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47.

Im Hotel fand sie einen Brief ihres Gatten vor, der ihr mitteilte:

»Ein freundlicher Zufall hat es gefügt, daß ich Schloß und Gut Hartenthurn samt der schönen Umgebung – mit einem Wort, den ganzen ehemaligen Besitz deines Geschlechtes ankaufen konnte. Das Schloß hat noch die alten Möbel, auch Bilder deiner Großeltern und Urgroßeltern sind noch da. Ich hoffe, daß du auf Hartenthurn einen angenehmen Herbst verleben wirst. Natürlich ist der Besitz ebenso wie die Hietzinger Villa dein Eigentum und auf deinen Namen geschrieben.«

Einen Augenblick schien es, als ob Marianne doch weich werden wollte – aber dann schob sie den Brief mit einem verächtlichen Lächeln beiseite:

»Du bemühst dich umsonst, mein Lieber Freund – wir kennen uns zu gut ... Ich weiß, wie deine Liebe aussieht und was du imstande bist zu tun – für dich!«


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