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Zwölftes Capitel.

Die Ritter vom Geiste.

Ich denke, begann Dankmar, daß man etwas erfinden muß, um den großen Proceß des Zeitalters abzukürzen. Welche verlorenen Worte! Welche geopferten Anstrengungen! Alles rennt durcheinander, Alles leidet an der schon unmöglichen nächsten Verständigung! Die Einzigen, die da wissen, was sie wollen, sind die Jesuiten und die Freimaurer. Jene verfolgen in ruhiger Consequenz, unbekümmert um die jeweiligen Störungen ihres sichren Friedens, das Ziel, die Menschheit in den Fesseln kirchlicher Abhängigkeit zu erhalten. Diese, ihr schnurgerades Widerspiel, sind nicht ganz so friedfertig und still, wie sie sich das Ansehen geben. Wo sie nur können, suchen auch sie ihrem Ziele den Weg zu bahnen und dies Ziel wird wol die Freiheit des Menschen von jeder positiven Bevormundung und die Ausbildung einer reinen Humanität sein. Ohne Zweifel ist diese letztere Aufgabe eine brave, aber viel zu allgemeine. Wenn man immer und immer von der Menschheit spricht, verliert man den Menschen selbst aus dem Auge, und wenn man sagt, die Besserung der Welt finge damit an, daß man sich selbst bessere, so artet eine solche Lehre nothwendig in Trägheit, Sorglosigkeit, Genußsucht aus, die ja bekanntlich auch längst der zerstörende Schwamm an den unsichtbaren Bauten der Freimaurer ist. Nimmer auch werden wir zu einem Ziele gelangen, das wir uns, ich will nur sagen, etwa über die Lage Europas willkürlich ausdenken. Wer kann die Bürgschaft geben, daß diese oder jene Form der staatlichen, kirchlichen, gesellschaftlichen Gestaltung die allgemein genügende und Jeden beglückende sein werde? Auf eine zukünftige Schöpfung hin kann kein Bund zusammentreten, wohl aber bedarf die Zeit einen Bund für den Geist dieser Schöpfung. Der Geist ist dies allgemeine flimmernde Sonnenlicht, das über unserm Zeitalter unsichrer zittert als jemals über einer Epoche. Das christliche Zeitalter, die mittlere Zeit, die Reformation wußten, wofür die Herzen erglühten. Wir aber gehen in der Irre und benutzen die Waffen des Geistes zu jedem Kampf gegen ihn. Der Kampf der Finsterniß gegen das Licht wird mit Waffen des Geistes geführt. Les't nur, was so viele poetische Köpfe für die politische und kirchliche Abhängigkeit des Menschen geschrieben haben! Die Tobsucht der Massen, die Wuth des Umsturzes wird von Waffen des Geistes unterstützt. Nichts ist jetzt dienender als der Geist, und die Entscheidung soll nur noch von der Materie kommen! Darüber wird die sittliche Welt zu Grunde gehen; denn die allgemeine Anarchie, das Chaos der Bildungslosigkeit, die Tyrannei der Bildungsverachtung nenn' ich den Untergang der Welt. In einer solchen Gefahr für die Scheinwahrheit der katholischen Kirche trat einst Ignatius Loyola auf und predigte den nach innen gewandten Kreuzzug, stiftete einen geistlichen Ritterbund für die innere Mission, machte das Wort, den Glauben zur Waffe; mancher Jesuit unterstützte seine stumpfen Gründe durch die Schärfe des Dolches. Es war ursprünglich so schlimm mit Gift und Dolch nicht gemeint. Man wollte nur einen Bund des katholischen Geistes gegen die Ketzerei stiften. Wohlan! So stifte man einen Bund des allgemeinen Menschengeistes gegen den Misbrauch der physischen Gewalt! Wo seh' ich nicht die physische Gewalt? Überall! Das Recht des Besitzes soll das Recht des Eigenthums sein. Der Eine bewaffnet sich mit stehenden Heeren, der Andre mit der Brandfackel des Aufruhrs. Wo seh' ich Menschen, die, ich will nicht sagen, wie die Jesuiten sagen, daß sie glauben, nicht, wie die Freimaurer sagen, Menschen, die sich lieben; nein, wo seh' ich Menschen, die nur denken? Es gibt eine kleine Leiter von Begriffen, die so einfach, so tief in der Menschenbrust begründet sind, daß sie die einfachste Intelligenz erklimmen kann. Auf diese Begriffe hin reiche sich die Menschheit die Hand, beschwöre sie und erkläre feierlich, auf diesen Schwur hin, nur noch leben und sterben zu wollen! Ein solcher Bund des freien Geistes nur funfzig Jahre in Wirksamkeit und die Streitfragen werden vereinfacht, die alten, wie Schlinggewächs wuchernden Unbilden werden von selbst verdorrt und zusammengefallen sein.

Egon schwieg nachdenklich.

Louis Armand aber und Siegbert waren ergriffen und schenkten diesem Gedanken ihre volle, laute Zustimmung.

Nur das Eine erlaubte sich Louis zu bemerken:

Werden Sie uns dadurch nicht eine neue Aristokratie stiften? Die Aristokratie des Geistes, die vielleicht nicht so schlimm wie die der Geburt, aber doch sicher eben so lästig werden kann wie schon die des Geldes ist?

Dankmar lehnte diese Befürchtung ab.

Der befreiende, erlösende, verständigende Geist, sagte er, wird niemals der der Gelehrsamkeit sein. Die Brüder des neuen Bundes beschwören gewisse Begriffe, für die sie wirken müssen. Diese Begriffe sind einfach wie das Licht der Sonne. Sie sollen keinen andern Beweis für sich haben, als daß sie erhellen und erwärmen. Sie sollen die Möglichkeit erleichtern, daß gleiche Gesinnungen sich durcheinander stärken. Sie sollen dem großen Kampfe der Zeit den starken unüberwindlichen Phalanx der Übereinstimmung geben. Sie sollen die Fahne aufstecken, unter der sich die Gleichgesinnten rasch und ohne langes Ergründen und furchtsames Ausforschen versammeln. Warum erkennen sich denn überall die Jesuiten? Warum müssen es die Freimaurer? Warum sollen sich nicht auch rasch die Männer von gleicher Denkungsart über die wahre Aufgabe unsrer Epoche erkennen? Ich weiß, daß sich Lüge und Verstellung auch in meinen Bund schleichen wird. Allein unter den Mördern, die Jesuiten gedungen haben, hat der Jesuitenorden bei den gläubig Katholischen selbst nichts gelitten; unter vielen herumziehenden Lumpen und Bettlern leidet die Maurerei an sich ebenfalls nicht: was können Verräther da thun, wo es sich nicht um verabredete Unternehmungen, verabredete Thaten, sondern lediglich um eine feste, ihre Aufgabe von selbst begreifende Gesinnung handelt?

Ich wäre schon einverstanden, sagte Egon, wenn der Bund, von dem du wirklich sprichst, als wäre er schon gestiftet, nur kein Geheimbund wäre.

O wohl, lieber Egon, rief Dankmar in hoher Erregung, wohl, er ist schon gestiftet; denn alle Welt sehnt sich nach diesem Bunde. Nur die gesinnungslosen Menschen und die Tyrannen haben nicht das Bedürfniß, sich durch die Übereinstimmung mit den Gleichgesinnten zu stärken. Wer in dieser Welt lebt und denkt, wer da fühlt, daß er, um sein Theuerstes zu sichern, nicht der materiellen Mittel allein bedürfen möchte, der steht schon an der Pforte meines neuen Tempels und begehrt Einlaß. Und Geheimes haben wir nichts, wenn wir auch geheim uns halten wollen. Wir werden einen Ritus der Aufnahme haben, uns aber nur auf Wahrheiten verpflichten, die allgemein bekannt sein dürfen. Das Kleinod liegt eine Zeitlang in einem Schrein und wird herausgenommen, offen zur Schau getragen, Allen gezeigt, wenn es Zeit ist. Nachdem es glänzte, geht es in seinen Schrein zurück. Die Natur jedes polemischen Gedankens, der sich durch Gleichgesinnte stärken soll, bedingt die geheime Bewahrung. War das Christenthum nicht anfangs eine Lehre, die bei geschlossenen Thüren bekannt wurde? Wohl uns, wenn unsere Geheimnisse so große Zeugnisse für uns ablegen, daß der Bund immer größer, immer umfassender wird und endlich alle Menschen aufnimmt. Einer verwilderten Menschheit kann nicht anders geholfen werden, als daß Die, die das Bessere wollen, bei Seite treten und dem großen Haufen zurufen: Sondere sich ab, wer wie wir fühlt und denkt!

Und noch Eins, fiel Egon ein, der noch immer ungläubig blieb, überlegst du wohl, lieber Freund, woher die Jesuiten und, soviel ich weiß, auch die Freimaurer, ihre eigentliche Kraft nehmen? Aus dem Gelde! Freimaurer sind nur wohlhabende Leute und die Jesuiten sind an Gütern so reich ausgestattet und werden noch täglich so reich damit gesegnet, daß die Gedanken dort auch ermunternde und nachhelfende materielle Hebel haben. Diese alten Brüderschaften des Mittelalters waren unglaublich reich. Sie hatten gut entsagen und die christliche Commünauté lobpreisen! Die Brüder und Schwestern vom freien Geiste lebten nicht vom Geist allein, sondern ihr Geist war so frei, sich es auch an irdischer Speise nicht fehlen zu lassen. Die Kalandsbrüder, die ich nannte, diese mittelalterlichen Freimaurer, die an jedem Kalandstage, dem ersten des Kalenders, monatlich zusammenkamen, um unter religiösen Formen gut zu essen und noch besser zu trinken, hatten Häuser, Liegenschaften, Zollgefälle. Die große Elbbrücke in Dresden warf ein Jahrhundert lang den grauen oder Kalandsbrüdern auf der dortigen Brüdergasse den Brückenzoll ab. Von den großen Reichthümern der geistlichen Ritterorden zu schweigen! Die Templer waren so reich, daß sie ihre große Aufgabe unter Schwelgereien vergaßen und von Philipp von Frankreich, der ihre Güter besitzen wollte, mit Feuer und Schwert vertilgt wurden. Die St.-Johanniter und Deutschherren haben noch einen Überfluß von Gütern und Liegenschaften und Sinekuren....

Sinekuren! unterbrach ihn Dankmar lächelnd. Das ist das rechte Wort! Will mein Bund sich erhalten, so haben wir durch diese Parallele wenigstens schon Das gewonnen, daß wir nicht zuviel Geld haben dürfen, nicht so viel, um sine cura für die Hauptsache sein zu dürfen.

Nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig! sagte Egon.

Gerade so viel, als man für den Anfang braucht! erwiderte Dankmar lächelnd mit einer eigenthümlichen Bestimmtheit.

Bester Freund, wo käme aber auch das Wenige her? Die Männer von Gesinnung sind arm!

Richtig! Deshalb brauchen wir etwas Geld. Etwas! Nicht viel, aber auch nicht zu wenig!

Egon lachte über Dankmar's sonderbare finanzielle Ruhe...

Das ist komisch, sagte er, ein Bund für die Freiheit, gestützt auf Actien, escomptirt vielleicht an der Börse?

Das Geld wird sich finden, muß sich finden! behauptete Dankmar.

Für einen Juristen bist du sehr Idealist! sagte Egon fast gereizt. Geld findet sich niemals, bester Freund! Alles findet sich, aber niemals Geld.

Doch! Doch! Es findet sich! wiederholte Dankmar, und durch den Ton nicht allein, in dem er die Erneuerung dieser Hoffnung vortrug, sondern auch durch eine überraschende Entdeckung, die die Freunde machten, war dies Gespräch vorläufig abgebrochen... Sie waren nämlich schon längst in jenen anmuthigen, schattigen Park, in dem das Lustschloß Solitüde lag, eingefahren, als sie in der Ferne langsam unter der großen Hauptallee, die zum Schlosse hinaufführte, mehre sechs- und vierspännige königliche Wagen fahren sahen... Die Anwesenheit des Hofes auf Solitüde hinderte zwar nicht im geringsten die dort erlaubte freie Bewegung des Publikums, aber die sich dem Anstand von selbst darbietenden Rücksichten machten es oft unmöglich, dann die einzelnen schönen Punkte des Schloßgartens so zu genießen, wie sie es ihrer Lage, frischen Luft und angenehmen Aussicht wegen verdienten... Egon vollends, der eine Beziehung zum Hofe nicht suchen mochte, gerieth in Verlegenheit und wäre gern umgekehrt. Dankmar und Siegbert wagten kaum ihm zuzureden; denn, sagten sie, wer bürgt dafür, daß der junge Fürst nicht erkannt oder wenigstens mit der höheren Hofbedienung in ein Gespräch verwickelt wird! Und Dankmar setzte sogar hinzu:

Wer schützt dich, wenn du durchaus die Begegnung noch vermeiden willst, vor einem Akte der Herablassung? Die königlichen jungen Herrschaften machen es sich zur Aufgabe, wo sie können, sich in Gespräche und Anreden zu verlieren. Es wird ihnen sehr schwer; denn sie sind schüchtern und beklommen, allein die Oberhofmeisterin von Altenwyl, sagt man, dringt immer darauf und der regierende Fürst selbst hat einen Reiz dazu, sich volksthümlich zu machen, seitdem sein Bruder Ottokar so allseitige Huldigungen empfängt. Der ältere Bruder ist ohne Zweifel sehr unterrichtet und für Alles interessirt, aber zurückhaltend und sogar mistrauisch. Nur der größere Muth seiner Frau ermuntert ihn. Dann wirft er sich so gewaltsam in den Drang, sich Erfolge zu machen, daß es beängstigend wird und man aus einer solchen Begegnung mit dem Gefühle scheidet, wie man hier nur zu einem kalten Rechnenexempel der theoretischen Monarchie eine dumme und armselige Zahl abgegeben hat. Ein erwärmtes Gefühl, eine gesteigerte Hingabe an diese nicht sehr glücklichen, einsam stehenden Menschen bleibt kaum zurück.

Wie es nun aber bei solchen Bedenklichkeiten zu gehen pflegt, man spricht sie aus und thut doch gerade Das, was man vermeiden wollte.

Die Bedienten hatten den Schlag geöffnet, das große gußeiserne Portal des Schloßgartens stand geöffnet, sie traten in die saubergehaltenen Wege und die trotz der vorgerückten Jahreszeit noch bunt und mannichfach belebten Bosquetts ein.

Siegbert erbot sich zum Führer. Er kannte hier alle verschlungenen Pfade, die an die große berühmte Terrasse führten, und auch die, welche erst die noch geöffneten Treibhäuser und einen kleinen See mit Schwänen, eine Volière mit anmuthigem Gevögel, das eine ausgestopfte Eule umschwirrte, eine andere Umzäunung sehen ließ, in welcher einige Rehe hausten, die mit ihren sanften weiblichen Augen durch die Gittersprossen lugten...

Man entschied sich dafür, den kürzesten Weg zu wählen.

Nach einer der Anmuth des Gartens gespendeten Anerkennung und einigen Vergleichen, die Egon und Louis mit Versailles, besonders aber dem natürlicheren und parkähnlich gepflegten St.-Cloud zogen, kam das Gespräch auf den Hof, die Politik, den Geheimbund zurück und Egon ergriff die Gelegenheit, sich über seine künftige Stellung zu der Gesellschaft und zu diesem Staate selbst, in dem er einen so glänzenden Namen führte, auszusprechen. Dankmar's Verzweiflung an allem Gegebenen schien er, sich auf Louis im Gehen stützend und in dem gekieselten Sande seine noch etwas müden Füße nachziehend, nicht zu theilen.

Ich werde nicht ganz zurückgezogen leben! sagte Egon. Die große Sorge um meine ruinirten Besitzungen hat mir einstweilen ihr Pächter, dein amerikanischer Landwirth Ackermann, abgenommen. Ich will sehen, wie lange ich mich mit den Hoffnungen auf eine mögliche Wiederherstellung dieser traurigen Verwüstung beruhigen kann. Inzwischen soll mein Hauswesen vereinfacht werden. Es sind zu viel Menschen um mich. Wozu zwei Diener, die da hinter uns schleichen und aufpassen, daß doch Einer von uns ja sein Taschentuch verlieren möchte, nur um sich durch dessen geräuschvolles Aufheben nothwendig zu machen? Wozu die vielen Frauen in meinem Hause? Den alten Haushofmeister pensionirt man. Ich habe acht Pferde und kann mich mit vier begnügen. Mein Mittagstisch war heute überladen. In allen diesen Dingen hab' ich die einfache Ordnung der Natur kennen gelernt und Louis wird mir beistehen, sie auch hier innerhalb der Grenzen, in denen ich nun einmal leben muß, einzuführen. Dann will ich suchen Bekanntschaften zu machen, die mir von Nutzen sein müssen, sonst vermeid' ich sie, denn sie kosten nur Zeit. Und zuletzt – hab' ich einen Lieblingsplan, den ich aus Paris mitbrachte...

Egon sah Louis an, der beifällig nickte. Die Andern hörten gespannt.

Auch ich will einen Verein stiften, sagte Egon. Aber keinen geheimen, lieber Wildungen, und keinen, der sich auf das Wandelbarste im Menschen, auf die Gesinnung stützt. Ich denke an einen Verein zum wechselseitigen Schutze der Arbeit. Ich habe nicht umsonst mein Stemmeisen und den Hobel geführt. Ich kenne die Bedürfnisse der Arbeit, ich achte den Handwerker und fühle mit ihm. Es muß viel, viel geschehen, um ihn besser zu stellen, als dies bisher der Fall war. Aber höher noch, als der Arbeiter, steht mir die Arbeit selbst. Die wird nicht genug geehrt, die nicht heilig genug gesprochen. Und was anders kann uns von unserm Elend wahrhaft erlösen als die Arbeit? Die Arbeit, bester Dankmar, die in ihre Rechte, in ihre Würde eingesetzt, und das hohle Treiben der Leidenschaften hört auf. Ich bin streng, ich habe die Theorie nicht der Menschenrechte, sondern der Menschenpflichten. Alles will mit der Geburt Ansprüche erworben haben auf ein Utopien von Glück und Freiheit. Niemand lehrt, daß uns die Geburt darauf anwies, das Recht, ein Mensch zu sein, durch die Arbeit zu verdienen. Ist diese Lehre erst allgemein, dann wird auch die Gelegenheit, die uns wurde, geboren zu werden, als eine Quelle des Glückes und der Freude erkannt werden. Freilich fühl' ich, daß ich mit dieser Lehre allein stehen würde, wenn ich nicht versuchte, mit ihr in die großen Debatten unserer Zeit mit einzugreifen. Schriftliche Darstellung gelingt mir nicht, die mündliche müßte eine Tribüne haben. Ich glaube, daß ich, von einem Gegenstande gedrängt, ein Redner sein könnte. Ein übervolles Herz ist ja das erste Bedürfniß eines Redners, und ich glaube, ein solches übervolles, zum Sprechen drängendes Herz besitze ich –

Die Tribüne ist da, sagte Dankmar, als Egon stockte. Laß' dich in eine unserer deutschen Kammern wählen! In die hiesige!

Daß ich noch mehr in der Welt Gegenstand des Spottes würde? bemerkte Egon zögernd.

Der Gegenstand des Spottes? wiederholte Siegbert und begriff diese Zaghaftigkeit nicht.

Die Welt kennt meine Geschichte, sagte Egon. Ich bin auf manche Bosheit gerüstet, die mir die Gesellschaft in den Weg legen wird.

Siegbert lehnte eine solche Besorgniß gänzlich ab. Man kenne, sagte er, des Prinzen abenteuerlichen Lebenslauf und fände ihn allgemein so interessant, daß man ihn nur mit der größten Aufmerksamkeit begrüßen würde.

O, sagte Egon, da haben Sie doch die exclusive Gesellschaft noch nicht weg. Ich habe ein Attentat gegen die Aristokratie der Geburt begangen. Schon längst nennt man mich vielleicht einen Communisten. Ich fühle vollkommen das Lächerliche, das meine Vergangenheit vor der Blasirtheit dieser Stände haben wird....

Nein, sagte Siegbert mit großer Wärme, Das muß ich unbedingt bestreiten. Ich bewege mich in dieser Sphäre und kann wohl sagen, die Zeiten haben sich auch hier gewaltig geändert. Es ist ein Drang auch im Adel entstanden, seine Nothwendigkeit durch ein ideelles Eingreifen in die Zeit zu beweisen. Er hat sich längst entschlossen, die Sprache der Zeit zu reden und die Besten im Adel stellen sich, unabhängig von den Thronen, zwischen Fürst und Volk als die Vertreter nicht blos des Dauer-Berechtigten, sondern des nothwendig umzugestaltenden Alten. Ja sogar die große Masse der exclusiven Gesellschaft ist von der wilden Zeit so eingeschüchtert, daß man von ihr wohl sagen kann, Noth lehrt sie beten. Man schmachtet förmlich in dieser Sphäre nach Ideen! Ich kann Ihnen sagen, Prinz, daß Ihr Auftreten in dieser Gesellschaft mit einer Spannung erwartet wird, die Sie kaum ahnen.

Ah! Wie wäre Das? antwortete Egon ablehnend und doch nicht ganz ohne eine angenehme Erregung...

Glauben Sie mir, sagte Siegbert und entfernte sich fast von Dankmarn und Louis, die für sich langsamer gingen, glauben Sie mir, in dieser Sphäre hat sich das Meiste überlebt. Rathlos tastet das Experiment dahin und dorthin. Die alten Künste sind ohne Wirkung geblieben und wahrhaft sehnsüchtige Blicke wirft der Hof, der denkende Adel, der besonnene Beamtenkreis auf irgend ein Zauberwort, das da helfen soll in der allgemeinen Noth und Verwirrung. Nein, ich gebe Ihnen mein Wort, man lacht nicht mehr über einen jungen deutschen Fürsten, der in Frankreich die Blouse trug und die Lage der arbeitenden Klassen studirte, indem er selbst arbeitete. Die süffisantesten adeligen Bursche aus dem Jockeyclub fühlen das allgemeine Leiden ihrer Kaste nach und ziehen den Hut vor Jedem, der ihrer Kaste Ehre macht. Wenn Sie reden, Prinz, wird man horchen. Wenn Sie Unterstützung und Mitwirkung verlangen, wird man Ihnen mit tausend Armen beispringen, und wenn man Pistolen abschießt, ich sage Das der Duelle wegen, die Sie als nothwendig anzudeuten scheinen, so wird es vor Freude sein, daß einmal aus der Sphäre der exclusiven Gesellschaft ein Gedanke, eine Thatsache sich entwickelt, wie sie sonst nur von daher zu kommen pflegt, wo man hinter dem Fortschritt gleich das Überstürzen, hinter der Reform die Revolution fürchtet.

Während dieser Ermuthigungen, deren Fortsetzung und weitere Ausführung Egon mit großer Aufmerksamkeit vernahm, waren Louis und Dankmar etwas langsamer gegangen und zurückgeblieben...

Louis Armand ergriff sogleich diese günstige Gelegenheit, auf Dankmar's Vorschlag von einer Bundsgenossenschaft des Geistes zurückzukommen und sehr ernst darüber zu sprechen.

Dankmar lehnte diesen Ernst noch ab und sagte, daß solche Gedanken oft nur in der Debatte zu entstehen pflegten und ebenso wieder in der Debatte wie Seifenblasen platzten...

O Das wäre nicht gut! fiel aber Louis ein.

Ich stoße mich, sagte Dankmar, den Egon's Kühle jetzt gegen sich selber mistrauisch gemacht hatte, ich stoße mich an der Nothwendigkeit, für einen solchen Geheimbund einen äußern Apparat, den man die Symbolik desselben nennt, zu erfinden. Da hat es der Prinz leichter! Er knüpft an gegebene Zustände an.

Und wird, wie Sie vielleicht nur für die Gelehrten, so seinerseits nur für die Besitzenden etwas Gutes stiften! antwortete Louis.

Das fürchten Sie? entgegnete Dankmar. Und man vermuthet allgemein, der Prinz und Sie hätten doch eine gleiche Lehre von der Gesellschaft...

Keineswegs! war Louis' Antwort.

Ich höre es an Allem, was ich nun von ihm über öffentliche Dinge vernommen, daß er zu den Aristokraten gehört, die eigentlich die gefährlichsten sind, zu jenen nämlich, die in ihr Wappen auch einige Symbole neuer Ideen aufnehmen.

Sie sprechen, antwortete Louis, eine Besorgniß aus, die mich selbst bekümmert. Er war in Lyon nicht so. Er kam dort an, wie ein Kind, unreif, zwar überfüllt mit Wissen –

In der That, ich bewundere seine Gelehrsamkeit.

Glauben Sie mir! Egon ist ein seltener Mensch und berufen, eine große Rolle zu spielen.

Sie wollten von Lyon sprechen...

Nun wohl! Er kam zu uns unreif und doch schon blasirt. Er hatte das Leben zur Hälfte schon ausgekostet. Nicht alle Verführungen waren so wie die des Herrn Rafflard von ihm abgeglitten und doch war sein Herz unschuldig. Es war der Zorn über seine Familie, über die geringen Mittel, die man ihm für seine Existenz schickte, der ihn veranlaßte, seinem Stande zu entsagen und seine Angehörigen zu reizen, zu verletzen, ich will sagen, zu bestrafen. Ein junger Mensch, der seine Ältern bestrafen will! Das trieb ihn in jenes Extrem, dessen Durchführung ihm meine eigenthümlich zusammengesetzte, nicht ungebildete Familie, besonders aber ein sanftes, heitres Mädchen, meine Schwester, angenehm und dadurch allein möglich machte. Er hielt lange aus, oder sagen Sie, meine Schwester war so glücklich ihn lange zu fesseln. Wir siedelten nach Paris über. Meine Spezialität in vergoldetem Schnitzwerk hatte in der Stadt des Luxus mehr Gelegenheit, sich ergiebig zu machen. So zogen wir nach Paris. Man weiß, wie uns Egon dort verloren ging. Ich glaubte, ihn am Grabe meiner Schwester ganz wiedergefunden zu haben. Aber es war, ich fürchte mich es einzugestehen, vielleicht nur eine neue Abspannung, die ihn aus den Armen der schönen Gräfin d'Azimont an das Grab Louison's führte. Jetzt, da die Gräfin hier ist, da er sich gesund, thatkräftig, unternehmend fühlt, ist kein Augenmerk zu versäumen, ihn den Ideen zu erhalten, die er einst im Umgang mit den Armen einsog. Ich bürge für seinen besten, seinen redlichsten Willen – aber eine Helene d'Azimont, ein Rafflard, die Prärogative seines Standes, die Schmeicheleien seiner Stellung...

Besorgen Sie nichts, lieber Louis! sagte Dankmar. Dieser Aristokrat ist, trotz der guten Meinung meines Bruders von dem gebesserten Stolze des Adels, so himmelweit von der üblichen Bildung unserer exclusiven Stände entfernt, daß ich glaube, er wird mit seinem Vereine zum Schutz und Schirm der Arbeit bei ihnen allein schon genugsam anstoßen. Es käme nur... auf Etwas an...

Dankmar regte mit diesen zögernd gesprochenen Worten die Unruhe des Handwerkers nur noch mehr auf.

Worauf? sagte er. Sie sehen, wie ich vor Sehnsucht zittere, dem Volke ein treues Herz zu erhalten!

Dankmar war von der bebenden Stimme, mit der diese Worte gesprochen wurden, gerührt und bot Louis Armand die Hand.

Edler, lieber Fremdling! sagte er. Wie warm fühlen Sie für die gute Sache des Jahrhunderts!

O mein Herr, rief Louis, ich höre Sie schon viel lieber von unsern Pflichten sprechen, als meinen verlornen Egon von unsern Rechten.

Geben Sie ihn nicht auf, Louis! antwortete Dankmar, angenehm erregt von der traulichen Art, wie Egon am Arme seines Bruders sich stützte und unter den hohen Lindenbäumen vor ihnen schritt. Ich verspreche mir viel von dem Plane, diesen jungen Fürsten in unsre Kammer zu bringen. Er hat das Alter. Und über die Möglichkeit, ihn irgendwo in der Wahl durchzusetzen, hab' ich schon nachgedacht. Die Tribüne ist ein sonderbarer Ort! Menschen, die nie eine Meinung hatten, haben auf der Tribüne eine Meinung bekommen. Wie man in der Physik das Gewicht der Stoffe nicht auf der Wagschale absolut, sondern nach einer Vergleichung mit andern Werthbestimmungen specifisch ermittelt, so wird Egon über seine Gesinnung sich erst klar werden den Gesinnungen Andrer gegenüber. Und wie wenig wol auch zu erwarten steht, daß ihn unsre Radikalen für sich gewinnen, so dürfte es doch ebenso lange währen, bis sich Egon in der ihm völlig fremden, zu Allem schmiegsam ergebenen Kanzleigesinnung des Beamtenthums zurecht fände. Erst auf der Tribüne wird sich sein wahrer Werth sichtbar ausscheiden.

Haben Sie schon über die Möglichkeit einer Wahl nachgedacht? fragte Louis Armand.

Ich erwarte, sagte Dankmar, in diesen Tagen einen Deputirten, dem es gelungen ist, dreimal gewählt zu werden. Es ist ein einfacher Landwirth, aber ein vielgerühmter Politikus, Namens Justus. Extreme Richtungen können ihn nicht gehoben haben, und so glaub' ich fast gewiß zu sein, daß es nur seiner Empfehlung bedarf, um da, wo er die Wahl ablehnt, Jeden, den er als Ersatzmann vorschlägt, durchzubringen.

Unter diesen Erörterungen hatten sich Louis und Dankmar wieder den beiden Vorausschreitenden genähert und theilten die angenehme Überraschung, die ihnen jetzt die freundliche Aussicht bot. Welch ein gefälliges Gemälde!... Sie hatten alle vier jene Terrasse erstiegen, deren Rückwand dichte gestutzte Bosquets, Grotten und Lauben bildeten, deren Vorderseite ein Gitter, über das hinweg man unten einen Wiesengrund, über diesen hinaus aber den Fluß, Wald und Berge sah. Alle Wege des Schloßparks sammelten sich auf diesem künstlich aufgedämmten, aber von der Natur überholten Berge. Zur Linken führte eine verschlossene Thür auf eine Verlängerung der Terrasse bis unmittelbar an die Fenster des Schlosses, dessen Stil älteren Zeiten angehörte. Diese mit Orangerie geschmückte Verlängerung, die dem Publikum geschlossen war, blieb der einzige kleine Raum, den sich der Hof für seine eigene Erholung vorbehielt. Sonst war Schloß und Park Solitüde allen Besuchern zugänglich und auch heute ging es auf dieser Terrasse lebhaft genug her. Kinder spielten im Kieselsande. Müßige Soldaten mit ihren Mädchen saßen in den Grotten. Manche Gruppe feinerer Gesellschaft lehnte sich an die eiserne Balüstrade und genoß das anmuthige hier ausgebreitete Landschaftsbild.

Egon fühlte sich vom Steigen ermüdet und suchte eine Ruhebank. Man fand sie breit genug auch für seine drei Begleiter. Sie nahmen neben Egon Platz und theilten sich die Punkte mit, die Jedem an der Landschaft lieblich schienen. Louis hörte sogleich mit großer Freude, daß der links, diesseit und jenseit des Flusses liegende Wald der Schauplatz sonntäglicher Freuden des Volks war. Er trennte sich schon im Geist von der Gesellschaft, die hier neben ihm saß, und genoß die für den nächsten Sonntag gehoffte Fröhlichkeit unter jenen Tannen und jungen Eichen, auf einer Wiese, wo er in der Ferne Schaukeln und Kletterstangen unterscheiden konnte. Es sah Fränzchen's zierliche Gestalt über den Rasen hüpfen, bewunderte schon die kleinen Erfindungen ihres Geschmackes, die sie an ihrer Sonntagstoilette zum Vorschein bringen würde und betrübte sich nur über die von Siegbert ausgesprochene Vermuthung, daß dies schöne Wetter nicht mehr lange halten würde. Siegbert fing von den Wolken an, Louis wollte sich aber auch auf ihre Bildung verstehen. Siegbert zeigte auf einige Nebelschleier im Westen, die gerade über einem weiß aus dem Grünen hervorschimmernden und in der Sonne blitzenden Meierhof hingen und wollte eben jene kleinen Lämmerchen am Himmel Wölfe in Schafskleidern nennen, als seine Hand von zwei lieben jubelnden Kindern gehalten wurde.

Es waren Paulowna und Rurik Wäsämskoi.

Siegbert und Dankmar blickten erstaunt, wo die Kinder herkamen.

Das rathet einmal! riefen sie und klatschten jubelnd in die Hände.

Von einer vernünftigen Erzählung war da keine Rede. Rurik zog Siegberten von der Bank auf und wollte ihm schon eine große kostbare von ihm entdeckte Blume zeigen, Paulowna verlangte, daß er mit ihr zu den Rehen ging. Er sollte Brot kaufen; am Eingang des Schloßgartens säße eine Frau mit weißem Brote. Dabei zogen sie und zerrten ihn und wollten von schöner Aussicht und der Terrasse nichts wissen. Indem grüßte Dankmar sehr artig und Siegbert, der sich gelegentlich einmal umsehen konnte, wurde eben glühendroth.

Egon fand ein junges Mädchen, dem ein Gruß von Siegbert galt, sehr anziehend. Sie war klein, aber außerordentlich zierlich. Ein Bedienter trug ihr Sonnenschirmchen. Sie selbst hatte eine Art Negligéüberwurf an, ein leichtes nankinggelbes Zeug mit einem großen herabfallenden Kragen von gleichem Stoffe. Wenn der Rock vorn aufschlug, sah man ein weißes Unterkleid mit einem goldnen Gürtel. Die schwarzen eng an die rundgewölbte Stirn gestrichenen Haare waren von einem sehr kleinen durchbrochenen, goldgelben italienischen Strohhut bedeckt. Tändelnd hatte das junge Mädchen ein Taschentuch in der Hand und schlug damit in die Luft, wie mit einer Reitgerte. Es war eine Bewegung, die die größte innere Ungeduld verrieth. Mit einer sehr gefälligen, fast vertraulichen Miene grüßte sie Dankmarn. Es war, als wollte sie ein laut hervorbrechendes Lachen unterdrücken, als sie so stolz, so graziös vorüberschwebte. Sie warf auch mit einer leichten Bewegung ihr gesticktes Battisttuch so, daß ein Zipfel in den Mund kam und sie auf ihm ihre Erregung gleichsam ausbeißen konnte. Dieser kindische Einfall, verbunden mit dem entschiedenen, fast herausfordernden Wesen, das in der übrigen Art des Mädchens lag, verräth uns, daß es wirklich Olga Wäsämskoi war, die vor der Ruhebank dahinschwebte und mit einem Bedienten sogleich verschwand.

Paulowna und Rurik erzählten, daß die Mutter von dieser Fahrt gar nichts wisse. Daß sie die »Tante« von Harder in Tempelheide hätten besuchen sollen und daß Olga dem neuen Kutscher, der sehr gut und rasch fahren könne, geboten hätte: Rechts um, nach Solitüde!... Dankmar verzog die Lippen und hatte alle kleinen Teufel des Spottes und der Ironie in seinen Mienen, während Siegbert in die größte Verlegenheit gerieth und schon ahnen konnte, welche schlimme Scene diese eigenmächtige Idee Olga's bei ihrer Mutter zur Folge haben würde.

Wer ist denn von Euch der Prinz Egon? fragte Paulowna mit ungezwungener Dreistigkeit.

Der bin ich, mein kleiner Engel! sagte Egon und wollte sie auf den Schoos nehmen. Und wer bist du denn? fragte er.

Geh! sagte Rurik und riß die Schwester wieder zu sich heran.

Oho! Das nenn' ich einen sittsamen Bruder, sagte Egon lachend und wollte aufstehen, um Paulowna zu haschen.

Diese zog sich aber zurück und sagte mehr stolz als naiv:

Mein Vater war auch ein Prinz.

Daran zweifl' ich gar nicht, antwortete Egon lachend. Welche Länder gehörten ihm denn?

Siegbert fühlte die ganze Pein dieser unerwarteten Begegnung. Wie gern hätte er die Kinder entfernt!

Aber Rurik stellte sich keck vor seine Schwester und meinte:

Er hieß Wäsämskoi! Aber Onkel Rudhard sagt, daß du schlimm bist. Und wir mögen dich gar nicht.

Damit rannte aber Rurik, in einiger Entfernung über seine gelungene Impertinenz laut spottend, davon... Paulowna flog ihm nach und Siegbert sah wohl ein, daß er Olga ihr ganzes Abenteuer verderben würde, wenn er nun nicht sogleich aufstünde, ihr nacheilte und den ganzen Ausbruch ihres Jubels über dieses kühne Beginnen entgegen nähme. Er sprang geduldig den Kindern nach und holte am Fuße der Terrasse Olga ein, die dort, von den Andern ungesehen, schon auf ihn gewartet hatte und ihn, wie er so verblüfft und verlegen herunterkam, mit einem Spott und Frohlocken empfing, das zwar unendlich lieblich und bezaubernd war, ihn aber in nicht geringe Verlegenheit setzte.

Inzwischen konnte sich aber Egon von seinem Erstaunen über den Namen Wäsämskoi und Rudhard kaum erholen.

Dankmar ergriff daher das Wort, bat ihn, sich wieder zu setzen und gab ihm mit kurzen Worten eine Erläuterung.


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