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Vorbericht.

Die Aufsätze, deren in der tiefer unten folgenden Vorrede vom Julius 1806 erwähnt wird, standen in einer Berliner Zeitschrift, welche, außer einigen sehr guten Aufsätzen, die eben durch die sogleich zu erwähnende Vorspiegelung sich dahin verloren hatten, sogar schlechter war, als es dergleichen Zeitschriften erlaubt zu werden pflegt. Außer dem sichtbaren Bestreben, durch unanständige, und gegen die wahre Achtung laufende Schmeicheleien sich an die höchsten Personen zu drängen, erregte sie vorzüglich dadurch Indignation, daß sie vorzuspiegeln suchte, diese höchsten Personen nähmen an ihr ein besonderes Interesse; als ob dieselben ihren unfeinen Weihrauch und ihre hämischen Verläumdungen anderer Gelehrten, sich unter die Augen bringen ließen, und an ihren eben so gemein gesagten, als verworren gedachten Produkten Geschmack fänden. Die im ersten Zusatz im Druck von 1835. Gespräche angeführten Beispiele sind aus dieser Zeitschrift entlehnt. – Worauf die Vorrede berechnet war, wird der Leser leicht aus dem Zusammenhange ersehen. – Es traten bald andere Sorgen, und Rücksichten ein, und so blieb der Aufsatz bis jetzt ungedruckt. Ich lasse diese temporären Beziehungen, als Beiträge zu der damaligen Zeitgeschichte stehen, zugleich auch als Beispiele dessen, was nicht nachzuahmen, sondern zu vermeiden ist; in Absicht des Inhalts dafür haltend, daß derselbe noch immer nicht außer der Zeit, und veraltet sei. Die Notwendigkeit, bei der jetzigen Zeit durch das hinzugefügte Gespräch, welches hier an der ersten Stelle steht, das früher abgefaßte zu ergänzen, spricht sich selbst aus.

Königsberg im Junius 1807.


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