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X. Schweißflecke

Baumwolle

Handelt es sich um farbige Stoffe, so hilft ein mehrfaches gründliches Abreiben mit Essig. Ein Leinwandläppchen wird in Essig getaucht und damit über die schweißigen Stellen gerieben.

Den gleichen Erfolg erzielt man mit Brennspiritus. Die Behandlung ist die gleiche wie mit Essig.

In weißen Stoffen, z. B. Batist, Mull, Voile usw. werden die durchschwitzten Stellen mit Seifenwasser aus Marseiller Seife ausgewaschen. Je feiner der Stoff, um so schwächer die Lösung. Darauf wird die Stelle mit einem feuchten Schwamm nachgerieben, dann läßt man sie trocknen und plättet sie.

Salmiakgeist leistet bei Schweißflecken gleichfalls gute Dienste. Man nimmt auf einen Liter Wasser 2 Eßlöffel Salmiakgeist und reibt damit die fleckigen Stellen heraus.

Filzhüte

Man löst 5 Gramm Zinnsalz in 100 Gramm Wasser auf und beträufelt damit die Schweißränder an den Filzhüten.

Das Verfahren muß mehrfach wiederholt werden. Dann wird mit einer Bürste, die in lauwarmes Master getaucht wird, gründlich nachgerieben.

Samt

Die Flecke werden erst mit Benzin abgerieben, dann fährt man mit einem mit heißem Sand angefüllten Beutelchen darüber. Der Sand muß bei hartnäckigen Flecken mehrfach neu erhitzt werden.

Abreiben mit Brennspiritus erfüllt bei nicht zu alten Schweißflecken ebenfalls seinen Zweck.

Seide

Man breitet den schweißbefleckten Seidenstoff auf einer harten Unterlage aus, nimmt ein in Spiritus getauchtes Flanell-Läppchen und streicht genau nach dem Faden andauernd darüber. Das Läppchen muß einige Male erneuert werden.

Auch verdünnter Salmiakgeist leistet bei gleicher Behandlung gute Dienste. Der durch die Behandlung verschwundene Seidenglanz erscheint wieder, wenn man die entfleckte Stelle mit Gummiwasser befeuchtet.

Wolle

Man bereitet eine Mischung aus einem Teil Salmiak, zwei Teilen Alkohol und drei Teilen Schwefeläther. Die Reinigung darf aber nur am Tage vorgenommen werden, da diese Mischung feuergefährlich ist. Mit der hergestellten Lösung wird die Stelle gründlich abgerieben.

Man bereitet eine Lösung von 5 Gramm Zinnsalz (giftig) und 100 Gramm Wasser, betropft damit die Flecken und reibt gründlich nach.

Benzol- und Birnenäther werden zu gleichen Teilen gemischt. Damit wird bei Tageslicht, da feuergefährlich, der Fleck beträufelt und tüchtig ausgerieben. Mit Salmiakgeist wird darauf der letzte Rest beseitigt.


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