Gustav Falke
Gedichte
Gustav Falke

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Aus dem Takt

            Mein Weib und all mein holder Kreis,
Mein Kind und all mein lachend Glück
Ich rühre an die Saite leis,
Wie hell klingt es zurück.

Nur manchmal, wenn von ferne ich
Die großen Ströme rauschen höre,
Wenn sich der vollern Lebenschöre
Ein Ton in meine Stille schlich,
Schrei laut ich auf und hebe Klag:
Mehr Licht, mehr Licht, nur einen Tag!

Und blutend leg ich, abgewandt,
Mein Herz in eure Liebeshand,
Bis es von aller Angst entbunden
Und wieder seinen Takt gefunden,
Den Gleichtakt zwischen Wunsch und Pflicht.
Herddämmerglück, Herddämmerlicht.

 


 


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