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Hermann Fürst von Pückler-Muskau

Andeutungen über Landschaftsgärtnerei
verbunden mit der Beschreibung ihrer praktischen Anwendung in Muskau

.

 

An Seine Königliche Hoheit
den Prinzen Carl von Preußen.

Durchlauchtigster Königlicher Prinz,
Gnädigster Herr!

Schloß Muskau,
den 29sten Juni 1833.

Ich habe Eure Königliche Hoheit immer als ein Muster jener Art ritterlicher Liebenswürdigkeit bewundert, welcher durch echte Gemütlichkeit der für unser deutsches Herz wirksamste Zauber beigemischt ist.

Eure Hoheit sind aber außerdem auch ein Beschützer und Kenner des Schönen, wo es sich findet, und haben in neuester Zeit dem Gegenstande, von welchem das vorliegende Buch handelt – der Gartenkunst im höheren Sinne – ebenfalls Ihre tätige Aufmerksamkeit geschenkt.

Das, was Eure Königliche Hoheit selbst in diesem Sinne bereits ausführen ließen, beweiset, daß man auch hierin den Vers des Cid auf Sie anwenden darf:

Ses pareils à deux fois ne se font pas connaître
Et pour leurs coups d'essai veulent des coups de maitre.

Vergönnen Sie mir also, gnädigster Herr, diesen Versuch über Landschaftsgärtnerei durch Ihren erlauchten Namen zu schmücken, indem ich Ihnen denselben als ein schwaches Zeichen meiner höchsten Verehrung in Demut zu widmen wage.

Euer Königlichen Hoheit

untertäniger
Hermann Fürst von Pückler-Muskau.

 

 

Andeutungen über Landschaftsgärtnerei

»Wenn Kunst sich in Natur verwandelt,
So hat Natur mit Kunst gehandelt.«

Lessing.


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