Jacob Grimm
Deutsche Mythologie
Jacob Grimm

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m. aberglaube zu Bielefeld.
(ebend. 1790. 2, 389. 390. 462. 463.)

787. tritt eine alte, mit triefenden augen, ins haus, redet ein kind an und liebkoset, so behext sie es; ebenso wenn sie vieh anrührt und bewundert.

788. geht jemand, einen fuß bloß, den andern beschuht, die straße einher, so erkrankt alles vieh, das dieses weges kommt.

789. setzt sich eine eule aufs haus, schreiend und hernach überfliegend, so muß jemand sterben.

790. wickeweiber zeigen den dieb an, und zeichnen ihn an seinem leib.

791. alte frauen frühmorgens zuerst begegnend bedeuten unglück, junge leute glück.

792. weihnachten zwischen XI und XII wird das wasser wein, und das vieh steht auf; wer es aber untersuchen will erblindet, ertaubt oder ist ein kind des todes.

793. heilformeln soll man andern nur insgeheim, ohne zeugen mittheilen, frauen bloß männern, männer bloß frauen.

794. mit dieser formel büßt man die rose: ›hillig ding wike, wike un verslike, brenne nich un stik nich!‹


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