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Freude, schöner Götterfunken!

Herbstnebel dämmerte in den späten Tag hinein.

Die Hände hinter dem Rücken vereinigt, den Wind im Mantel und im flatternden Halstuch, ging Ludwig van Beethoven dahin mit flüchtigem Schritt, der die Erde nur ungern zu treffen schien. Den verknitterten Seidenhut trug der gedrungene, vierschrötige Mann weit in den Nacken zurückgeschoben, so dass das grauwirre Haar zu sehen war, das in die breite, gewölbte Löwenstirn hinab spielte. Seine starren Augen nahmen den Gruß der Menschen nicht wahr, sie richteten sich in die innere Welt, wo die Träume einander begegneten.

Heute mochte der Künstler gegen den Anprall schwerer Gedanken ringen, er blieb häufig stehen, senkte die Stirn und schleuderte sie wieder empor und murrte vor sich hin: »Hol der Teufel alle Überlieferung! Ein neuer Mensch, eine neue Kunst! Was schert mich das Missfallen der Welt?!« Daheim lag unvollendet die neunte Symphonie und harrte des letzten Satzes. Der Meister konnte sich aber aus all den Entwürfen nicht zum Entschluss durchringen. Und mitten in dem Gedankenkampf begann er wütend mit den Händen den Takt zu schlagen und mit seiner verdorbenen Stimme, die er gehasst hätte, wenn er sie gekannt hätte, laut und unbekümmert eine Weise zu krächzen, als ob es außer ihm keinen Menschen auf den Gassen Wiens gäbe.

Die Leute lächelten ihm mitleidig nach. Er stieß an einen Knaben und hätte ich beinahe umgeworfen. Bübisch rief der Knabe, nachdem er sich in sichere Weite zurückgezogen hatte: »Du narrischer Musikant!«

Der taube Meister vernahm den Schimpf nicht. Er lief weiter.

Doch einmal wurden ihm die Fersen so schwer, als sei jemand daran gefesselt. Er wandte sich hastig um und sah, im Nebel düster verhüllt und kaum kenntlich, einen fremden, gespenstisch hageren Mann sich folgen. Beethoven durchschauderte es seltsam, und er murmelte: »He, bist du vielleicht der alte Fiedler Hans Tod? Spürst du hinter mir her? Willst du mir das Finale geigen?«

Als der Fremde merkte, dass Beethoven auf ihn wartete, kehrt er um und verschwand im Dämmer.

Der Meister fragte sich: »Ist es schon Zeit, dass ich für mich selber eine Totenmesse schreibe?!«! und er lachte grell und schallend auf, dass die Leute die Köpfe schüttelten und einander bedeuteten: »Heut rappelt er wieder!«

Daheim angelangt, setzte sich Beethoven sogleich an den Flügel, die angestaute Fülle der klingenden Eingebungen zu entladen. Eine hohe, brennende Kerze war die einzige Zeugin dieses ungestümen Vorganges. Im Halbdunkel verrann der Leib des Künstlers mit dem Flügel zu einem einzigen, rätselhaften Schattenungetüm. Krumm duckte er sich über die Tasten, als wäre er in solcher Haltung den Tönen näher. Doch es half ihm nichts. Kein Ohrentrichter, kein Sprachrohr, keine Kunst des Arztes vermochte ihn wieder mit der Welt der Klänge zu vereinen. Und so hob er denn die Hände, daran das Haar schon ergreist war, und schlug mit den breiten Fingerenden toll und wuchtig auf die Tasten los. Manche Saite tönte nimmer, und Beethoven wusste es, und um den Ton zu ersetzen, stieß er raue Laute wie ein Kämpfer aus, und mit seiner grässlichen, verwilderten Stimme sang er die erhabene Weise mit, die ihm heute auf dem Weg eingefallen war, und daran er immer wieder leise änderte, sie zu veredeln und zu verschönern.

Und plötzlich sprang er auf, riss eine Geige ans Kinn und spielte auf dem jämmerlich verstimmten Werkzeug noch einmal diese große, schöne Weise und lauschte dabei angestrengt, als könnte das Beben des edeln Holzes dem ohnmächtigen Ohr der Klänge des knospenden Werkes vermitteln.

Nach wenigen Strichen aber legte er unmutig die Geige weg und trat ans Fenster und schaute hinaus ins finstere Nichts.

Seine Seele war voll leidenschaftlicher Trauer. Was für einen Zweck hatte es, das er stundenlang dort in den Tasten wühlte? Warum spielte er seine Träume? Er hörte doch gar nichts! Die Taubheit trennte ihn von seinem Werk wie eine kahle, furchtbare, unübersteigliche, unabtragbare Mauer. O hinter dieser unerbittlichen Mauer blühte sein geistbeseeltes Spiel, funkelte sein göttliches Werk! Und er konnte nimmer dazu! Nur mit dem wesenlosen Schatten davon musste er sich begnügen, nur mit der stummen, kalten Vorstellung im Gehirn, bar jenes berückenden Glanzes des Sinnlichen, womit der Künstler seine Tat in Raum und Zeit hinaus stellt! Beethoven hörte nicht, was er Herrliches geschaffen!

Eine grenzenlose Gier übermannte ihn, das Schweigen zu durchbrechen, das ihn eisern vom Leben abschloss. Hören! Hören! Jetzt nur einen einzigen Ton hören! Er lauschte hoch auf. -- Aber Stille rings, knirschende, unbarmherzige Stille!

Die Hände krampfte er hinter dem Nacken ineinander. Er spannte sein Gehör aufs Äußerste an, die Dumpfheit zu sprengen. Mit dem Fuß stieß er gegen den Boden. Er schrie auf mit einer Stimme, darin die heisere Hölle ächzte. Umsonst! Einsam stand er in der Wüste seines gelähmten Sinnes.

Da packte er ergrimmt einen zinnernen Kerzenleuchter und tobte damit an die Wand, schlug dreimal, viermal rücksichtslos an die Mauer, dass der Anwurf niederrieselte. Er musste das Geräusch vernehmen, sollte er nicht verzweifeln!

Mitten in dem wahnwitzig schmerzlichen Beginnen empfand er, dass ein zweiter Mensch bei ihm in der Stube war. Er riss den Kopf herum.

Ein Kind stand in dem Zimmer, armselig gekleidet, müde und blass. Mit offenem Mund staunte es das wütende, sinnlose Treiben des Mannes an.

Beschämt, dass ihn das Kind in seiner Verzweiflung ertappt hatte, schnob Beethoven es an: »Du Taugenichts, was schleichst du dich so spät in die Stuben fremder Leute? Was willst du?«

Das Mädchen starrte das Zimmer an. Wie märchenhaft wüst war es hier! Bücher, Schuhe, Geld auf dem Fußboden wirr zerstreut; auf dem ungeordneten, von den letzten Nächten noch zerwühlten Bett aufgeschlagene Musikstücke; auf dem Tisch zerbrochenes Geschirr, Weinflaschen, ein Teller mit dem grätigen Rest eines Fisches, ein Laib Brot; auf einem schiefen Stuhl das Waschbecken, darin noch das benutzte Wasser; die Tapeten an der Wand staubig und zum Teil gelöst! Alles war hier unbequem und ohne Behagen. Und im Schein der ängstlich flackernden Kerze mitten in dem vernachlässigten Heim der heftige, schreiende Mann im zerrissenen Hausrock!

»Was willst du?« herrschte Beethoven das Kind an.

Das Mädchen blickte in sein dunkles, rollendes Auge, in das breite, blatternarbige Gesicht, darin die grauen Haare wildstruppig niederzüngelten über die zuckende Stirn, als sei er eben ungekämmt aus dem zerstörten Lager dort gestiegen. Das Mädchen zog sich verschüchtert zur Tür zurück, und ihre schmalen Lippen formten ein kurzes Wort.

Beethoven riss die Augen weit auf, als wolle er damit hören. Dann zog er die buschigen, finsteren Brauen zusammen. »Ich höre schwer!« sagte er rau. »Schreib!« Er hielt dem Kind Papier und Bleistift hin. »Schreib darauf, was du begehrst!«

Das Mädchen regte sich nicht. Es griff nicht nach Blatt und Stift. Es konnte wohl gar nicht schreiben. Noch einmal bewegte es die Lippen und sprach ein Wörtlein.

Da brüllte Beethoven auf: »Ich bin ganz taub!«

Das fremde Kind zitterte, Tränen des Leides und der Furcht drangen aus seinem Auge. Es deutete auf das Brot auf dem Tisch und faltete die Hände.

Da begriff Beethoven. Er reichte ihm den ganzen Laib, und ein gütiges Lächeln schwebte an seinem Mund, und das ganze Angesicht war ihm vor Mitleid verschönt und verklärt.

Die kleine Bettlerin packte eilig das Brot und floh.

Dem Meister war aber auf einmal so wundergut zu Mut. Vergessen war der tobende Schmerz seiner Einsamkeit. Dieses Geschehnis hatte ihn der Welt und den Menschen wieder nahe gebracht.

Er ließ sich besänftigt am Flügel nieder. Er spielte den himmlischen Einfall, der ihn heute unterwegs durchzückt hatte, er spielte ihn immer wieder und gestaltete ihn immer edler, und plötzlich verstand er den Sinn des Jubels darin und wusste, dass er die ebenbürtigen Töne gefunden hatte zu dem Glücksschrei des Dichters: »Freude, schöner Götterfunken!« Sein entrücktes Spiel brauste, der Himmel lag ihm unter den Füßen. Ja, er liebte die Freude, die von Mensch zu Menschen springt, er liebte die Menschen. »Seid umschlungen, Millionen! Diesen Kuss der ganzen Welt!« sang er.

Weggewischt war, was menschliche Gemeinheit und Niedertracht je ihm zugefügt hatten, ihm, dem zarten Künstler, dem liebenden Menschen. Rein und schlackenlos stand vor ihm das Bild des Erdensohnes, des Götterlieblings. Seine Seele brannte auf für die ganze leidende, jauchzende, begnadete Menschheit. Freude ihr zu bringen, das war der höchste Sinn des Lebens.

Entzückt, wissend sank er neben dem Flügel auf die Knie. Er stammelte: »Heiliger Mensch! Heilige Freude!«

Oh, nun musste er alle, alle die Millionen umarmen, umarmen in einem Menschen, in dem ersten, besten! Den Unbekannten drüben, der Wand an Wand neben ihm hauste, den Nachbarn musste er jetzt ans Herz drücken! Und ihm Gutes tun! Wenn er arm war, die Börse ihm auf den Tisch schütten; wenn er krank war, ihn pflegen und trösten; wenn ihn hungerte, ihn sättigen! Hinüber zu ihm! Sein Weib grüßen, seine Kinder küssen! »Ich komme, Bruder Mensch da drüben!«

Beethoven stürmte hinaus, eine Welt seliger Empfindungen in der Brust. Er riss die benachbarte Tür auf.

Eine leere Stube. Nur ein Tischlein, hart an die Wand gerückt, daran ein Mann im sparsamen Kerzenlicht, einen Notenbogen vor sich. Jetzt schnellt er überrumpelt empor, lässt die Notenblätter fallen und verdeckt das Gesicht.

Beethoven stand ernüchtert. Glich der Mensch da nicht dem grauen Nebelmann,d er ihn heute verfolgt hatte? Beethoven wusste sich keinen Zusammenhang zu reimen.

Da hob er das Blatt auf, das ich zu Füßen geflattert war. Er blickte darein. Dann lachte er grässlich auf. Der Fremde erschrak davor und flüchtete in eine Ecke.

Auf dem Blatt stand, mit Bleistift flüchtig hingeworfen, das Beethoven am Flügel jenseits der Wand kämpfend erbaut hatte, die Weise und die Harmonien des Freudengesanges, die Steigerungen und Abänderungen.

»Ein tauber Mann, der sich nicht helfen kann, wird bestohlen!« murmelte Beethoven.

Und nun erkannte er ihn, den Tausendsassa, der wegen seiner Geschmeidigkeit den welschen Spitznamen ‚Don Flessibile' führte. Nun erkannt er die huschenden, flinken, unfehlbaren Hände, die immer wie dürre Spinnen über die Tasten des Flügels krochen. Und nun wusste er hinter den bergenden Händen die lange Schnüfflernase, die unruhigen, falschen Augen, den ganzen Kerl voll dienernder, anwidernder Höflichkeit. Und jetzt wusste er auch auf einmal, warum Don Flessibile sich immer im selben Haus, im selben Stockwerk einnistete, wo Beethoven wohnte, und wie der schlotternde Musikus da seine Lieder, Variationen und Harmonien erzeugte, die den leicht vergesslichen Meister immer so vertraut anmuteten, so dass er in Don Felssibile verwandte Künstlerschaft gewähnt und geehrt hatte.

Indes Beethoven seine Seele anderen Welten zugekehrt, stand dieser Schurke hier, das Ohr lauernd an der Wand, dieser Elende, dem ein unbegreiflicher Gott das gesunde Gehör ließ, das da an einem Wehrlosen missbraucht wurde.

»Du bist es, Flessibile!« Beethoven sprühte wie geschlagene Glut.

Der Aushorcher ließ die Hände vom Gesicht sinken und stöhnte auf.

»Betrüger! Lump! Gauner! Dieb!« brüllte Beethoven. Don Flessibile zuckte bei jedem Wort wie unter einem Messerstich.

Heulend, rasend, doppelt betrogen in seinem Werk, fiel der Meister über den anderen her. »Du falscher Hund!« schrie er und schlug blindlings auf ihn los. »Um das Einzige beraubst du mich, das ich habe! Du musst sterben!«

Geduckt empfing Don Flessibile die furchtbaren Hiebe, die auf ihn niedergingen.

Als Beethoven bemerkte, dass der Gezüchtigte sich nicht wehrte, hielt er inne und rannte davon.

Wieder sank er hin zu dem Flügel. Aus dem freudigen Kraftring der Sonne schien er sich geschleudert in das starrende, schauernde Urnichts. Die mächtige Erregung, den schroffen Zusammenbruch seines Glaubens, wie hätte er dies alles anders bändigen können als in Tönen?!

Die ehernen Finger stieß Beethoven in die Tasten, als wolle er den Flügel in Grund und Boden schlagen. Wild und trotzig, in schrecklicher Begegnung mit seinem Gott, rang es sich aus der Wildnis seiner beleidigten Seele. Wenn man sein Spiel jetzt verstanden hätte, man hätte ihn der Gotteslästerung angeklagt. Oh, der Himmel trieb sein Hohnspiel mit ihm, dass er ihm die Gabe höchster Kunst verliehen und darüber die Taubheit getürmt hatte!

Es sauste ihm im Ohr, als koche ihm ein giftiges Gebräu drin. Hatte ihm ein hämischer Feind während des Schlafes einen Tollsud ins Gehör geträufelt?

Schwarz war es um ihn wie in einer geschlossenen Gruft. Als das Kind vor ihm das ungehörte Wörtlein gestammelt hatte, da hatte er wieder die ungeheure Mauer gefühlt, die für immer aufgegrenzt stand zwischen ihm und den Menschen. Er, der die Welt mit den brausenden Wundern seiner Kunst überschüttete und selig machte, er vernahm nicht den armseligen Laut aus Menschenmund.

Und hintergangen war er worden, entsetzlich hintergangen in dem Augenblick, wo seine Seele, seine Kunst in tiefster Liebe der ganzen Menschheit zugeflogen war!

Gewaltsam, hässlich, peinlich lachte er auf. »Die Menschenfratze vertrage ich nimmer!« ächzte er. Mit der Faust schlug er in die Tasten. Dann legte er die geballte Hand auf den Flügel und darauf die in Schmerz und Scham erglühte Stirn.

Wie konnte er nur noch das Leben ertragen? Was hielt ihn, den Einsamen, noch hier? Warum entfesselte er die Seele nicht durch freiwilligen Tod von dem unzulänglichen Leib?

Doch gebührte ihm der Tod?

Der Held muss sterben. doch der Künstler will leben.

Höchste Lust des Künstlers ist Schaffen. Und schaffen kann nur der Lebende.

Nicht gewaltsam durfte er einbrechen in den Tod!

Beethoven hob das Haupt. Er lauschte. Er lauschte in unermessliche Ferne, hinüber allen Raum. Seinem Auge entglitt die Welt.

Und Gott griff in seine Seele wie eine Harfe.

Dann begann er zu spielen, und des Höllenstürmers Spiel ward sanft und schön.

Sein Werk, wes anderen Werk war es als Gottes? Durch des Künstlers Gehirn hindurch offenbarte sich die Ewigkeit der Welt. Ja, Gott hat ihn ertauben lassen, das war der Preis der einzighohen Gnade: unbeirrt von der rauschenden Welt und einsam der reinen, gleichnislosen Stimme der Ewigkeit lauschen zu können! Ha, und wenn er nach Jahrtausenden noch einmal wandernd die Erde berühren müsste, möge es dann geschehen, dass er wieder dasselbe Schicksal trage: die Gnade gekauft um die totenschwere Stille, die ihm das eigenen Werk verschloss!

Beethovens Seele flutete und ebbte. Sein Spiel schwoll empor. Wie die Flamme sehnend zum Urbild Sonne aufverlangt, so fragte er hinauf zu Gott.

Das Menschenbild, das geschändete, erhob sich ihm wieder aus dem Wust der Gemeinheit und ragte als eine Säule, die den Himmel trug. Dass die göttliche Kunst aus dem Menschen quillt und erschütternd ihn durchbohrt, beweist, dass der Mensch göttlichen Ursprungs ist.

Beethoven richtete sich aus seiner Gebücktheit auf und saß edel und stolz. Sein ungehörtes Spiel fand sich zu den Sternen. Der Kampf widerstreitender Gefühle löste sich nach der letzten Bäumung, der höchsten Steigerung des viel zu schmerzlichen Erlebnisses folgte Beruhigung und Triumph. Geklärt und vollendet erhob sich die Form. »Seid umschlungen Millionen!« scholl es, und das Werk besiegte den letzten Trost des Meisters.

Die Flamme zuckte aus seiner Stirn. Er schwebte in der Gottheit, die Ferse noch versengt von der Hölle, die ihm vergeblich nachstieß.

»Freude schöner Götterfunken!« Dieses Lied sollte als Krone auf dem Haupt der neuen Symphonie funkeln! Alte Formen brechend, über den Kampf der in sich gebundenen, unbeseelten Instrumente hinaus, sollte das Freudelied blühen! Gottes treuestes Werkzeug, die Menschenstimme, sollte es singen!

Beethovens Augen wurden riesenhaft, wurden zum strahlenden Abgrund. Es war, seine Seele habe den Leib abgestreift und entblößte sich. Sein Antlitz zuckte, die Tränen stürzten ihm nieder.

Überflutend brauste es: »Freude!«

Das unvollkommene Werkzeug hielt dem machtvollen Spiel nicht stand. Die Saiten sprangen, Hämmer brachen und splitterten, der Flügel wankte. Beethoven ward es nicht gewahr. Er verschwebte hoch in die äußerste Lust seines Geistes.


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