Johann Nikolaus Götz
Die Gedichte Anakreons und der Sappho Oden
Johann Nikolaus Götz

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Johann Nikolaus Götz

Die Gedichte Anakreons
und der Sappho Oden

aus dem Griechischen übersetzt, und mit Anmerkungen begleitet

Carlsruhe, verlegts Michael Macklot,
Marggrävl. Baden-Durl. priv. Hochbuchhändler, 1760.

 


 

Diese Uebersetzung der Gedichte Anakreons, und der Oden der Sappho ist ab amico molestè sedulo 1746. zuerst herausgegeben, und nicht ohne Beyfall aufgenommen: anitzo aber beträchtlich vermehret, und verbessert worden.

Man hat darinne getreu seyn; aber der Schamhaftigkeit an einigen Orten lieber schonen, als den Sitten schädlich seyn wollen.

Unzehlige junge Leute geben sich Mühe diese Gedichte zu verstehen: diesen suchte man in dieser Ausgabe durch einige Anmerkungen Vorschub zu thun, damit sie ihre Lust geschwinder büßen, und die kostbaren Stunden nachher besser anwenden möchten.

Mein Commentär, der sich mit den besten Blumen der Frau Dacier bereichert hat, ist ein Spaziergang, den ich mit jungen Leuten, unter beständiger Aufmerksamkeit auf die Reize meiner Dichter, durch die Felder alter und neuer Schriftsteller thue, die zur Einsicht meines Textes etwas beytragen können.

Wer mich beschuldigen wollte, daß ich zu viele Stellen aus andern angeführet, bedenke, daß es darum geschehen, die Schönheiten Anakreons und der Sappho der Jugend empfindlich zu machen, und ihr zu zeigen, daß Venus diese, wie andere Schriften der alten Griechen,

Quinta parte sui nectaris imbuit.

 


 


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