Heinrich Zschokke

auch: Johann von Magdeburg, L. Weber

Johann Heinrich Daniel Zschokke wurde am 22.3.1771 in Magdeburg geboren; er starb am 27.6.1848 auf Gut Blumenhalde bei Aarau.

Der Sohn eines wohlhabenden Tuchmacher wuchs mutterlos, nach dem Tod des Vaters (1779) zunächst bei Geschwistern auf, dann bei dem Schriftsteller Elias Caspar Reichard. Nach einem Verweis vom Gymnasium floh der 17jährige nach Schwerin und arbeitete als Korrektor und Privatlehrer. 1788 schloß er sich einer wandernden Theatertruppe an. Er wurde ein erfolgreicher Theaterdichter; Goethe berichtet, seine Stücke seien denen Schillers gleichgestellt worden. Nach der Maturitätsprüfung studierte er ab 1790 Theologie an der Universität Frankfurt/O., nach der Promotion war er als Privatdozent tätig. 1795 reiste er über Paris in die Schweiz, seine neue Heimat. In Reichenau leitete er zunächst ein Philantropin (eine pädagogisch reformierte Erziehungsanstalt) und bekleidete während der Helvetischen Republik hohe politische Ämter. Mit mehreren Zeitschriften (u.a. dem »Aufrichtigen und wohlerfahrenen Schweizerboten«) bemühte er sich gemeinsam mit Pestalozzi und anderen um die politische Volksaufklärung. 1802 unternahm er zusammen mit Kleist und Ludwig Wieland eine Wanderung, auf der die Erzählung Der zerbrochene Krug entstand; im gleichen Jahr übersiedelte er nach Aarau. Er trat energisch für bürgerliche Freiheitsrechte ein, gründete eine Freimaurerloge, eine Gewerbe- und eine Taubstummenschule und eine Sparkasse. Zschokke war einer der meistgelesenen deutschsprachigen Schriftsteller.


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