Heinrich von Kleist
Gedichte und Fabeln
Heinrich von Kleist

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An Franz den Ersten,

Kaiser von Oesterreich.

(Dresden, 1. März 1809.)

O Herr, du trittst, der Welt ein Retter,
    Dem Mordgeist in die Bahn.
Und wie der Sohn der duft'gen Erde
Nur sank, damit er stärker werde,
    Fällst du von neu'm ihn an!

Das kommt aus keines Menschen Busen,
    Auch aus dem deinen nicht;
Das hat, dem ew'gen Licht entsprossen.
Ein Gott dir in die Brust gegossen,
    Den unsre Not besticht!

O, sei getrost! In Klüften irgend
    Wächst dir ein Marmelstein;
Und müßtest du im Kampf auch enden,
So wird's ein anderer vollenden
    Und dem der Lorbeer sein.


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