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Einleitung

Die Begebenheiten seines spannenden Romans versetzt Jules Verne in diesem Werke nach Südamerika. Die wunderbare Welt des einzig dastehenden Amazonenstroms ist so recht ein Tummelplatz für seine Phantasie. Dieser Koloß unter den Strömen der Erde – an Länge nur von zweien übertroffen, an Breite im Umfang des Stromgebiets von keinem – dieser an Legenden und Eigentümlichkeiten reiche Rio, der eines der größten Reiche der Welt durchströmt, in dem größten Teile seiner Länge fast direkt unterm Aequator dahinfließt, der einst von mutigen Forschern, unter denen Alexander von Humboldt mit an erster Stelle steht, als ganz unbekannte rätselhafte Welt aufgesucht wurde, jetzt von Tausenden von Fahrzeugen und Dampfern befahren wird, an dessen Strande die Ueberreste zahlreicher einst mächtiger Indianerstämme hausen – bietet dem unerschöpflichen Autor eine prachtvolle Szenerie und gibt ihm Gelegenheit, wieder einmal so recht aus dem Vollen den Born der Unterhaltung und Belehrung auszuschöpfen.

Die Gestalten des Romans sind weniger prägnant – es fehlt der sonst unvermeidliche und immer wieder halb belustigende, halb imponierende Gelehrte, dafür ist aber die Gestalt à la Passepartout in dem amüsanten Barbier Fragoso vertreten.

Der erste Band dient der Vorbereitung des Dramas, dessen Lösung durch die Entzifferung der hier in Deutsch wiedergegebenen Geheimschrift in überraschender, echt Verne'scher Weise erfolgt.

W. H.


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