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Dritter Dialog

Doktor Nundinius also, indem er seine gewichtige Persönlichkeit zurechtsetzte, ein wenig den Rücken zurücklehnte, beide Hände auf den Tisch legte, ein wenig um sich blickte, ein wenig die Zunge im Munde zurechtlegte, die Augen dann zur Decke erhob, zugleich mit einem feinen Lächeln die Zähne zeigte, noch einmal ein wenig sich räusperte und spuckte, begann folgendermaßen:

Prudentio: In haec verba, in hosce prorupit sensus.

Erste Behauptung des Nundinius

Teofilo: Intelligis, Domine, quae diximus? Und er fragte ihn, ob er englisch verstände. Der Nolaner antwortete: »Nein«, und er sprach die Wahrheit.

Frulla: Um so besser für ihn; denn er würde mehr unwürdige und unanständige Reden gehört haben, als ihm lieb gewesen wäre! Manchmal ist es angenehm, durch Notwendigkeit taub zu sein, wo man nicht aus freier Wahl taub sein möchte. Aber ich möchte doch fast glauben, daß er sie verstand und nur, um nicht jeden Anlaß zum Streit, den ihm die Menge bei ihren unhöflichen Begegnungen bot, annehmen zu müssen und um besser die Sitten seiner Umgebung beobachten und darüber philosophieren zu können, sich so stellte, als ob er sie nicht verstände.

Frulla: Surdorum alii natura, alii physico accidente, alii rationali voluntate.

Teofilo: Das dürfen Sie von ihm nicht denken! Denn wenn er auch fast ein ganzes Jahr in jenem Lande verweilt hat, so versteht er doch höchstens zwei bis drei gewöhnliche Worte, von denen er auch nur weiß, daß es Grußformeln sind, ohne genau ihre Bedeutung zu kennen; und richtig aussprechen kann er auch diese nicht einmal.

Smith: Wie kommt es, daß er so wenig Wert darauf gelegt hat, unsere Sprache zu lernen?

Teofilo: Es gab keinen genügenden Grund für ihn oder auch nur einen Anlaß, ihn dazu geneigt zu machen. Denn alle Herren von Bildung, mit denen er verkehrte, verstanden entweder Latein oder französisch oder spanisch oder italienisch; sie würden sich, da die englische Sprache nur auf jener Insel in Gebrauch ist, schämen müssen, keine andere als ihre Muttersprache zu verstehen.

Smith: Das ist freilich wahr; aber nicht nur in England, sondern auch in jedem Lande dürfte es für ungebildet gelten, nur eine einzige Sprache zu beherrschen. Gleichwohl bin ich sicher, daß nicht nur in England, sondern auch in Italien und Frankreich sich mancher Edelmann findet, mit dem man, wenn man nicht selber die Sprache seines Landes kennt, sich nicht ohne jene Verlegenheit unterhalten kann, die der eine empfindet, der sich verdolmetschen lassen muß, und der andere, der sich übersetzen läßt.

Teofilo: Das ist wahr; es gibt eben manche, die nur von Geburt edel sind, von denen verstanden zu werden uns ebenso wenig gedient ist, wo wir überhaupt Wert darauf legen, von ihnen auch nur beachtet zu werden!

Zweite Behauptung des Nundinius

Smith: Was setzte Doktor Nundinius hinzu?

Teofilo: Ich also, sagte er auf lateinisch, möchte Ihnen übersetzen, daß wir es für unglaublich halten, Kopernikus sei der Ansicht, daß die Erde sich bewege; denn das ist eine Undenkbarkeit und Unmöglichkeit; er hat ihr gewiß nur aus einer gewissen Bequemlichkeit für seine Berechnungen, wie dem achten Himmel eine hypothetische Bewegung beigelegt.

Der Nolaner sagte, wenn Kopernikus nur aus diesem Grunde behauptet habe, daß die Erde sich bewege, und nicht auch aus jenem anderen, so hätte er wenig oder wenigstens nicht alles begriffen. Aber es sei sicher, daß Kopernikus es genau so verstanden habe, wie er selbst sage, und auch mit aller seiner Geisteskraft bewiesen habe.

Smith: Wie wäre es aber möglich, daß diese sonderbare Auffassung von der Annahme des Kopernikus hätte behaupten können, wenn sich gar kein Anhalt dafür in dessen Schriften böte?

Teofilo: Seien Sie gewiß, daß diese Behauptung ganz und gar geistiges Eigentum des Doktor Torquatus war, der vom ganzen Kopernikus, wenn ich auch gern glauben will, daß er in ihm gelegentlich geblättert hat, nichts weiter mehr wußte, als den Namen des Buchs, des Druckers, des Druckorts, das Jahr des Erscheinens, die Zahl der Bögen und Karten, und der außerdem, da er in der Grammatik nicht unerfahren ist, jedenfalls einen, ich weiß nicht, von was für einem unwissenden und anmaßenden Esel dem Buche beigefügten Einführungsbrief gelesen hat, der, um für den Verfasser eine Entschuldigung vorzuschützen oder vielleicht auch, damit einige Esel, die hier nach Disteln suchen möchten, nicht ganz hungrig bleiben sollten, diese zu Beginn ihres Studiums mit folgenden Sätzen erfreut: »Ich zweifle nicht, daß einige Gelehrte – er sagt sehr gut »einige«, vielleicht war er einer von ihnen – an dem schon verbreiteten Ruhme der neuen Hypothesen dieses Werkes, das die Erde als beweglich und die Sonne als festen Mittelpunkt des Weltalls betrachtet, starken Anstoß genommen haben, in der Überzeugung, daß diese Annahme alle freien Künste, die so lange Zeit schon in schönster Ordnung fest gegründet sind, in Verwirrung bringen muß. Aber wenn diese genauer zusehen wollen, werden sie finden, daß dieser Verfasser solchen Tadel nicht verdient; ist es doch die Aufgabe der Astronomen, eine sorgfältige und künstliche Darstellung den Himmelsbewegungen zu liefern; da sie nun mit ihrer Vernunft die wahren Ursachen derselben nicht entdecken können, muß es ihnen erlaubt sein, für ihr Fach solche nach geometrischen Grundsätzen vorauszusetzen, um darauf sowohl für die Vergangenheit wie für die Zukunft ihre Rechnungen zu bauen; solche Hypothesen brauchen nicht nur nicht wahr, sie brauchen nicht einmal wahrscheinlich zu sein. So wollen auch die Hypothesen dieses Mannes genommen werden; es müßte denn einer schon so unwissend in der Optik und Geometrie sein, zu glauben, die Entfernung von 40 und mehr Graden, welche Venus bei ihrer Bewegung von der Sonne erlangt, bald auf der einen, bald auf der anderen Seite sei durch ihre eigene Bewegung im Epicykel verursacht; wenn dies der Fall wäre, wer ist so blind, um nicht zu sehen, daß daraus gegen alle Erfahrung folgen müßte, daß der Durchmesser des Sternes viermal, der Körper aber sechsmal größer erscheinen müßte, wenn er in der größten Erdnähe, als wenn er in der größten Entfernung vom Scheitelpunkte sich befindet! Es gibt noch manche, nicht weniger unpassendere Folgerungen, die vorzubringen überflüssig sind.« Und zum Schluß sagt er: »Nehmen wir also den Schatz dieser Voraussetzungen ruhig hin bloß um ihrer bewundernswürdigen Erleichterung der Rechnung willen; denn wenn einer bloße Fiktionen für Wahrheiten nimmt, geht er dümmer aus diesem Studium hervor, als er beim Beginn derselben ist.« Das ist freilich ein netter Türhüter! Bedenken Sie, wie schön er die Tür öffnet, um sie drinnen an dieser herrlichen Erkenntnis teilnehmen zu lassen, ohne welche alle Rechnerei, alle Meßkunst, alle Perspektive nur ein bloßer Zeitvertreib für geistreiche Narren bleibt!

Bedenken Sie, wie treu er dem Besitzer des Hauses dient! Dem Kopernikus selber war es nicht genug, bloß zu sagen, daß die Erde sich bewegt, sondern er hat es noch feierlich in einem Schreiben an den Papst bekräftigt, indem er sagt, daß die Meinungen der Philosophen von denen der Menge weit abweichen, daß es unwürdig sei, letzteren sich anzuschließen, ehrenvoll, sie zu meiden, da sie vom Wahren und Rechten abweichen; auch bringt er noch manche andere Beweise für seine Überzeugung vor; wenn er auch zum Schlusse meint, wenn ihm eine solche Voraussetzung aus besonderen Gründen nicht passe, so möge er ihm wenigstens die Freiheit vergönnen, die Bewegung der Erde anzunehmen, um bessere Demonstrationen darauf zu gründen, als die alten, denen es ja auch freigestellt gewesen sei, so mancherlei Arten und Modelle von Kreisen sich auszudenken, um die Himmelserscheinungen zu erklären. Aus diesen Worten darf man doch nicht im mindesten schließen, er habe das selber bezweifelt, was er so beständig im ersten Buche beweist und versichert, unter zureichender Widerlegung aller Gründe der entgegengesetzten Ansicht, wobei er sich nicht damit begnügt, als bloßer Mathematiker zu supponieren, sondern auch als Physiker die Bewegung der Erde nachweist. Aber sicherlich liegt dem Nolaner wenig daran, ob Kopernikus, Niketes von Syrakus, der Pythagoräer, Filolaos, Heraklit von Pontos, der Pythagoräer Ekfantos, Plato wie Timaeus ungewiß und unsicher, mehr in Glaubens-, als in Wissensform, und der göttliche Lusaner im zweiten Buche seiner gelehrten Unwissenheit und andere in jeder Art ausgezeichnete Köpfe es schon gesagt, gelehrt und bekräftigt haben; denn er hat seine eigenen und viel beweiskräftigeren Grundsätze, aus denen er nicht mit Autoritätsglauben, sondern mit lebendiger Anschauung und Vernunft diese Sache für ebenso gewiß erachtet, wie nur irgend eine andere gewisse Tatsache.

Smith: Das ist schön. Aber mit Ihrer gütigen Erlaubnis, was denken Sie von dem Beweisgrunde jenes Vorwortschreibers des Kopernikus, daß doch der Stern der Venus eben so große Unterschiede in seiner Größe bieten müsse, als seine wechselnde Entfernung bedingt?

Teofilo: Ich wüßte kaum, was für einen weniger passenden Einwurf dieser Narr, der so große Sorge hat, daß man sich an der Lehre des Kopernikus zum Narren studiert, hätte machen können. Ich möchte nur wissen, was dieser Esel unter Optik und Geometrie versteht, möchte wissen, wie man aus der scheinbaren Größe leuchtender Körper auf deren Nähe oder Entfernung schließen kann, möchte den Grundsatz der Optik kennen lernen, der uns allein aus der Größe des scheinbaren Durchmessers die wirkliche Entfernung berechnen lehrt. Ich möchte wissen, wie die Irrtümlichkeit dieses Satzes bewiesen werden kann: Aus der scheinbaren Größe eines leuchtenden Körpers läßt sich niemals auf seine wirkliche Größe oder Entfernung schließen. Auf zwei Meilen Entfernung läßt sich ein Menschenkopf nicht mehr erkennen; eine viel kleinere leuchtende Laterne aber oder ein sonstiges Licht erscheint dagegen oft ohne großen Unterschied seiner Größe noch auf 70 Meilen Entfernung sichtbar; so kann man z. B. in Otranto an der Apulischen Küste manchmal die Lichter von Avellona erkennen, zwischen beiden Städten aber liegt das Ionische Meer. Jeder Verständige aber weiß, daß diese Laternen, wenn sie nur eine doppelt so große Leuchtkraft besäßen, auch auf eine Entfernung von 140 Meilen hin sichtbar sein könnten, ohne wesentlich an scheinbarer Größe einzubüßen, bei dreifacher Lichtintensität sogar auf 210, bei vierfacher auf 280 Meilen – denn die Qualität und Intensität des Lichtes bedeutet hier mehr als die Größe des brennenden Körpers. Wollen Sie also, meine Herren Optiker und Perspektiviker, daß ein 100 Stadien entferntes Licht von 4 Zoll im Durchmesser bei einer Entfernung von 50 Stadien 8, bei einer Entfernung von 25-16, bei einer Entfernung von 12-32 und so weiter Zoll Durchmesser erlangt, bis daß es schließlich ganz in der Nähe die Größe darstellt, die Sie sich denken?

Smith: Ihrer Ansicht zufolge könnte also die Ansicht des Heraklit von Ephesus, der meint, die Sonne sei nicht größer, als sie uns erscheint, auch wenn sie falsch ist, aus geometrischen Gründen nicht widerlegt werden! Der gleichen Ansicht ist, wie es scheint, Epikur in seinem Briefe an Sophokles und im 11. Buche De natura, wie Diogenes Laertius berichtet; er sagt, soweit er urteilen könne, sei die Größe der Sonne, des Mondes und anderer Sterne genau so, wie sie unseren Sinnen erscheine: denn, sagt er, wenn sie durch die Entfernung ihre Größe verlören, müßten sie mit noch mehr Fug und Recht auch an Glanz abnehmen: und sicherlich, sagt er, dürfen wir über diese Lichter nicht anders urteilen, als über die, welche in unserer erreichbaren Nähe sind.

Prudentio: Illud quoque Epicureus Lucretius testatur quinto de Natura libro:

Nec nimio solis major rota nec minor ardor
Esse potest, nostris quam sensibus esse videtur.
Nam quibus e spatiis cunque ignes lumina possunt
Adjicere, et calidum membris adflare vaporem,
Illa ipsa intervalla nihil de corpore limant
Flammarum, nihilo ad speciem est contractior ignis.
Luna quoque sive Notho fertur, sive lumine lustrans,
Sive suam proprio jactat de corpore lucem.
Quidquid id est nihilo, fertur majore figura.
Postremo quoscunque vides hinc aetheris ignes,
Dum tremor est clarus, dum cernitur ardor eorum,
Scire licet perquam pauxillo posse minores
Esse, vel exiqua majores parte brevique,
Quandoquidem, quocunque in terris cernimus ignes,
Perparvum quiddam interdum mutare videntur,
Alterutram in partem filum, cum longius absint.
Lucretius de rerum natura. V.v. 556-580. In der Übersetzung v. Knebel:
Größer und kleiner ist kaum das Rad der glühenden Sonne,
Als es dem Sinn' erscheint: denn in welcher Entfernung das Feuer
Reizen das Auge noch kann und die Glut anhauchen den Gliedern,
In derselben verliert von ihrem Bestande die Flamme
Nichts, und an Umfang nichts das Feuer in seiner Erscheinung.
Trifft die Sinne demnach der Sonne Glut und ihr Lichtstrom,
Leuchtet die Erde durch sie, so müssen Gestalt und der Umriß
So wie sie ist, sie zeigen, nicht merklich geringer noch größer.
Auch der umwandelnde Mond, erglänzt in erborgetem Licht er,
Oder streut er von sich den Glanz aus eigenem Körper,
Wie ihm auch sei, er schwebt nicht größer an wirklichem Umfang,
Als worin er erscheint und als er dem Auge sich zeiget.
Denn die Dinge, die wir aus weiter Entfernung erblicken,
Scheinen vielmehr durch die Dicke der Luft verworren in Bildung,
Als von zarterem Strich; da aber der Mond uns im Umriß
Die bis zum Rande bestimmte Figur und klare Gestalt zeigt,
Kann nicht größer er sein, als wir ihn auf Erden auch sehen.
Endlich die Feuer des Äthers, die dort uns leuchten von oben,
Da schon irdisches Licht, je weiter es von uns entfernt ist,
Ist nur der Schimmer rein und dem Aug' erkennbar die Flamme,
Hier abweichet und da, bald mehr, bald minder sich zeiget;
Demnach mögen auch die vielleicht um einiges größer,
Oder geringer noch sein, als wirklich dem Auge sie scheinen.

Teofilo: Gewiß haben Sie recht, wenn Sie meinen, daß die Perspektiviker und Geometer mit ihren eigenen und gewöhnlichen Beweisen jenen Epikuräern gegenüber machtlos sind; das meine ich nicht bloß in Ansehung solcher Seichtlinge, wie dieser Lichtspender für das Werk des Kopernikus, sondern auch in Ansehung verständigerer, und wir werden sehen, inwiefern man aus dem Durchmesser des Epicykels der Venus auf den Durchmesser dieses Planeten oder ähnliche räumliche Verhältnisse schließen kann. Vorher aber möchte ich Ihre Aufmerksamkeit auf etwas anderes lenken. Wissen Sie, wie groß der Erdkörper ist, wissen Sie, daß wir von demselben nicht mehr überblicken können, als der künstliche Horizont uns erlaubt?

Smith: So ist es.

Teofilo: Nun, glauben Sie, daß, wenn es uns möglich wäre, uns außerhalb der ganzen Erdsphäre nach irgend einem Punkte der Ätherregion hin zu entfernen, sei es, wohin wir wollen, die Erde uns jemals größer erscheinen würde?

Smith: Ich denke, nein; denn es ist kein Grund vorhanden, weswegen meine Gesichtslinie stärker werden und ihren Durchmesser, mit dem sie den Durchmesser des Gesichtskreises bestimmt, verlängern sollte.

Teofilo: Sie urteilen richtig! Vielmehr ist anzunehmen, daß er, je mehr er sich vom Horizont entfernt, immer kleiner wird. Aber zugleich mit dieser Verringerung des Gesichtskreises bemerken Sie, daß der Umkreis dessen, was der Horizont umfaßt, sich vermehrt, wie folgende Figur beweist: wo der künstliche Gesichtskreis 1-1 ist, welchem der Kreisbogen A A entspricht. Der Gesichtskreis der ersten Verkleinerung ist 2-2, dem der Kreisbogen B B entspricht. Der Gesichtskreis der dritten Verkleinerung ist 3-3, dem der Kreisbogen D D entspricht. Der Gesichtskreis der vierten Verkleinerung ist 4-4, dem der Bogen D D entspricht, u. s. w., je mehr der Gesichtskreis sich verkleinert, umsomehr wird der Umfang des Bogens wachsen bis zum Halbkreis; – in solcher Entfernung würde uns schließlich die Erde ein ähnliches Bild bieten, wie der Mond mit seinen hellen und dunklen Teilen, je nachdem ihre Oberfläche mit Wasser oder Erde bedeckt ist. Je mehr sich also der Gesichtswinkel verengt, eine um so größere Grundlinie des hemisphärischen Bogens umfaßt er und um so kleiner wird das, was wir immer noch Horizont oder Gesichtskreis nennen, obwohl letzterer im gewöhnlichen Gebrauche einen ganz anderen Sinn hat. Der Überblick über eine Halbkugel wächst also im umgekehrten Verhältnisse zu ihrem scheinbaren Durchmesser, der sich mit der Entfernung immer mehr zusammenzieht, so daß auch der Mond, wenn wir uns immer mehr von ihm entfernen könnten, schließlich uns keinerlei unterschiedliche Flecken, sondern nur noch einen kleinen leuchtenden Punkt zeigen würde.

Smith: Diese Einsicht scheint mir von nicht geringer Bedeutung zu sein. Aber lassen Sie uns mit Verlaub auf die Meinung des Heraklit und Epikur Kommen, die sie für unwiderlegbar vom rein perspektivischen Standpunkte erklärten, da die Prinzipien dieser Wissenschaft nicht ausreichten, sie zu widerlegen. Um nun doch einigen Nutzen von Ihrer Erfindung zu ziehen, möchte ich gern erfahren, wie man beweisen kann, daß die Sonne nicht nur groß, sondern sogar größer, als die Erde ist.

Die Voraussetzung dieses Beweises ist, daß ein größerer leuchtender Körper, der sein Licht auf einen kleineren dunklen fallen läßt, durch diesen die Grundfläche eines kegelförmigen Schattens erzeugt und auf der entgegengesetzten einen Schattenkegel, wie folgende Figur zeigt: M, ein leuchtender Körper für die Grundfläche C, deren Durchmesser durch H I bestimmt wird, sendet einen Schattenkegel in der Richtung N. Wenn dagegen ein kleinerer leuchtender Körper durch einen von ihm bestrahlten größeren dunklen einen Schattenkegel erzeugt, so wird man die Basis des letzteren nicht bestimmen können, vielmehr scheint dieser Schattenkegel einen rundlichen Kegel zu bilden, wie in derselben Figur der leuchtende Körper A durch C einen Schattenkegel bildet, dessen beide Grenzlinien CD, CE, sich je mehr sich der Schattenkegel erweitert, umsomehr von einander entfernen und erst im Unendlichen eine Grundfläche bilden. Hieraus ist zu schließen, daß die Sonne ein größerer Körper als die Erde ist, denn sie sendet den Schattenkegel der letzteren nicht weiter als bis zur Sphäre des Merkur. Dies könnte nicht so sein, wenn sie ein kleinerer Leuchtkörper wäre. Wäre dies der Fall, so müßte auch, wenn dieser Leuchtkörper sich auf der unteren Hemisphäre befindet, ein weit größerer Teil der nördlichen Himmelssphäre verdunkelt werden, als hell erscheint, womit wenigstens die Voraussetzung nicht stimmt, daß doch alle Sterne oder wenigstens Planeten ihr Licht von der Sonne empfangen.

Teofilo: Sehen wir nun, ob ein kleinerer leuchtender Körper mehr als die Hälfte eines größeren dunklen erleuchten kann. Setzen wir zwei Körper, von denen der eine groß und dunkel sein soll, A, der andere klein und leuchtend, B. Solange letzterer in der kleinsten Entfernung sich befindet, vgl. die folgende Figur: wird er nur den kleinen Bogen C D beleuchten, mit der Grundlinie B1. Gelangt er in die zweite Entfernung, wird er den größeren Bogen E F beleuchten, Grundlinie B2. Gelangt er in die dritte, noch größere Entfernung, so wird er den viel größeren Bogen G H, der durch die Linie B3 geteilt wird, beleuchten. Hieraus muß man folgern, daß der leuchtende Körper B, wenn er nur eine so große Leuchtkraft besitzt, um einen solchen Raum zu durchdringen, als zu diesem Erfolge erforderlich ist, schließlich bei noch größerer Entfernung sogar einen größeren Teil des dunklen, als dessen Halbkugel beleuchten kann. Denn es ist kein Grund vorhanden, weshalb die Entfernung, die ihn bis zur Umfassung der Halbkugel gebracht hat, ihre Wirkung bei noch größerer Zunahme verlieren sollte. Hierzu kommt noch, daß ein leuchtender Körper seinen Durchmesser nur sehr allmählich und langsam, ein dunkler aber, wenn auch noch so groß ist, unverhältnismäßig schnell vermindert. Wie er also im Fortschritte der Entfernung erst in den Gesichtskreis der kleineren Sehne CD, dann in der größeren E F und schließlich gar in den der größten J K, den Durchmesser tritt so muß er bei immer weiter wachsender Entfernung auch in den der nächsten kleineren Sehne auf der anderen Seite des Äquators treten und so schließlich sogar auf allen Punkten der entgegengesetzten Halbkugel sichtbar werden. Die Ursache liegt darin, daß das Hindernis des Sehens, das durch den Durchmesser gebildet wird, in demselben Verhältnisse schwindet, in welchem der Winkel B spitzer wird. Wird schließlich dieser Winkel so spitz – denn bei der physischen Teilung eines endlichen Körpers ist es widersinnig, einen unendlichen Fortschritt zu gestatten, mag man es nun im Vermögen oder in Wirklichkeit verstehen – daß er überhaupt keinen Winkel mehr bildet, sondern eine gerade Linie, so kann für zwei einander gegenüberstehende Körper kein in der Mitte befindlicher dunkler Körper die Sichtbarkeit ausschließen; denn letzterer hat inzwischen jedes Verhältnis und jeden Unterschied seines Durchmessers zu dem beständigen der Leuchtkörper verloren. Die einzige Voraussetzung hierbei ist, daß der sich zwischen beiden befindende dunkle Körper sowohl von dem einen wie dem anderen weit genug entfernt ist, um ein solches Verhältnis des Durchmessers einzubüßen, wie man dies bei der Erde beobachten kann, deren Durchmesser kein Hindernis bildet, daß zwei diametral entgegengesetzte Sterne einer den anderen sehen. So kann das Auge ohne jeden Unterschied den einen oder anderen sehen vom Mittelpunkte der Halbkugel N aus und von den Punkten ihres Umfangs A N O aus, wofern man nur zu diesem Zwecke voraussetzt, die Erde werde durch ihren Mittelpunkt in zwei gleiche Teile geteilt, damit jede perspektivische Linie ihren Platz behält. Man kann dies leicht durch folgende Zeichnung veranschaulichen: Aus dem Grunde, wie die Linie A N zuerst als Radius einen rechten Winkel zur Tangente bildet, an zweiter Stelle einen spitzen, an dritter einen noch spitzeren, muß sie schließlich den ganz unendlich spitzen bilden, d. h. mit der Tangente zusammenfallen, also jedes Verhältnis des Radius muß verschwinden und aus demselben Grunde auch jedes Verhältnis oder jeder Unterschied des ganzen Durchmessers. Also müssen zwei heller leuchtende Körper, weil diese ihren Durchmesser nicht so schnell verlieren, durch den zwischen ihnen befindlichen dunkleren, der diesen schneller verliert, schließlich bei wachsender Entfernung nicht gehindert werden, sich gegenseitig zu sehen. Selbst ein größerer Körper, der seinen Durchmesser schneller einbüßt, wird also, obwohl er auf der graden Verbindungslinie steht, die wechselseitige Perspektive zweier kleinerer nicht verhindern, wofern diese nur den Durchmesser ihrer Sichtbarkeit behalten, den jener größere verliert. Wollen Sie dies auch einem Menschen von schwerfälligem Begriffsvermögen klar machen, so brauchen Sie ihm nur zunächst einen Stab ganz dicht vor das Auge zu halten; er wird dann behindert sein, die in einer gewissen Entfernung von ihm aufgestellte Kerze zu sehen; je mehr Sie dann aber den Stab der Kerze nähern und ihn vom Auge entfernen, um so weniger wird sein Blick behindert sein, bis schließlich, wenn der Stab dem Kerzenlichte so sehr nahe gebracht ist, wie er vordem seinem Auge war, die Kerze nicht um viel mehr als um die Dicke des Stabes überschattet wird. Lassen Sie nun den Stab an dieser Stelle und entfernen Sie wieder das Licht, so wird der Stab dieses noch viel weniger verdecken. Vermehren Sie aber den gleichmäßigen Abstand sowohl des Auges wie der Kerze vom Stabe, so wird er schließlich das Kerzenlicht ohne jede Beachtung des Stabes wieder ganz sehen.

Smith: In dieser Hinsicht bin ich völlig zufriedengestellt. Aber mir bleibt noch eine Unklarheit. Sie sagten nämlich, daß wir, wenn wir uns über der Erde erheben und immer mehr vom Horizont entfernen könnten, so daß dessen Durchmesser immer kleiner würde, schließlich erkennen würden, daß dieser Körper ein Stern ist. Gern möchte ich hierüber noch etwas von Ihnen erfahren, zumal ich mich entsinne, daß auch der Cusaner, dessen Urteil, wie ich weiß, bei Ihnen viel gilt, behauptet, daß auch die Sonne ähnlich verschiedene Teile habe wie die Erde und der Mond; denn er sagt, wenn man aufmerksam ihren Körper betrachte, erkenne man innerhalb ihres leuchtenden Kreises ganz deutlich dunklere Flecken.

Teofilo: Das hat der Cusaner allerdings trefflich erkannt, und Sie verwenden es am richtigen Orte! Schon vorhin habe ich bemerkt, daß, je mehr ein dunkler Körper seinen scheinbaren Durchmesser verringert, um so mehr auch die leuchtenden Teile desselben allein im Gesichtswinkel bleiben, so daß er schließlich nur als ein einziges zusammenhängendes Licht erscheint. Wäre daher der Mond von uns weiter entfernt, so würde er keine Sonnenfinsternis verursachen, und jedermann wird auch leicht einsehen, daß er, weiter entfernt, weniger schattige Teile zeigen würde; umgekehrt, wären wir auf dem Monde, so würde er für unsere Augen überhaupt nicht mehr leuchten, wie wir ja auch auf dieser Erde das Licht, das diese etwaigen Bewohnern des Mondes spendet, nicht empfinden; und doch ist unser Erdlicht für den Mond vielleicht intensiver, als das, was uns der Mond als Widerschein der Sonnenstrahlen mit seinem spiegelnden Kristalle zurückgibt. Über die besondere Natur des Sonnenlichts will ich für jetzt mich noch nicht weiter verbreiten. Es scheint mir Zeit zu sein, auf andere Seiten unseres Gegenstandes zurückzukommen.

Smith: Es wird gut sein, die anderen Behauptungen zu vernehmen, die jener gegen den Nolaner vorbrachte.

Dritte Behauptung des Nundinius

Teofilo: Hierauf sagte Nundinius, es könne nicht wahrscheinlich sein, daß die Erde sich bewege, da sie den Mittelpunkt und Schwerpunkt des Weltalls darstelle, der ein festes und beständiges Fundament für jede Bewegung abgebe. Der Nolaner erwiderte, dasselbe könne der behaupten, der die Sonne für den Mittelpunkt des Weltalls und für fest und unbeweglich halte, wie dies Kopernikus und manche andere glaubten, die das Weltall für eine endliche begrenzte Größe hielten, sodaß dieser Einwurf, wenn es einer sei, gegenüber Kopernikus und jenen nichtig sei, da er sich gegen seine eigenen Prinzipien kehre. Er bedeute aber gar nichts gegenüber dem Nolaner, da dieser das All für unendlich halte und daher keinen einzigen Körper in demselben für dessen Mittelpunkt erachte, sondern im Universum nur relative Mittelpunkte und Grenzen mit Beziehung auf bestimmte Körper annehme.

Smith: Wie denken Sie darüber?

Teofilo: Es war tiefsinnig gesagt! Denn, wie es keinen natürlichen Körper gibt, der vollkommene Kugelform hat und folglich ein genaues mathematisches Zentrum besitzt, so gibt es auch keine Bewegung, die nicht von einer einfachen regelmäßigen Kreisbahn um ihr Zentrum um ein Erhebliches abweicht; mögen sich auch manche, die diese Ausfütterungen und Lückenbüßer ungleicher Kreise von verschiedenen Durchmessern und sonstige Pflaster und Rezepte zur Heilung der Natur erdacht haben, noch so sehr abmühen, um im Dienste ihres Meisters Aristoteles zu schließen, daß jede Bewegung beständig und regelmäßig im Kreise um einen Mittelpunkt stattfinde. Wir dagegen, die wir nicht auf phantastische Gespenster, sondern auf die Wirklichkeit der Dinge unser Augenmerk richten, wir, die wir einen luftigen, ätherischen, geistigen, flüssigen Körper, einen Raum anerkennen, der Bewegung und Ruhe in sich birgt, wenn nicht einen unermeßlichen und unendlichen – wenigstens müssen wir dies behaupten, so lange wir weder mit Sinnen noch mit Verstand auf eine Grenze stoßen – wir wissen, daß Wirkung und Ursächlichkeit einer unendlichen Ursache und eines unendlichen Prinzips auch in Ansehung ihrer körperlichen Seinsart unendlich groß sein muß. Und ich bin überzeugt, daß nicht nur Nundinius, sondern auch alle anderen, die so etwas zu begreifen behaupten, niemals auch nur einen halb wahrscheinlichen Beweis dafür aufstellen werden, daß dieses körperliche Universum einen Rand und eine Grenze habe und daß somit die Gestirne, die es in seinem Schoße vereint, eine begrenzte Anzahl ausmachen, und daß es in diesem All ein wirkliches Zentrum und einen Schwerpunkt gebe.

Smith: Fügte nun Nundinius irgend etwas hinzu, brachte er irgend ein Argument oder eine Wahrscheinlichkeit vor, um zu erweisen, daß das Weltall begrenzt sei? Ferner, daß die Erde seinen Mittelpunkt bilde und daß dieser Mittelpunkt ganz und gar unbeweglich sei?

Teofilo: Nundinius, wie einer, der das, was er sagt, aus bloßer Überzeugung und Glaubensgewohnheit sagt, der das, was er leugnet, nur seiner Ungewöhnlichkeit und Neuheit wegen leugnet, schien, wie es gewöhnlich den Leuten ergeht, die ihre eignen Handlungen wenig überlegen und beherrschen, starr vor Staunen, wie einer, dem plötzlich ein ganz unbekanntes Gespenst erscheint. Da er aber zugleich bescheidener und weniger boshaft und anmaßend war, als sein Kollege, so schwieg er und fügte da, wo er keine Gründe vorbringen konnte, auch keine Worte hinzu.

Frulla: Er ist nicht wie der Dr. Torquatus, der, mag er nun unrecht oder recht haben, mag er für Gott oder für den Teufel streiten, weiter kämpft, wenn er auch den Schild der Abwehr und den Degen des Angriffs verloren hat; denn wenn er keine Antwort und kein Argument mehr vorbringen kann, so schlägt er aus mit den Hufen der Wut, kratzt mit den Klauen der Verleumdung, fletscht die Zähne der Beleidigung, beginnt zu schreien aus vollem Halse, um nur die Gründe des andern zu übertäuben, wie ich habe sagen hören.

Smith: Er sagte also nichts weiter?

Teofilo: Er sagte nichts weiter zu dieser Sache, aber er ging zu einem anderen Einwurfe über.

Vierte Behauptung des Nundinius

Da nun der Nolaner so im Vorbeigehen gesagt hatte, es gäbe unzählige Erdkörper ähnlich dem unseren, und Dr. Nundinius als guter Disputator nicht wußte, was er seinem Einwurfe noch hinzufügen sollte, so begann er außerhalb des Gegenstandes zu fragen, und obwohl wir soeben noch von der Beweglichkeit oder Unbeweglichkeit dieses Weltkörpers handelten, fragte er jetzt nach der Beschaffenheit jener anderen Weltkörper und wollte wissen, aus was für einem Stoffe jene Körper beständen, die man für solche aus einer fünften Essenz, aus einer unveränderlichen und unzerstörlichen Materie, deren dichteste Teile die Sterne seien, erachte.

Frulla: Diese Frage scheint mir allerdings eine Abschweifung zu sein, obwohl ich mich gerade nicht besonders auf Logik verstehe.

Teofilo: Der Nolaner war jedoch zu höflich, um ihm dies vorzuhalten; er begnügte sich zu sagen, er hätte lieber gesehen, daß Nundinius bei der Hauptsache geblieben und zu dieser Fragen gestellt hätte, erwiderte aber, daß die anderen Weltkörper, soweit es Erdkörper seien, von diesem der Art nach in keiner Weise verschieden seien, ausgenommen, soweit sie größer oder kleiner seien, wie auch bei den Tierarten durch individuelle Unterschiede Ungleichheiten vorkommen; aber jene Weltkörper, die, wie die Sonne, aus Feuer beständen, unterschieden sich von ihnen zur Zeit der Art nach, wie das Warme vom Kalten, das Selbstleuchtende vom Dunkeln oder bloß Widerstrahlenden.

Smith: Warum sagte er »zur Zeit« und behauptete es nicht absolut?

Teofilo: Er fürchtete, Nundinius könnte auch hieran wieder eine neue Frage knüpfen; denn da die Erde ein Organismus ist und als solcher einen aus verschiedenen Teilen zusammengesetzten Körper hat, so darf man ihren Körper nicht für durchweg kalt ansehen, vielmehr gilt dies nur von ihren äußeren, durch die Luft abgekühlten Teilen, der größte Teil ihrer Glieder ist vielmehr warm, ja sogar sehr warm; überdies sah er sich noch genötigt, zum Teil auf der Grundlage der von seinem Gegner angenommenen Prinzipien zu disputieren, der ja ein Peripatetiker war, und er konnte noch nicht seine eigenen Prinzipien, die zwar beweisbar, aber noch nicht anerkannt waren, voraussetzen, denen zufolge auch die Erde vergleichsweise ebenso warm, wie die Sonne sein würde.

Smith: Wie soll ich das verstehen?

Teofilo: Wir sahen doch bereits, daß bei größerer Entfernung die dunklen und schattigen Teile eines Weltkörpers vor den leuchtenden und spiegelnden Flächen derselben zurücktreten und zuletzt mehr und mehr eine glänzende Scheibe darstellen. Wenn also das Licht die Ursache der Wärme ist, wie Aristoteles und viele andere behaupten, so müssen auch der Mond und andere Sterne mehr oder minder warm sein, und können die Planeten nur vergleichsweise kalt sein und auch die Erde, die ihre Strahlen in den Ätherraum entsendet, muß insofern an der Wärme teilnehmen. Für uns aber steht es noch lange nicht fest, daß ein Ding, sofern es leuchtet, auch warm ist; denn wir sehen gar viele leuchtende Dinge, die nicht warm sind. Um nun auf Nundinius zurückzukommen, so begann dieser jetzt die Zähne zu zeigen, die Brauen hochzuziehen und zu lachen, so daß die übrigen annehmen mußten, er verstände alles sehr gut, finde es aber ungemein lächerlich.

Frulla: Warum kam ihm die Wahrheit lächerlich vor?

Teofilo: So geht's allemal, wenn man ein Schwein mit Konfekt füttert. Auf die Frage, warum er lachen müsse, antwortete er, die Ansicht, daß es noch andere Erden gebe, die dieselben Eigenschaften haben, wie unsere, stamme aus den wahren Erzählungen des Lucian. Der Nolaner erwiderte, wenn Lucian, um sich über jene Philosophen lustig zu machen, die an mehrere Erdkörper glauben und besonders auch den Mond, dessen Ähnlichkeit infolge seiner großen Nähe auffällig sei, dazu rechnen, gesagt habe, der Mond sei eine bewohnte Welt, so habe er keinen Verstand, sondern nur die gewöhnliche Unwissenheit an den Tag gelegt; denn wenn wir uns völlig klar seien, so müßten wir nicht nur die Erde, sondern auch die anderen Weltkörper für wesentliche Glieder des Alls ansehen, die sämtlich den Wesen, die aus ihnen Stoff entnehmen, Leben und Nahrung erteilen, die sämtlich durch innere Lebenskraft und Kraft eines ihnen eigentümlichen Prinzips sich durch die ihnen passenden Räume bewegen. Es gäbe keine äußeren Beweger, welche diese Körper, die etwa an phantastischen Sphären angenagelt wären, bewegen; wäre dies wahr, so würde jede Bewegung gewaltsam sein, was der Natur aller Bewegung widerstreite, und woraus sich viele Unzuträglichkeiten ergeben würden. Man müsse vielmehr annehmen, daß jeder Weltkörper, sei es zur Sonne, sei es zu anderen Sternen, wie der Mann zum Weibe, das Weib zum Manne, wie jegliches Ding, jede Pflanze und jedes Tier, mehr oder weniger bewußt durch sein eigenes Lebensprinzip in Bewegung gesetzt werde; der Magnet werde vom Eisen, der Strohhalm vom Bernstein angezogen, jedes Ding strebe nach seinesgleichen, fliehe das Entgegengesetzte.

All dies ergebe sich aus zureichenden inneren und nicht aus äußeren Kräften; auch die Erde und andere Weltkörper bewegen sich kraft eines innerlichen Prinzipiums, einer eigenen Seele, die sich den verschiedenen räumlichen Beziehungen anpasse. »Glauben Sie«, fragte jetzt Nundinius, »daß diese Seele Empfindung besitzt?« »Nicht nur Empfindung«, erwiderte der Nolaner, »sondern sogar Intelligenz, und nicht nur Intelligenz, sondern sogar noch mehr.« Da schwieg Nundinius und lachte nicht mehr.

Frulla: Mir deucht, daß die Erde, wenn sie beseelt ist, gerade kein Lustgefühl haben kann, wenn man Grotten und Höhlen in ihren Rücken gräbt, wie ja auch wir, wenn ein Zahn unsere Haut verletzt oder wenn man uns das Fleisch ritzt, Schmerz und Unlust verspüren.

Teofilo: Nundinius hatte nicht so viel von einem Prudentio, um dieses wertvolle Argument vorzubringen; denn immerhin war er Philosoph genug, um sich zu sagen, daß die Erde, wenn sie Sinne hat, doch von unseren Sinnen durchaus verschiedene Sinne haben kann; daß ihr Fleisch, ihr Blut, ihre Nerven, Knochen und Adern, wenn sie solche hat, den unsrigen nicht ähnlich sind; wenn sie ein Herz hat, hat sie nicht ein solches, das unserem gleicht; und so verhält es sich mit allen anderen Teilen und Gliedmaßen, die sie nach Analogie solcher Wesen haben mag, die wir als lebendig bezeichnen und die gemeinhin allein für lebendig gehalten werden. Er ist kein so guter Prudentius und schlechter Arzt, daß er nicht wüßte, daß solche Ereignisse, die für uns kleine Wesen so fühlbar sind, im Verhältnisse zu der gewaltigen Masse des Erdkörpers gar keine Bedeutung beanspruchen können; ich glaube, er begreift es, daß genau wie in den lebendigen Organismen, die wir für gemeinhin ausschließlich für beseelt ansehen, die kleinsten Teilchen in beständiger Veränderung und Bewegung sind, ihren Zustrom und Abstrom haben, immerfort Stoff von außen nach innen aufnehmen und von innen nach außen entsenden, weshalb z. B. die Nägel, die Haare wachsen, die Häute sich neubilden, hart werden und abnutzen, so auch die Erde einem Stoffwechsel, einen Ab- und Zufluß einzelner Teilchen unterworfen ist, kraft dessen erst viele der auf ihr lebenden Geschöpfe, unter ihnen wir selber, wiederum ihr eigenes Leben offenbaren; er weiß, daß es mehr als wahrscheinlich ist, daß, da jedes Ding am Leben teilnimmt, auch in uns selber noch viele, ja zahllose Individuen leben, und nicht nur in uns, sondern in allen zusammengesetzten Wesen; und wenn wir sehen, daß irgend ein Wesen, wie wir sagen, stirbt, so dürfen wir nicht glauben, daß es selber stirbt, sondern nur, daß es sich verändert, daß nämlich die zufällige Zusammensetzung und Eintracht seiner kleinsten Teilchen ein Ende erreicht hat, während die einzelnen Einheiten, die diese Zusammensetzung bildeten, unversehrt bleiben, immer unsterblich sind, und zwar solche, die geistig genannt werden, noch mehr als die sogenannten körperlichen oder stofflichen, wie wir an anderen Stellen beweisen werden. Als nun der Nolaner sah, daß Nundinius schwieg, stellte er sich, um sich am Nundinischen Gelächter und der Gleichstellung seiner Sätze mit den wahren Geschichten des Lucian zu rächen, ein wenig gallig und sagte, daß man bei einer ernsten Disputation nicht lachen und sich über das, was man nicht verstehe, lustig machen dürfen »denn wenn ich,« sagte er, »nicht über Ihre Phantasien lache, so lachen Sie gefälligst auch nicht über meine Behauptungen; wenn ich mit Ihnen in aller Höflichkeit und Achtung disputiere, so sind Sie mir mindestens ebenso Achtung und Höflichkeit schuldig, der ich, wie Ihnen bekannt sein muß, über Geist genug verfüge, um, wenn ich die genannten Geschichten des Lucian als Wahrheit verteidigen wollte, – Sie würden dann nicht imstande sein, sie anzufechten!« So versetzte er ihm im Zorn noch einen Hieb für sein Lachen, nachdem er zuvor mit verhältnismäßiger Ruhe auf die Frage geantwortet hatte.

Fünfte Behauptung des Nundinius

Nachdem Dr. Nundinius so vom Nolaner zurechtgesetzt war, ließ er ab von weiteren Fragen nach dem warum, wieso und wozu.

Prudentio: Per quomodo et quare quilibet asinus novit disputare. Mit wie und warum versteht jeder Esel zu disputieren.

Teofilo: Und stellte zum Schluß nur noch diese Behauptung auf, von der alle Tütendreher voll sind, daß, wenn die Erde sich nach Osten zu drehe, notwendig alle Wolken in der Luft immerzu nach Westen eilen müßten, infolge der ungeheuer schnellen Bewegung dieser festen Kugel, die in dem Zeitraume von 24 Stunden ihren großen Kreis vollenden müsse. Hierauf antwortete der Nolaner, daß diese Luft, durch welche Wolken und Winde strömen, ja selber ein Teil des Erdkörpers sei; daß er unter Erde die ganze Maschine und den ganzen Organismus verstanden wissen wolle, der aus sehr verschiedenen Bestandteilen bestehe: die Flüsse, Felsen, Meere, die ganze dunstige und stürmische Luft, die von den höchsten Bergen umschlossen werde, gehören zur Erde, wie ein Teil ihres Leibes, oder wenigstens wie die Luft, die sich in den Lungen und anderen Hohlteilen der Tiere befindet, mittelst deren diese atmen, ihre Arterien erweitern und sonstige notwendige Funktionen ihres Lebens verrichten. Die Wolken also würden durch Bedingungen des irdischen Lebens bewegt und bilden nicht minder einen Teil ihres Leibes, wie das Wasser. Das habe auch Aristoteles schon im I. Buch seiner Meteora gesagt, wo er bemerke, daß noch oberhalb dieser Luft, die unmittelbar die Erde umschließe, feucht und warm durch die Ausdünstungen, eine andere Luft sei, warm und trocken, in der sich keine Wolken bilden: und diese höhere Luft ist jenseits des eigentlichen Erdumfangs und bildet erst jene Oberfläche, die, welche ihr eine vollkommene Rundung verleiht; die Winde aber werden nur innerhalb der Erde selbst und sozusagen noch in ihrem Innern erzeugt, weshalb man auch auf den allerhöchsten Bergen weder Wolken noch Winde bemerke, dort vielmehr die Luft mit dem ganzen Erdkörper nur an der regelmäßigen Kreisbewegung teilnehme. Vielleicht habe hieran auch Plato gedacht, wenn er irgendwo sage, wir wohnten im Bauche und in den dunklen Teilen der Erde und ständen daher zu solchen Wesen, die auf der wahren Oberfläche derselben wohnten, in demselben Verhältnisse, wie die Fische, die im Vergleich mit uns in einem noch dichteren Medium hausen; er will damit sagen, daß diese dicke, dunstgeschwängerte Luft in gewissem Sinne noch Wasser ist, nämlich im Vergleich mit jener reineren Luft oberhalb der Erde, welche weit glücklicheren Wesen zum Aufenthalt diene. Wenn also das Meer noch lange nicht die Oberfläche der Erde ist, sondern gewissermaßen dem Blute gleicht, das unsere Adern erfüllt, so ist auch diese unruhige Luft gewissermaßen die Luft in ihrer Lunge. Die hier von Bruno vertretene Auffassung der Luftströmungen ist allerdings von den Einsichten der modernen Meteorologie noch weit entfernt. Es bestätigt sich hier, daß eine vitalistische (animistische) Weltanschauung zunächst der Förderung wissenschaftlicher Erkenntnis nicht günstig ist. Erst die mechanistische Naturforschung, die mit Galilei beginnt, hat zur Vertiefung der wirklichen Naturerkenntnis beigetragen. Wie jedoch der durch diese begründete Mechanismus sich schließlich doch wieder in einen Vitalismus s. z. s. höherer Bedeutung eingliedern kann, beweist vor allem der Neovitalismus unserer Tage und die große prinzipielle Umwälzung in den Grundauffassungen insbesondere der Chemie, die sich eben jetzt vorbereitet. Die Luftteilchen werden selbstverständlich von der Masse des Erdkörpers angezogen und eben dadurch, durch ihre Schwere, von der man vor Galilei und Newton noch gar keinen richtigen Begriff hatte, verhindert, sich von der Erde und in den Weltraum zu zerstreuen. Durch ihre Schwere wird die Luft zu einem integrierenden Teile der Erde, sie nimmt Teil sowohl an der jährlichen wie an der täglichen Bewegung. Die besonderen Bewegungen der Atmosphäre (Winde) werden hauptsächlich durch Erwärmung und Abkühlung hervorgerufen, da erwärmte Luft nach oben steigt und so einen Gegenstrom der kälteren hervorruft. Daß mittelbar dann auch die Rotation der Erde auf die Windrichtung Einfluß bekommt, beweisen die sog. Passatwinde.

Smith: Wie aber kommt es, daß wir die ganze Himmelswölbung mit ihren Sternen schauen, wenn wir doch sozusagen im Eingeweide der Erde wohnen?

Teofilo: Da die Erde kugelförmig ist, bewirkt die Wölbung ihrer Oberfläche, daß auch die verhältnismäßig in ihrer Tiefe befindlichen Dinge eins dem anderen Raum lassen, so daß im allgemeinen jenes Hindernis, das z. B. ein sehr naher Berg, der uns den vollkommenen Rundblick nimmt, bildet, nicht entstehen kann. Man betrachte z. B. folgende Figur: A B C sei die Erde, innerhalb welcher verschiedene Meere und Kontinente, z. B. M sich darstellen. Offenbar können wir von M aus die ganze Halbkugel der Himmelswölbung nicht minder erblicken, wie von A aus oder einem anderen Punkte der Oberfläche. Infolge der Rundung werden sich selbst die höchsten Berge nicht so wie die Linie M B – was geschehen würde, wenn die Erde platt wäre – sondern etwa wie die Linie M C, M D darstellen, also kein so großes Gesichtsfeld in Anspruch nehmen. Wie sich M zu C und M zu D verhält, so verhält sich auch K zu M, weshalb man die Worte Platos von den großen Höhlungen und dem Schoße des Erdinnern nicht für eine Übertreibung zu halten braucht.

Smith: Ich möchte aber doch wissen, ob nicht jene, die den höchsten Bergen benachbart sind, dieses Hindernis erleiden.

Teofilo: Nein, sondern nur die, welche den kleineren Bergen nahe wohnen. Denn nur solche Berge sind sehr hoch, die zugleich auch sehr groß sind und zwar so groß, daß ihre Größe für unsere Augen unwahrnehmbar ist, der Art, daß diese Größe viele künstliche Horizonte übergreift, so daß der eine Horizont unter der Beschaffenheit des anderen nicht leidet. Denn keineswegs erkennen wir die Alpen und Pyrenäen und ähnliche sogenannte Hochgebirge für die höchsten Gebirge an, sondern beispielsweise gilt uns Frankreich, das zwischen zwei Meeren, der Nordsee und dem Mittelmeer aufsteigt, für ein solches; von letzterem aus steigt es bis zur Auvergne an; die Alpen und Pyrenäen wiederum bilden nur den Kamm eines höchsten Gebirges, das, im Laufe der Zeit zertrümmert und sich selbst sozusagen abtragend viele, kleinere Gebirge bildet, die wir Berge nennen. Die hiervorgetragene Anschauung der Berge ist eine Vorausnahme der in unserer Zeit von Peschel in seinen »Neuen Problemen der vergleichenden Erdkunde« p. 81 ff. gegebenen Darstellung.
Zu bewundern ist vor allem, wie Bruno bereits einen so glücklichen Blick für den unaufhörlichen Abtragungsprozeß der Gebirge, die Erosion und Derosion bezeugt.
Gerade ein Beispiel, das Nundinius von den Bergen von Schottland entnahm, wo er vielleicht gewesen war, beweist nur, daß er nicht verstehen konnte, was der Nolaner unter höchsten Gebirgen meinte. Denn in Wahrheit ist diese ganze britannische Insel ein einziger Berg, der seinen Gipfel aus den Fluten des Meeres erhebt; die höchste Spitze dieses Berges ist der höchste Berggipfel der Insel, und wenn dieser in die stets ruhige Luftzone reicht, so ist es vielleicht einer der Berge, der in die Region der glücklicheren Erdgeister hineinragt. Alexander Aphrodisius behauptet dieses vom Olymp, wo noch die Asche dort gebrachter Opfer und die Reinheit der Luft den Beweis liefere.

Smith: Sie haben mich völlig befriedigt und tief in viele Naturgeheimnisse eingeführt, die unter diesem Schlüssel verborgen sind! Dasselbe, was Sie mit bezug auf die Wolken sagen, läßt sich auch als Antwort auf einen Einwand verwerten, den Aristoteles im II. Buche vom Himmel und der Erde vorbringt, wo er sagt, daß, wenn die Erde sich drehe, unmöglich ein Stein, der von oben herabfalle, senkrecht zum Boden fallen Könne, sondern infolge der schnellen Bewegung mehr nach Westen zu fallen müsse. Denn, wenn der Fall nur innerhalb der Erdsphäre beginnt, so muß er notwendig an deren Bewegung teilnehmen und jegliches Verhältnis von Gerade und Schief muß sich ändern; denn man muß z. B. die Bewegung eines Schiffes selbst und der Dinge, die sich auf diesem befinden, unterscheiden; wäre dies nicht richtig, so könnte man niemals einen Gegenstand geradlinig von einem Schiffsbord zum andern ziehen, man könnte auch auf dem Schiffe keinen Schlußsprung auf der Stelle machen, so daß man mit den Füßen wieder auf denselben Platz niederkäme, von dem man sie emporgeschnellt hat. Mit der Erde also bewegen sich alle Dinge, die sich auf der Erde befinden. Wenn dagegen jemand nach einem Schiffe, das sich auf einem Flusse bewegt, einen Steinwurf richtet, so wird er sein Ziel um genau so viel verfehlen, als vor dem Aufschlagen der Stein die Schnelligkeit des Schiffes Raum gewonnen hat. Jemand aber, der auf einem Maste dieses Schiffes sitzt und von dort einen Punkt im Schiffe treffen will, wird sein Ziel nicht so leicht verfehlen. Ein vom Mastkorbe des Schiffsmastes senkrecht herabgeworfener Stein wird, wenn auch das Schiff sich noch so schnell bewegt, vorausgesetzt, daß es keine Schwankungen macht, lotrecht zum Maste auf Deck fallen.

Smith: Die Betrachtung dieses Unterschiedes öffnet die Tür zu vielen wichtigen Geheimnissen der Natur und in eine tiefe Philosophie, da es einen sehr großen, aber leider wenig beachteten Unterschied macht, ob jemand sich selber heilt oder ob er von einem anderen geheilt wird. Zweifellos gewährt es uns größeres Vergnügen und mehr Genugtuung, uns mit eigener Kraft zu helfen, als uns von anderen helfen zu lassen. Schon die kleinen Kinder wollen von dem Augenblick an, wo sie selber mit dem Geschirr umgehen können, sich beim Essen nicht mehr von anderen bedienen lassen. Auch bin ich niemals über einen Diebstahl mehr entsetzt, als wenn er von einem meiner Hausbedienten verübt wird; denn ich weiß nicht, was für eine unheimliche Erscheinung ein Hausgenosse ist, der sich mir als Fremdling und Feind verrät; er kommt mir stets vor wie ein böser Genius oder eine unheilvolle Vorbedeutung.

Teofilo: Um nun zu unserem Gegenstande zurückzukehren, so nehmen wir an: Von zwei Menschen befinde sich einer auf einem fahrenden Schiffe, der andere außerhalb desselben, sowohl der eine wie der andere habe die Hand ungefähr in demselben Punkte des Luftraums, und beide lassen zu derselben Zeit aus ungefähr demselben Punkte einen Stein fallen: der des ersteren wird ohne von seiner Linie abzuweichen, auf den bestimmten Punkt des Schiffbodens fallen, der des letzteren dagegen hinter diesem Punkt zurückbleiben. Der eine verleiht nämlich dem Steine, abgesehen von der Bewegung seines Armes, auch noch die des Schiffes, der andere nicht. Offenbar ist es weder der Anfangspunkt der Bewegung, noch ihr Endpunkt, noch auch das Mittel, durch das sie sich bewegt, was ihre Geradlinigkeit bestimmt, sondern die Wirksamkeit der ihr von Anfang verliehenen Kraft, von der alle Verschiedenheit abhängt. Was die Behauptung des Nundinius betrifft, so scheint mir dies zu genügen.

Smith: Morgen werden wir uns wiedersehen, um die Einwürfe des Dr. Torquatus zu vernehmen.

Prudentio: Fiat!


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