Curt Grottewitz
Unser Wald
Curt Grottewitz

 << zurück 
Knieholz auf der Schneekoppe

Knieholz auf der Schneekoppe

An der Baumgrenze.

Es herrscht bekanntlich ein merkwürdiger Parallelismus zwischen der Vegetation des höheren Nordens und der oberen Bergregionen. Die sichtbarste, jedem Laien sofort auffallende Ähnlichkeit besteht in dem Aufhören des Baumwuchses von einem bestimmten Breitengrade oder Höhenniveau an. Nach dem Norden zu, wie nach den Berggipfeln hin nimmt das jährliche Durchschnittsminimum der Temperatur stetig zu. Es ist daher der Schluß berechtigt, daß die Kälte es ist, die den Baumwuchs sowohl auf den Bergspitzen wie im hohen Norden verhindert. Allein gewöhnlich stellt man sich doch den Einfluß der Kälte anders vor, als er tatsächlich wirkt. Man darf nicht denken, daß eine so hohe Pflanze, wie es ein Baum ist, gegen die Kälte empfindlicher wäre als ein niederes Kräutlein. In der gewaltigen Ausbildung des Holzkörpers und einer dicken borkigen Rinde scheint solch ein Baumriese auch gar nicht verzärtelt zu sein. Auch ist nicht einzusehen, warum die Zirbelkiefer, die in den Alpen und in Nordasien die Baumgrenze bildet und dort große Kältegrade erträgt, plötzlich vor wenigen Grad Kälte mehr Halt machen sollte. Die Holzbildung ist es ebenfalls nicht, die den Baum besonders empfindlich gegen Kälte machen würde. Denn jenseits und über der Baumgrenze gibt es noch genug Holzgewächse, wenn sie auch nur als meterhohe oder als kriechende Sträucher auftreten.

Die Wirkung der Kälte auf den Baumwuchs der Hochgebirge und des Nordens äußert sich vielmehr darin, daß sie die ausgiebige Ernährung der Pflanzen verhindert und darum Riesenpflanzen überhaupt nicht produziert. Früher glaubte man, das charakteristische Merkmal der alpinen und der polaren Gewächse bestände darin, daß sie sich der Kälte angepaßt haben. Nun ertragen derartige Pflanzen freilich die Kälte, und zwar starke Kälte, allein die Anpassung an die Kälte ist es wahrscheinlich nicht, welche die alpinen und polaren Gewächse besonders vor anderen auszeichnet. Vielmehr ist es, worauf besonders Eugen Warming zuerst hingewiesen hat, eine ausgesprochene Fähigkeit, die Wasserverdunstung zu verhindern, welche jene Pflanzen charakterisiert. Das hängt aber mit den Verhältnissen zusammen, die an der Baumgrenze herrschen und die auch die Erklärung für das plötzliche Aufhören des Baumwuchses an die Hand geben.

Jenseits der Baumgrenze im Norden zieht sich die Tundra hin, und auf dem Hochgebirge folgt die Region der Alpensträucher. Für beide Gebiete ist es ein Merkmal, daß der Boden in seiner Tiefe gefroren und nur während kurzer Sommermonate an der Oberfläche mehr oder minder frei von Frost ist. Oft beträgt die eisfreie Schicht des Bodens nur wenige Zentimeter. Die Wurzeln von größeren Pflanzen, die eine ihrer Höhe entsprechende tiefe Wurzel haben müssen, würden daher zum Teil in gefrorenem, zum mindesten in sehr kaltem Boden stehen. Während Wärme den Vegetationsprozeß beschleunigt, verlangsamt ihn die Kälte. Die Wurzeln werden also ihre Tätigkeit, Wasser aus dem Boden aufzunehmen, nur sehr unvollkommen und langsam vollbringen können. Anderseits ist die Wirkung der Soune auf dem Gebirge oder an den langen Tagen des Nordens kaum geringer als in der Ebene und in niederen Breiten. Die Wirkung des Windes ist aber in beiden Gebieten stärker als anderswo. Sonne und Wind zwingen die Pflanzen zu schneller Verdunstung des Wassers. Da nun die alpinen und nordischen Pflanzen wenig Wasserzufluß haben, dagegen die Faktoren, welche Wasserverlust herbeiführen, mächtig sind, so mußten die Pflanzen, um existenzfähig zu sein, Einrichtungen in sich ausbilden, die den Verhältnissen ihres Standorts entsprechen. Sie schützen sich also — und in dieser Beziehung gleichen sie merkwürdigerweise den Wüstenpflanzen — durch Ausbildung von Fettblättern und durch niederen, rosettenartigen Wuchs vor Wasserverdunstung.

Da der Boden in der Tiefe kalt oder ganz gefroren ist, so geht die Wurzeltätigkeit nur langfam vor sich. Die Pflanze nimmt nicht viel Wasser in sich auf und infolgedessen auch nicht viel Nahrungsstoffe. Denn diese sind ja im Wasser gelöst. Eine Pflanze, die wenig Nahrung aufnimmt, wird sich im allgemeinen nicht durch Größe auszeichnen. Innnerhin kommt es vor, daß selbst in dürrem, armem Boden hohe Pflanzen wachsen, man denke zum Beispiel an die stattlichen Säulenkakteen Perus oder Mexikos. Allein bei den alpinen und nordischen Gewächsen kommt hinzu, daß die Wurzeln sich ganz flach ausbreiten müssen, weil der in der Tiefe gefrorene Boden das Eindringen der Wurzeln verhindert. Mächtige Bäume werden hier um so weniger gedeihen können, je flacher die frostfreie Oberflächenschicht ist. Sie finden in dem Boden keinen festen Halt, zumal der Wind ihnen heftiger zusetzt als anderswo. So ist denn das Aufhören des Baumwuchses keine unmittelbare Folge der Kälte. Es ist vielmehr eine Folge der Armut, des Nahrungsmangels und der Flachgründigkeit des Bodens, die ihrerseits allerdings durch die Kälte verursacht worden sind.

Der Baumwuchs erlischt nicht auf einmal. Es gibt Übergangszonen, in denen die Bäume allmählich niedriger, Buschartiger, verkrüppelter werden. Das kann man schon in unseren höheren Mittelgebirgen, auf dem Brocken oder im Riesengebirge genau beobachten. Oben wird der Hochwald nach und nach niedriger, die Stämme stehen weiter aneinander oder bilden wenigstens auffälligere Lücken. An dem dichten Überzug von Flechten merkt man ihnen bereits die Ungunst ihrer Lage an. Schließlich bilden die Bäume nur noch einen niederen Buschwald. Die Bäumchen stehen sehr licht, schief und unsymmetrisch. Die Äste stehen meist nur auf einer Seite. Der Wind läßt Äste nur in der Richtung von der Wetterseite weg aufkommen. Daher diese einseitige Verzweigung der Bäume. Allein die Windwirkung ist doch nicht immer an der Baumgrenze der Gebirge zu spüren. F. Fankhauser hat in einer Abhandlung »Der oberste Baumwuchs« in der »Schweizerischen Zeitschrift für Forstwesen« zwei Typen von Waldgrenzen unterschieden. Der eine ist der eben erwähnte, wie wir ihn im Harz finden. Der Baumwuchs tritt bis zuletzt in geschlossenen Beständen auf, wenn diese natürlich auch immer niedriger und infolge der Einwirkung des Windes immer lichter werden. Bei dem zweiten Typus löst sich der Wald in einzelne Baumgruppen auf.

Das ist vor allem in den Alpen der Fall. Die Ursache für die verschiedene Ausbildung des obersten Baumwuchses liegt in der Wirkung des Windes. Auf den niedrigeren Gebirgen wie Harz, Vogesen, Karpathen liegt die Baumgrenze nahe dem Gipfel der Berge. Hier oben läßt der Wind einzelne Baumgruppen nicht aufkommen und schneidet den nach oben vordringenden geschlossenen Waldbestand in gerader Linie ab. Anders auf den Hochgebirgen. Hier liegt die Baumgrenze verhältnismäßig tief unterhalb der Gipfel, sie wird von den hohen Bergspitzen überragt, an denen der Wind sich bricht, seine Wirkung wird also aufgehoben, vorherrschend sind nur noch die Verhältnisse, denen sonst der Baumwuchs an der Baumgrenze erliegt. Die Kälte wird ihre Wirkung allein äußern. Und da ist zu bedenken, daß ein Boden, der mit Wald bedeckt ist, der Erwärmung nicht so leicht zugänglich ist, als ein waldloser. Während der geschlossene Bestand infolge der durch die Kälte verursachten Bodenarmut ein Ende nehmen muß, können sich einzelne Baumgruppen oberhalb dieses Waldes noch erhalten, da im Freien der Boden mehr erwärmt wird und längere Zeit und in größere Tiefen hinab frostfrei ist. So liegen die Verhältnisse auch nach den Polen zu. Hier fallen die Waldgrenze und die Baumgrenze durchaus nicht zusammen, wenn sie auch an mehreren Stellen mit einander übereinstimmen.

Die Baumgrenze wird aus den Gebirgen von sehr verschiedenen Bäumen gebildet. In Deutschland ist die Fichte im allgemeinen der am höchsten hinaufsteigende Baum. Aber welch ein Unterschied zwischen diesen stolzen, kühn und spitz emporsteigenden Riesen der unteren Bergregionen und den niederen, einseitigen, von grauen Flechten umsponnenen Stämmchen der Baumgrenze. In den Alpen ist die Zirbelkiefer die letzte Vertreterin der Baumwelt. Sie ist der richtige Hochgebirgsbaum, der die unteren Regionen meidet und von einem bedeutenden Höhenniveau ab den oberen Bergwald bildet. In den Bayrischen Alpen liegt ihr Gebiet in einer Meereshöhe von etwa 1500 bis 1860 Metern, in der Schweiz geht sie bis 2300 Meter hinauf. In anderen Ländern und Zonen wird die obere Baumgrenze von anderen Arten gebildet. So sind es in den Tropengegenden die Farnbäume, welche die höchsten Regionen des Bergwaldes einnehmen.

Auf schwarzen, schlanken Stämmen ruhen graziöse Wedel, ein seltsames Gemisch der rauhen, feuchten Bergluft und der Üppigkeit der Tropen, welches diese Farnpflanzen zur Baumhöhe emporwachsen ließ. So schildert Carl Chun in dem bekannten Prachtwerke »Aus den Tiefen des Weltmeeres« den oberen Bergwald des Kamerunpiks: »Einen besonderen Schmuck bergen die Wälder der Höhenregion in ihren Farnbäumen. Bald vereinzelt oder in Gruppen zusammenstehend, bald wieder kleine geschlossene Bestände bildend, tragen sie nicht wenig dazu bei, den tropischen Charakter der Landschaft zum vollendetsten Ausdruck zu bringen. Ein Farnwald nahm uns in sein geheimnisvolles Zwielicht auf, das an wuchtiger Entfaltung der schwarzen stachlichen Stämme und an graziösem Schwung der gewaltigen Wedel seinesgleichen sucht. Die eigenartige Stimmung von Schwarz und Grün, untermischt mit dem Braun der abgestorbenen alten oder hirtenstabförmig gebogenen jungen Wedel, der charakteristische Duft und das durch die Fiederästchen gedämpfte Licht wirken fast zauberisch auf den unbefangenen Beschauer.« Allerdings sind diese Farnbäume auch von einigen Bäumen der höherorganisierten Pflanzenfamilien begleitet, aber sie bilden doch das charakteristische Element der Waldgrenze. Auf dem Kamerunpik liegt die Baumgrenze in 2000 Meter Meereshöhe. Von da an beginnt ein weites Grasland, dessen Pflanzen freilich mehr als einen Meter hoch sind.

Nach Norden zu wird die Baumgrenze auch von verschiedenen Bäumen gebildet. Karl Roder hat in seinem Buche »Die polare Waldgrenze« genau die Linie verfolgt, an welcher der geschlossene Baumbestand im Norden sein Ende findet. Wenn auch Waldgrenze und Baumgrenze sich nicht ganz decken, so sind es doch im allgemeinen dieselben Baumarten, welche diese wie jene bilden. In Europa sind es Kiefern, Birken, Fichten und Lärchen, welche die nördlichsten Wälder bilden. Die Linie zieht sich hier unter dem Polarkreis dahin. In Asien reicht der Wald teilweise nördlicher, beim Jenisseiknie dringt er bis zu 69 Grad 40 Minuten nördlicher Breite vor, am Chatanga geht er am weitesten nach Norden, nämlich bis zu 72,5 Grad. In Asien bildet auch die Lärche auf weite Strecken hin die Waldgrenze, vom Ural an bis zum Verchojansker Gebirge ist sie allein der Waldbaum des höchsten Nordens, von da an nach Osten hin gesellen sich ihr die Balsampappel und die dahurische Lärche, die sogenannte Strauchzeder, zu. In Nordamerika sinkt die Waldgrenze viel weiter nach Süden herab. Nordamerika ist bekanntlich viel kälter als Europa, man bedenke, daß Newyork unter demselben Breitengrade wie Neapel liegt, aber kaum ein milderes Klima hat wie Berlin. In Nordamerika zieht sich also die Waldgrenze vom 66½. Breitengrad bis zum 57. Grade an der Ostgrenze herab. Auch die Südspitze Grönlands und einige Teile von Island sind noch mit Wald bedeckt. In Nordamerika bilden im Osten die Sitkafichte, im Westen die Weiß- und Schwarzfichte, sowie die Balsampappel, Balsamkiefer, Lärche und Canada-Espe die Waldgrenze.

Die Baumgrenze nach Norden wie nach den oberen Bergregionen zu ist der Abschluß eines großen Waldgebietes. In jenen hohen Breiten und auf den Bergzonen, in welchen die Bäume allmählich die Grenze ihrer Verbreitung finden, ist es so kalt, daß Ackerbau nicht mehr möglich ist. Infolgedessen ist die Bevölkerung spärlich, das Klima ist selbst für Hirten kein angenehmes, und so vermag der Mensch gegen die Vegetation nichts auszurichten. Das Naturbild bleibt unverändert, der Urwald unausgerodet, selbst der moderne Forstbetrieb vermag in jenen oberen Bergregionen nicht umgestaltend einzugreifen. So gibt es denn auf den europäischen Hochgebirgen, wie überhaupt auf den hohen Bergen der gemäßigten Zone, eine obere Waldregion, und zwar Nadelwaldregion. Die Baumgrenze oder Waldgrenze ist der Abschluß jener Nadelwaldregion nach oben zu. Ebenso breitet sich auch südlich von der Baumgrenze des Nordens ein breiter Nadelwaldgürtel rings um die Erde. An die Fichten-, Kiefern- und Lärchenwälder Skandinaviens, Finnlands und des nördlichen Rußlands schließt sich der gewaltige Nadelwaldgürtel Sibiriens an, in dem Zirbelkiefern, Lärchen, eine Fichtenart (Picea obovata), Weißtannen die Hauptvertreter bilden. Ebenso gehören die unerschöpflichen Waldungen des britischen Nordamerika dem Nadelwaldgürtel an, in dem dieselben Bäume, wenigstens in den nördlichsten Teilen, vorherrschen, welche als letzte Repräsentanten des Waldwuchses bereits erwähnt wurden.

Jenseits der Baumgrenze folgt auf den Bergen wie im Norden eine Region der Sträucher. Diese bilden den Übergang zu dem niedrigen Krautwuchs der obersten Bergregionen und zu der Tundra des Nordens. Unter Tundra versteht man überhaupt das Gebiet nördlich von der großen Nadelwaldzone, nördlich der Baumgrenze. Aber im botanischen Sinne wird nur eine, allerdings die verbreitetste Formation dieses Gebietes als Tundra bezeichnet. Der Boden ist hier bis auf eine flache Oberflächenschicht gefroren, so daß nur eine zwerghafte Vegetation aufkommen kann, die polsterartig auf dem Boden liegt, ohne ihn zusammenhängend zu bedecken. Die Formation, die jedoch unmittelbar auf die Baumgrenze folgt, nähert sich in ihrer Pflanzenwelt mehr der Zwergstrauchheide, nur daß unmittelbar jenseits der Baumgrenze die Sträucher noch etwas höher sind als weiter nordwärts. Die Zwergbirke, der Zwergwacholder, mehrere Buschweiden, Rhododendron bilden hier die Höhenpunkte, während eine Menge von Heide- und Heidelbeergewächsen den Boden bedecken. Diese niedrige Strauchlandschaft mit ihrem dürren Heidekraut und ihren lederblättrigen Beerensträuchern macht einen melancholischen, düsteren Eindruck, weit mehr als die nördlicher gelegenen Regionen, die wenigstens im Sommer als saftige blumenreiche Wiesen erscheinen.

Auf den Gebirgen in den Alpen und auch auf dem Riesengebirge geht der Baumwuchs an vielen Stellen allmählich in eine Krummholzvegetation über. Das Krummholz, die Bergkiefer oder Latsche, bildet an der Baumgrenze selbst bisweilen stattliche Büsche, um bei immer höherer Lage allmählich in jenes niedrige, dichte, am Boden hinkriechende Strauchwerk überzugehen, dessen verschlungenes Flechtwerk dem Wanderer so große Schwierigkeiten entgegensetzt. Die Krummholzregion mit ihrem schwarzen einförmigen Nadelgeflecht, mit ihrer großartigen Ausnutzung des Raumes, ihrer Anpassung an den Sturm, ist eine der absonderlichsten Pflanzenformationen. Neben und jenseits der Bergsträucherlandschaft kommen in den oberen Bergregionen auch andere Sträucherformationen vor, die diese strenge Einheitlichkeit nicht zeigen. Die Pflanzen, die jenseits der Baumgrenze im Norden Strauchheiden bilden, treten auch in den Gebirgen auf. Die Zwergarten von Birke, Erle, Weide und Wacholder sind auch hier verbreitet. In den Alpen gesellen sich ein paar schöne Alpenrosen-Arten hinzu. Die kleinen Zwergsträucher, Preiselbeeren, Heidelbeeren, Bärentraube, Heidekraut, Almenrausch, die alle schon vorher in der Nadelholzregion häufig waren und um so häufiger werden, je mehr sich der Baumbestand verdünnt, treten nun jenseits der Baumgrenze besonders zahlreich hervor und bilden dürre einförmige Heiden. Fast alle diese niederen Sträucher haben lederartige Blätter, ein Zeichen, daß sie sich vor Verdunstung des Wassers schützen müssen. Und doch sehen wir oft, daß die Bergluft von Nebel und Feuchtigkeit erfüllt und der Boden mit Wasser durchtränkt ist. Allein der Boden ist eben sehr kalt und deshalb die Wasseraufnahme außerordentlich beschränkt. Scheint die Sonne am Tage dann aber nur kurze Zeit, so glüht der kiesige oder sandige Boden, auf dem die Sträucher wachsen. Waldpflanzen würden sofort verwelken. Allein die Bergsträucher besitzen alle die Einrichtungen, welche die unnötige Verdnnstung des Lebenssaftes verhindern. Es ist eben — so paradox das klingen mag — nicht so sehr ein Kampf gegen die Kälte als gegen die Trockenheit — die Hitze, welchen die Bergpflanzen auszukämpfen haben.


 << zurück