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Vorwort

»Du bist mein! Und nun ist das Meine meiner als jemals!« Dieses Wort aus Goethes Hermann und Dorothea drängt sich dem Elsässer auf die Lippen, der nun im Weltkrieg seinen Besitz zusammenfaßt. Es ist errungener Besitz: erobertes Deutschtum. Und so erweitert sich das mein zum unser: »Dies ist unser! So laß uns sagen und so es behaupten!« Dieses Buch der Erinnerungen wurde vor dem Weltkrieg begonnen und neben andrem, was das Herz bewegte, im Kriege zu Ende geführt. Man betrachte es als einen Gruß aus dem so viel umstrittenen, so viel entehrten und leider, auch von Deutschen, so viel verkannten Elsaß. Daneben als den Ausdruck eines besondren Menschentums, das manchen Ringenden ermuntern mag, seinen Idealen Treue zu halten. Endlich auch wird das Buch den Freunden meiner Werke eine willkommene Gabe sein und zum Verständnis meines Schaffens beitragen.

Weimar, 4. Oktober 1917

Friedrich Lienhard


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