Oskar Panizza
Das Liebeskonzil
Oskar Panizza

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Vierte Szene

Die Vorigen, ein gefittichter, auch an den Füssen geflügelter Bote von reiferem Charakter, kommt in Begleitung zweier Engel in grosser Aufregung herein.

Bote sinkt in den Staub und küsst den Boden; richtet sich dann kniend auf. Herr, ich komme aus Italien; aus Neapel; Grässliches muss ich dir berichten; der Pfuhl der Sünde stinkt bis da herauf; alle Bande der Sittlichkeit sind gelöst; man hohnlacht deiner heiligen am Berge Sinai von dir selbst gegebenen Gebote; die Stadt, vom Franzosenkönig belagert, ergibt sich den entsetzlichsten Greueln; Weiber laufen mit entblösstem Busen frech lüstern durch die Strassen; die Männer funkeln wie Böcke; ein Laster folgt dem andern, das Meer brandet bis in ihre Gassen; die Sonne hat sich schon verdunkelt; aber sie achten weder irdischer noch himmlischer Zeichen; die Unterschiede der Stände sind aufgehoben; der König bricht ins Lupanar; und der Facchino dringt zu den feilen königlichen Metzen in den Palast; Hunde und Spielhähne haben ihre Brunstzeit, aber die Neapolitaner sind das ganze Jahr Tiere; die ganze Stadt ein kochender Kessel der Leidenschaft; Italien ist das liebeswahnwitzigste unter den Völkern Europas; aber Neapel ist in Italien, was Italien unter den Völkern; die Belagerung hat den Rausch der Geschlechter bis zum Wahnsinn gesteigert; kein Alter wird geschont, keiner Jugend sich erbarmt; Zeugungsglieder in unermesslicher Grösse werden als Gottheiten in festlichem Aufzug durch die Strassen geführt, von Reigen junger Mädchen begleitet, und wie allmächtige Idole angebetet. Und in deiner Kirche sah ich den Priester vor dem Altar mit einer feilen Dirne...

Gott-Vater der dem Gang der Erzählung mit wachsendem Erstaunen zugehört, erhebt sich, seines Zornes nicht mehr mächtig, mit äusserster Kraftanstrengung vom Thron und reckt die geballte Faust. Ich will sie zerschmettern!Alles stürzt zu Boden und verbirgt das Antlitz.

Cherubim mit flehender Gebärde. Tu das nicht, lieber, heiliger Vater; – – – du hast ja sonst keine Menschen mehr! –

Gott-Vater der den Cherubim lange mit offenem Munde angestarrt, sich besinnend, zusammenknickend. Ja so, – richtig, – richtig, – ich hab' vergessen – vollends auf den Thron zurücksinkend – das Erschaffen ist ja vorbei; – ich bin zu alt; – und meine Kinder können es nicht. –

Cherubim naiv. Beruhige dich, göttlicher Greis! – Du wirst dein drohendes Gesicht aus den Wolken zeigen und den Neapolitanern eine Zornesrede halten; sie werden dann schaudern.

Gott-Vater. Sie werden nicht schaudern! – Sie verlachen mich ja! – Sie wissen, dass ich nur reden kann. Sie wissen, dass sie da unten unter sich sind; freien, lieben und hassen können, und mich nicht mehr brauchen. – Auffahrend. Aber du – zum Boten – rufe mir meine Tochter, die allerseligste Jungfrau, – und auch meinen Sohn magst du rufen, – und die Cherubim und Würgengel mögen sich für meinen göttlichen Befehl bereit halten; – und auch dem Teufel lass' ich vermelden, er möge sich zu mir bemühen; wir wollen ein Konzil halten und beraten, was in dieser grässlichen Sache zu tun ist.

Bote und alle übrigen Engel bis auf den Cherubim unter grossem Geräusch ab. – Der Cherubim bemüht sich um den erschöpften Alten, bettet ihn aufs neue auf dem Thron, rückt Fussschemel und Wärmeflasche zurecht, knüpft ihm das Foulard, wischt ihm Gesicht und Bart ab, und schmiegt sich zuletzt zu seinen Füssen, während der Alte dessen Hand ergreift und in der seinen ruhen lässt. – Stumme Szene.


Fünfte Szene

Die Vorigen. Maria, von einer Schar jugendlich-amorettenhaft gekleideter Engel, die ihr vorauseilen und ihr Blumen streuen, sowie von erwachsenen Engelsknaben, die Lilienstengel tragen, gefolgt und begleitet, kommt in hochmütig-stolzer Haltung, eine kleine goldene Krone auf dem Haupte, in einem blauen, sternbesäeten Kleid, welches vorne das weissseidene Untergewand erblicken lässt, durch die Haupttüre herein, macht in Front von Gott-Vater, von dessen Thronesstufen sich der Cherubim inzwischen zurückgezogen, eine steife, hofmässige Verbeugung und begibt sich dann auf einen zweiten, in der Zwischenzeit von dienstbaren Engeln, etwas entfernt von Gott-Vater, ebenfalls an der Wand zurechtgerichteten Thron, der, mit hoher Rücklehne, im Stile sich der Zeit der Minnesänger anpasst. Sie verweilt dort während des Folgenden, von ihrem Engelschor umgeben, ausschliesslich mit Herrichtung ihrer Toilette, unter Benutzung eines kleinen Spiegels, sowie mit Selbstbesprengung durch wohlriechende Wasser beschäftigt. – Ein weiches Geflüster schalkhafter, augenschmeissender Amoretten macht sich um sie vernehmbar. – Währenddem unterhalten sich auf der entgegengesetzten Seite, links im Vordergrund, die drei aus der ersten Szene bekannten Engel.

Erster Engel. Der Mann kommt.

Zweiter Engel in die Hände patschend. Der Mann, der Mann kommt.

Dritter Engel aufhorchend ernsthaft. Der Mann? Wer ist der Mann?

Zweiter Engel. Ach, der Mann – du kleines Äffchen – das ist der Mann!

Erster Engel belehrend. Das ist der schönste, der zarteste, der zuckrigste Mann; der einzige Mann im Himmel; das ist der Mann.

Dritter Engel neugierig. Ist er jung?

Erster Engel. Wie eine Palme.

Dritter Engel nach einigem Besinnen. Ist er jünger wie der alte Mann dort?

Erster und zweiter Engel sich gegenseitig ins Wort fallend. Hunderttausendmal jünger!

Dritter Engel nach weiterem Besinnen. Ist er jünger wie die schöne Frau dort?

Erster und zweiter Engel wie oben. Tausendmal, tausendmal jünger!

Dritter Engel sich wieder besinnend. Ist er jünger wie der garstige alte Mann drunten auf der Erde?

Erster und zweiter Engel wie oben. Unendlich oftmal viel jünger!

Dritter Engel sich erwärmend. Ist er schön?

Zweiter Engel. Weiss wie Elfenbein!

Dritter Engel. Ist er schlank?

Erster Engel. Wie eine Tanne!

Dritter Engel. Was hat er für Augen?

Zweiter Engel. Wie eine Gazelle!

Dritter Engel. Wie spricht er?

Erster Engel sich besinnend. Wie eine Äolsharfe! – Aber traurig, traurig!

Dritter Engel teilnahmsvoll. Warum ist er traurig, der Mann?

Zweiter Engel. Er ist ja verwundet!

Dritter Engel mit stummer Geste fragend.

Erster Engel. Sie haben ihn ja in die Hände gestochen!

Zweiter Engel. Und durch die Füsse!

Erster Engel. Und in die Seite hinein!

Zweiter Engel. Und von der Stirn unter den Haaren herab fliessen Blutstropfen!

Dritter Engel der mit wachsender Verwunderung zugehört. Aber er lebt?

Erster und zweiter Engel. Er lebt!

Man hört draussen das Sichnahen eines Zuges. Eine Schar junger, mädchenhafter Engel stürzt voraus.

Erster und zweiter Engel. Der Mann kommt!

Dritter Engel laut repetierend. Der Mann kommt! Sie treten etwas zurück, um Platz zu machen.

Die vorauseilenden Engel zwitschernd, kichernd. Der Mann! Der Mann!

Christus, mit gestreckten, nach vorn übereinandergeschlagenen Armen (Ecce-homo-Stellung), kommt im weissen Talar mit übergeschlagenem Purpurmantel, als König der Juden, gesenkten Kopfes und mit tieftrauriger Miene skandierten Schrittes herein, umgeben von meist älteren Engeln, die Kreuz und Marterwerkzeuge tragen; in seinem Gefolge Apostel, Märtyrer, Maria Magdalena, Klageweiber. Er ist sehr jugendlich, blass, mit dunklen Haaren, leichtem Flaumbart, eine hochaufgeschossene, ätherische Erscheinung; auch das Gefolge hat den Charakter tiefer Niedergeschlagenheit und Hinfälligkeit. Die jüngeren Engel drängen sich mit feurigen Blicken um ihn, suchen seinen Gewandsaum zu berühren. Er begibt sich, gleichgültig von Gott-Vater beobachtet und gänzlich unbeachtet von Maria, selbst in seiner Passivität von niemandem Notiz nehmend, zu einem für ihn inzwischen aufgeschlagenen, etwas abseits von den anderen stehenden Thron, der die primitive Gestalt eines jüdischen Lehrstuhls hat. Dort lässt er sich, seine Ecce-homo-Stellung beibehaltend, in grosser Apathie nieder, während sich sein Gefolge um ihn gruppiert.

Nachdem alles sich versammelt und die Engelsgruppen in der Front von den drei Thronen, wo sie den ganzen Vordergrund einnehmen, sich kniend niedergelassen.

Gott-Vater feierlich mit tiefem Pathos. Sind wir alle versammelt? –

Im nächsten Augenblick fährt ein feuriger Streifen pfeifend wie eine Rakete oben am Gewölbe quer durch den Saal, in der Ferne klirrend verhallend: der Heilige Geist. – Alles blickt mit feierlicher Geste, die Engel die Hände auseinanderspreitend, nach oben; nur Maria schaut, den Kopf nachlässig auf die linke Thronlehne gestützt, gleichgültig vor sich hin; während Christus, die Arme über der Brust kreuzend, das Haupt noch tiefer senkt und so längere Zeit in tiefer Zerknirschung verweilt.

Gott-Vater nach einer Pause, während der alle in die frühere Stellung zurückkehren. Wir haben euch hierher berufen, um euren Rat in einer schweren, entsetzlichen Sache zu vernehmen. – Die Menschen haben sich, meine Gebote missachtend, in götzendienerischer, selbstzerstörender Weise den schrecklichsten Ausschweifungen, den fürchterlichsten Greueln hingegeben. In einer Stadt – in Asien – in – in – wo war es nur gleich?...

Cherubim in nächster Nähe von Gott-Vater mit emporgefalteten Händen. In Neapel, heiligster Vater. –

Gott-Vater sich erinnernd. In Neapel haben sie unter gänzlicher Verschiebung der die Scham garantierenden Kleider sich wie Tiere, mit rücksichtsloser Verachtung der für die fleischlichen Instinkte gesetzten Schranken und Vorbehalte, vermischt, und so den göttlichen Zorn...

Maria einfallend, leichthin. Ach ja, ich hab' davon gehört.

Gott-Vater erstaunt aufhorchend. Wie? Was ist das?

Maria wie oben. Ja, ich kenne die Affäre. Der Bote war zuerst bei mir... Hält sich plötzlich den Mund zu, als wolle sie's zurücknehmen.

Gott-Vater blass vor Zorn, will auffahren, sucht den Boten unter den Versammelten, blickt dann wieder schnaubend zu Maria hinüber.

Cherubim mit stummer Geberde, bittet den Alten, sich zu bemeistern, und hält unverwandt in seinem Bitten an.

Gott-Vater schluckt es hinunter, bitter. Dann seid ihr alle orientiert. Kämpft noch längere Zeit mit seiner Erregung - – Die schrecklichste Strafe haben wir bei uns beschlossen...

Maria dazwischenfahrend. Das Gesindel wird nie besser.

Christus blickt matt auf, mit schwindsüchtiger Stimme und gläsernem Aug', nachlallend. Nein, – das Gesindel – wird nie – besser.

Die Engel unter sich, sich anstossend. Der Mann! Der Mann! –

Maria Magdalena bitter. Was haben sie denn getan?

Maria kurz. Ich sag' dir's nachher! Cochonnerien, wie gewöhnlich.

Gott-Vater erbost. Wir wollen sie verderben!

Christus wie oben. Ja, ja, – wir wollen sie verderben!

Chor der Apostel, Märtyrer, Engel bedauernd. Ah! – Ah! –

Christus nicht orientiert. Hä?

Maria kurz, imperatorisch. Nein, nein! Das geht nicht! Wir müssen sie doch haben.

Christus nachsprechend. Ja, – ja, – wir müssen sie haben.

Gott-Vater sich in der Minorität fühlend, zornig. Müssen wir sie haben? – Ich will sie ausrotten, diese Scheusale. – Will – will – will wieder eine schöne Erde haben mit Tieren im Walde...

Maria spöttisch. Wenn wir Tiere haben, müssen wir Menschen auch haben.

Maria Magdalena teilnahmsvoll. Die Sünde dient zur Läuterung.

Gott-Vater Sie fressen die Sünde wie süssen Kuchen, bis sie platzen, bis sie faulen.

Maria trocken. Die Begattung müssen wir ihnen schliesslich lassen. – Ein Stückchen Wollust muss man ihnen gönnen – sonst hängen sie sich am nächsten Baum auf. Der Alte schaut immer zorniger, sprühender herüber. Bei der Nacht! Bei der Nacht! – Im Frühjahr! – Zu gewissen Zeiten! – Wenn der Mond scheint! – Mit Mass und Ziel!...

Gott-Vater immer zorniger. Ich will sie erschlagen wie zwei geile Hunde – in ihrem schönsten Rausch!.. . Grosse Bewegung in der Versammlung. Die jüngeren Engel blicken sich staunend an.

Maria trocken. Wer macht dann die Menschen!

Während die Apostel sich eifrig unterhalten und eine peinliche Empfindung durch den ganzen Saal geht, starrt der Alte mit glühendem Kopfe schwer keuchend vor sich hin; er wird immer dunkler im Gesicht, kollert und rasselt; ein Erstickungsanfall scheint im Anzuge zu sein; er fuchtelt mit den Armen herum; wirft Decken und Krücken von sich; stöhnt und brüllt; man eilt ihm zu Hilfe: bringt Spuckschale, Flaschen mit ätherischer Flüssigkeit; Maria ist besorgt aufgesprungen; Christus, vor Schwäche sitzen bleibend, blickt mit lechzenden, glasigen Augen herüber; grosse Verwirrung. Der Alte weist aber alle Hilfe und Unterstützung mit wilder Gebärde von sich, nimmt alle Kraft zusammen und brüllt mit furchtbarer Anstrengung.

Gott-Vater. Ich will sie zerschmeissen – zertreten – im Mörser meines Zorns – zerschmettern. Ist im Begriffe, sich zu erheben und zu einem allmächtigen, unwiderruflichen, mit der Tat identischen Schlag auszuholen.

Cherubim stürzt in diesem Moment hervor, wirft sich vor dem Alten hin, mit flehender Stimme. Heiligster, göttlichster Vater, morgen ist Ostern! – Drunten essen sie das Passahmahl!

Chor der Apostel, Märtyrer, älteren Engel einfallend. Sie essen das Passahmahl.

Gott-Vater der innegehalten. Was essen sie? –

Cherubim und die anderen. Sie essen das Passahmahl!

Gott-Vater blickt verwundert um sich. Das Passahmahl essen sie?

Chor der Apostel. Sie essen das Osterlamm!

Cherubim. Sie essen das Abendmahl!

Gott-Vater sich besinnend. Das Abendmahl?

Cherubim. Sie essen das Fleisch und Blut Christi!

Gott-Vater etwas wärmer. Mein Sohn, sie essen dich!

Christus mit matter Stimme. Ja, sie essen mich.

Maria mit gemachter Zärtlichkeit. Mein lieber Sohn, den ich in meinem Leibe getragen habe!

Christus kindlich. Den du in deinem Leibe getragen hast.

Gott-Vater mechanisch. Den sie in ihrem Leibe getragen hat.

Die jüngeren Engel unter sich flüsternd. Der Mann! – Der Mann! –

Maria wie oben. Dich essen sie!

Christus wie oben. Mich essen sie.

Gott-Vater wie oben. Ihn essen sie.

Christus auffahrend. Ja, und trotzdem werden wir da heroben immer elender und schwächer! – Es ist entsetzlich! Hüstelt. Mich essen sie, und werden wieder gesund und sündenfrei. Und wir gehen immer mehr zugrunde. Erst fressen sie sich drunten mit Sünden voll, bis zum Platzen, und dann geniessen sie mich, und gedeihen, und werden sündenfrei, und dick und fett; und wir werden mager und elend. Ah! diese vermaledeite Rolle! Ich möchte einmal den Spiess umkehren und mich satt essen, und sie darben lassen! Bricht in einen schwindsüchtigen Husten aus.

Maria aufspringend und zu ihm hineilend, besorgt. Mein Gott, mein Sohn, vergiss nicht, du bist unverletzlich, göttlich, unaufzehrbar, in alle Ewigkeit derselbe! Legt sein Haupt an ihre Brust und liebkost ihn.

Christus schluchzt heftig an der Brust Marias.

Die jüngeren Engel unter sich flüsternd. Der Mann! – Der Mann! –

Gott-Vater nach einer Pause, viel ruhiger geworden, zu Cherubim. Wer feiert denn da drunten jetzt alles Passahmahl? –

Cherubim einfallend. Die Christen, heiliger Vater! Deine Gläubigen, göttlicher Meister; deine Kinder, die auf dich hoffen; die Frommen, die Katholischen, die alleinseligmachende Kirche, deine Priester, die Bischöfe, der Papst! –

Gott-Vater gern glaubend, freundlich. So! – Das wollen wir doch einmal ansehen!

Maria glücklich, dass ein Ausweg gefunden. Ja, das wollen wir uns einmal ansehen! Zu Christus. Komm, mein Sohn, wir wollen uns das einmal ansehen, das wird dich zerstreuen!

Grosse Erleichterung in der ganzen Versammlung; die kompakten Gruppen lösen sich auf; jüngere Engel verlassen den Saal; dienstbare Geister machen sich an den Thronen zu schaffen, um alles wieder in prächtige, geschmückte Ordnung zu bringen; alles medizinische Geräte wird entfernt; dafür werden eigentümliche grosse Dreifüsse während des Folgenden hereingebracht; die Gruppen der Apostel, Märtyrer, Engel, barmherzigen Schwestern entfernen sich in feierlicher Ordnung; so dass zuletzt nur die drei Gottheiten, der Cherubim und einige ältere Engel zurückbleiben.

Gott-Vater der bequem auf seinem Thron in halbliegender Stellung gebettet ist, in tief-sonorem, feierlichem Ton. Bringt Uns die Räucherbecken und Kohlenpfannen, – und erzeugt in Uns Allwissenheit und Allgegenwärtigkeit! –

Die Dreifüsse werden in die Mitte des Saales gestellt, mit einer braunen Droge, gemischt mit Sandelholz, beschickt, und dann angezündet; die Türen werden geschlossen; die dienstbaren Engel entfernen sich, als letzter der Cherubim. Man sieht die drei Gottheiten, während sich die Dampfwolken verbreiten, langsam zurücksinken und die Augen schliessen. Währenddem fällt der Vorhang.


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