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Aufgesang.

So bist du ewig, staubgebornes Herz,
So glühtest du in grauer Vorzeit Tagen,
So wirst du nach Jahrtausenden noch schlagen
In höchster Freude wie im tiefsten Schmerz.

Der Künstler, ob auf Marmor, ob auf Erz,
Auf Pergament, – was kann er Neues sagen?
Er wiederholt die ewig gleichen Klagen,
Den alten Jubel und den alten Scherz.

So geh denn hin und wandle, mein Gedicht!
Die grenzenlose Erde steht dir offen, –
So geh denn hin und wandle, mein Gedicht!

Und wenn dein Mund zum Menschenherzen spricht,
Wenn Leid sich freut, wenn Hoffnungslose hoffen:
Das ist der schönste Kranz, den man uns flicht.


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