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Richard Voß

Villa Falconieri

Die Geschichte einer Leidenschaft

... Es gibt glühende Seelen, psychisch und sinnlich gleich heiße Naturen, die ihren ganzen Einsatz immer in der Hand tragen, die ganz gegenwärtig sind in dem, was sie empfinden und wollen. Ihr Weg ist bedeckt mit Stücken ihres Lebens, die tot abfallen; und jeder Schlag, der sie trifft, trifft sie in den Herzpunkt.
J. Marholm.

George Sand besang das leuchtende Haus auf den immergrünen Abhängen des Albanergebirges, hoch über dem wonnigen Frascati und der feierlichen Campagna Roms; und Paul Heyse dichtete seine vielbewunderte »Villa Falconieri«. Der Herausgeber dieser Blätter verträumte ein halbes Menschenleben in Borrominis köstlichem Sommerpalast. Das pathologische Lebens- und Liebesdrama, welches daselbst mit einem ihm brüderlich nahestehenden italienischen Dichter sich abspielte, will er nunmehr berichten. Er thut es an des Freundes Schreibtisch, vor dem Abguß von Michelangelos »sterbendem Sklaven«, in dem farbenfrohen Freskenzimmer Carlo Marattas, wo der arme »Märtyrer seiner Phantasie« lebte und litt.

Villa Falconieri im Frühling 1896.


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