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I.

Zur Herausgabe dieser kleinen Schrift, die kein Angriff, sondern lediglich eine Abwehr ist, bin ich zu meinem peinlichsten Bedauern gezwungen. Ich werde daher so kurz als irgend möglich sein und, soweit dieses angängig ist, nur durch mein Material sprechen.

1.

Im letzten Septemberheft der »Zukunft« vom Jahre 1898 veröffentlichte Johannes Schlaf einen Artikel mit der sensationellen Überschrift »Weshalb ich mein letztes Drama zerriß«. In diesem Artikel »enthüllte« er, daß alles Wesentliche in unserm »gemeinsamen« Buche »Neue Gleise« von ihm allein herrühre und daß ausschließlich er der »Initiator des neuen deutschen Dramas« sei. Hierauf brachte die »Zukunft« vom 22. Oktober desselben Jahres unter dem Titel »Johannes Schlaf« nachstehende Erwiderung von mir:

Die Schlußnummer des vorigen Jahrgangs der »Zukunft« brachte einen Aufsatz von Johannes Schlaf »Weshalb ich mein letztes Drama zerriß«, zu dem ich bitte, bemerken zu dürfen:

Im August 1892, rund ein Jahr nach unsrer Vorrede zu den »Neuen Gleisen«, richtete ich an Schlaf einen Brief, der folgenden Wortlaut hatte: »Lieber.......! Stoße eben in einer alten ›Magazin‹-Nummer (16. Juli) auf einen A.... K... gezeichneten Artikel, betitelt ›Die Zeitschriften und die Litteratur‹. In ihm folgender Passus: ›Die Unteren endlich führt Johannes Schlaf im Meister Olze vor. Wieder Schlafs alte Merkmale: deskriptive Meisterschaft und dramatische Impotenz. Die Familie Selicke ist gegen diesen Meister Olze ein stürmisch belebtes Schauspiel. Also kein Drama, aber vielleicht eine belangvolle Studie mehr zu dem künftigen vertieften Drama, das Andre schreiben werden. Wertvoll war mir die Erkenntniß, daß Schlaf an der Eigenart der bisherigen Arbeiten viel größeren Antheil hat, als Kollege Holz.‹ Natürlich bitte ich Dich, gegen diese ›Erkenntniß‹ Front zu machen! Denn wenn überhaupt zu Etwas, so glaube ich, grade zu der Eigenart unsrer Sachen den einfach ausschlaggebenden Theil geliefert zu haben. Grade ihre Fundamentirung war es, um die ich mich ganz besonders verdient gemacht zu haben glaube, während ich Dir mit Vergnügen die, wenn Du willst, größere Liebe und, versteht sich, auch die größere Ausdauer bei ihrem eigentlichen Ausbau zugestehe. Aber ich meine, diese beiden Verdienste hielten sich so ziemlich die Wage! Du hättest die ›Neuen Gleise‹ nie ohne mich in die Welt gesetzt und ich nie ohne Dich. Der Eine von uns war damals blind, der Andre lahm. Und nun zu kommen und zu sagen, der Blinde ist daran schuld gewesen, daß der Lahme das Ziel erreichte, oder umgekehrt, ist meinem Dafürhalten nach gleich lächerlich. Und ungerecht! Du warst damals – wir sprachen oft darüber – das Weib, ich der Mann. Unsre Funktionen waren nicht dieselben, aber sie waren gleich wichtig. Und in diesem Sinne, hoffe ich, werden wir stets unserer Zukunft gegenüber zusammenhalten. Was willst Du dem ›Magazin‹ schreiben? Natürlich möglichst kurz und, wenns geht, nur etwa zehn, höchstens fünfzehn Zeilen. In jedem Falle aber schickst Du's mir doch? Ich möchte nicht, daß ich es erst gedruckt lese, und würde Dir daher das Blatt sofort zurückgehen lassen, damit Du es dann an Otto Neumann-Hofer weitergiebst.«

Die Antwort Schlafs lautete: »Lieber .....! Deinen Brief mit dem famosen Citat habe ich bekommen. Widerwärtig! Grundwiderwärtig! Übrigens ist es ja nicht das erste Mal, daß wir durch solche ›Konjekturen‹ angeekelt werden. Oft genug im Privatverkehr ist in unsrer beider Gegenwart oder Einem von uns gegenüber in dieser Weise direkt oder indirekt ›konjekturiert‹ worden. Und Einer von uns Beiden oder wir Beide haben darunter zu leiden gehabt. Jetzt also kommt ein Herr A..... K... gar im ›Magazin‹ und ich bin es, dem er den Vortritt zu geben geruht. Wie wir Beide nun über unser Zusammenarbeiten denken, das wissen wir. Wir haben uns mehrfach darüber ausgesprochen, und es bedurfte erst nicht der Zeilen, mit denen Du in Deinem Briefe noch einmal darauf zurückkommst. Auch die liebe Öffentlichkeit sollte und könnte mit dem zufrieden sein, was wir ihr über unser Zusammenarbeiten offenbart haben. Sie ist es aber natürlich nicht und die Litteratengesellschaft erlaubt sich ihre Konjekturen und bethätigt ihre natürlich durchaus sachliche Wißbegier, und A... K... kramt seine Ansichten aus, öffentlich, in einem Magazinartikel. Also natürlich werde ich die Zeilen schreiben und eben so selbstverständlich ist es, daß ich sie Dir, bevor ich sie an Neumann-Hofer weitergehen lasse, zuschicke zur Einsichtnahme. Denn so widerwärtig die Sache in diesem Fall ist und in manchem andren war, so geht es denn also doch nicht anders und man muß einmal ein Wort dazu sagen. Ich meine also, daß ich Herrn A... K... und alle lauten und stillen Mit-Konjekturanten noch einmal mit aller Bestimmtheit auf Das Hinweise, was wir über unser Zusammenarbeiten der Öffentlichkeit mitgeteilt haben. Nicht wahr? Ich bitte Dich nur noch, mir so umgehend wie möglich ein paar Zeilen zu schreiben, ob Dein Citat durchaus wörtlich ist, ich meine, ob nicht eventuell ein sinnstörender Schreibfehler mit untergelaufen ist. Sobald ich darüber Bescheid weiß, wirst Du eben so umgehend die betreffenden Zeilen bekommen.« Ich erhielt sie, sie wurden an Herrn Otto Neumann-Hofer, der das »Magazin« damals leitete, weitergeschickt, mit der Motivierung aber, er müsse auf seinen geschätzten Mitarbeiter Herrn A... K... »Rücksicht nehmen« (!), verweigerte er ihren Abdruck. Mit ihnen hausieren zu gehen, verzichteten wir – Zeitungsgeschreibsel hin, Zeitungsgeschreibsel her –: und die Angelegenheit war für uns erledigt.

Der mitgeteilte Briefwechsel, der aus einer Zeit stammt, wo die gemeinsame Arbeit eben erst hinter uns lag, dürfte ergeben, daß Schlaf doch vielleicht zu viel »verrät«, wenn er heute durchblicken läßt, »Mann« und »Weib« eigentlich zugleich gewesen zu sein. Von dieser Selbsteinschätzung fühlte er sich damals so weit entfernt, daß er in einem späteren Briefe ausdrücklich gestand: er wäre auf meine Auseinandersetzung deshalb nicht »ausführlicher« eingegangen, weil ihr »Ton« ihn »verletzt« habe, da er aus ihm herauszuhören geglaubt, es sei meine Meinung gewesen, er, Schlaf, sei »so halb und halb mit für die Dummheiten des K... verantwortlich«.

Was nun das zerrissene Drama selbst betrifft, so sei nur ein Wort gestattet. Schlaf las das Stück an meinem Schreibtisch vor. Ich hatte mehrere Freunde geladen und drei waren gekommen. Über diese Vorlesung berichtet Schlaf: »Sie fand uneingeschränkte Anerkennung, man gratulirte mir zu meinem neuen dramatischen Aufschwung, nannte die Arbeit das Beste, was mir bisher gelungen sei, und weissagte ihr allen Erfolg.« Dieser Satz enthält, meiner Auffassung nach, große Selbsttäuschungen. Wir erklärten das Stück zwar für eine Vertiefung der »Gertrud«, obgleich einer – nicht ich war es – stumm blieb und später im Privatgespräch auch das nicht zugab, aber wir waren darüber einig, daß Schlaf den »Meister Ölze« selbst durch dieses Stück noch keineswegs wieder erreicht hatte. Eine Theaterwirkung vollends erwarteten wir nur von einer bestimmten Bühne herab, mit bestimmten Darstellern und auf ein bestimmtes Publikum. Trotzdem wäre zu bedauern, wenn Schlaf das Stück wirklich zerrissen hätte. Denn daß er es zerrissen – ich meine: völlig vernichtet hat –, steht für mich noch durchaus nicht fest. »Zerrissen« hatte er es auch schon damals im März, kurz vor seiner Vorlesung bei mir. Der Grund war folgender gewesen. Schlaf hatte das Manuskript, aus dem er am nächsten Tage vortragen wollte, jemand gegeben, dessen Meinung ihn interessierte, und als er nach dem Eindruck fragte, wurde ihm gesagt, daß die Lektüre noch nicht über die ersten beiden Akte hinaus gediehen sei und daß aus diesen ein Urteil sich noch nicht bilden ließe. Das mußte ihn offenbar verstimmt haben. Er erklärte das ganze Stück für »Zeug« und »Schund« und wollte das Geschriebene in Fetzen reißen. Ich sprang hinzu und »rettete«. Als ich ihm dann die Blätter, die ich mit vieler Mühe und noch mehr Dextrinstreifen notdürftig zusammengeflickt hatte, wieder aushändigte, meinte er: ich hätte mir die Mühe nicht erst machen brauchen; in Magdeburg liege ja noch ein zweites Manuskript. Tableau! Aber es hatte ihm augenscheinlich Spaß gemacht, wie sehr ich um sein Schmerzenskind besorgt gewesen war und wie fleißig ich gekleistert hatte. Und so möchte ich mich denn auch jetzt, so ernsthaft der Fall im übrigen sein mag, einer fröhlichen Zuversicht nicht entschlagen, daß die »Feindlichen« noch existieren und hoffentlich recht bald auf eine Bühne kommen.

2.

Soweit mein Artikel. Seine fröhliche Schlußzuversicht – ich kannte Schlaf – hatte mich nicht getäuscht. Jeder, den dieses Stück interessiert, kann sich heute seine Buchausgabe aus dem Brunsschen Verlag in Minden kommen lassen. Doch dies nur nebenbei. Bereits am 25. Oktober, sofort nachdem die »Zukunft« erschienen war, erhielt ich nachstehende Zuschrift:

 

Magdeburg, den 24. Oktober 1898, Breiteweg 272 I

Hochgeehrter Herr!

Ihr Artikel in Nr. 4 der »Zukunft«, VII. Jahrgang, vom 22. Oktober d. Js. hat Herrn Johannes Schlaf hier veranlaßt, meine Hülfe in Anspruch zu nehmen.

Sie haben in dem Artikel »Johannes Schlaf« vertrauliche, Ihnen brieflich gemachte Mittheilungen der Öffentlichkeit übergeben, obwohl Sie sich sagen mußten, daß die Ihnen brieflich gemachten Mittheilungen die eines Freundes sind und unter ganz anderen Verhältnissen (!) gemacht wurden, als jetzt. (!)

Sie dürften zur Veröffentlichung derartiger Briefe selbst dann nicht berechtigt sein, wenn Sie nicht durch die Veröffentlichung Herrn Schlaf kompromittirten (!) und ihn nicht der Gefahr aussetzten, von den im Briefe genannten Personen (!), insbesondere Herrn A. K. (!) strafrechtlich verfolgt zu werden. (!)

Namens des Herrn Schlaf theile ich Ihnen ergebenst mit, daß derselbe Ihnen die Veröffentlichung seiner Briefe verbietet, derselbe erbittet seine sämmtlichen Briefschaften von Ihnen postwendend zurück (!) und behält sich weitere Schritte wegen der im Artikel enthaltenen Beleidigungen (!) vor.

Hochachtungsvoll
der Rechtsanwalt Pistorius.

 

Auf diese Zuschrift erwiderte ich:

Wilmersdorf, Pariserstr. 52. 27. X 98.

Sehr geehrter Herr!

Wenn ich mich dazu herbeilasse, den Brief, den Sie an mich gerichtet haben, zu beantworten, so geschieht dieses lediglich, weil ich aus der eigenthümlichen Form Ihrer Intervention schließen muß, daß Sie die Beziehungen, in denen Ihr Herr Klient zu mir steht, oder doch wenigstens bisher zu mir gestanden hat, nicht kennen. –

Herr Schlaf, wie Sie schreiben, hat Ihre »Hülfe« in Anspruch genommen. Verzeihen Sie, wenn ich mir erlaube, Ihnen hierauf zu erwidern: Sie gewähren ihm diese Hülfe am besten nicht dadurch, daß Sie die Kluft, die das bedauerliche Vorgehn Ihres Herrn Klienten durch den Artikel »Zukunft« 52, Jahrgang VI, gerissen und auf den meine Veröffentlichung nur die sehr widerwillige und erzwungene Antwort war, nun womöglich noch weiter aufreißen, sondern dadurch, daß Sie die Erregtheit Ihres Herrn Klienten, die durch eine böse, nun schon seit Jahren andauernde Krankheit nur zu begreiflich ist, nach Möglichkeit zurückzudämmen und zu beruhigen versuchen!

Ich bitte Sie, die beiden betreffenden Artikel freundlichst noch einmal zu lesen und hintereinander. Vielleicht gelingt es Ihnen dann, Ihren Herrn Klienten davon zu überzeugen, daß ich jede Rücksicht, die sein Zustand mir auferlegte, genommen habe. Sie würden sich damit – ich glaube nicht zu viel zu behaupten – ein wirkliches Verdienst erwerben; denn die litterarische Stellung Ihres Herrn Klienten ist, genau wie meine eigene, derart, daß ein Weiter- und Breittreten dieser Affäre in der Öffentlichkeit nicht etwa bloß für uns beide von Nachtheil sein würde, was ja unter Umständen allerdings nur völlig gleichgültig sein könnte, sondern – und einzig darum handelt es sich – für unsre Sache! Wir dürfen sie unmöglich diskreditiren, und sei's auch nur vorübergehend, dadurch, daß wir uns »zanken«. Es ekelt mich bereits, wo ich dies Wort zu Papier bringe ...

Der traurige Artikel Herrn Schlafs – Sie werden den Ausdruck nicht mißverstehn – war, was man so nennt, eine »Dummheit«. Mit meiner Erwidrung, zu der ich, ich wiederhole, gezwungen war, suchte ich sie dann so gut, oder wenn Sie das lieber wollen, so schlecht es ging, zuzudecken. Restirt hieraus nun für Herrn Schlaf, wie ich dies fast annehmen muß, obgleich es von mir natürlich nicht beabsichtigt worden war, ein Tropfen Bitterkeit, so bin nicht ich es gewesen, der ihm diesen nicht erspart hat, sondern er muß sich die betreffende Schuld leider selbst zuschreiben! Das ist der Thatbestand. Überzeugen Sie Ihren Herrn Klienten davon, und die ganze, wirklich höchst überflüssige Angelegenheit, die, wie jeder zugeben wird, durchaus vom Zaun gebrochen war, ist erledigt. Es wäre überflüssig, hinzuzufügen, wie sehr mich dieses erfreuen würde.

Der Bitte um Rückgabe der in Frage stehenden Briefschaften bedaure ich nicht entsprechen zu können.

Hochachtungsvoll
Arno Holz.

 

Ich glaube, weiter konnte ich in dem Bestreben, Schlaf zu verhindern, sich selbst von neuem und noch mehr zu schaden, nicht gehn. Mein Brief schien Herrn Rechtsanwalt Pistorius überzeugt zu haben, denn die »weiteren Schritte« erfolgten nicht.

Einige Zeit später erschien dann die »Deutsche Litteratur im 19. Jahrhundert« von Dr. Richard M. Meyer, auf die ich in meiner Schrift »Dr. Richard M. Meyer, Privatdozent an der Universität Berlin, ein literarischer Ehrabschneider« (Berlin, Johann Sassenbach, 1900, jetzt R. Piper u. Co.) ausführlich entgegnete. Trotzdem Herr Meyer auf den eingangs zitierten Artikel Schlafs wiederholt hingespielt hatte – »Holz und Schlaf sind uns fast ein mythisches Zwillingspaar geworden, wie die Brüder Goncourt, oder wie Erkmann und Chatrian, die sich auch später überwarfen«, und ähnlich –, so vermied ich es doch, indem ich dabei auf Schlaf abermals Rücksicht nahm, hierauf zu erwidern, und begnügte mich, nur anzudeuten: »Daß Herr Meyer auch noch den ihm bekannten, nicht genug zu bedauernden Gemüthszustand Schlafs mißbraucht, um mit Genugthuung auszustreuen, wir beiden Mythischen' wären ,später über die Frage, wer eigentlich die neue Kunst geschaffen habe, in Uneinigkeit gerathen', streife ich nur. Es ist mir nicht zuzumuthen, auf solche Kläglichkeit einzugehn.« –

3.

Worin dieser Gemütszustand Schlafs bestand? In einer geistigen Erkrankung, die, nachdem sie schon längere Zeit in ihm latent gewesen, es im Januar 1893 notwendig machte, ihn in die Irrenabteilung der Berliner Charité aufnehmen zu lassen. Bereits der erste ihn behandelnde Arzt, Professor Siemerling, stellte damals die Diagnose: Schlaf leidet an fixen Ideen – Größen- und Verfolgungswahn – und ist unheilbar. Er kann bei dieser Krankheit achtzig Jahre alt werden, immer wieder aber werden sich Krisen einstellen, innerhalb derer er nicht zurechnungsfähig ist. In den Zwischenzeiten wird der Kranke auf den Laien den Eindruck eines normal Gesunden machen ... Diese Diagnose ist bis auf den heutigen Tag eingetroffen. Daß Schlaf in diesen Zwischenzeiten, was den Laien doppelt irre führen kann, fähig geblieben ist, künstlerisch produktiv zu sein, steht damit nicht in Widerspruch.

Die Aufzählung der verschiedenen Anstalten und Aufenthaltsorte, durch die den Kranken sein Zustand geführt hat, und zwar bis vor relativ noch ganz kurzem, übergehe ich. In seiner Stimmung mir selbst gegenüber unterschied ich seit jenem Ausbruch (1893) drei Perioden. In der ersten war der Kranke mir in alter Weise zugetan, ich war der einzige, dem er unbedingt und in jeder Lage vertraute; in der zweiten war eine Art Mißtrauen in ihm erwacht, das ihn zwang, sich zu bemühen, von mir »loszukommen«: in der dritten, deren bis dahin bedauerlichstes Dokument für mich eben jener »Zukunfts«-Artikel gewesen war, erfüllt den Kranken ein offenbarer Haß gegen mich, den zu unterdrücken ihm zuletzt auch im persönlichen Verkehr nicht mehr möglich war. Ich bin es, der ihm seine Qualen aufgebürdet hat, ich bin es, der sich an seinem »Inferno« weidet, ich bin es, dessen dunkle »Ränke« und uneingestandene »Zwecke« es zu durchbrechen gilt. Diese drei Stadien werden am besten verdeutlicht durch die drei nachstehenden Briefe, zu deren Veröffentlichung ich zu meinem größten Bedauern gezwungen bin aus Notwehr.

 

»Westend, Nußbaumallee 38. Montag. Mein lieber...............! Deine lieben Zeilen habe ich gestern Abend kurz nach meiner Rückkunft bekommen, und wie soll ich sagen, wie sie mich erfreuten! – Wenn ich noch einmal in der Erinnerung in die ersten Zeiten unserer Freundschaft zurückgehe, da weiß ich noch: kaum, daß ich Dich ein paar Mal gesehen, so hatte ich die ganz feste und bestimmte Empfindung, daß unser Weg ein gemeinsamer sein würde für die Zukunft; und dieses Gefühl hat sich mehr und mehr verstärkt, bis zu dem Tage, da Du mich von der Mutter Abendroth zu unsrer gemeinsamen Arbeit nach Nieder-Schönhausen abholtest. Dieser Zwang zu Dir hin hat mich seither nie wieder verlassen. Ich kenne keinem Menschen gegenüber dieses zwingende Freundschaftsgefühl wie zu Dir. Das meiste, was ich in den letzten Jahren gelitten habe, hatte ich dadurch zu leiden, daß allerlei neunmal verfluchte Philisterei, Zweifelei, Rücksichten und Schwächlichkeiten dieses Gefühl trübten. Jetzt soll es sich nun trotz aller Plattheit und alles ›realen Lebens‹, wie ›es doch nun mal ist‹, sicher und ungetrübt erhalten. Hier sind alle meine Hoffnungen auf die Zukunft. Wie ich bisher nichts ohne Dich gekonnt hätte und gekonnt habe und wie Du der Urheber alles dessen bist, was ich inzwischen ›allein‹ vor mich gebracht, so wirst Du's auch in Zukunft sein und ich werde nichts können, was nicht unserm Zusammenleben seinen Ursprung verdankt. –«

»Magdeburg-Wilhelmstadt, Immermannstr. 29, den 23. VII. 95. Lieber! Soeben habe ich ›meinen Roman‹ ad acta gelegt. Mit mir ist es nichts! – Das weiß ja auch Niemand besser als Du. – Nie ist es mir wohl auch so besonders ernst um die Kunst gewesen. Wenn ich jemals etwas gekonnt habe, erstens verdank' ich es Dir in der Hauptsache und zweitens bin ich durchaus fertig. – Das mag mein Abschiedswort an Dich sein. – Das beste ist für uns, wir sind von einander frei. – Lebe wohl!«

 

»Magdeburg-Wilhelmstadt, Annastraße 21 II, den 7. XI. 96.

Mein Lieber! ............ Ich möchte überhaupt einmal Klarheit darüber haben, was Du Dir so manchmal bei einer gewissen Art, Dich mir gegenüber zu benehmen, denkst ..... Ich habe meine Vermuthung. Ich bin nicht wahnsinnig. Ich kann schreiben, kann mir Geld verdienen. Bin Herr meiner Handlungen, und doch wieder diese Anwandlungen, die, wenn sie mich in einem gewissen Grade attackiren, mich jedesmal ins – Irrenhaus lanciren. – Anwandlungen, in denen ich in Deiner Sprache rede, mich eine ganz andere Person, als Dich selbst fühle, in denen ich Worte über die Lippen bringe, ohne das bestimmt zu wollen, die Deine Worte sind u. s. w. Wie soll ich mir das erklären? Ich kann nur eine heimliche Fernsuggestion annehmen, die, wie ich informirt bin, als solche durchaus nicht unmöglich ist. Gewisse ungewöhnliche Vorgänge während meines Aufenthaltes 92 in Berlin – deren Du Dich entsinnen wirst, nicht wahr? – bestätigen in mir diese Vermuthung, ja, machen sie mir so gut wie zur Gewißheit. Was Dich dazu veranlaßt haben könnte? Mein Gott, sicher dies und jenes. Jedenfalls hat mir dieser Zustand im Laufe der letzten Jahre geradezu – so interessant er für mich nebenbei auch immerhin gewesen sein mag – übermenschliche Seelenqualen verursacht. – Ob ich diese Qualen in diesem Grade verdient habe? Wohl kaum! Ich wüßte nicht, welches Vergehens ich mich Dir gegenüber schuldig gemacht hätte, daß ich verdiente, auf eine derartige unerhörte Folter gespannt zu werden. Ich habe Dir schon öfters Andeutungen hierüber gemacht. Immer hast Du sie in einer gewissen ruhigen und kalten Weise zurückgewiesen. Höchst wahrscheinlich, natürlich wirst Du das auch diesmal thun, – Meinetwegen! – Aber eins! Du wirst auch wissen, daß dieser Zustand seit jener Zeit auch mit beinahe unerträglichen geschlechtlichen Peinigungen für mich verknüpft ist. Peinigungen, für die ich wohl, wie vielleicht für meinen ganzen Zustand, ein Ende und ein Remedium weiß, d. h. ein wirkliches, wesentliches und gründliches. Das Ende dieser Qualen zu erzielen: das ist mir vor allem das erste und wichtigste, nicht Dein neunmalverfluchtes Geld, die ewigen, durchaus zwecklosen Hin- und Herschickereien aus einer Krankenanstalt, Heilanstalt in die andre. Dein verdammtes Geld ist mir durchaus gleichgültig, ja, infam, ein geradezu wie ausgesucht wirkender Foltertric. – Also: eins wenigstens ..... verstehe mich gefälligst, wenn ich Dich in einem Briefe, wie den letzten ersehen lasse, daß dergleichen nicht Hauptsache für mich ist. Sondern: daß ich von dieser meiner, man kann sagen, übermenschlichen Folterqual erlöst werde, sei es durch den Tod, sei es durch etwas Anderes – Mögliches!!! – Also mein Lieber, keine so kalten und unbedeutenden Redensarten, sondern nur ein klein wenig Verständniß für meinen Zustand, der vielleicht von irgend einer weiblichen Person abhängt. – Und demgemäß also in Deinen Briefen und in eventuellem persönlichen Verkehr Dein Benehmen. – Ich bitte Dich darum. – Oft, ich will es Dir rund heraussagen, halte ich Dich inmitten aller meiner Leiden für einen kalten raffinirten Schuft! Ich weiß, daß ich das nicht in Wirklichkeit thue, sondern ich sage mir, es hängt eben alles von gewissen unglückseligen Verhältnissen ab, aber meine Leiden sind eben oft über das Maaß! – Wie es mit mir wird, weiß ich nicht. Ich gebe mir oft die redlichste Mühe, auf einem vernünftigen Wege aus meinem unsagbaren Zustande herauszukommen: aber es ist geradezu, als ob irgend ein Teufel mir auf eine heimliche Weise aus irgend einer Ferne her alles vereitelte. – Man scheint eben mich und meinen Zustand nicht verstehen zu wollen! – Das alles klingt verrückt! Ich weiß aber mit aller Bestimmtheit, daß ich nicht geistesgestört bin. – Ja, ich bin mir sogar, was die Lösung und Beseitigung meines Zustandes anbelangt, völlig im Klaren. – Im übrigen, noch einmal: was Du mir auf diesen Brief erwidern könntest, weiß ich im Voraus. Du wirst mir eben schreiben, ich sei dennoch nicht bei Troste. – Thue das aber nicht ....... Lieber wollen wir uns offiziell und ein für allemal unseren Verkehr kündigen. Die Karte wirkte auf mich denn doch zu sehr, als ob gar nichts wäre. –«

 

Diese Gegenstimmung – spätere Briefe möchte ich nicht gerne heranziehen – steigerten sich, die Anfälle, immer heftiger, wiederholten sich, bis dann der von jenem Psychiater konstatierte Wahn in jenem »Zukunfts«-Artikel offen auch nach außen brach.

Auf alle weiteren Angaben und Einzelheiten, so zahllos sie mir zur Verfügung stünden, verzichte ich. Zur endlichen Veröffentlichung aber wenigstens dieser Dokumente habe ich mich entschließen müssen, nachdem Schlaf in einer Artikelreihe »Die Anfänge der neuen Literaturbewegung« (»Zeitgeist«, Beiblatt zum »Berliner Tageblatt«, Nr. 31, vom 4. August 1902) nun noch einmal auf seine schon in jenem »Zukunfts«- Artikel gegebene Darstellung unseres Zusammenarbeitens, als wären ihm diese von mir nicht sofort und durch ihn selbst widerlegt worden, monomanisch zurückkommt. Und zwar lautet jetzt diese Darstellung mehr und mehr so, als hätte ich außer meinem Namen auf dem Titelblatt überhaupt Nennenswertes zu unserm »Gemeinsamen« eigentlich nicht beigetragen.

4.

Die ursprünglichen Erklärungen Schlafs, sowohl in den verschiedenen Vorworten zu den »Neuen Gleisen«, als kurz darauf, wo er mir auf die 1892 er »Magazin«-Anzapfung versicherte, er sei »mit meiner Auffassung unseres Zusammenarbeitens äußerlich wie innerlich vier-, acht-, sechsundzwanzigkantig und -dimensional einverstanden, was mir seit anno Tobak hätte bekannt sein können«, (Brief Schlafs vom 7. 10. 92) stehn zu seinen neuen Bekundungen in einem so diametralen Gegensatz, daß dieser Gegensatz psychologisch nicht zu erklären sein würde, wenn die Lösung durch jene bei Schlaf in der Zwischenzeit zum Ausbruch gekommene Krankheit nicht eine so traurig einfache wäre. Vor zehn Jahren, als seine Zusammenarbeit mit mir noch frisch in seinem Gedächtnis lag, waren ihm »Konjekturen« Dritter über sie »widerwärtig, grundwiderwärtig«, sie »ekelten ihn an«, und heute, nachdem die Akten über jene Tage geschlossen sind, nachdem die Entwicklung längst vor neuen Aufgaben und neuen Zielen steht, die aller Kräfte vollauf in Anspruch nehmen, überbietet Schlaf diese »Konjekturanten« in einer Weise, daß sich jeder vergeblich fragen müßte, was ihn zu diesem nachträglichen Widerspruch mit sich gereizt haben könnte, wenn jener Brief an mich vom 7. November 1896 in diese Dunkelheit nicht jetzt Licht auch für den Unbeteiligten gösse.

Die endliche Bekanntgabe von Schlafs Zustand, die ich nicht länger zurückhalten durfte, ist zugleich das einzige Mittel, um Schlaf gegen ihn selbst zu verteidigen. Und dies nicht zu unterlassen, liegt nicht bloß in seinem, sondern auch in meinem Interesse, da es mir ein peinigendes Gefühl sein würde, an einem Menschen jahrelang mein Bestes verschwendet zu haben, von dem man mir Vorhalten dürfte, er sei dann später über mich hergestürzt aus dem Hinterhalt wie der gemeinste Buschklepper. Wäre Schlaf gesund, wäre eine moralische Wertung hier überhaupt zulässig, sein Vorgehen bliebe ungeheuerlich, selbst einen Augenblick angenommen, mein Anteil an unserm »Gemeinsamen« wäre tatsächlich so gering gewesen, wie Schlaf dieses heute nachträglich behauptet. Man wiegt nicht einen Menschen zwölf Jahre lang in eine Illusion und fällt ihm dann in den Rücken! Und am wenigsten vollends bedient man sich dabei der Maske der Freundschaft! Wäre also Schlafs Zustand nicht sogleich seine Entschuldigung, kein Wort der Welt wäre stark genug, um seine Handlungsweise zu brandmarken. –

Meine eigene Meinung über unsre damalige Zusammenarbeit ist heute folgende:

Schlaf, so durchaus ich seine künstlerische Begabung anerkenne, würde entwicklungsgeschichtlich, und einzig hierum handelt es sich, nie auch nur die kleinste Rolle gespielt haben, wenn ihn nicht der Zufall zu mir in eine so nahe Beziehung gebracht hätte. Um in einer Kunst »entwicklungsgeschichtlich« etwas zu leisten – eine Möglichkeit, die meist erst nach Ablauf von ganzen Generationen wieder eintritt – gehören, abgesehn von dem natürlich ganz selbstverständlichen sogenannten »Talent«, noch eine ganze, nicht minder wichtige Reihe anderer Fähigkeiten; und von diesen besitzt und besaß Schlaf aber auch nicht eine einzige! Er war unter diesem Gesichtspunkte durchaus, um dies zwar groteske, aber zutreffende Bild zu brauchen, immer nur die Flöte gewesen, auf der ich gespielt hatte. Ein Sachverhalt, der mich, drollig genug, im Anfang – vergleiche das Vorwort zum »Papa Hamlet« in den »Neuen Gleisen« – schreiben ließ: »Eine langjährige Freundschaft, verstärkt durch ein fast ebenso langes, nahestes Zusammenleben, und gewiß auch nicht in letzter Linie beeinflußt durch gewisse ähnliche Naturanlagen, hat unsere Individualitäten, wenigstens in rein künstlerischen Beziehungen, nach und nach geradezu kongruent werden lassen! Wir kennen nach dieser Richtung hin kaum eine Frage, und sei sie auch scheinbar noch so minimaler Natur, in der wir auseinander gingen. Unsere Methoden im Erfassen und Wiedergeben des Erfaßten sind mit der Zeit die vollständig gleichen geworden.« Ich hatte dies damals leicht hinschreiben; diese »Kongruenz« bestand einfach darin, daß Schlaf sich mir rein künstlerisch in jeder Beziehung restlos unterordnete!

Ich war Schlaf, als wir uns trafen, praktisch wie theoretisch, soweit voraus, daß dieses, ganz abgesehn von unsern Temperamenten – er ganz passiv, ich ganz aktiv –, garnicht anders sein konnte. Schlaf hatte sich bis dahin mit allem, was Literatur hieß, nur rein dilettantisch beschäftigt, war bei seinen Vorbereitungen zum Dekanatsexamen, außer einem Till Eulenspiegel-Fragment in Versen, dessen Vollendung ich ihm ausredete, und ähnlichen Kleinigkeiten, nur bis zu einigen belanglosen Kapiteln eines belanglosen »Studenten-Romans« gediehen, während ich bereits vier Jahre früher mein »Buch der Zeit« geschrieben und seitdem die ganze Zwischenzeit, wie in meiner »Kunst« nachlesbar, unausgesetzt und durch kein mir von außen her aufgezwungenes Studium davon abgelenkt, an mir selbst gearbeitet hatte. Die Resultate dieser Arbeit – vielleicht der intensivsten, die ich überhaupt in meinem Leben geleistet habe – fielen Schlaf damals so mühelos in den Schoß, ich führte ihn in meine künstlerische Denk-, Auffassungs- und Ausdrucksweise so durchaus und gründlich ein, er erlag dieser so völlig, daß von einer »Mit«-Arbeit seinerseits, wenigstens in der ersten Zeit, garnicht geredet werden kann. Sein Verhältnis zu mir während dieser Zeit war vielmehr nur das des Schülers zu seinem Lehrer.

Das erste Stück, das wir zusammen arbeiteten, war »Die kleine Emmy«. Ursprünglich ein Kapitel aus jenem »Studenten-Roman«, hatte sie sich in nichts von der damals üblichen Feuilleton-Dutzendmache unterschieden. Diese Unterlage strich ich derart zusammen und erweiterte sie gleichzeitig so, daß ich überrascht sein würde, falls sich heute noch nachweisen ließe, daß von der ursprünglichen Fassung Schlafs auch nur drei hintereinander folgende Sätze stehen geblieben! Allerdings ist gerade dieses Beispiel das markanteste. Denn es war selbstverständlich, daß Schlafs Leistungen wertvoller wurden mit jeder Etappe, um die er vorrückte. Sobald er genügend »imprägniert« war, änderten wir unsere Methode und arbeiteten nun nicht mehr bereits »Fertiges« um, sondern einigten uns über ein Thema, durchsprachen dieses genau, Schlaf skizzierte danach die erste Niederschrift und aus dieser formte ich dann das Definitive. Dies entsprach, wie ich sofort hinzusetze, nicht etwa einer Bequemlichkeit von mir, sondern geschah auf Wunsch Schlafs, der sich zu einem lebendigen »gegenseitigen Diktat«, wie es meinem Naturell am entsprechendsten gewesen wäre, nicht fähig erklärte.

Daß bei einer solchen Zusammenarbeit – wie ja wohl überhaupt bei jeder Zusammenarbeit – die Gefahr, seinen Anteil dem andern gegenüber im stillen zu überschätzen, für beide Teile vorlag, ist menschlich begreiflich. Um so mehr hielt ich es von allem Anfang an für das einzig Korrekte, für meinen Mitzeichner genau so, wie für mich selbst einzustehn (vgl. »Neue Gleise«, Seite 92), und ich glaube, man wird mir bis zu jenem »Zukunfts«-Artikel Schlafs auch nicht eine Wendung vorrücken können, durch die ich den Vortritt vor ihm auch nur um die Breite eines Millimeters beansprucht hätte! Allerdings – und das macht aus diesem für mein Empfinden nur ganz selbstverständlichen Verhalten nicht ein Verdienst für mich – stehe ich schon längst auf dem Standpunkt, daß das, was unserm Buche (»Neue Gleise«) seine Bedeutung gab, so daß es sich als Rad in die »Entwicklung« gefügt hat, nicht in ihm zu suchen ist, sondern, falls man sich die Mühe geben will, mich mit diesem Ausdruck zu verstehn, hinter ihm. Und grade hierfür habe ich mich stets so absolut allein verantwortlich gefühlt, daß ich von jedem noch nachträglichen Zeigen mit dem Finger drauf wirklich glaubte absehen zu können. Von meinem ersten Nachgraben in der »Kunst« bis zu meinem letzten Heft »Phantasus« führt eine so deutliche, für jeden sichtbare Entwicklungslinie; die Tatsache, daß es mir durch die »Revolution der Lyrik« geglückt ist, nun auch noch das technische Niveau einer zweiten Kunst zu erhöhen, ist eine so unwiderlegliche, daß es einer späteren Literaturgeschichtsschreibung unmöglich mehr zweifelhaft sein kann, aus welchem Hirn die treibende Kraft auch bereits jener ersten Niveauerhöhung ihren Ursprung genommen.

Berlin-Wilmersdorf, den 5. August 1902.

Arno Holz.


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