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G. A. Becquer.

Die Geschichte der Phantastik in der Weltliteratur pragmatisch darzustellen wäre eine zwar sehr mühevolle, aber höchst interessante und dankenswerte Aufgabe. Es gibt wohl kaum ein Gebiet des Schrifttums, das an Umfang mit jenem der Phantastik verglichen werden könnte, und sicherlich keines, dessen Landschaften labyrinthischer, urweltlicher aussehen.

Der vielverschlungene Weg von der naiven Phantastik (oder besser: phantastischen Naivität) der chinesischen Novellen (»Der gespenstische Sohn«, »Fuchselfe«) und dem in seinen Grundelementen nicht minder naiven, jedoch mit theologisch-spekulativen Zutaten angerichteten Phantastizismus im Ramayana (»Wiswamitras Büßungen«) bis zur Farbensymphonik und Tonfeerie der zeitgenössischen Phantasten führt schier durch undurchdringliche Wildnisse voll urzeitlicher Überlieferungen, sagenhafter Erinnerungen und märchenhafter Gestalten, durch malerische Landschaften voll mittelalterlicher Romantik von unbestimmtem Mondenschein umflirrt, an gigantischen Felsformen vorbei, die gleich steingewordenen Riesen herabdrohen, über schmale, schwanke Stege, zu deren Seiten schreckhafte Schemen und Schatten auf- und niedergaukeln, über trügerische Moorgründe, auf deren unbewegtem schwarzen Spiegel ein Chaos von regenbogenfarbenen Flammen unter lockendem Singsang sinnverwirrende Tänze durcheinanderschlingt, durch märchenhafte Haine von wunderseltsamen Blumen und Tieren mit Menschenangesichtern bevölkert, wo Elfen und Gnomen ihr Wesen treiben, über Auen, deren absonderliche Bewohner, fort und fort die Gestalt ändernd, den Wanderer angrinsen und nachäffen, auf kristallklaren Wogen, die alles in verklärter Form widerspiegeln, um schließlich in weite lachende Gefilde einzumünden, wo Erde und Himmel, Mensch und Tier, Baum und Stein, Körper und Seele aus eitel Farben und Tönen, Düften und Stimmungen zusammengesetzt erscheinen. ...

Es bedarf wohl keiner besonderen Bemerkung, daß diese einzelnen Milieu-Gattungen der Phantastik voneinander nicht streng abgegrenzt sind, vielmehr ineinander – hier unmerklich, in leisen Abtönungen, dort schroff, grellfarbig – ineinander übergehen. So z. B. zeigt sich das hohe Lied der Phantastik, die Apokalypse, jetzt mystisch-religiös, jetzt rein-dämonisch, als Phantastik an sich; in Novalis' Traumnovelle »Heinrich von Ofterdingen« und Arnims Romanfragmente »Die Kronenwächter« überwiegt zum Teil rein-romantische, zum Teil mystisch-soziale Phantastik; Brentanos ›verwilderter‹ Roman: »Godwi« enthält bald tollen Spuk, bald lautere Romantik; Viktor Hugo in »Han d'IsIande« und »Bug Jargal« ist ebensosehr romantischer als dämonischer Phantastiker; E. A. Poe hingegen verbindet die dämonische Phantastik mit der absoluten Phantastik des Spukes, der Überreiztheit der Phantasie – übrigens dient ihm sehr oft das phantastische Element zum bloßen Hintergrunde eines spitzig-ausgetüftelten Rechenrätsels (»Die Mordtaten in der Rue Morgue«, »Wassergraben und Pendel«). E. Th. Hoffmanns Erzählungen sind einerseits ebenso burlesk, als mystisch (»Die Elixiere des Teufels«, »Klein Zaches«), andrerseits ebenso dämonisch, als humoristisch (»Das Abenteuer der Sylvesternacht«, »Lebensansichten des Katers Murr«); Swifts Phantastik zeigt einmal eine satirische, ein andermal eine karikiert-symbolische Physiognomie (»Gullivers Reisen«, »Das Märchen von der Tonne«); Liliencrons realistische Phantastik ist symbolisch und dämonisch zu gleicher Zeit (»Die Mergelgrube«, »Das Richtschwert von Damaskus«), während bei Panizza noch ein drittes Element, das satirische, hinzutritt (»Visionen«, »Dämmerungs-Skizzen«). Die Phantastik der modernen Phantastiker (Scheerbart, Dauthendey) bietet ein wunderliches Gemisch von Symbolismus, Mystik, Realismus, Satire, Naivität und Romantik durch beleidigend-grelle Farbengegenüberstellungen und ebensolche Tonmalereien.

Bei einer pragmatischen Analyse der Phantastik wäre nun besonderes Augenmerk den durch Rasse-Eigentümlichkeiten bedingten Unterscheidungsmalen innerhalb der Phantastik zu widmen, und hier ergäbe sich notgedrungen, sozusagen von selbst, eine Parallele zwischen dem Phantastizismus der Germanen und dem der Romanen, von dem der Slaven und Kelten (Fiona Macleod) ganz abgesehen. Der erstere ist weitaus dämonischer, oft nur rein schreckhafter Natur (vergl. Edda, Ossian, Tieck, Hoffmann, Poe, Liliencron und Panizza), der letztere trägt einen tiefromantischen und mystisch-religiösen Charakter (vergl. Dante, Theresia d'Avila, Maria d'Agreda, Hugo, Vigny, Nodier und Becquer). Interessant ist es nun, zu beobachten, was für Formen die Phantastik eines der germanischen Rasse entsprossenen, aber auf romanischem Boden, in romanischen Anschauungen ausgewachsenen Dichters annimmt, wie dessen künstlerisches Temperament die fremden Einflüsse verarbeitet, ohne jedoch die Individualität seiner Abstammung zu verleugnen.

So sehr auch Gustavo Adolfo Becquer mit Mund und Kopf ein Spanier ist – mit Herz und Seele bleibt er denn doch allimmer ein Deutscher. Seiner Physiognomie nach gehört er den sogenannten Neu-Romantikern an. Freilich ist er kein Neu-Romantiker im Sinne des Viktor Hugo, Gautier oder Musset; seine Stoffe sind eben nicht neu, nicht »grotesque et sublime«, wie der Dichter des Dramas »Marion Delorme« forderte, nur die Behandlungsweise ist es, und auch diese bloß bedingungsweise. Becquer wurzelt mit allen seinen Fasern im Boden volkstümlicher Überlieferungen – »Zerstörte Ringmauern, Sitten aus Väterzeiten haben für mich einen unsagbaren Zauber, etwas Mysteriös-Duftiges. Es ist für mich wie ein glänzender Sonnenuntergang: ... tausend leuchtende Luftgebilde, strahlend in Farbenpracht, erscheinen, bevor sie in das stumme Dunkel sich stürzen, wo sie auf ewig zugrunde gehen müssen,« so charakterisiert er selbst seine Neigung zur Romantik in den »Reisebriefen«. Kaum ein Dichter hegt für die Vergangenheit solch eine fromme Verehrung, wie Becquer, der mit ihr einen förmlichen Kultus treibt. Diese rührende Anhänglichkeit an eine versunkene Welt kleidet seine starke künstlerische Individualität in den azurblauen Königsmantel des naiven Lyrismus (hier vermag man deutlich den Einfluß des germanischen Ursprungs zu erkennen) und krönt sie mit dem phosphoreszierenden Heiligenscheine der religiösen Phantastik (Einfluß der romanischen Erziehung).

Mit wenigen Ausnahmen, bei denen die poetische Einbildungskraft jeden realen Grund von dannen spült und als farbendurchflimmertes Meer entzückender Melodieen dahinwogt, gründen sich die »Legenden« auf ethisch-religiöse Forderungen. Einmal ist es die Ahndung versuchter Verunehrung – ob auch nur eines Denkmals – (»Ein Kuß«, »Das goldene Armband«), ein andermal die Bestrafung unmenschlicher Grausamkeiten (»Das Kreuz des Teufels«), anderswo wieder die nachdrückliche Verwarnung vor gottlosen Reden und Taten (»Glaubet an Gott!«) Der Verfasser zeigt sich hier Zoll um Zoll als Spanier und als Katholik (übrigens synonyme Begriffe!), er glaubt fest, unverbrüchlich, manchmal sogar mit einem bedeutenden Anstrich von zelotischem, ja fanatischem Eifer (»Die Passionsblume«) und schildert die Reue über (etwa) begangene, vor dem Tode nicht gebeichtete Sünden mit einer wahrhaft biblischen Energie (»Das Miserere«).

Der ethische Untergrund ist aber nicht etwa des Effektes wegen da, oder vielleicht gar, um irgend welche Spekulation zu beschönigen – er stellt sich vielmehr als natürlich dar, mit Gemüt und Verstand aufs innigste verwachsen, kurz: als organischer Bestandteil seines Künstlertums. Erzählungen, Nachdichtungen von Volkssagen und Volksmärchen, wie sie Becquer schrieb, sind in jedem Lande geschrieben worden. Romantiker wie Becquer hat es überall gegeben, aber bei diesem Erzähler, bei diesem Romantiker ist die fromme Empfindung, das religiöse Gefühl nicht künstlich angenommen, es weist nichts Schauspielerisches, Gemachtes auf. Man spürt allüberall, daß es ihm damit heiliger Ernst ist. Seine Romantik befremdet demnach niemals, wie dies z. B. bei unseren Romantikern – ich nenne nur Tieck – der Fall zu sein pflegt, wo man das Absichtliche, Forcierte, Aufdringlich-Fromme, Gemacht-Religiöse des öfteren deutlich merkt. Bei Becquer ist alles reine, lautere Natur und edle Schlichtheit. Dies erklärt genügend, daß selbst nicht unbedingt Gläubige, falls ihnen noch ein Bruchteil von Gemüt innewohnt, von den Schilderungen des Dichters (z. B. im »Miserere«) ergriffen werden; allerdings hat an diesem Eindruck wohl auch die echt künstlerische, tief poetische Darstellung bedeutenden Anteil. Gewiß ist, daß die religiöse Überzeugung des spanischen Dichters niemals so aufdringlich wird, wie so vieler anderer, welche ähnliche Ziele verfolgen. Davor bewahrt ihn eben seine Künstler-Souveränität wie sein gesunder Sinn. Die Phantastik all dieser – ich möchte sagen: »ethischen« Legenden, ist dämonischer und religiös-mystischer Art.

Die oben erwähnten Ausnahmen ohne irgend welches lebhafte Gepräge, lediglich Spiele der erregten Einbildungskraft, lassen sich füglicherweise in drei Gruppen einteilen: die realistischen (freilich ein Realismus im älteren Wortsinne), die romantischen und die rein-poetischen. Bei den erstgenannten, verhältnismäßig schwächeren Stücken spielt das phantastische Element zwar keine geringere Rolle, tritt aber im allgemeinen etwas zurück. Auch hier waltet der poetisch-schöne Glaube an die göttliche Vorsehung ob (»Das Christusbild mit dem Totenschädel«), in mancher Beziehung an den deus ex machina des griechischen Dramas erinnernd. Gewissermaßen den Übergang zu den ganz auf romantischem Boden erwachsenen Legenden bildet »Meister Perez, der Organist«. Hier stehen Realismus und Phantastik einander schroff gegenüber und bieten somit Stoff zu interessanten Studien; besondere Sorgfalt hat Becquer auf die Charakterisierung der frommen Kirchengängerinnen aufgewendet, welche bei all ihrer Skizzenhaftigkeit nicht vollkommener, vollständiger sein könnte. Diese Legende erinnert übrigens an die Art unseres E. Th. A. Hoffmann, während das oben erwähnte »Miserere« sich wie ein echter Poe ausnimmt. Die Phantastik der vollromantischen Erzählungen (»Das Gelübde«, zum Teil auch der »Geisterberg«) ist rein spukhafter Natur.

Am reinsten, künstlerischesten offenbart sich Becquers liebenswürdiges Talent in den lyrischen Phantasmagorien. Immer unbestimmter und verschwommener werden die Umrisse des Festlandes, immer verworrener und kleiner, bis sie schließlich mit dem Horizont verschwimmen, zusammenfallen und das spähende Auge umsonst nach einem Haltpunkt in der dunstwolkigen Atmosphäre forscht; der laue Hauch des Windes schaukelt zärtlich den leichten Nachen auf den leichtgekräuselten, azurblauen Wellen, aus deren Tiefen Mond und Sterne strahlen, heller, größer, denn jene, die zu unseren Häuptern flammen. Und wie der Lauscher so traumversunken in den zweiten Himmel am Meeresgrunde hinabsieht, ertönen zuerst leise, dann immer stärker anschwellend wundersame Akkorde ... Harmonieen ... Gesänge ... und alle Blumen der Phantasie öffnen ihre berauschenden Wonnekelche und hauchen Düfte um Düfte aus, welche sein Antlitz umkosen und die Sinne in Traumschlaf einlullen ... und immer stärker und stärker tönen die wundervollen Lieder, und immer schwerer und schwerer duften die seltsamen Blumen ... und allgemach, mit unwiderstehlicher Gewalt zieht es ihn über den Bord des schwankenden Fahrzeuges hinab, rief, tief hinab in das azurne Meer, in das Reich der Träume ... weit hinab bis auf den smaragdenen Grund, wo sich die märchenhaften Muschelpaläste und Perlengrotten der Wassergeister erheben, und Nixen und Undinen in spinnwebartigen Gewanden ihre Arme nach dem Gaste ausbreiten ... Und sein Ohr versinkt im Andrang der Harmonieen, sein Auge geht über vor der Pracht der Farben, in unaussprechlichen Wonneschauern zerfließt die Seele und der entzückende Taumel des Vergessens umfängt seine Sinne ... Wie jener Held Harald, den die Geister der Nacht im Zauberwald überrascht und in Bande gelegt, träumt er selige, unaussprechlich-selige Träume im Arm überirdischer Gewalten, weltfern den Mühsalen des Lebens, äonenweit den Sorgen und Kämpfen um flüchtige Güter des Alltags ...

In diesen Stoffen zeigt sich wieder deutlich der germanische Ursprung des Dichters. Auch der begabteste Romane von Geburt vermöchte die bezwingende Macht eines Waldsees, die Poesie der Einsamkeit (»Die grünen Augen«), die Suggestion des nächtlichen Waldes (»Das weiße Reh«), das Leben und Weben der Natur (»Der Gnom«) nicht so zu schildern, wie es der romanisierte Deutsche Becquer tut. Das ist eine spezifisch germanische, das ist deutsche Kunst. Nur die Wahrnehmungsfähigkeit (Perzeptivität) des Traum- und Schwarmgeistes im deutschen Gemüt erscheint hiezu geschaffen. Daß Becquer wirklich solch ein Gemüt besessen hat, beweist die Legende vom »Smaragdschmuck«, die nichts anderes ist, als ein bloßes Phantasiespiel, eine Luftspiegelung, ein in leeren Rahmen hingehauchtes Genrebild dichterischer Illusionsfähigkeit, geradezu typisch für sein literarisches Schaffen. Im Aufbau ähnelt diese Erzählung einem Arithmogryph von E. A. Poe.

Humor besitzt Becquer im ganzen und großen nicht; die wenigen Anläufe hiezu (in »Meister Perez«, »Das Kreuz des Teufels« und »Das weiße Reh«, dann auch »Die Weltschöpfung«) versickern sehr bald im Sande. Andrerseits teilt er die große Vorliebe für Musik (»Meister Perez«, »Miserere«) mit unserem Hoffmann.

Der Hintergrund seiner Legenden ist zumeist der gleiche: Gewitter, Stürme, dunkle Nächte, halbzerfallene Kirchen, Burgen und Klöster, oder mondscheindurchflutete Wald-Auen, leisbewegte Teiche, träumerisch-murmelnde Bäche und so weiter, von großer Innigkeit und Schönheit sind die Naturschilderungen, lyrisch tief-empfunden und mit echt poetischem Schwung wiedergegeben (zumal die indische Sage vom »Rajah mit den roten Händen«, vielleicht die beste Leistung Becquers). Einen mächtig mitfortreißenden Eindruck übt die Charakterisierung der geheimnisvollen Welt verfallener Klosterruinen, mondbeschienener Grüfte und Statuen, unstet flackernder Ampeln unter einsamen Heiligenbildern und so fort. Wie der Zauberer im Märchen bannt hier der Dichter seine Leser, daß sie regungs- und atemlos den überseltsamen Begebenheiten folgen und ganz vergessen, daß alles lediglich ein Spiel lebhafter poetischer Einbildungskraft ist.

Wie seltsam, daß gerade dieser, in seinem ganzen Denken und Fühlen uns Deutschen so naheverwandte Dichter in Deutschland so wenig bekannt geworden ist, selbst zu einer Zeit, wo die Romantik noch nicht ausgestorben war und wo man mit Bienenfleiß das Schöne aller Literaturen übertrug.

*

Gustavo Adolfo Becquer (sprich: – Bekker –) wurde am 17. des Hornung 1836 zu Sevilla geboren, der gepriesenen Hauptstadt des sonnigen, allimmer lieder- und tanzfrohen Andalusien, von der der Volksmund nicht mit Unrecht behauptet, daß, wer Sevilla noch nicht gesehen, überhaupt noch nichts Bewunderungswürdiges gesehen habe. Quién non ha vista a Sevilla, no ha vista maravilla. Sein Vater, wie schon der Familienname zur Genüge dartut, von deutscher Abkunft, – er war in dritter Geschlechtsfolge der Nachkomme eines aus Deutschland eingewanderten Uhrmachers und auch dieser Abkunft sich bewußt, wie die Vornamen des Dichters beweisen, – erfreute sich als trefflicher Maler, zumal andalusischer Volksszenen, eines nicht gewöhnlichen Rufes in der damaligen Kunstwelt, starb jedoch frühzeitig (1841), eben als unser Dichter sein fünftes Lebensjahr vollendete und in der Schule von San Antonio Abad Elementarunterricht genoß. Vier Jahre darauf (1845) folgte dem Vater auch die Mutter im Tode, mit dem schmerzlichen Bewußtsein, ihre beiden halbwüchsigen Kinder Valerian und Gustav Adolf gänzlich mittellos zurücklassen zu müssen. Denn obgleich ihr Mann manche lohnende Aufträge von Kunstfreunden erhielt und mit Bienenfleiß arbeitete – wohl die Ursache seines frühen Todes – war es dem Ehepaare dock nicht möglich gewesen, etwas zurückzulegen und so die Zukunft der Söhne einigermaßen zu sichern. Doch es fanden sich mildherzige Leute, die sich der bedauernswerten Waisen tatkräftig annahmen.

Den damals neun Jahre zählenden und im Kollegium von San Telmo Nautik studierenden Gustav Adolf nahm seine Taufpatin in ihr Haus, gleichzeitig aber auch aus jener Schule. Die wohlhabende, kinderlose wie auch ohne Verwandten dastehende Frau stellte dem aufgeweckten, ihr liebgewordenen Pflegling in Aussicht, daß er einmal ihr Gesamterbe würde, knüpfte aber daran die ebenso ungroßmütige als einsichtslose Bedingung, er müsse unweigerlich ein ehrsamer Kaufmann »un honrado commerciante« werden, zu welchem Zwecke sie ihn in einem Handelshause zu Sevilla unterbrachte. Becquer, der schon von Natur aus nicht einen Funken von Geschäftsgeist besaß und demnach zu solch einem Berufe am allerwenigsten taugte, befand sich infolge seines von Tag zu Tag immer mächtiger werdenden künstlerischen Dranges – er hatte übrigens schon ein paar poetische Kleinigkeiten veröffentlicht, die mit Beifall aufgenommen worden waren – in einer sehr üblen Lage, welche durch die Hartnäckigkeit, mit der seine Pflegemutter auf ihrer Forderung bestand, noch gesteigert wurde. Nach einer Reihe fruchtloser Auseinandersetzungen mit der starrsinnigen Patin beschloß Becquer der unerträglichen Sachlage mit einem Male ein Ende zu machen, kehrte dem Handelshause den Rücken und verzichtete so auf die zu erwartende Erbschaft, die ihm unter allen Umständen ein bürgerlich-sorgenfreies Leben versprach, freilich ein Leben voll alltäglicher Prosa, ohne jede höhere, geistige Idee, in dem ein Mensch, wie Becquer, dessen ganzes Wesen von Poesie durchdrungen, der mit ihr sozusagen eines Blutes war, zweifelsohne elend verkümmert wäre.

Er entsagte also der »sicheren Zukunft« ohne geistigen Gehalt und wählte die unsichere voll poetischen Schwunges und Schimmers, wie es manch ein begeisterter Jünger der Kunst schon vor ihm und noch oft nach ihm getan. Als freier Schriftsteller und Dichter wanderte er frischfröhlichen Mutes im Jahre 1854 nach Madrid, ohne viel mehr zu besitzen, als was zur Reise nötig war. In der Hauptstadt des Landes, dem natürlichen Mittelpunkt des gesamten geistigen Lebens und Strebens eines jeden in sich gefestigten Reiches, durfte der Dichter wohl hoffen, seinem Geiste die notwendige Anregung zu verschaffen, ihn zu befruchten, seine Kunst zu vervollkommnen, ausgestalten und die Erzeugnisse derselben erfolgreich verwerten zu können. Aber es erging ihm nicht viel anders, als so manchem anderen, der gleicherweise in schönen Hoffnungen sich gewiegt.

Abgesehen von der unerquicklichen politischen Lage des Reiches (Aufstände zu Saragossa, Barcelona, Madrid infolge Vertagung der Cortes, O'Donell, Espartero), welche das Publikum in Atem hielt und somit literarische Neigungen nicht aufkommen ließ, schadete es seinem Emporkommen, daß er einerseits – sei es aus Bescheidenheit, sei es aus Künstlerstolz – nicht nach Protektion haschte, wie so viele, allerdings bei weitem weniger talentierte Berufsgenossen, andererseits in edlem Freimut Äußerungen fallen ließ, welche trotz ihrer vollständigen Objektivität und Richtigkeit die sogenannten maßgebenden Personen gegen ihn einnahmen. Bei allem Fleiße, mit welchem er seine Berufspflichten erfüllte, bei aller Arbeit, die ihn von der morgendlichen Dämmerung bis in die tiefe Nacht hinein beschäftigte, wollte es ihm niemals gelingen, auch nur für die allernächste Zeit sich Einnahmen zu verschaffen, groß genug, seine ohnedies sehr geringen Bedürfnisse zu decken. Allimmer stand das Gespenst des Hungers drohend vor seiner Schwelle. Es gibt wohl kaum einen Dichter, der die widerwärtigsten Verhältnisse des Lebens in solchem Maße ausgekostet hat, wie Becquer, und nie ist das stolze Flügelroß der Poesie mehr zum stumpfnüstrigen Ackerpferde des plattesten Broterwerbes, zum Schindergaul erniedrigt worden. Des täglichen Brotes wegen verfaßte er rastlos Kritiken, Übersetzungen, Operntexte, Feuilletons, und oft geschah es, daß er seine Handschriften um einen wahren Bettel an Dilettanten verkaufte, welche sie dann unter ihrem Namen drucken ließen und hiefür vielleicht das zehnfache an Geldeswert einheimsten.

Schon im Jahre 1857 überfiel den äußerst zart gebauten und allem Anscheine nach mit Lungenkrankheit erblich belasteten Dichter, wohl infolge seiner Entbehrungen, eine große Schwäche – sein Freund und Biograph Ramon Rodriguez Correa spricht nur im allgemeinen von einer schrecklichen Entkräftung: horrible enfermedad –, die unmittelbar Ursache gewesen sein dürfte, daß man für Becquer, um ihn in bessere Verhältnisse zu bringen, einen Posten ausfindig machte, der ein – landläufig gesprochen: »sicheres Brot« gewährte. Dieser Posten war der eines – Schreibers bei der Direktion der Nationalgüter ( »Bienes Nacionales«), mit dem der riesenhafte Gehalt von dreitausend Realen, das ist rund gerechnet fünfhundertfünfunddreißig Mark jährlich (!) verbunden war. So gut man die Sache auch meinte, so schlecht ging sie aus, und nicht weniger schnell als Becquer » escribiente fuera de plantilla« geworden war, verließ er auch den Schauplatz seiner »Tätigkeit«. Anstatt zu kopieren, las oder zeichnete er, selbst vor den gestrengen Augen des inspizierenden Direktors, ja er erklärte diesem auf die höhnische Frage, was das bedeute, ohne zu zaudern den Gegenstand der Zeichnung, bis ihn der erboste Vorgesetzte anschrie, er sei hier überflüssig, und die Entlassung noch am selben Tage erfolgte. – Nachdem die literarischen Arbeiten nicht viel abwarfen, begann Becquer seine Fähigkeiten als Zeichner und Maler zu verwerten. Zumal seine Zeichnungen werden sehr gelobt und Correa nennt sie geradezu » admirables«. Als Maler soll Becquer Aufträge der Markgrafen von Remisa und zwar al fresco durchgeführt haben. Die Gemälde befanden sich seinerzeit im Palaste der genannten Marques, die sie aber verleugneten – so erzählt wenigstens der Biograph –, »weil sie das Werk einem Zimmermaler übergeben hätten, der nicht verstand, wie Figuren zu malen seien«.

In derselben Zeit oder kurz nachher wurde von J. L. Albareda die Zeitschrift » El Contemporáneo« gegründet, für die Becquer die meisten Legenden sowie die » Cartas desde mi celda« (Briefe aus meiner Klause) schrieb. Auch an einem anderen Blatte » La Crónica« war Becquer eifrig beteiligt. In diesem veröffentlichte er eine seiner schönsten und farbenprächtigsten Dichtungen, die Legende: » El Caudillo de los manos rojas« (Der Rajah mit den roten Händen). Die materielle Ausbeute war geringfügig, sie setzte aber den Dichter in Stand, künstlerische Studienreisen zu unternehmen und so seinen Geist und seine Phantasie anzuregen. In der doppelten Eigenschaft als Dichter und als Kunstschriftsteller durchwanderte er die interessanten Landschaften seines Vaterlandes, das an (zumeist noch ungehobenen) Kunstkleinoden zumal der mittleren Zeit ungleich reicher ist, als die meisten anderen Länder Europas. Hier, wo sich iberisches und römisches Blut mit gotischem und arabischem mischte, wo zwei große, welterobernde Kulturen (die römische und die arabische) durch Jahrhunderte blühten und oft genug die Welt verjüngten, hier fand der Dichter im Studium der Kunst und der Natur Befriedigung. Eine Frucht seiner Streifereien zu den uralten, sagenumwobenen Abteien von San Juan de los Reyes, Veruela und Fitero, in den Gauen von Soria und Avila, auf den Abhängen des Moncayo uno an den Ufern des Segre, vor allem aber in der stolzen königlichen Toledo, diesem kostbarsten Juwel in Spaniens Diadem, waren die »Recuerdos de un viaje artistico«, in denen er in seiner geistreichen Weise und mit einer wahrhaften rührenden Liebe die altehrwürdigen Denkmale der mittelalterlichen Baukunst behandelt und in einer prachtvoll ziselirten, echt dichterisch-schwungvollen Form in den Geist dieser Altertümer einführt. Leider blieb seine Absicht, alle Denkwürdigkeiten, besonders der so ungemein reichen kirchlichen Architektur in einem großen Werke zu vereinigen, das den Titel »Historia de los Templos de España« erhalten sollte, unausgeführt, was gewiß einem bedeutenden Verlust, sowohl in dichterischer als auch in wissenschaftlicher Hinsicht, gleichkommt. Fast alle oben genannten Orte, in die ihn seine Wanderungen führten, haben in den »Legenden« einen Platz gefunden und wohl manch eine schöne Sage mag er Hirten oder Jägern abgelauscht haben.

Aber trotz alledem! Die Tage, seit Becquer von Sevilla sich entfernt hatte, bilden eine lange, traurige Kette von Nahrungssorgen, Entbehrungen, Enttäuschungen und – Krankheiten, seelischer sowohl als leiblicher Art, den natürlichen Folgen all der unaufhörlichen Widerwärtigkeiten. Wohl fand er für all die Bitternis, die er bis zur Neige auskostete, als echter Künstler Trost und Erhebung in jenem Studium, und für all die aufreibende Arbeit inmitten der Trübsale ward ihm als Lohn das himmlische Geschenk zuteil, Lieder zu dichten, die mit Recht als die besten der gesamten modernen, das heißt neuzeitlichen Poesie Spaniens gelten. Gewissermaßen zum Ersatz für sein freudenarmes Leben verklärte der Genius der Dichtung seine »Legenden« mit dem Glorienscheine unvergänglicher Poesie und verlieh seinem Namen die Unsterblichkeit.

Becquer fehlte, wie so vielen vortrefflichen Dichtern, das Glück; ähnlich dem Manrique in seiner Legende »Mondstrahl« jagte er ruhelos seinem erhabenen Ziele zu, ohne jedoch es erreichen zu können, so daß er zuletzt, wie jener Manrique, verbittert vom erfolglosen Streben, unverstanden von der Menge in die Worte ausbrechen durfte: »Ruhm ... Liebe ... Dichtung – alles ist ein Mondstrahl, Lüge, elende Lüge, ein leeres Phantom!« ... Zeitlebens verfolgte ihn der Unstern mir einer Hartnäckigkeit, wie man sie nur selten findet. Alle Pläne scheiterten, alle Hoffnungen schlugen fehl, ja selbst als die eherne Willenskraft, der unermüdliche Fleiß dieses wahrhaften Märtyrers der Poesie endlich über die Tücken des Schicksals zu triumphieren begann, kam als letzter Abgesandter des Unsterns der Tod und vollendete so das Gewebe des Unheils. Schon ward Becquers Name dem Publikum geläufig, schon bewarb man sich um seine Mitarbeitschaft, und die Gönner der Kunst begannen sich für seine Arbeiten zu interessieren. Auch der zärtlich geliebte Bruder, mit dem er seit dem Jahre 1862 zusammenlebte, -arbeitete und -litt, hatte manch einen schönen Erfolg zu verzeichnen, der eine glückliche Zukunft verhieß. Das bisherige, trotz aller Entbehrungen schöne Zusammenleben der Brüder sollte eben die rechte Weihe erhalten – wie wollten sie beide malen, dichten, in Farben und Liedern schwelgen! Da starb plötzlich Valerian (am 23. September 1870).

Dieser letzte, schwerste Schicksalsschlag brach die Lebenskraft des Dichters. Von da siechte er nur mehr hin, bis der 22. des Christmonats 1870 dem kaum Fünfunddreißigjährigen die willkommene Erlösung durch den Tod brachte. Seine letzten deutlichen Worte waren: »Todo mortal!« (»Alles ist vergänglich!«) Als Ursache seines Todes wird einmal Herzbeutelentzündung, ein andermal Leberentzündung angegeben; richtig wird wohl Lungenschwindsucht sein, der sich die eine oder die andere Krankheit beigesellt haben mag. Mit ihm starb einer der hervorragendsten Dichter des neuzeitlichen Spanien, der, wie selten einer, die klangvolle, ritterliche Sprache in seiner Gewalt hatte, und der, wie keiner, seinen Werken den keuschen Duft erhabener Poesie mitzuteilen wußte.

Leider war es Becquer nicht vergönnt, sich auszuleben und ein großes Werk in Angriff zu nehmen. Wohl entwarf er Pläne zu einem solchen und führte auch einzelnes aus, wie aus den Berichten seiner Freunde, denen er sogar manches daraus vorgelesen hat, deutlich hervorgeht; aber die leidige Brot-Schriftstellerei ließ ihn zu ernstlicher Inangriffnahme nun und nimmer gelangen. So liegen denn von seiner Lebens-Arbeit vor:

Ein Bändchen Gedichte unter dem allzu schlichten Titel »Rimas«, zumeist Liebesgedichte von berückendem Schmelz und einer ungewöhnlichen Zartheit. Obzwar der Dichter mit dem Versmaße sehr willkürlich umspringt, wie kaum einer vor ihm, am wenigsten in der spanischen Poesie, so wird man doch nie von einer Regellosigkeit oder gar einer Härte reden können. Sein Bestreben, melodisch musikalisch zu wirken, ohne Zuhilfenahme des gewöhnlichen Mittels: des Reims, ließ ihn sogar diesen ängstlich vermeiden. Und trotzdem gehören seine » Rimas« zu den melodischesten und musikalischesten in der gesamten spanischen Dichtung – ein Beweis dafür, daß weder Versmaß noch Reim unumgänglich zum Handwerkszeug eines wahren Dichters gehören!

Für die außerordentliche Sangbarkeit der Becquerschen Gedichte spricht die ungewöhnliche Verbreitung, die sie nicht nur in Spanien, sondern auch im spanisch redenden Amerika gefunden haben. Auch ist kein spanischer Dichter so viel nachgeahmt und nachgedichtet worden als er, trotzdem er eigentlich – wie in all seinen Werken – nicht so recht dem Idealbilde eines spanischen Dichters entspricht; man fühlt eben bei ihm stets den Pulsschlag des deutschen Blutes, den Hauch des deutschen Atems, was die spanischen Kritiker übrigens selbst, allerdings nur dunkel, wittern, wenn sie seine Gedichte als Nachahmungen Heines und Uhlands und seine Legenden als solche Hoffmanns und Grimms (gemeint sind die Gebrüder Grimm!) bezeichnen. In der Hauptsache, daß Becquer Fleisch von unserm Fleische ist, haben sie recht; was aber den Vorwurf der Nachahmung betrifft, so erscheint er allsogleich gegenstandslos, wenn man die angeblichen Vorbilder mit Becquer vergleicht. Allerdings muß man es aufmerksamer tun, als jene Kritiker. Eine ziemlich gute, wenn auch sehr freie Übertragung der Gedichte hat Richard Jordan (der Enkel des aus dem deutschen Vormärz bekannten Politikers und Märtyrers Sylvester Jordan) unter dem Titel »Spanische Lieder« erscheinen lassen. (Hendels Bibliothek der Gesamtliteratur Nr. 655.)

Unter Becquers Arbeiten in Prosa nehmen die »Leyendas« (Legenden) den ersten Platz ein; über sie ist oben des Ausführlicheren abgehandelt worden. Auch die Legenden erfreuen sich wie die Gedichte einer großen Volkstümlichkeit.

Den Legenden reihen sich »Die literarischen Briefe aus meiner Klause« (Desde mi celda, cartas litterarias) an, Schilderungen seiner künstlerisch-poetischen Wanderungen, in einem vorzüglichen Spanisch geschrieben, voll der feinsten und treffendsten Beobachtung und Darstellung, deren Veröffentlichung in den damaligen Kreisen großes berechtigtes Aufsehen hervorgerufen hat.

Ein drittes Konvolut der Becquerschen Prosa umfaßt dies geplante große Werk »Historia de los Templos de España«, von dem schon die Rede gewesen ist. Aus der Fülle der Artikel, die in ihrer Zusammenfassung eine Art von künstlerischer, philosophischer und politischer Chronik geben sollten, hebe ich hervor: jene über die arabische Kunst in Toledo, die Basilika der heiligen Leokadia, die Geschichte von San Juan de los Reyes und über das Kastel Olito.

Schließlich verdienen Erwähnung eine Reihe von kleineren Arbeiten, feuilletonistisch-erzählenden Charakters: »Pensamientos Roncesvalles, Cartas litterarias a una mujer, Las dos olas, Las dos compadres« und andere.

Von Becquers Nachlaß, der außerordentlich reich gewesen sein soll, ist nichts Genaues bekannt geworden, was nicht nur im Interesse der spanischen Literatur bedauert werden muß. Eine Gesamtausgabe fehlt noch derzeit. Teilweisen Ersatz hiefür bietet die in 3 Bänden zu je 300 Seilen in gr. 8° in Madrid veröffentlichte Ausgabe, die im Jahre 1904 in 5. Auflage erschien. Obras de Gustavo A. Becquer. Quinta edición aumentada con varias poesías. Madrid y Sevilla, Fernando y Juan Antonio Fé 1904. Hoffentlich erscheint noch ein Nachtragsband, der die im Vorwort zwar erwähnten, in der Ausgabe selbst aber fehlenden Legenden, Phantasieen und Capriccios bringt.

Was des Dichters eigenes Urteil über seine uns erhaltenen Dichtungen anbelangt, so ist es durchaus nicht günstig. Er erklärte sie für »Kleinigkeiten«, die er nur des lieben täglichen Brotes wegen geschrieben, – man sieht daraus, wie streng und hoch er von der Kunst dachte. Daß seine herbe Selbstkritik ungerecht ist, darüber kann kein Zweifel bestehen, und nicht nur die Kunstrichter Spaniens, sondern auch die anderer Völker, stimmen darin vollkommen überein, daß Gustavo Adolfo Becquer auf Grund dieser »Kleinigkeiten« eine der schönsten und beneidenswertesten Zierden der Heimat des großen Cervantes ist.

Mögen die Leser nun selbst urteilen!

*

Hinsichtlich meiner Übersetzung ist zu bemerken, daß sie auf Grund der von Becquer selbst besorgten ersten Ausgabe der Legenden aus dem Jahre 1868 erfolgte; die eben erwähnte Sammel-Ausgabe wurde zur Vervollständigung benützt, sowie bei der Revision der Handschrift gebührend berücksichtigt.

Wien im Jänner 1907.

Ottokar Stauf von der March.


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