar wohl in jung- und alten Tagen,
    Eins an dem andern kecklich zu verbrennen;
    Und kann man sie vereint zusammen nennen,
    So drückt man aus ein seliges Behagen.

Nun aber such ich ihnen zu gefallen
    Und bitte, mit sich selbst mich zu beglücken;
    Ich hoffe still, doch hoff ichs zu erlangen:

Als Namen der Geliebten sie zu lallen,
    In Einem Bild sie beide zu erblicken,
    In Einem Wesen beide zu umfangen.

 


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