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André Gide

Die Rückkehr des verlorenen Sohnes

Übertragen von Rainer Maria Rilke

Ich habe hier, wie man es bei den alten Altartafeln tat, zu meiner verschwiegenen Freude, das Gleichnis gemalt, das unser Herr Jesus Christus uns erzählt hat. Die zwiefältige Eingebung habe ich verteilt gelassen und zusammengefaßt, wie sie mich antrieb; ich suche nicht, den Sieg irgendeines Gottes über mich zu erweisen – auch keinen meinigen Sieg. Wenn aber der Leser einige Frömmigkeit von mir fordert, es möchte sein, daß er sie gleichwohl in meinem Bilde fände, da ich mich, gleich einem Stifter in der Ecke des Gemäldes, darin angebracht habe, auf den Knieen, ein Gegenstück zum verlorenen Sohn, wie er zugleich lächelnd und mit von Tränen triefendem Antlitz.


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