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Die Rose.

Du lächelst an der Haide grünen Pfaden,
Wie Engel lächelten dem ersten Paar;
Im Morgenthau sich rings die Blumen baden,
In Deinem Kelche glänzt ein Tropfen klar.

Ist's eine Zähre, die ein Elf vergossen,
Weil Du so schön, und dennoch sterben mußt?
In Jugendfüll' die Blätter halb geschlossen,
So träumst Du an der Erde warmer Brust.

Was träumet Dir? Dein Traum kennt keine Schmerzen,
Lieb' ist Dein Leben, Deine Seele Duft;
Dein Ganzes gleicht dem sel'gen Dichter-Herzen:
Den Himmel sieht's, wo Andre sehen Luft.


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