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Vorwort

Es ist seltsam, wenn ich denke, daß sie nun wieder alle, auch alle um mich sein sollen, die schon weit draußen in der Welt leben und die mancher kennt oder zu kennen wähnt, sie, die allein mir gehören und doch wieder mir nicht mehr gehören. Und es ist seltsam, wenn ich denke, daß ich es nun wieder bin, der – ein neuer Charon – sie ihrem Schicksal entgegenführt, unerbittlich wie jener; einzig den Bord des Nachens darf ich mit Blumen umflechten.

Und wenn es fürder das Leben nicht gut mit ihnen meinte, ich könnte ja die Karten anders mischen; aber was würde es nützen? Über Glück und Unglück, über Behagen, Wunsch und Wehe ist ja schon lange der Pflug gegangen, der alles in den Boden reißt. Nehmen wir Gewesenes und Seiendes für das, was es ist: für ein Spiel; traurig oder schön ... immer nur für ein Spiel, dessen Sinn wir nicht kennen.

Georg Hermann

 


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