Willibald Alexis

Eigentl.: Georg Wilhelm Heinrich Haering (Häring)

Geboren am 29.6.1798 in Breslau; gestorben am 16.12.1871 in Arnstadt/Thüringen.

Alexis stammte aus einer bretonischen Flüchtlingsfamilie. Sein Vater, Kanzleidirektor in Breslau, starb schon 1802. 1806, nach der Einnahme Breslaus durch die Franzosen, zog die Familie nach Berlin; dort besuchte Alexis zuerst eine Privatschule, ab 1810 ein Gymnasium. 1815 nahm er an den Befreiungskriegen teil. Von 1817 bis 1820 studierte er Jura und Geschichte in Berlin und Breslau. Ab 1820 war er Referendar am Berliner Kammergericht; dort lernte er E.T.A. Hoffmanns Freund Julius Eduard Hitzig kennen, der ihn wiederum mit Fouqué bekannt machte.

Nach dem Erfolg seines ersten Romans (1824) beendete Alexis die Beamtenlaufbahn. Seit 1827 lebte er in Berlin, dort schrieb er für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften; dazwischen unternahm er Reisen nach Frankreich, Skandinavien, Süddeutschland und Ostpreußen. Durch sein Mitwirken in der literarischen Mittwochsgesellschaft knüpfte er Verbindungen u.a. zu Eichendorff, Immermann und Hauff. Nach seiner Heirat mit einer Engländerin wurde sein Haus zu einem Treffpunkt des literarischen Berlin ( Fouqué, Tieck, Fontane). Nach einem längeren Aufenthalt in Rom (1847-48) zog er sich 1853 nach Arnstadt zurück.


Werke u.a.

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