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Andacht.

Ein roter Schleier sank auf unser Träumen – –
So kam die Nacht,
und Deines Leibes Pracht
war vor mir ausgebreitet wie des Pilgers Teppich zum Gebet.
Aus Deinen Brüsten stiegen Opferflammen
unsichtbar auf, und sehrten mir mein Blut,
und unsere Glut
schlug lodernd wie ein Feuermeer zusammen.
Zur Feier riefen uns der Sinne Glocken
mit süßer Macht,
und seliges Frohlocken
durchflutete des Tempels Nacht.
Du hobst den Kelch und reichtest mir die Schale
voll roter Lust,
und Deine Brust
erbebte heiß im Feuer der Fanale.
In allen Adern war ein süßes Rufen –
»Trink!« sprach Dein Mund,
»Genieße!« klang es nach –
Da sank ich stumm auf Deines Altars Stufen,
und wie der Pilger, der zu Allah fleht,
starb ich vor Dir im seligsten Gebet.


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