Hermann Kurz

(bis 1848: Kurtz)

Geboren am 30. November 1813 in Reutlingen; gestorben am 10. Oktober 1873 in Tübingen.

Im Anschluß an das Landexamen und die Maulbronner Klosterschule nahm Kurz nach dem frühen Tod der Eltern in Tübingen ein Theologiestudium auf. Schon in dieser Zeit trat er mit ersten Übersetzungen hervor. 1835 legte er das theologische Examen ab und ging für wenige Monate als Vikar nach Ehningen. 1836 wechselte er nach Stuttgart, wo er als freier Schriftsteller von Übersetzungen lebte. Ab 1848 war er Mitarbeiter am "Deutschen Familienbuch zur Belehrung und Unterhaltung" in Karlsruhe; in Stuttgart übernahm er im Februar desselben Jahres die Redaktion des demokratischen "Beobachters". 1851 heiratete er, nachdem er drei Wochen auf dem Hohenasperg in Haft verbracht hatte. 1856 zog Kurz sich aufs Land zurück, 1858 nach Obereßlingen, 1863 nach Kirchheim/Teck.

Ein Ehrensold der Schillerstiftung (1860) und seit 1863 die Stelle eines Bibliothekars an der Universitätsbibliothek Tübingen sicherten seinen Lebensabend. 1865 wurde er Ehrendoktor der Universität Rostock.

Eine ausführliche Biographie von Herman Kurz schrieb seine Tochter Isolde.


Werke u.a.


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