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Vorrede

Dies Buch zeigt an, wie ein Jüngling mit Namen Fortunatus, geboren in dem Königreich Cypern, in fremden Landen zu Armut und Elend kam, und wie ihm in einem wilden Wald die Jungfrau des Glücks in seiner Betrübnis begegnete und ihm einen Seckel gab, dem nie Geld gebrach. Mit welchem Seckel er darnach manches Land und Königreich durchzog; auch wie er zu dem Sultan von Kairo kam, der ihn zugaste lud und ihn alle seine Schätze und kostbaren Kleinode sehen ließ, auch ein altes haarloses Hütlein, genannt Wünschhütlein, zeigte. Das entführte ihm Fortunatus und fuhr damit in sein Vaterland Cypern, wo er sich verheiratete und nach seinem Ableben zwei Söhne hinterließ, mit Namen Ampedo und Andolosia, welche den Seckel und das Hütlein von ihrem Vater erbten. Wie ferner Fortunatus und seine gedachten beiden Söhne mit den zweien Kleinoden viel Wunder getan und erlitten, auch Wollust und Freude, Not und Drangsal bis an ihren Tod erfahren haben: woraus jeder erlernen mag, daß Vernunft und Weisheit vor allen Schätzen der Welt zu erlangen alle Menschen begierig sein sollen.


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