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Zwölftes Kapitel.

Ich gehe auf den Zeh'n, mein Aug' mit Vorsicht,
Das Herz mit Muth, mit Wehr die Hand bewaffnend,
Gleich dem, der sich zur Löwenhöhle wagt.

Altes Schauspiel.

Als die Wanderer aus einem, nach dem See auslaufenden, Hohlweg hervortretend, des alten Schlosses Avenel ansichtig wurden, machte der Greis Halt und betrachtete, auf seinen Stab gestützt, die vorliegende Oertlichkeit mit aufmerksamem und forschendem Blick. Das Schloß war, wie oben gesagt, an manchen Stellen verfallen, wie man selbst aus dieser Entfernung an den eckigen und buckeligen Umrissen der Mauern und Thürme abnehmen konnte. An anderen Stellen schien es besser erhalten zu sein. Eine dunkle Rauchsäule, welche aus den Schornsteinen des Mittelbaues aufstieg, und sich dann wie eine schwarze Fahne durch den klaren Aether hinzog, verkündete, daß es bewohnt war. Aber keine Kornfelder, keine eingefügten Triften am Seeufer beurkundeten jene Vorsorge für den Unterhalt und für die Annehmlichkeiten des Lebens, wie man sie sonst in der Nähe der Wohnsitze der großen und auch der kleineren Landherren gewahrte. Da waren keine Hütten mit Flecken Infeld, mit Fluren und Gärten, umgeben von Reihen stattlicher Maulbeerfeigen, keine Kirche mit ihrem schmucklosen Thurme im Thal, keine Schafheerden auf den Abhängen der Berge, kein Rindvieh in den Niederungen: kurz Nichts, was auf den Betrieb friedlicher Geschäfte schließen lassen konnte. Es war unverkennbar, daß die Schloßbewohner, mochten ihrer nun viele oder wenige sein, eine Besatzung bildeten, welche durch andere als friedliche Mittel lebte.

Vermuthlich mit diesem Gedanken war es, daß der Greis die Augen auf die Burg geheftet, vor sich hin murmelte: » Lapis offensionis et petra scandali!« Stein des Anstoßes und Fels des Aergernisses. und daß er, an Halbert Glendinning sich wendend, hinzufügte: »Wir können von jener Veste sagen, wie König Jakob von einer anderen Burg in hiesiger Gegend: »Wer sie gebaut hat, war in seinem Herzen ein Dieb.« Die gleich nachher angeführte Bemerkung ist vom König Jakob VI. über Lochwood, die feste Stammburg der Johnstone von Annandale inmitten eines Sumpfes, gemacht worden.

»Das ist nicht an dem,« entgegnete Halbert. »Jenes Schloß ist von den alten Freiherren von Avenel erbaut, welche eben so sehr im Frieden geliebt, wie im Krieg geachtet waren. Sie waren das Bollwerk der Gränze wider die Fremden, und die Beschützer der Eingeborenen wider einheimische Unterdrückung. Der gegenwärtige unrechtmäßige Besitzer ihres Erbes gleicht ihnen so wenig wie die Nachteule dem Falken, obwohl sie auf demselben Felsen wie dieser nistet.«

»Dieser Julian Avenel ist also bei seinen Nachbarn nicht sonderlich beliebt und geachtet?« fragte Warden.

»So wenig,« antwortete Halbert, »daß außer den Jackmännern und Reitern, welche er an sich gezogen hat, und deren viele zu seinen Diensten stehen, meines Wissens nur Wenige mit ihm zu schaffen haben mögen. Mehr als ein Mal ist er in die Acht erklärt worden, von Schottland sowohl wie von England, oftmal sind seine Güter ihm abgesprochen, ist ein Preis auf seinen Kopf gesetzt worden. Allein in diesen unruhigen Zeiten findet ein so verwegener Kopf, wie Julian Avenel, stets etliche Freunde, die sich herbeilassen, ihn vor dem strafenden Arm der Gerechtigkeit zu schützen, wenn er ihnen dafür seine geheime Dienste zusagt.«

»Ihr beschreibt da einen gefährlichen Menschen,« bemerkte Warden.

»Ihr könnt Erfahrungen darüber machen,« sprach der Jüngling, »wenn Ihr nicht behutsamer zu Werke geht. Doch wer weiß, ob er nicht auch die Gemeinschaft der Kirche verlassen und sich auf den Weg der Ketzerei verlaufen hat.«

»Was Eure Blindheit den Weg der Ketzerei nennt,« versetzte der Prediger, »ist in Wahrheit der gerade und schmale Weg, von welchem der, so auf ihm wandelt, sich nicht abkehrt weder um weltlicher Güter noch um weltlicher Lüste willen. Wollte Gott, dieser Mann wäre von keinem anderen und von keinem schlimmeren Geiste beherrscht, als von demjenigen, welcher meine ärmlichen Bemühungen um Ausbreitung des Reiches Gottes hervorruft! Dieser Freiherr von Avenel ist mir persönlich nicht bekannt; er gehört nicht zu unserem Rath und Bund. Indessen bring' ich ihm Empfehlungen von Leuten die er fürchten muß, wenn er sie auch nicht ehrt, und darauf hin will ich mich in seine Veste wagen. – Ich bin jetzt hinlänglich gestärkt durch diese wenigen Augenblicke der Ruhe.«

»Nun denn, so nehmt folgenden Rath von mir an,« sprach Halbert, »und glaubt mir, daß er sich auf den Brauch dieses Landes und seiner Bewohner gründet. Könnt Ihr sonst einen Ausweg finden, dann geht nicht auf Schloß Avenel. Wagt Ihr Euch aber dahin, dann sucht von ihm wo möglich sicheres Geleit zu erhalten und seht darauf, daß er dasselbe bei dem schwarzen Kreuz beschwört. Und endlich gebt acht, ob er mit Euch am Tisch ißt oder Euch zutrinkt; denn wenn er Euch nicht diese Zeichen des Willkommens gibt, dann hegt er böse Gedanken wider Euch.«

»Ach,« sprach der Prediger, »für den Augenblick habe ich keine bessere irdische Zuflucht, als diese finsteren Thürme; aber ich gehe hinein, mich einer Hülfe getröstend, welche nicht von dieser Welt ist. – Aber du, guter Jüngling, brauchst dich doch nicht in diese Höhle zu wagen?«

»Ich,« antwortete Halbert, »stehe in keiner Gefahr. Ich bin gut bekannt mit Christie von Clinthill, dem Leibknecht dieses Julian, und was ein noch besserer Schutz ist, ich habe Nichts, was seine Bosheit oder Habgier reizen könnte.«

Der Hufschlag eines Rosses auf dem steinigen Ufer des See's ließ sich hinter ihnen hören. Sie sahen sich um und erblickten einen Reiter, dessen Sturmhaube und Lanzenspitze in den Strahlen der sinkenden Sonne erglänzte. Da derselbe scharf zuritt, war er bald so nahe, daß Halbert in ihm Christie von Clinthill erkennen, und seinem Gefährten sagen konnte, daß Julians Leibknecht sich nähere.

»He Bürschchen!« rief Christie Halberten zu, als er sie erreicht hatte; »nicht wahr, ich habe doch am Ende Recht behalten; und du kömmst, bei meinem edlen Herrn Dienst zu nehmen? Nun, du sollst an mir einen guten und treuen Freund finden, und ehe es wieder Barnabastag ist, sollst du jeden Schlupfweg zwischen der Ebene von Millburn und Netherby so gut kennen, als wärest du mit einer Jacke auf dem Buckel und mit einem Spieß in der Hand geboren worden. – Aber was hast du da für einen alten Kerl bei dir? – Er ist nicht von der Bruderschaft zu S. Marien, wenigstens trägt er nicht das Zeichen, wie jenes schwarze Vieh.«

»Es ist ein Wandersmann,« antwortete Halbert, »der mit Julian von Avenel zu schaffen hat. Ich meinestheils habe vor, nach Edinburgh zu geh'n und mir den Hof und die Königin zu betrachten. Wenn ich hierher zurückkomme, dann wollen wir von Eurem Vorschlag reden. Einstweilen bitte ich, da Ihr mich vielfach auf dieß Schloß eingeladen habt, für diese Nacht um Gastfreiheit für mich und für meinen Gefährten.«

»Für dich, recht gern, junger Gesell,« antwortete Christie. »Aber Pilger beherbergen wir nicht, auch Nichts, was einem Pilger gleich sieht.«

»Erlaubt,« sprach Warden, »ich habe Empfehlungsbriefe an Euren Meister von einem sicheren Freund, dem er gewiß in noch wichtigeren Stücken zu Diensten sein wird, als in Gewährung eines kurzen Schutzes für mich. Auch bin ich kein Pilger, vielmehr verwerfe ich das Pilgern sammt allen abergläubischen Gebräuchen.«

Damit bot er dem Reisigen den Brief an. Dieser aber schüttelte den Kopf und sprach: »Das sind Sachen für meinen Herrn, und ich will es loben, wenn er es lesen kann. Für mich sind Schwert und Spieß, Buch und Psalter schon seit meinem zwölften Jahr. Aber ich will Euch auf das Schloß geleiten, und der Freiherr selber mag über Eure Botschaft urtheilen.«

Mittlerweile hatten sie den Damm erreicht. Christie setzte sich in Trab und benachrichtigte die Wächter der Burg durch einen gellenden Pfiff von seiner Annäherung. Auf dieß Zeichen ward die innere Zugbrücke herabgelassen. Der Reiter ritt hinüber und verschwand in dem finsteren Thorweg.

Glendinning und sein Gefährte kamen auf dem holperigen Damm langsamer nach und erreichten endlich gleichfalls den Thorweg. Ueber demselben stand in dunkelrothem Stein ausgehauen, das alte Wappen Derer von Avenel: eine verhüllte weibliche Gestalt als einzige Figur in dem Schild Eine alte englische Familie führt oder führte im weißen Feld einen schwarzen schreitenden Geist. Wahrscheinlich die Erfindung eines wortspielenden Herolds.. Wie sie dazu gekommen waren, ein so sonderbares Sinnbild anzunehmen, ließ sich nicht nachweisen, allein man glaubte allgemein, es bezeichne das, unter dem Namen Weißes Fräulein von Avenel bekannte, geheimnißvolle Wesen. Der Anblick dieses verwitternden Schildes erweckte in Halbert die Erinnerung an die sonderbaren Umstände, welche sein Schicksal mit dem Mariens von Avenel verknüpft hatten, und an das Treiben des gespenstigen Wesens, welches zu ihrem Hause in so naher Beziehung stand; hier sah er das Wesen in Stein abgebildet, wie er es früher auf dem Siegelring Walters von Avenel eingegraben gesehen hatte, einem der Kleinode, welche, wie früher erwähnt, der Plünderung entzogen und nach Glendearg gebracht worden waren, als Mariens Mutter aus ihrem Wohnsitz vertrieben ward.

»Ihr seufzt, mein Sohn,« sprach der Greis, als er den Eindruck dieses Anblicks auf seines jungen Gefährten Antlitz gewahrte, ohne den wahren Grund zu kennen. »Wenn Ihr Euch fürchtet hineinzugehen, so können wir noch umkehren.«

»Das könnt Ihr nicht,« rief Christie von Clinthill, aus der Seitenthür unter dem Thorweg hervortretend. »Seht dorthin und wählt, ob ihr den Rückweg machen wollt, schwimmend wie eine wilde Ente oder fliegend wie ein Kibitz.«

Sie wandten sich um und sahen, daß die Zugbrücke, welche sie so eben überschritten hatten, wieder aufgehoben war und mit ihren Brettern zwischen der untergehenden Sonne und dem Burgthor stand, und so die Dunkelheit des Gewölbes, unter welchem sie sich befanden, noch vermehrte. Christie lachte und hieß sie ihm folgen. Halberten sagte er ermunternd in's Ohr: »Antwortet frisch und keck auf Alles, was der Freiherr Euch fragt. Haltet nie inne, um Eure Worte auszuklauben, und vor allen Dingen, zeigt keine Furcht vor ihm – der Teufel ist nicht so schwarz wie er abgemalt wird.«

So sprechend, führte er sie in den weitläufigen Saal, an dessen oberem Ende ein großes Holzfeuer brannte. Auf dem langen eichenen Tisch, welcher, wie überall, die Mitte des Gemaches einnahm, erblickte man Zurüstungen zu dem nicht sehr leckeren Abendmahl des Freiherrn und seiner vornehmsten Diener. Fünf oder sechs von diesen, starke, wild aussehende Männer gingen auf und ab am unteren Ende des Saales, welcher widerhallte von dem Klirren ihrer großen Schwerter und von dem schweren Tritt ihrer langen Stiefel mit hohen Absätzen. Eisenjacken oder Büffelwämser waren die Hauptstücke ihrer Bekleidung; auf dem Kopf trugen sie Sturmhauben oder breitkrämpige Hüte mit spanischen, rückwärts fallenden, Federn.

Der Freiherr von Avenel war eine von jenen schlanken, muskelkräftigen, kriegerischen Gestalten, wie sie Salvator Rosa so gerne malt. Er trug einen Mantel, welcher einst reich verziert war, dessen Farben aber durch langes Tragen in Wind und Wetter verschossen waren. Nachlässig um seine schlanken Glieder geworfen, verhüllte derselbe und zeigte zum Theil ein kurzes Büffelwams, unter welchem stellenweise ein leichtes Panzerhemd hervorsah. Diese Art von Panzerhemd hieß das Geheimniß, weil es statt der augenfälligeren Rüstung getragen wurde zum Schutz gegen Meuchelmord. An einem ledernen Gurt hing auf der einen Seite ein großes gewichtiges Schwert und auf der andern der zierliche Dolch, welcher einst Herrn Piercie Shafton seinen Herrn genannt hatte, und dessen kunstreiche Verzierung und Vergoldung bereits sehr abgenutzt waren durch plumpes Anfassen oder Vernachlässigung.

Trotz der Schmucklosigkeit seines Anzugs hatte Julian von Avenel in Blick und Haltung bei weitem mehr Würde als seine Diener. Er mochte fünfzig Jahre alt sein oder etwas mehr, darnach zu schließen, daß sein dunkles Haar mit grau gemischt war. Allein die Jahre hatten weder das Feuer seines Blickes noch den Ausdruck von Entschlossenheit in seinem übrigen Wesen gemindert. Sein Gesicht war einst schön gewesen, denn Schönheit war ein Erbstück der Familie; allein die Züge waren hart geworden durch Mühseligkeiten und durch den Einfluß von Wind und Wetter, und roh dadurch, daß er stets seinen wilden Leidenschaften gefröhnt hatte.

Er schien in tiefe finstere Betrachtungen versunken zu sein, und ging entfernt von seinen Knechten am oberen Ende des Saales auf und ab, oder stand auch jezuweilen still, um einen Ganshabicht zu liebkosen und zu füttern, der auf seiner Faust saß, und dessen Fesseln er um die Hand gewickelt hatte. Der Vogel schien nicht unempfindlich gegen seines Herrn Aufmerksamkeit, und erwiederte seine Liebkosungen damit, daß er seine Federn sträubte und spielend nach seinem Finger hackte. In solchen Augenblicken lächelte der Freiherr, aber gleich darauf nahm er wieder seine finstere, nachdenkliche Miene an. Sein Auge ließ sich selbst nicht durch einen Gegenstand anziehen, an welchem nicht leicht Jemand so oft hätte vorübergehen können, ohne ihm einen flüchtigen Blick zuzuwerfen.

Es war dieß ein Weib von ausgezeichneter Schönheit, mehr schmuck als reich gekleidet. Sie saß auf einem niedrigen Sitz an dem hohen Kamin. Die goldenen Ketten um Hals und Arm, der lebhaft grüne, auf dem Boden nachschleifende Rock, der silbergestickte Gürtel mit dem hausmütterlich an einer Silberkette herabhängenden Schlüsselbund, das gelbseidene Kopftuch, welches ihre schwarzen Haare zum Theil verbarg, vornehmlich aber die im alten Liede so zart berührten Umstände, »der Gürtel war so kurz, das grüne Röcklein allzueng« hätten in ihr die Freifrau vermuthen lassen sollen. Allein der niedrige Sitz, der Ausdruck tiefer Schwermuth, welcher sich in ein furchtsames Lächeln verwandelte, wenn sie es für möglich hielt, daß Julians Blick auf sie fiele, die hervorbrechende Thräne, welche wieder an die Stelle des erzwungenen Lächelns trat, wenn sie sich ganz unbeachtet sah – dieß war nicht das Verhalten einer Gattin, sondern vielmehr das eines unglücklichen Weibes, welches seine Liebe in unerlaubter Weise bewilligt hatte.

Julian von Avenel fuhr, wie gesagt, fort, in dem Saal auf und ab zu schreiten, ohne das geringste Zeichen stummer Aufmerksamkeit, welches man sonst doch jedem Weibe, sei es nun aus Zuneigung oder aus Höflichkeit gibt. Er schien, als wüßte er gar nicht, daß sie oder daß seine Diener da wären. Das Weib beobachtete sein Thun mit dem Habicht, als suchte sie eine Gelegenheit, mit dem Freiherrn zu sprechen, oder als fände sie etwas Räthselhaftes in den Ausdrücken, welche er gegen den Vogel gebrauchte.

Alles dieß hatten die Fremdlinge Zeit genug zu beobachten, denn kaum waren sie in das Gemach eingetreten, als Christie, der sie eingeführt hatte, einen bedeutungsvollen Blick mit den Knechten oder Kleppern am unteren Ende des Saales wechselte und unseren Wanderern ein Zeichen gab, ruhig an der Thüre stehen zu bleiben. Er selber näherte sich dem Tisch, und nahm eine solche Stellung ein, daß der Blick des Freiherrn auf ihn fallen mußte, wenn diesem in den Sinn kam, sich umzusehen, aber er war weit entfernt davon, sich der Aufmerksamkeit seines Herrn aufzudrängen. Der von Natur kecke und verwegene Blick dieses Menschen erschien ganz verändert, wenn er in der Nähe seines Gebieters war, und erinnerte an die kriechende Weise eines bissigen Hundes, wenn derselbe von seinem Herrn angefahren wird, oder wenn er bei einem Stärkeren aus seiner Gattung um Gnade bittet.

Ungeachtet der Neuheit seiner Lage und der damit verknüpften peinlichen Gefühle fand Halbert seine Aufmerksamkeit gefesselt durch das weibliche Wesen, welches unbeachtet am Kamin saß. Er sah, mit welcher regen und ängstlichen Sorgfalt sie auf die abgebrochenen Worte Julians achtete, und wie sie verstohlene Blicke auf ihn richtete, bereit, sie abzuwenden, sobald sie vermuthen durfte, daß er bemerkte, er werde beobachtet.

Der Freiherr fuhr fort, mit seinem gefiederten Liebling zu tändeln, indem er ihm einen Bissen bald hingab, bald zurückzog und so abwechselnd seine Freßlust bald reizte bald befriedigte. »Was? immer noch mehr? du schlechter Geier! du wirst gar nicht fertig. Gibt man dir Etwas, so willst du Alles haben. Ah, putze deine Federn und mache dich schön – das wird einmal was werden. – Meinst du, ich kenne dich nicht? Meinst du, ich wüßte nicht, daß all dein Sträuben und Schmücken und Flügeln und Federn nicht für deinen Herrn ist, sondern um zu sehen, was du mit ihm machen kannst, du gieriger Stoßvogel? Nun – da – da hast du's und sei lustig – wenn man dir ein Weniges gibt, kommt man weit mit dir, wie mit allen Weibsen – so muß man's machen.«

Er ließ ab auf den Vogel zu sehen, und setzte seine Gänge durch den Saal wieder fort. Dann nahm er wieder ein Stückchen Fleisch von dem Brett, auf welchem es geschnitten für ihn da lag, und fing wieder an den Vogel zu locken und zu necken, indem er es ihm darbot und wieder zurückzog, bis er seine Wildheit reizte. »Was? Zerren, flattern, nach mir hacken und krallen? So ho! So ho! Willst steigen? Willst fliegen? Die Fesseln sind um deine Klauen, – Narr – kannst dich weder regen, noch schweben, außer wenn ich will. – Nimm dich in Acht, daß du kommst, wenn ich dich locke, schlechtes Mensch, sonst reiß' ich dir nächstens den Kopf ab. – Du hast's, laß dir's gut thun. – He da Hensel!« Einer der Knechte trat vor. »Da, thue das schlechte Vieh in den Käfig – oder halt, laß ihn; aber sorge daß er abgetragen und gebadet wird – morgen wollen wir ihn fliegen sehen. – Nun Christie, so schnell zurück?«

Christie trat vor seinen Gebieter hin und stattete ihm Bericht ab über seinen Ritt, in der Weise wie ein Polizeidiener seinem Vorgesetzten eine Meldung macht, das heißt mit Zeichen sowohl, wie mit Worten.

»Edler Herr,« sprach der würdige Spießgesell, »der Herr von – –« (er nannte keinen Namen, sondern deutete mit dem Finger nach Südwesten) »mag an dem Tag, wo er gewollt hat, nicht mit Euch reiten, weil der Herr Markwart ihn bedroht – –« (abermals eine Lücke, sehr verständlich dadurch ausgefüllt, daß der Sprecher mit dem Zeigefinger seinen Hals berührte und den Kopf ein wenig auf die Seite neigte).

»Feiger Schuft!« rief Julian; »bei Gott, die ganze Welt taugt schier nichts mehr. Sie ist nicht werth, daß ein braver Mann auf ihr lebt. Tag und Nacht kann man reiten, ohne eine Feder wehen zu sehen, ohne ein Roß stampfen zu hören. Der Geist unserer Väter ist todt – selbst das Vieh ist entartet – die Rinder, die wir mit Lebensgefahr heim bringen, sind Aeser, – unsere Falken sind Rupfer Fassen die Beute nur bei den Federn., unsere Hunde Bratenwender und Ringelschwänze – unsere Männer sind Weiber, und unsere Weiber sind« – –

Hier blickte er zum ersten Male nach dem Weibe und unterdrückte das Wort, welches er im Begriff war, auszusprechen. Allein in dem Blick lag etwas so Verächtliches, daß man hätte ergänzen können: »Wie diese da.«

Er sagte es indessen nicht. Das Weib, als wollte es um jeden Preis und auf welche Weise immer seine Aufmerksamkeit in Anspruch nehmen, stand auf und ging auf ihn zu, aber mit Schüchternheit, die ihre erzwungene Munterkeit schlecht verhehlte. – »Unsere Weiber, Julian – was wolltet Ihr von unsern Weibern sagen?«

»Nichts,« antwortete der Freiherr; »oder doch weiter Nichts, als daß sie gutherzige Dinger sind, wie du, Käthe.« – Das Weib erröthete und kehrte zu seinem Sitze zurück. »Und was hast du da für Fremde mitgebracht, Christie, die dort stehen, wie ein paar Heiligenstöcke?« fragte der Freiherr.

»Der große, Ew. Gnaden,« antwortete Christie, »ist ein junger Gesell, heißt Halbert Glendinning und ist der älteste Sohn der alten Wittwe in Glendearg.«

»Was bringt ihn hieher? hat er eine Botschaft von Marien Avenel?«

»Ich glaube nicht,« antwortete Christie; »er läuft im Land herum. Er war von jeher ein wildes Schlupfchen. Ich habe ihn gekannt, wie er noch nicht höher war, als mein Schwert.«

»Was hat er für Eigenschaften?«

»Alle mögliche Eigenschaften,« antwortete der Knecht. »Er kann einen Hirsch schießen, ein Reh spüren, einen Habicht steigen lassen, einen Hund hetzen, schießt mit Bogen und Armbrust auf ein Haar, handhabt Schwert und Spieß fast so gut wie ich, sitzt fest und schön im Sattel; – ich weiß nicht, was ein Mann mehr braucht, um ein guter Gesell zu sein.«

»Und wer ist der alte Lump neben ihm?«

»Ein Stück von einem Priester, vermuth' ich. Er sagt, er hätte Briefe für Euch.«

»Laß sie vortreten,« sprach der Freiherr. Kaum hatten sie sich etwas genähert, als er, mit Bewunderung die schöne und kräftige Gestalt Halberts bemerkend, diesen anredete: »Es ist mir gesagt worden, Bürschlein, daß Ihr in der Welt herumzieht, Euer Glück zu suchen. Wollt Ihr bei Julian Avenel dienen, so könnt Ihr es finden, ohne weiter zu gehen.«

»Erlauben Ew. Gnaden,« antwortete Glendinning, »es ist mir Etwas zugestoßen, was es besser für mich macht, daß ich das Land verlasse. Ich bin auf dem Weg nach Edinburgh.«

»Aha! Gewiß hast du dem König ein Stück Wild geschossen, – oder die Weiden von S. Marien um einige Stücke Rindvieh erleichtert, – oder hast beim Mondschein einen Sprung über die Gränze gemacht.«

»Nein,« versetzte Halbert; »es ist ein ganz anderer Fall.«

»Ich wette,« fuhr der Freiherr fort, »du hast einen Bruder Bauer in einer Balgerei um ein Mensch erstochen. Du siehst schon darnach aus.«

Empört über diesen Ton, blieb Halbert Glendinning stumm, und der Gedanke fuhr ihm durch den Sinn, was wohl Julian gesagt haben würde, wenn er wüßte, daß der Streit, von dem er so leichthin sprach, um der Tochter seines Bruders willen entstanden war. – »Doch laß die Ursache deiner Flucht sein, welche sie will,« fuhr der Freiherr fort, »denkst du, das Gesetz oder seine Sendlinge könnten dich auf dieß Eiland verfolgen, oder dich unter dem Banner von Avenel verhaften? Betrachte die Tiefe des See's, die Stärke der Mauern, die Länge des Dammes, – betrachte meine Leute und sage dir, ob sie darnach aussehen, einem Kameraden Etwas thun zu lassen, oder ob ich, ihr Gebieter, der Mann darnach bin, einen treuen Nachfolger in guten oder bösen Tagen im Stich zu lassen. Ich sage dir, zwischen dir und der Gerechtigkeit, wie sie es nennen, soll ewiger Friede sein von dem Augenblick an, wo du meine Farbe an deiner Haube aufgesteckt hast, – du sollst dem Markwart an der Nase vorbeireiten wie einem alten Marktweib, und nie soll einer der Köther, die ihm nachlaufen, dich anzubellen wagen.«

»Ich danke Euch für Euer Anerbieten, edler Herr,« versetzte der Jüngling, »aber ich muß kurz antworten, daß ich keinen Gebrauch davon machen kann, und daß mein Glück mich anderwärts hinführt.«

»Du bist ein eigenwilliger Thor dir zur Qual,« sprach Julian, sich von ihm abwendend, gab Christie ein Zeichen heranzukommen, und flüsterte ihm in's Ohr: »Christie, das Aussehen dieses jungen Gesellen verspricht Etwas; wir brauchen Leute von solchen Knochen. Die, so du kürzlich gebracht hast, sind der wahre Abschaum der Menschheit, Lumpenhunde, kaum des Pfeiles werth, an dem sie verenden. Dieser Junge hat Glieder wie Sanct Georg. Bearbeite ihn mit Wein und Bier, laß die Dirnen ihn umstricken wie Spinnen – verstehst du mich?« Christie nickte pfiffig und zog sich in eine ehrerbietige Entfernung zurück. – »Und du, Alter,« sprach der Freiherr an den Greis sich wendend, »bist auch dem Glück nachgezogen? Es scheint nicht, als wär' es dir in den Weg gekommen.«

»Erlaubt,« sprach Warden, »ich wäre vielleicht mehr zu bedauern, als ich es wirklich bin, hätte ich das Glück gefunden, welches ich, gleich Anderen, in meinen jungen Jahren gesucht habe.«

»Nein, versteh' mich recht, Freund,« versetzte der Freiherr; »wenn du mit deinem Stiftschechterrock und mit deinem langen Stock zufrieden bist, so hab' ich Nichts dagegen, daß du so arm und verächtlich bist, wie es für Leib und Seele gut ist. Ich will weiter Nichts von dir wissen, als die Ursache, welche dich auf mein Schloß gebracht hat, wo wenige Raben deines Gelichters sich niederlassen mögen. Ich wette, du bist ein verstoßener Mönch aus einem aufgehobenen Kloster, der in seinen alten Tagen für die üppige Faulheit bezahlt, in welcher er seine Jugend zugebracht hat. – He? oder ein Pilger mit einer Tasche voll Lügen von S. Jakob von Compostella oder von Unserer Lieben Frauen zu Loretto, oder vielleicht ein Ablaßkrämer mit einer Tasche voll Reliquien von Rom, der Sünden für einen Pfennig das Dutzend und eine drein vergibt. Ja, ja, ich merke, warum ich dich in Gesellschaft dieses Knaben finde, du brauchst solch einen flämischen Jungen, um dir deinen Dachsranzen schleppen zu lassen und deinen faulen Buckel zu erleichtern; aber bei der heiligen Messe, ich will dir einen Strich durch die Rechnung machen. Ich gelobe bei Sonn' und Mond, daß ich es nicht ruhig ansehen will, wie ein so netter Junge verführt wird, im Land herumzustreichen mit einem alten Spitzbuben gleich Simmie und seinem Bruder Zwei Bettelmönche, deren Aufzug und Betrügerei Gegenstand einer alten schottischen Satire ist.. Fort mit dir!« schrie er zornig und so schnell sprechend, daß der Alte nicht zum Wort kommen konnte, vermuthlich in der Absicht, ihn zu eiliger Flucht zu schrecken. »Fort mit dir, mit deinem gelappten Stock, deiner Tasche und deiner Muschelschale, oder, bei dem Namen von Avenel, ich lasse die Hunde auf dich los!«

Warden wartete mit großer Geduld, bis Julian Avenel, erstaunt, daß seine Drohungen und die Heftigkeit seiner Sprache keinen Eindruck auf ihn machten, wie verdutzt inne hielt und in weniger heroischem Tone sagte: »Was zum Teufel antwortest du mir nicht?«

»Wenn Ihr fertig zu reden seid,« versetzte Warden in derselben ruhigen Weise, »dann ist es Zeit genug zu antworten.«

»Sag' an, Mensch, in's Dreiteufels Namen! – aber nimm dich in Acht – bettle hier nicht – wär' es auch nur um die Rinde vom Käse, um das was die Ratten nicht mögen, oder um einen Bissen, den ein Hund liegen läßt. Weder ein Stäubchen Mehl, noch den neunzehnten Theil von einem Grot will ich einem heuchlerischen Bettelbruder von deiner Livree geben.«

»Ihr würdet vielleicht weniger übel auf meine Livree zu sprechen sein,« sprach Warden, »wenn Ihr wüßtet, was darunter ist. Ich bin kein Bettelmönch und mag recht gern Euer Zeugniß hören wider diese häßlichen Betrüger der Kirche Gottes und Anmaßer seines Rechtes über die christliche Heerde, wäre es nur in Liebe abgelegt.«

»Und wer oder was bist du denn,« fragte Avenel, »daß du in dieß Gränzland kommst, wenn du weder Mönch, noch Söldner, noch verdorbener Geschäftsmann bist?«

»Ich bin ein demüthiger Diener des heiligen Wortes,« versetzte Warden. »Dieser Brief von einer hochansehnlichen Person wird Euch sagen, warum ich hier bin.«

Er übergab den Brief dem Freiherrn, welcher einigermaßen betroffen das Siegel betrachtete und dann den Brief selber ansah, der sein Staunen noch zu vermehren schien. Julian heftete sein Auge auf den Fremden und sprach in drohendem Ton: »Ich denke du wirst dich nicht unterstehen, mich zu verrathen oder zu betrügen.«

»Ich bin nicht der Mann dazu, das Eine oder das Andere zu versuchen,« war die kurze Antwort.

Julian ging mit dem Brief an's Fenster und las oder versuchte ihn zu lesen, und zwar zu wiederholten Malen. Oft sah er von dem Papier auf nach dem Ueberbringer, als wollte er den Sinn der Botschaft im Gesicht des Boten lesen. Endlich lief er: »Katharine, reg' dich und hole mir augenblicklich den Brief, welchen ich dir aufgegeben habe, in deinem Kästchen bereit zu legen, da ich selber keinen verschlossenen Behälter habe.«

Katharine ging mit der Bereitwilligkeit eines Wesens, das gern einen Auftrag vollzieht, und als sie dahinschritt, ward ihr Zustand, welcher einen weiteren Rock und einen längeren Gürtel erheischte, noch sichtbarer. Bald kam sie zurück mit dem Papier und erhielt zum Lohn die kalten Worte: »Ich danke dir, Dirne, du bist eine sorgsame Geheimschreiberin.«

Dieß zweite Papier las er ebenfalls zu wiederholten Malen durch und richtete auch hier wieder beim Lesen von Zeit zu Zeit einen beobachtenden Blick auf den Fremden. Diese Ausforschung und immer wiederholte Ausforschung ertrug der Prediger, obwohl der Ort und der Mann gefährlich waren, mit der ruhigen Miene, so unbewegt von dem Adler- oder vielmehr Geierblick des Freiherrn, wie von dem Anblick eines friedlichen Bauern. Endlich faltete Julian Avenel die beiden Papiere zusammen, steckte sie in die Tasche seines Mantels, heiterte seine Stirne auf und sprach, wieder vortretend, zu seiner Gefährtin: »Katharine, ich habe diesem guten Mann Unrecht gethan, als ich ihn für eine römische Drohne ansah. Er ist ein Prediger, Katharine, ein Prediger der – neuen Lehre der Herren von der Congregation.«

»Der Lehrer der heiligen Schrift,« fiel Warden ein, »gereinigt von Menschensatzungen.«

»Was du sagst!« sprach Julian. »Nun, nenne sie, wie du willst, mir ist sie ganz willkommen, weil sie all diese albernen Träumereien von Heiligen und Engeln und Teufeln wegschafft, und die Mönche abwirft, die uns so lange geritten und so blutig gespornt haben. Keine Messen und Leichengaben – keine Zehnten und Opfer mehr, die Leute arm zu machen, – keine Gebete und Psalmen mehr, Männer feig zu machen, keine Taufen, Bußen, Beichten und Heirathen mehr!«

»Mit Erlaubniß,« fiel Warden ein, »gegen die Ausartungen ist sie gerichtet und nicht gegen die Grundlehren der Kirche, deren Erneuerung wir wünschen, nicht deren Zerstörung.«

»Ich bitte, schweig' still,« sprach der Freiherr. »Wir Laien kümmern uns nicht, was ihr aufrichtet, dafern ihr nur lustig niederreißet, was uns im Wege ist. Absonderlich paßt es uns hier im Süden in unseren Kram, denn es ist unser Handwerk, die Welt umzukehren, und wir führen das schönste Leben, wenn das Unterste zu oben ist.«

Warden wollte entgegnen; aber der Freiherr ließ ihm keine Zeit dazu, sondern schlug mit dem Heft seines Dolches auf den Tisch und rief: »He, Ihr trägen Spitzbuben, geschwind unser Abendmahl herbei! Seht Ihr nicht, daß dieser heilige Mann, durch Mangel an Speise erschöpft ist? Habt Ihr jemals von einem Prediger oder Priester gehört, der nicht seine fünf Mahlzeiten den Tag über verschlingt?«

Die Knechte gingen geschäftig ab und zu und brachten schnell in etlichen großen dampfenden Schüsseln mächtige Stücke gekochten und gebratenen Rindfleisches, aber ohne Gemüse und fast ohne Brod, wiewohl in einem Körbchen am oberen Ende des Tisches einige Haferkuchen lagen. Julian fing eine Art Entschuldigung gegen Warden an.

»Ihr seid Unserer Sorgfalt empfohlen, Herr Prediger, (denn so nennt Ihr Euch,) durch eine Person, welche wir höchlich ehren.«

»Ich bin versichert,« sprach Warden, »daß der Hochedle Herr« – –

»Still, Alter,« unterbrach ihn Julian. »Wozu Namen nennen, wenn wir uns doch verstehen? Ich wollte bloß von wegen Euerer Sicherheit und Gemächlichkeit reden, wofür zu sorgen, Uns anempfohlen ist. Also was Eure Sicherheit betrifft, so betrachtet meine Mauern und mein Wasser. Aber was Eure Gemächlichkeit anlangt, so haben wir kein eignes Korn, und die Mehlsäcke der Südländer lassen sich nicht so leicht herüberbringen, wie ihre Rinder, angesehen sie keine Beine haben. Aber das macht Nichts. Einen Krug Wein sollst du haben und das vom besten, – du sollst sitzen zwischen Katharine und mir am Ende des Tisches. Und Christie sorge für den jungen Springinsfeld, und rufe dem Kellner zu, er solle eine Flasche vom Besten bringen.«

Der Freiherr nahm seinen gewöhnlichen Platz am oberen Ende des Tisches ein. Seine Katharine setzte sich gleichfalls und deutete höflich dem ehrwürdigen Gast auf einen Sitz zwischen ihr und Julian. Allein Heinrich Warden blieb trotz Hunger und Ermüdung stehen.



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