Egid von Filek
Wachtmeister Pummer
Egid von Filek

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16.

Einige Wochen nach diesem für den Herrn Oberlehrer so bedeutsamen Ereignis rollte ein Bauernwagen langsam von Kirchstetten nach Kasdorf, darin saß ein mahagonibrauner Soldat in einer Montur von jener unbestimmbaren Farbe, wie sie nur ein monatelanger Feldzug erzeugen kann, wenn der Träger dieses Ehrenkleides abwechselnd von der Sonne geröstet, vom Regen durchweicht, von Staub und Schlamm gebeizt wird. Es war ein schöner Sonntagvormittag; vom Kirchturm von Kasdorf klang das Wandlungsglöcklein herüber. Wenn die Pferde ein wenig ausgriffen, kam man noch vor Schluß der Messe hin.

»Hüh! Hüho!« rief der Bauer. Aber die elenden, mageren Klepper gingen deshalb doch nicht rascher. 366

Endlich stand das Gefährt auf dem Platz bei der Bassena still, und der Bauer half einem Gast herunter; da zeigte sich's, daß der Arme nur ein Bein besaß und der linke Teil der Hose schon vom Knie an herunterhing als eine traurige Hülse, die ein eisernes Gestell umschloß. Er griff nach den Krücken.

»Vergelt's Gott,« sagte er zu dem Bauer, der den Wagen zum Moserwirt lenkte. Dann schwang er sich auf seinen hölzernen Stützen der Kirche zu.

Drinnen sangen sie den uralten, urgewaltigen Ambrosianischen Lobgesang:

»Großer Gott, wir loben dich, Herr, wir preisen deine Stärke.«

Da war die Messe bald zu Ende und es lohnte sich nicht mehr hineinzugehen. Es macht unliebsames Aufsehen, und der Herr Pfarrer sieht's nicht gern.

Er hätte ja unterdessen beim Moser warten können. Aber eigentlich war's auf dem kleinen, sonnigen Friedhof viel schöner. Die vergoldeten Kreuze funkelten, von allen Gräbern flammten 367 und leuchteten bunte Frühlingsblumen; es mußte geradezu ein Vergnügen sein, da unten zu liegen, während die Seele auf der himmlischen Hallelujawiese spazierenflog wie ein Schmetterling.

Der da langsam zwischen den Hügeln umherhumpelte, hatte in der letzten Zeit seines bewegten Lebens viel mehr mit Friedhöfen als mit Wirtshäusern zu tun gehabt. Schließlich war so ein Friedhof auch eine Art Einkehrgasthaus.

Das niedrige Dach neben der Kirche gehörte seinem Vaterhaus. Auch dort flammte es gelb und rot und blau hinter dem kleinen Gitterfenster. Aber er ging nicht hin. Die Eltern waren ja sicher in der Kirche und mußten bald kommen.

Schwalben schossen durch die Luft wie schwarze Pfeile. Der klarblaue Himmel, die weißen Wolkenballen, wogendes Getreide, dunkelgrüner Wald dort in der Ferne: das alles war die heißersehnte, langentbehrte Heimat!

Mit durstigen, tiefen Atemzügen trank er die Luft. Sein Blick ging langsam über den Wald von Grabkreuzen und Steinen hin; einmal 368 zuckte er zusammen, da kam aus weiter Himmelsferne leises Murren eines abziehenden Gewitters, das erinnerte an Geschützdonner. Also nervös war er auch geworden. Früher hatte er immer gelacht, wenn die Stadtleute von ihren Nerven sprachen. Jetzt lachte er nicht mehr.

Dort leuchtete eine frische Inschrift von einem einfachen Grabstein. Ja richtig – auch hier mußten ja manche eingerückt sein zur großen, großen Armee der Toten. Er humpelte hin. »Hier ruht in Gott Herr Friedrich Gärtner, Lehrer in Kasdorf, gestorben im sechsunddreißigsten Jahre seines Lebens. Ehre seinem Andenken!«

Er setzte sich auf den Grabstein, streckte den Beinstumpf von sich und sann.

Der Ambrosianische Lobgesang war zu Ende. Und nun quoll es bunt und plaudernd aus der Kirchentür; behäbige Frauen, die drinnen im Kühlen recht behaglich geschlafen hatten, ließen ihr Mundwerk wieder laufen, Mädchen flüsterten, altes Mannsvolk setzte bedächtig seine Pfeifen in Brand. Und eine dicke Kugel mit rotbraunem 369 Gesicht rollte gerade auf den Grabstein los, wo der Soldat saß.

»Heilige Mutter Gottes, der Lippl!« rief eine Frauenstimme. »Ja, wie kommst denn du her? Wir haben glaubt, du kommst erst morgen! Und wie geht's dir denn alleweil mit deinem – o Gott! o Gott!« Sie schlug plötzlich die Hände vors Gesicht und brach in bitteres Weinen aus. »Jesus Maria, nur an Fuß hat er! An Fuß hat er nur! O du armer Bua! Mein armer, armer Bua!«

Und sie warf sich zu Boden und streichelte mit den Händen den Beinstumpf, während den Weibern ringsum das Wasser in den Augen zusammenlief und einige zu schluchzen anfingen.

Der Totengräberlippl ärgerte sich, weil sie alle um ihn standen und ihn begafften wie ein Meerwunder.

»So seid's doch stad mit dem blöden Geflenn,« rief er unwirsch. »Ich hab ja g'schrieben, daß der Fuß hin is, no ja, g'schehen is halt g'schehen, und mit dem Plärren wird's nöt besser. Nächste 370 Wochen krieg ich an schönen neuchen Holzfuß, da werd's gar nix merken. Was wißt's ös Weiberleut! Wer amal so an Sturm mitg'macht hat, wo die Leut rechts und links nur so hinfallen, der is grad froh, wenn er noch an Fuß behalt und nimmer hinaus derf. Hätt mir leicht so gehen können wie unserm Wachtmeister Pummer.«

»Der Pummer? Was is denn mit ihm?« riefen einige.

»Tot is er, der arme Teufel. Beim Uzsoker Paß is er g'fallen. Ja, ja.«

Es ward plötzlich ganz still in dem bunten Kreis von Menschen. Man hörte die Bienen um die Blüten summen und den Schrei der Schwalben, die um die Spitze des Kirchturmes flatterten.

»Der Pummer ist tot,« sagte eine Frauenstimme ganz tonlos, mitten in das Schweigen hinein. Es war die Mariann, die eben aus der Tür getreten war. Sie lehnte sich an die Mauer der Kirche mit blassem Gesicht und weinte still vor sich hin. 371

»Es is uns recht hart gangen,« sagte der Lippl nach einer Pause. »Auf jeden von uns san vier oder fünf Russen kommen, und g'schossen haben's wie die Teufel – was die Zeitungen g'schrieben haben, sie hätten keine Munition, dös is alles Lug und Trug . . . Na, und vor uns war a russische Batterie, dö hat uns großen Schaden g'macht, und wir haben nöt finden können, wo sie steht. Und der Hauptmann hat g'sagt, wer's raus kriegt, dem verschafft er die Goldene Tapferkeitsmedaille. Da steht der Wachtmeister Pummer auf und sagt, er will's probieren. In der Näh war a kleiner Wald, da hat er sich in der Nacht hinüber g'schlichen und is auf den höchsten Baum hinaufg'stiegen, und wir haben derweil a Telephonlinie g'legt von ihm zu unserem Schützengraben, damit er uns verständigen kann. Und richtig, schon zeitlich in der Fruh meldet er uns, daß er sie g'funden hat mit seinem Glas; und alles kommt in Bewegung, der Hauptmann hat den Hörer nimmer vom Ohr weggetan. und bald san auch unsere 372 Haubitzen losgangen. Und der Pummer beobacht' fort und fort die Treffer und sagt ganz genau, wohin wir schießen müssen, und auf einmal gibt's drüben an furchtbaren Krach – die Unsern drauf und dran mit Hurra und Gewehrkolben, und die Russen halten die Händ in die Höh und schreien und ergeben sich. Aber von der Seiten kommt jetzt Maschingewehrfeuer. Wir haben g'wußt, jetzt geht's dem Pummer schlecht; und wie wir ihm telephonieren, er soll doch schauen, daß er runterkommt, so sagt er, er sieht noch a zweite Batterie weiter hinten, die muß auch noch weg – und da auf dem Baum is er sicher, er wär doch a Waldkind. Und wieder fangt unsere Artillerie zum Singen an, und der Pummer markiert jeden Schuß wie beim Scheibenschießen am Exerzierplatz – und wieder gibt's an Volltreffer in die Russen hinein, da sagt der Pummer durchs Telephon: Lang werd ich's nimmer machen, ich hab schon drei Schuß im Leib. Und der Hauptmann brüllt, er soll schon zum Teufel herunterkommen, aber er antwortet 373 nimmer – und wir haben g'sehen, wie droben im Baumwipfel sich was bewegt und tiefer rutscht, immer tiefer . . . Und wie das Maschingewehrfeuer aufg'hört hat, haben wir uns ang'schlichen zum Baum, und da liegt der Pummer unten, kalt und starr, und die Telephonmuschel halt' er noch in der Hand . . .«

Lautes Schluchzen unterbrach den Erzähler. Die junge Luxbäuerin griff nach der Hand der Mariann und weinte bitterlich.

Der Lippl räusperte sich: »Wenn einer tot is, merkt man's erst, was er wert war. Ich hab ihm in der Nacht sein Grab g'schaufelt, dös is ja mein g'lerntes Handwerk; und dann haben wir uns alle herumg'stellt und a Vaterunser g'bet't, und die Granaten sind über die Bäum hing'flogen, aber es hat keiner aufg'hört zum Beten. Und ich hab denken müssen, wie mich damals der Pummer wegen der Wilddieberei in Arrest bracht hat. Und gern tät ich wieder sitzen, dreimal so lang wegen meiner, wenn er wieder da stund neben mir. Die Goldene 374 Medaille hat er a paar Täg später kriegt – als Toter. Und unser Hauptmann hat g'sagt, wer weiß, wie's worden wär am Uzsoker Paß ohne Wachtmeister Pummer.«

Der Lippl schwieg und strich sich den Schnurrbart. Regungslos standen sie alle zwischen den goldig schimmernden Grabkreuzen. Die Hummeln läuteten um die Blumen, und leise zitterten die Grashalme im Wind.

»Und wie is dir denn dös g'schehen, Lippl?« fragte eine tiefe Stimme aus der Menge, und eine runzlige braune Hand deutete auf sein Bein.

»Na ja – a Wochen später war's, wie mir die Russen heimg'jagt haben, da krepiert auf amal a Granaten neben uns; und ich spür's wie an Schlag – und nachher hab i nix mehr g'wußt von mir und bin erst aufg'wacht, wie ich Leut seh mit 'm roten Kreuz. Den Kerschbaum Poldl hats auch derwischt und no a paar Burschen vom Ort, die waren aber alle nur leicht verwundet. So, jetzt bin i lang genug dag'sessen, und der Stumpf tut schon weh. Pfüat Gott, Leutln!« 375

Und er packte seine Krücken und humpelte davon. Diesmal nun doch in der Richtung gegen das Moserwirtshaus.

 

Wenn einer tot ist, merkt man erst, was er wert war. Der Lippl sollte recht behalten mit dieser Anmerkung.

War es schlechtes Gewissen gegenüber dem Toten oder etwas wie heimlicher Stolz, daß das kleine Nest im Waldviertel auch das seine geleistet hatte in dem ungeheuren Völkerringen, kurz, von allen Seiten tauchten Vorschläge auf, wie man das Andenken des schlichten Menschen ehren solle, der als einer der vielen Tausende von namenlosen Helden rühmlich gefallen war.

Eine Partei mit dem Pfarrer an der Spitze war für ein schönes Grabdenkmal auf dem Friedhof. Der Oberlehrer wollte eine Gedenktafel aus Marmor, die man an dem Gendarmeriegebäude anbringen sollte, und versprach einen schönen, poetischen Text zu liefern. Aber der Kaplan war dagegen. 376

»Worte, Worte – was sollen uns die,« meinte er. »Haben die Schmöcke noch nicht genug Worte gemacht über den Krieg und seine Helden? Nein, etwas Stilles müßte es sein, etwas Großes, Stilles und Lebendiges, das die Erinnerung an unseren Pummer wach erhält, nur keine Worte. Laßt mich bis morgen nachdenken.«

Und dann sprachen sie lauter alltägliches Zeug. Aber am nächsten Abend sagte der Pater Balduin mit wichtiger Miene:

»Ich hab's! Wir pflanzen dem Andenken des Pummer einen Baum beim Eingang in den Friedhof. Eine Eiche oder eine Linde. Eine Gedenktafel kann ja daneben auch aufgestellt werden mit Namen und Jahreszahl und ein paar guten Worten. Was sagt ihr dazu?«

Der Oberlehrer war nach einigem Hin und Her einverstanden. Aber eine Eiche müsse es sein, eine deutsche Eiche.

»Und wenn vielleicht noch ein paar aus unserer Gemeinde den schönen Heldentod für das Vaterland sterben,« sagte er pathetisch, »so 377 pflanzen wir jedem von ihnen einen Baum. Dann wird es so was wie ein heiliger Hain, wie ihn die alten Germanen hatten.«

Herr Kerzendocht seufzte: »Ihr Patriotismus ist gewiß sehr schön, Herr Oberlehrer. Aber Gott gebe, daß dieser Hain nicht gar zu groß wird.«

Der Pfarrer wollte nicht recht dran. Der Gedanke schien ihm etwas Heidnisches zu haben. Aber der Kaplan sprach mit großer Schriftgelehrsamkeit vom Heiligen Franziskus, der gewiß ein guter Christ gewesen war und doch die Bäume seine lieben Brüder nannte, der den Fischen und Vögeln predigte und sich eins fühlte mit der Natur; und da gab der Pfarrer endlich seine Zustimmung und erklärte am nächsten Sonntag nach dem Nachmittagsgottesdienst die Weihe des Baumes vornehmen zu wollen.

Und der Oberlehrer suchte im Versuchsgarten der Schule, wo laut behördlichem Auftrag Bäumchen und Blumen von den Schulkindern gepflanzt und gepflegt wurden, ein wunderschönes, schlankes Eichenstämmchen aus. 378

Am Sonntag aber nach dem Segen schritt der Pfarrer, nachdem die heilige Handlung vorüber war, nicht wie sonst in die Sakristei, sondern im vollen glänzenden Ornat mitten durch die Kirche auf den Friedhof hinaus, begleitet von zwei rotweißen Ministrantenbuben mit Rauchfaß und dem silbernen Gefäß mit geweihtem Wasser. Draußen aber stand der Oberlehrer und ein paar von der Gemeindevertretung, auch der alte Lux war da und entblößte seinen grauen borstigen Kopf, als der Pfarrer kam; und die Gemeinde stand herum und sah zu, wie das kleine Bäumchen in das vorhin gegrabene Loch gesenkt ward und die braunen Schollen wieder die Wurzeln bedeckten, mit denen es seine Lebenskraft aus dem Boden der Heimat sog.

Dann faltete der Pfarrer die Hände und betete still, während die Männer die Hüte abnahmen und die Frauen niederknieten auf die sonnenwarme Erde; sie dachten an die Söhne, Gatten und Geliebten, die in diesem Augenblick vielleicht ihr Blut geben mußten für die ferne Scholle, 379 und es ging ein Seufzen und Schluchzen über die Knienden hin, wie der Wind über ein Ährenfeld streicht, daß sich graue, blonde und braune Köpfe tiefer neigten vor Weh und Schmerz.

Und der Pfarrer nahm sein schwarzes Barett ab und sprach mit leiser, erst nach und nach anschwellender Stimme, langsam und ernst, als stünde der noch vor ihnen in seiner verhaltenen Kraft, dem seine Worte galten:

»Du guter und getreuer Knecht des Herrn, der du dein Leben für uns geopfert hast, schau herab auf uns, die wir hier dieses Bäumchen pflanzen zu deinem Andenken! Heute ist es armselig und klein, aber in hundert Jahren, wenn wir alle in Gott auf diesem Friedhof ruhen, wird es groß und gewaltig seine Äste ausbreiten, die Vögel des Himmels werden in seinen Zweigen nisten, und die Menschen werden es den Heldenbaum nennen. Ein Baum ist nichts, aber wenn ihrer Tausende und Hunderttausende beisammenstehen, so bringen sie Duft und Waldesfrische und Segen für die gegenwärtigen und kommenden 380 Geschlechter. Und so ist der einzelne nichts, aber wenn jeder seine Pflicht erfüllt und sich opfert für die andern, so wird aus dem Blut der stillen Helden die Saat der glorreichen Zukunft aufgehen, und niemand wird uns jemals vernichten können.

Und es steht geschrieben: Sei getreu bis in den Tod, so will ich dir die Krone des Lebens geben. Darum bitten wir dich, o Herr, du mögest die Seele dieses deines treuen Dieners in die ewigen Wohnungen aufnehmen und dereinst auch uns teilnehmen lassen an ihrer Glückseligkeit. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.«

Lautlose Stille lag auf allen. In den Bäumen des Kirchhofs rauschte leise der Wind, und ein süßer Kleeduft kam von den Wiesen herüber. Die Frauen weinten leise; sie fühlten, nicht der Pfarrer hatte gesprochen, nein, der Mensch aus ihrer Mitte, ein einfacher Mensch mit gutem und warmem Herzen.

Und er tauchte den Wedel in das silberne Gefäß und besprengte den kleinen jungen Baum 381 mit seinen zarten, hoffnungsgrünen Blättern, besprengte dir alten Männer und Kinder und Frauen und die Erde, die braun und rissig und kärglich mit ihren Gaben und doch die Erde der Heimat war.

Langsam und leise rannen die Tropfen von den Blättern; es war, als ob der junge Baum Tränen weinte, schwere, blinkende Tränen.

Der Pfarrer hatte sich in der Sakristei umgekleidet und schritt mit dem Kaufmann und dem Oberlehrer über den Platz dem Pfarrhof zu. Keiner sprach ein Wort; um alle Gesichter war das heimliche Leuchten der ernsten Weihestunde.

Ein kleiner Bub kam von der Post herübergelaufen und reichte ihm eine Zeitung. Er zog die Schleife ab und las. Dann reichte er das Blatt seinen Begleitern.

»Gestern ist die österreichische Armee unter dem brausenden Jubel der Bevölkerung in das von den Feinden geräumte Lemberg eingezogen.«

Da stand es in dicker schwarzer Schrift.

Die Männer nahmen die Hüte ab. 382

Und aus der Tiefe des Herzens heraus sprach der Pfarrer drei Worte:

»Gott sei gelobt!«

Aber der Gott, zu dem er rief, war nicht der Gott einer Kirche oder einer Religionsgesellschaft.

Es war jene waltende Gottheit, die in den Schlachten donnert und die Wange des Neugeborenen streichelt; die morgens segnend durch die Wälder geht und abends mit ihrem Blitzstrahl die tausendjährigen Stämme zerschmettert; die Gottheit, die den Starken schützt und das gute, ewige Recht.

 


 


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