Johann Wolfgang Goethe
Briefwechsel mit seiner Frau. Band 1
Johann Wolfgang Goethe

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1806

390. Goethe

Statt des versprochnen Aales sende Dir Dritthalbpfund frischen Lachs und sehe es als ein gutes Zeichen an, daß ich Dich zum Abschiede so gut tractiren kann.

Dagegen sende mir noch einige Würzburger; denn kein andrer Wein will mir schmecken, und ich bin verdrüßlich, wenn mir mein gewohnter Lieblingstrank abgeht.

Ich befinde mich recht wohl, und habe schon manches gethan. Sonntag, den 29. Juni, früh 3 Uhr ist der Wagen bestellt, an diesem Tage kannst Du mich mit Deinen Wünschen begleiten. Grüße Augusten. Sage den Vorfall mit Carolinen doch dem Hofrath Huschke, damit er sehe, ob nicht etwas zu brauchen ist. Auch forsche, ob nicht Mariane was abgekriegt hat. Sei hierüber vorsichtig. Ein solches Übel kann auf die tollste Weise um sich greifen. Sodann aber lebe wohl und sei lustig und vergnügt, bis wir uns wiedersehen. Jena, den 17. Juni 1806.

G.

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391. Goethe

[Jena,] Mittwoch, den 26. Juni 1806.

Da ich eine Gelegenheit habe, Dir diesen Brief bald zuzubringen, so gebe ich Dir Nachricht, daß es mir die Zeit über recht wohl gegangen ist. Ich habe einiges thun und besorgen können, so daß ich die Zeit nicht unbenutzt zugebracht habe. Es bleibt dabei, daß ich Sonntags früh, den 29., abreise, und ich hoffe, daß es Dir indessen nach Wunsche gegangen ist. Vom Theater höre ich wenigstens alles Gute und hoffe, es soll so weiter gehen.

August war hier mit seinen Gesellen. Es hat mich gefreut, zu sehen, daß es mit seinen körperlichen Kräften und seinem guten Muth so wohl steht. Ich habe mich einige Abende recht hübsch mit ihm unterhalten. Sie sind in allen Bergen und auf allen Schlössern herumgezogen, haben Aal in der Trießnitz gegessen, und die JohannisfeuerVon Goethe verbessert aus Johannisfeyer haben wir zusammen von dem Altan des Daches gesehen. Einige waren hübsch; im Ganzen aber lange nicht so brillant als vor zwei Jahren. Gute Déjeunés und Bälle wünschend. Ich lege ein Zettelchen bei, das Du Minchen gelegentlich zustecken magst.

G.

 

392. Goethe

Jena, den 26. Junius 1806.

Dein Brief war mir sehr angenehm, indem ich daraus ersah, was ich hoffte und vermuthete, daß in Lauchstädt für dieses Jahr von außen und von innen alles seinen guten Gang hat. Ich wünsche, daß es so fortgehen möge, und sage Dir noch ein Lebewohl kurz vor unserer Abfahrt.

Ich lege einen Brief an Geh. Rath Wolf bei, den Du nicht nach Halle schickst, sondern aufhebst, bis er einmal herüberkommt, oder Du ihm sonst persönlich begegnest. Grüße die ganze Gesellschaft von mir, besonders was Dir zunächst steht, und mache Dir mit der Brand und der Elsermann gelegentlich einen guten Tag. Ich habe schon darauf gerechnet, daß Du allenfalls etwas mehr ausgibst. Mir ist diese Tage manches Angenehme begegnet. Auch habe ich einen recht hübschen Brief von Herrn von Arnim. So viel für dießmal. Ich entferne mich nun weiter von Dir, und Du wirst Dich also gedulden, bis wieder eine Nachricht von uns ankommt.

G.

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393. Goethe

Karlsbad, den 3. Julius 1806.

Ich will versuchen, Dir eine Nachricht direct nach Lauchstädt zu schicken, weil ich vermuthen kann, daß sie Dir eher zukommt als über Weimar. Du erfährst also durch Gegenwärtiges, daß wir glücklich in Karlsbad angekommen sind. Sonntags, den 29. Juni, gelangten wir bis Schleiz. Den 30. bis Asch, wo wir um 9 Uhr Abends, im Regen, eine Viertelstunde vors Thor gingen, um in einer Scheur ›Die Hussiten vor Naumburg‹ spielen zu sehen. Den 1. Juli kamen wir bis Eger, wo wir ausruhten und manches, was sich auf Wallenstein bezog, sahen. Gestern, den 2., Abends kamen wir erst hier an. Die Wege waren mitunter ganz erschrecklich, und es regnete auch von Zeit zu Zeit gewaltig. Zum Schlusse aber sind wir hier ganz angenehm logirt und befinden uns wohl. Das gewaltsame Rütteln und Schütteln auf der Reise hat, glaube ich, schon die Hälfte der Cur vollbracht.

Die Gegend ist hier, wie vor Alters, sehr schön. Das Städtchen, seitdem ich es nicht gesehn habe, viel besser aufgeputzt, und außerordentlich angenehme Spaziergänge sind angelegt worden; woran wir uns schon sehr vergnügt haben. Es fehlt nichts, als daß wir nicht alle zusammen hier sind. Wir essen zusammen auf der Stube und werden gut bedient. Das Essen ist hier besser als sonst. Das baare Geld steht sehr hoch, weil die Papiere immer mehr fallen. Das Kopfstück, das sonst 20 Kreuzer galt, wird nun für 32 genommen; und obgleich die Preise gestiegen sind, so zahlt man doch im Grunde nicht viel mehr als sonst. Noch ist kein Theater hier. Es kommt erst Sonntags, den 6. Juli. Mehr sage ich nicht, und wünsche wohl und vergnügt zu leben. Notire doch den Tag, wo Du den Brief erhältst, damit man weiß, wie lange er unterwegens gewesen ist. Wir grüßen alle zum schönsten. Mit dem herzlichsten Lebewohl

G.

 

394. Goethe

Karlsbad, den 7. Julius 1806.

Da ich nur Gutes zu erzählen habe, so will ich heute zum zweiten Mal schreiben. Mein Brief vom 3. wird angekommen sein. Das Wasser hat eine recht gute Wirkung auf mich gemacht, und ich denke, es soll so fortgehen. Seitdem ich den Sprudel trinke, habe ich keine Tropfen eingenommen, und die Verdauung fängt schon an, recht gut ihren Gang zu gehen. Ich werde nun so weiter fortfahren und abwarten, was es werden kann. Übrigens muthet man sich hier viel mehr zu, als zu Hause. Man steht um 5 Uhr auf, geht bei jedem Wetter an den Brunnen, spaziert, steigt Berge, zieht sich an, macht Aufwartung, geht zu Gaste und sonst in Gesellschaft. Man hütet sich weder vor Nähe, noch Wind, noch Zug und befindet sich ganz wohl dabei. Ich habe manche alte Bekannte angetroffen und ihrer schon viele neue gemacht. Morgen beziehn wir ein besser Quartier als das bisherige. Die Bälle sind übrigens hier nicht sehr belebt. Von 50 Frauenzimmern, die in weißen Kleiderchen herumsitzen, kommen vielleicht 10 zum Tanz. Übrigens gibt es Pickenicks und Spazierfahrten, die in der schönen Gegend ganz angenehm sind. Ich wünsche Dir viel Vergnügen und werde heut über 8 Tage wieder schreiben. Lebe recht wohl und liebe mich. Diese Tage will ich auch an August schreiben.

G.

Herr von Hendrich und Herr Riemer grüßen zum schönsten.

 

395. Goethe

Karlsbad, den 14. Julius 1806.

Ich schreibe sehr gern wieder, weil ich gute Nachricht von mir zu geben habe, und weil die Briefe so bald hin- und wiedergehen. Der Deine vom 7. Juli ist in vier Tagen zu mir gekommen, und hinwärts, wie ich sehe, bleiben sie auch nicht länger unterwegs. Die Cur schlägt ganz gut bei mir an. Ich habe die Zeit her keine Unbequemlichkeit gehabt und hoffe das Beste, wenn ich regelmäßig fortfahre. Es gibt hier viel Unterhaltung mit alten Bekannten, die man wiederfindet, so wie mit neuen, die man macht. Madame Unzelmann ist angekommen und wird sich vier Wochen aufhalten. Sonst ist niemand hier, den Du kennst. Es wird aber täglich voller, besonders von Russen und Polen. Auf kurze Zeit möchte ich Dich und August wohl hier sehen; aber im Ganzen ists nicht für euch. Ich freue mich, daß Dirs in Lauchstädt wohlgeht. Bleibe nur daselbst, grüße Augusten, wenn er kommt, und macht euch lustig. So lange ich hier bin, will ich jeden Montag schreiben, da ihr denn etwa jeden Freitag etwas von mir empfangen werdet. Grüße die Brand und die Elsermann und sage ihnen, daß ich etwas für sie mitbringe. Überhaupt, wer freundlich und artig von der Gesellschaft ist, soll etwas haben: denn ich bringe verschiedenes mit. Von dem hiesigen Theater, das noch nicht eröffnet ist, schreibe ich etwas an Genast, von dem Du Dirs kannst erzählen lassen. Lebe recht wohl und grüße Augusten, so wie auch Geh. Rath Wolf und Minchen. Noch setze ich eigenhändig hinzu, daß ich Dich und August herzlich grüße und euch alles Vergnügen wünsche. Wenn es Dich auch etwas mehr kostet, so hats nichts zu sagen. Dein Brief kam den 12. an und war mir um so angenehmer und lieber. Nun sage ich Dir das beste Lebewohl und hoffe bald wieder auf einen Brief von Dir.

G.

396. Goethe

[Karlsbad,] Montag, den 21. Julius 1806.

Dieses ist nun der vierte Brief, den Du von mir erhältst. Ich habe indessen nur einen von Dir empfangen, und auf den gegenwärtigen antwortest Du nicht. Indessen erhalte ich wohl noch einige Nachrichten von Dir auf meine vorigen Briefe. Heute über 14 Tage, als den 4. August, denken wir wieder abzugehen und können den 7. oder 8. wieder in Jena sein. Bleibe indessen nur ruhig mit August in Lauchstädt, bis Du Nachricht von mir erhältst.

Indessen ist es mir sehr wohl gegangen. Ich habe ohne Arznei mit Wassertrinken und Baden mich hingehalten und keinen Anfall von Schmerzen gehabt, und wenn ich die Cur noch so weiter fortbrauche, so denke ich, wird es von guten Folgen sein. Es wird fleißig promenirt, und an Gesellschaft fehlt es auch nicht. Die Badeliste steigt auf 650 Personen, und ich habe manche Bekanntschaft gemacht. Wir essen gewöhnlich zu Hause. Manchmal sind wir zu Gaste geladen. Die hiesige Schauspieler-Gesellschaft hat etwa sechsmal gespielt, ich bin aber noch nicht ins Theater gekommen. Nach allen Erzählungen scheint es wenig Erfreuliches zu leisten. Den Ball hab ich ein einziges Mal besucht, der aber für mich auch nicht unterhaltend war. Von Deinen Bekannten wüßt ich niemand hier, außer den dicken Herrn von Oertzen, den die Frauenzimmer in Lauchstädt vor ein paar Jahren einander abspänstig machten. Er treibt sein altes Wesen fort, aller Welt die Cour zu machen. So viel für heute. Meine Reisegefährten grüßen. Es ist allerlei eingekauft worden. Einen Brief Stecknadeln wirst Du erhalten haben, den ich durch Gelegenheit nach Leipzig schickte. Geht wieder jemand in jene Gegend, so folgt noch etwas.

G.

Lebe wohl und grüße Augusten vielmals. Auch Herrn Genast und Becker und die Frauenzimmer.

 

Donnerstag, den 24. Julius 1806.

Dieser Brief ist einen Posttag liegen geblieben, welches mir jetzt angenehm ist, weil inzwischen Dein Brief vom 17. Julius ankam. Ich habe zwar wenig hinzuzusetzen; aber doch freut michs, Dir sogleich zu sagen, daß mir Deine Nachrichten viel Vergnügen gemacht haben. Wenn es Dir nach Deinem Sinne wohlgeht und Augusten auch, so kann mir in der Ferne nichts Erfreulichers begegnen. Dagegen kann ich sagen, daß ich mich von Tag zu Tage besser befinde und daß ich auch für die Folge das Beste hoffe. Wir leben, die kleinen Unbequemlichkeiten der Cur abgerechnet, zwar nicht herrlich, doch in Freuden. An Krebsen und Forellen ist kein Mangel und das übrige Essen ist nicht schlecht. Wir gehen und fahren spazieren; wobei immer ein wenig gezeichnet wird und viel Steine zusammengeklopft werden. Fast täglich gibt es eine neue Bekanntschaft, und man könnte lange hier sein, ohne erschöpft zu haben, was sich alles hier befindet. Übrigens bleibt es bei dem, was auf der vorigen Seite geschrieben steht. Auch erhältst Du von mir noch eine Nachricht vor meiner Abreise. Verweile nur in Lauchstädt, bis ich in Jena angekommen bin; und wenn Du mit August einige mehrere Kosten hast, so nimm es nicht zu Herzen. Ich wünsche nur, euch beide wohl und vergnügt wiederzusehen. Daß es mit dem Theater so gut geht, ist mir höchst angenehm. Grüße die Herrn Genast und Becker, auch Deine nächste Umgebung. Mehr sage ich nicht, damit der Brief geschlossen werde und nicht abermals in dieser Zerstreuung liegen bleibe.

 

397. Goethe

Karlsbad, Montag, den 28. Juli 1806.

Schon vorgestern kam Dein lieber Brief vom 22. hier an und war also nur vier Tage unterweges gewesen. Ich schreibe heute zum vorletzten Mal und heute über acht Tage wahrscheinlich zum letzten Mal: denn ich hoffe, daß unser Wagen richtig eintreffen soll. Es ist mir auch diese letzte Zeit ganz wohl gegangen, und ich wünschte nur, daß ich mich eingerichtet hätte, länger hier zu bleiben, um ein 14 Tage weder zu trinken, noch zu baden, auf meine Natur Acht zu geben und doch in der Nähe der heilsamen Quelle zu sein, wenn sich irgend ein Übel melden sollte. Doch kann das auf künftiges Jahr geschehen, und wir wollen hoffen, daß wir indessen so durchkommen. Die Hauptsache, wie ich recht wohl bemerke, bleibt immer die Bewegung, und wenn ich sie die nächsten acht Wochen auf eine oder die andre Weise fortsetze, so wird es wohl ganz gut werden. Daß Du Dich lustig machst, ist mir sehr angenehm, und ich erwarte, daß Du mir recht viel erzählst, wenn wir zusammenkommen. Hier geht im Ganzen alles steifer als jemals zu, ob ich mich gleich persönlich keinesweges zu beklagen habe: denn es hinge nur von mir ab, meine Bekanntschaften und Gesellschaften viel weiter auszudehnen. Gestern begegneten mir ganz unerwartet Frau von Brösigke und ihre Tochter, die von Egerbrunn herüberkamen, wo es auch nicht zum heitersten hergehen soll, weil die Östreicher und Polen zwei Parteien machen, die gegeneinander wirken, beide aber weder einen Sachsen, noch einen Preußen unter sich aufnehmen. Frau von Levetzow ist reizender und angenehmer als jemals. Ich bin eine Stunde mit ihr spazieren gegangen und konnte mich kaum von ihr losmachen, so artig war sie und so viel wußte sie zu schwatzen und zu erzählen.

Täglich kommen hier noch mehr Badegäste an. Die Nummern der Liste gehn schon bis 700. In diesen Tagen war das Papiergeld so gefallen, daß der Ducaten 8 Gulden und 30 Kreuzer galt, und das Silbergeld im Verhältniß. Gegenwärtig ist es wieder ein wenig gestiegen. Demungeachtet aber sind die Einwohner von Karlsbad, welche für alle ihre Mühe, Waaren und Auslagen fast nichts anders eingenommen haben, in einer Sorge, die ganz nahe an Verzweiflung gränzt. Was daraus werden soll, kann kein Mensch einsehen. Vorgestern bin ich auch in der Komödie gewesen und werde wohl nicht wieder hineingehen. Selbst diejenigen Schauspieler, die noch einige Gestalt und Stimme haben, zeigen sich fratzenhaft, affectirt und komödiantisch. Ich kann wohl sagen, daß ich in dem ganzen Stück nicht einen einzigen wahren Ton gehört habe. Die Weiber sind vollends ganz abscheulich. Eine einzige ist darunter, die Verdienst hat. Sie spielt die Rollen der Beck, ist aber doch auch übertrieben und in ihrem Betragen geschmacklos wie die andern. Doch wäre diese noch wohl am ersten ins Rechte zu leiten, wenn sie eine gute Umgebung hätte. Das Stück, das ich sah, war ›Pinto‹, von Vogel bearbeitet. Grüße die Herrn Genast und Becker und sage ihnen, sie möchten doch nachfragen, ob das Stück gedruckt ist, und sich Mühe geben, es bald beizuschaffen. Wir können es sehr gut besetzen, und es kann bei uns eine sehr interessante Repräsentation werden. Gethan habe ich übrigens nicht viel: denn der Brunnen und die Zerstreuung des hiesigen Lebens lassen einen nicht recht zur Fassung kommen. Übrigens bleibt es im ganzen bei dem, was ich in meinem vorigen Briefe geschrieben habe. Bleibe nur in Lauchstädt, bis Du einen Brief von mir aus Jena erhältst: denn erst dort wird sich zeigen, ob ich noch nach Lauchstädt gehen kann und mag. Grüße alles schönstens von mir, Herrn Geheimerath Wolf und Minchen, Herrn und Frau Geheimerath Loder und alle, die sonst meiner gedenken mögen, so wie das Theater-Personal, besonders die, welche Dir zunächst sind. Lebe übrigens recht wohl bei Deinen Frühstücken, Mittagsessen, Tänzen und Schauspielen.

G.

[Nachschrift: Riemer]

Riemer empfiehlt sich Ihnen bestens, so wie Ihren schönen Begleiterinnen und Umgeberinnen, und Augusten ganz besonders.

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398. Goethe

Jena, den 30. September 1806.

Du erhältst hierbei einen Kasten mit Nüssen, wovon der größte Theil in der Schale und also noch recht frisch ist. Sende mir dagegen ein Pfund Chocolade und 3 Flaschen von dem rothen Weine. Es gibt so schönes Obst hier, daß ich in Versuchung gewesen bin, welches zu kaufen, wenn man nur wüßte, wie man es hinüber bringen sollte. Es geht mir ganz gut hier. Herr von Tümpling hat mich mit einigen Flaschen Eger-Wasser versehen, die mir sehr wohl bekommen. Ich komme nicht viel aus dem Schlosse und treibe meine Geschäfte. Was ich von Herrn Riemer wünsche, steht auf beiliegendem Blatt. Lebe recht wohl, grüße Augusten, schreibe mir, was vorgeht, und schicke mir, was von Briefen und Zeitungen angekommen ist.

Dein Bruder kommt mit Herrn von Tümpling und zwei Frauenzimmern hinüber, er hat sie zu sich eingeladen und wird Dich auch dazu bitten. Sei freundlich, hilf ihm aus und laß sie den Caffee bei Dir nehmen. Wenigstens lade sie auf künftige Zeiten. Lebe wohl und liebe.

 


 


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