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[Vorbemerkung des Verlages]

Die vorliegende Dokumentensammlung gibt ein Bild von dem Kampf, den Dimitroff im Zusammenhang mit dem Reichstagsbrandprozeß führte, der als »Leipziger Prozeß« in die Geschichte eingegangen ist. Sie enthält Georgi Dimitroffs Reden vor Gericht, seine Briefe an die Rechtsanwälte, an die Untersuchungsbehörden und den Gerichtshof, Briefe an Verwandte und Freunde sowie Artikel und Interviews nach seiner Befreiung aus dem faschistischen Gefängnis.

Dimitroff sammelte die wichtigsten Dokumente, die er von den deutschen Behörden empfing, um sie für seinen Kampf vor Gericht auszuwerten, und fertigte von allen Briefen und Dokumenten, die er selbst absandte, Kopien an. Als Dimitroff aus dem Gefängnis freigelassen wurde, waren die faschistischen Behörden in ihrem Bestreben, ihn so schnell wie möglich aus Deutschland fortzuschaffen, derartig kopflos und in Eile, daß sie die Durchsuchung seines Gepäcks unterließen. So konnte Dimitroff alle wichtigen Materialien mitnehmen.

Die Dokumente sind durchweg auf Gefängnisformularen geschrieben. In der linken Ecke oben befindet sich der Name und die Nummer des Verhafteten, die Form der Anrede und Unterschrift (»Hochachtungsvoll« etc.) ist vorgeschrieben. Schreiben, die diesen Vorschriften nicht entsprachen, wurden nicht weitergeleitet.

Alle Schriftstücke, die Dimitroff vor dem Prozeß, während des Prozesses und nach dem Prozeß bis zu seiner Freilassung abfaßte, sind, mit Ausnahme der ersten Erklärung, in deutscher Sprache geschrieben.

Obgleich viele Materialien über den Prozeß fehlen, bieten die vorhandenen Dokumente doch ein hinreichend vollständiges Bild von dem mutigen Auftreten Dimitroffs, der den faschistischen Reichstagsbrandstiftern die Maske vom Gesicht riß und durch seinen tapferen und konsequenten Kampf den Sieg über die Hitlerclique davontrug.

Der Verlag


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